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Hallo allerseits,
ich habe eine Frage zum Thema Signal aufteilen.
Folgende Situation: ich habe hier im Internat mehrere Bandmaschinen und auch Digitale Aufnahme Geräte. Diese möchte ich nun so Verkabeln, das die Maschinen Zeitgleich das gleiche Signal bekommen(PGM vom Mischpult). Allerdings hat das Pult nur einen Ausgang.
Am besten wäre so ein Splitter ohne Qualitätsverlust.
Ich habe bei Thomann sowas hier gefunden:
the t.racks DS2418 Audio Splitter – Musikhaus Thomann
Gibt es da bessere, vielleicht auch günstigere (eigenbau) Lösungen oder andere Produkte?
Wie macht ihr das bei euch an den Anlagen?
Wichtig wäre, dass das Gerät XLR oder 6,3 TRS Klinke Splittet(Letzteres wäre mir fast lieber)
Viele Grüße
Joni
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.
Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen
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Funk Tonstudiotechnik Berlin, die Kombination aus MTX Monitor (analog) und PAS8 (digital), je nach Anzahl der Maschinen erweitert um SAM-2, macht genau das auf höchstem Niveau. Günstig? Nein!
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Zwei Verteilerverstärker Vx82-6 täten den Job. Solange nicht Neumann draufsteht (das wäre der V482-6), haben sie auch ein recht günstiges Preis-Leistungsverhältnis. (Allerdings benötigt man noch eine 24V-Spannungsversorgung und wahrscheinlich so etwas wie ein Gehäuse.)
Grüße, TSD
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Hallo Joni,
hier sind Infos zu einem Splitter der niederländischen Firma Eela.
Es geht um den EA 825. Wird aktuell nicht mehr gebaut.
Hier eine ältere Anzeige aus KA:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/e...nt=app_ios
In Ebay wird aktuell ein solches Gerät mit dem gleichen Foto angeboten:
https://www.ebay.de/itm/285215942287?mkc...&media=SMS
Merkwürdige Preisentwicklung.
Aber der Eela 825 ist - wenn er technisch ok ist - sehr gut. Ich besitze selbst einen bzw zwei (Stereo). Will ihn aber nicht verkaufen.
Es gibt in Ebay noch ein abgelaufenes Angebot dieses Geräts. Für 149 Euro. Er wurde wohl seinerzeit nicht verkauft. Habe das über Picclick gesehen:
https://picclick.de/2x-EELA-Audio-EA-825-Verteilverstärker-19“-mit-391988284595.html
Vielleicht kannst du - bei Interesse - den Verkäufer direkt ansprechen? Der Verkäufer hat in der Vergangenheit öfter Dinge aus Rundfunkhäusern angeboten.
Gruss
Willy
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Hallo,
zu den Eelas der Anzeigen brauchst Du noch 2 Netzteile, die offenbar nicht im Angebot enthalten sind. Im Original hat jedes dieser Teile ein Steckernetzteil.....
Jedenfalls bei denen, die ich habe... Ansonsten finde ich, daß Eela in der gleichen Liga wie Studer spielen, aber erheblich preisgünstiger angeboten werden...
Viele Grüße
Frank
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Mit anderen Worten: Kaufe das Thomann-Ding. Das ist unschlagbar günstig und kann gar nicht so schlecht sein wie der Preis günstig ist.
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Die meisten bisherigen Postings dürften Joni nicht sehr weiterhelfen...
Bei einer Überlegung zum Selbstbau sollte man immer eine grobe Teileliste aufstellen und die Summe bei normaler Beschaffung mit dem Preis des Fertiggeräts vergleichen.
Bei dem Thomann-Gerät könnte das noch hinhauen, wenn man ein paar Sachen einspart. Die aktive Elektronik da drin dürfte sich auf einen Doppel-OpAmp pro Ausgang und das Netzteil beschränken. Dazu eine Blende und die Steckverbinder... und etliche Stunden Löterei.
Ich habe vor allerdings mehr als 10 Jahren dort einen Verteilerverstärker gekauft, der absolut spartanisch ausgestattet war (2 Eingangsbuchsen, 8 Ausgangsbuchsen, Netzkabel), aber dafür nur 39EUR gekostet hat. War irgendwas wie "T-Split" oder mit Millenium, ich kann leider nicht mehr nachschauen. Tat einwandfrei. Vielleicht findest sowas irgendwo noch gebraucht.
Michael
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Ich hänge mich bezüglich Splitter / Verteilverstärker da mal an und habe eine Frage: Ich mache Tape Kopien von einer Studer Maschine auf zwei oder zukünftig auch drei Telefunken M15a. Mir widerstrebt es etwas, irgendwelche billigen Opamps in den Signalweg einzuschlaufen. Und ich frage mich, ob es das überhaupt braucht? Mit einem simplen Splitter (XLR-Y-Kabel) habe ich zwei Telefunken an die Studer angehängt und keine hörbaren Nachteile bemerkt. Oder sind meine Ohren zu blöd? ? Ich habe mir gedacht, dass eine Studer genug Dampf für so etwas hat.
Ginge das allenfalls auch mit einem weiteren Splitter oder könnte man nicht einfach 3 Kabel an ein XLR-female löten?
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Solange man mit (symmetrischer) Spannungsanpassung am niederohmigen Ausgang arbeitet wird ein Y-Kabel funktionieren.
Gruß Jan
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05.06.2024, 16:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.06.2024, 16:46 von Tondose.)
Zwei Eingänge parallel sind in der Regel problemlos. Bei dreien sieht die Studermaschine nur noch einen Eingangswiderstand von 1,7 kOhm, das kann schon knapp sein.
Im übrigen solltest Du Dir wegen zusätzlich eingeschleifter Op-Amp-Stufen keine allzugroßen Gedanken machen. In den analogen Tonregieanlagen sind pro Kanalzug unzählige hintereinander im Einsatz. (Und in digitalen mindestens im Mikrofonverstärker.)
Grüße, TSD
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05.06.2024, 16:40
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.06.2024, 16:42 von Übertrager.)
Außerdem hindert einen niemand daran, auch teuere Operationsverstärker einzuschleifen.
Analog Devices bearbeitet diesen speziellen Markt seit einiger Zeit.
Joni hat explizit nach mehreren Senken gefragt, da sollte dann schon was aktives dazwischen.
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(05.06.2024, 16:40)Übertrager schrieb: Außerdem hindert einen niemand daran, auch teuere Operationsverstärker einzuschleifen.
Analog Devices bearbeitet diesen speziellen Markt seit einiger Zeit.
Joni hat explizit nach mehreren Senken gefragt, da sollte dann schon was aktives dazwischen.
Ich investiere mein Geld lieber in teurere Bandmaschinen  Aber klar, bei drei Recordern parallel muss ich evtl eine andere Lösung finden. Kopieren tu ich übrigens für dieses Projekt meines kleinen, nicht-kommerziellen Labels:
Tonband
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Bei drei M15A (pro M15 A Eingangswiderstand ≥ 5kOhm) und insgesamt 1,7 kOhm brauchst du dir in der Regel keine Gedanken machen, man muss halt auch den Ausgangswiderstand der Quelle betrachten. Eine A810 hat einen Ausgangswiderstand von ≤ 50 Ohm, da hängst du auch noch ein paar M15A mehr dran.
Gruß Ulrich
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Hallo Ulrich
ich habe eine C37, muss ich wohl mal ausprobieren
Danke für die Info
Steff
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05.06.2024, 20:23
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.06.2024, 20:59 von uk64.)
Bei der C37 habe erst etwas gezweifelt, aber selbst bei dieser "Antiquität" passive Verteilung kein Problem.
Anders ausgedrückt, bei 20 Ohm von 40 Hz bis 15 kHz (C37) an 1,7 kOhm (3 x M15A) hätte man einen Pegelabfall von 0,1 dB.
Die Extrembelastung von 20 x M15A (250 Ohm) ergäbe einen Pegelabfall von 0,67 dB.
Gruß Ulrich
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Super, danke Ulrich. Ich bin leider kein Techniker, aber jetzt weiss ich Bescheid. Und mehr als drei M15a werde ich rein finanziell und platztechnisch nie anschaffen :-)
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Zum Selbstbau mit vertretbarem Aufwand könnte man auf die bekannten "Balanced Line Driver" zurückgreifen (THAT1646, DRV134). Am Eingang noch das passende Gegenstück, mit ein paar Entkopplungskondensatoren garnieren und auf einem Stück Lochraster anrichten.
Mit etwa 7EUR pro Stück sind das auch keine billigen OpAmps mehr *wink* , aber man käme nicht viel teurer als die Thomann-Kiste und hätte was recht hochwertiges, das man auch mechanisch nach eigenen Vorstellungen gestalten kann.
Michael
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(05.06.2024, 20:23)uk64 schrieb: Bei der C37 habe erst etwas gezweifelt, aber selbst bei dieser "Antiquität" passive Verteilung kein Problem.
Anders ausgedrückt, bei 20 Ohm von 40 Hz bis 15 kHz (C37) an 1,7 kOhm (3 x M15A) hätte man einen Pegelabfall von 0,1 dB.
Die Extrembelastung von 20 x M15A (250 Ohm) ergäbe einen Pegelabfall von 0,67 dB.
Gruß Ulrich
Die Altvorderen wussten ziemlich genau Bescheid bei ihren Schaltungen
MfG, Tobias
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Die Aufgabe eines Verteilerverstärkers (also z. B. Vx82) ist ja nicht nur, eine Dämpfung der Quelle durch die Senken zu verhindern. Das ist, wie wir hier ja schon gesehen haben, für unsere Zwecke nicht nötig.
Mindestens genauso wichtig ist die Isolation der Senken voneinander. Wenn an einem Ausgang ein Kurzschluß passiert oder eine Maschine ausgeschaltet wird, darf das auf die anderen angeschlossenen Geräte keine Auswirkungen haben (man denke an den Sendeausgang eines Regiepultes).
Neumann gibt z. B. für den V482B explizit eine Rückwärtsdämpfung zwischen den Ausgängen und zum Eingang an, die bei 75dB und höher liegt.
Die praktischen Auswirkungen auf die eigene Wohnzimmerregie kann sich jeder selbst überlegen...
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