08.05.2025, 14:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.05.2025, 15:13 von Schacken.)
Ich lasse das Maschinchen gerade warmlaufen. Im kalten Zustand hat nur der ohne b gebrummt.
Ich warte noch ein wenig, der Kopfhörerstecker hatte einen Wackler, vielleicht kam deshalb nichts auf links.
Hab Dir ne PN geshcickt, lass uns mal dort weitermachen. Wir haben diesen Thread schließlich mehr oder weniger "gekapert".
Es sei denn jemand anderes meldet hier Interesse an und glaubt es sei ganz großes Kino, dann tun wir dem natürlich den Gefallen und machen öffentlich weiter :-D
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.
09.05.2025, 01:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.05.2025, 01:46 von Karl 59.)
(08.05.2025, 08:18)Extrawurst schrieb:
(08.05.2025, 00:28)Karl 59 schrieb: Anstatt der Büroklammer geht natürlich auch so was: Signalverfolger
Das benutze ich normalerweise, und ist etwas zuverlässiger.
Die Dinger sind ganz klasse, aaber:
Mittlerweile sind einfache Oszilloskope auch neu so preiswert geworden dass man sein Geld lieber in ein Scope investieren sollte, ggf sogar in Kombination mit Multimeter und Frequenzzähler, als Beispiel sei mal dieses Produkt aufgeführt: https://www.amazon.de/XEAST-Oszilloskop-...XWO95&th=1, hier ist sogar ein Signalgenerator implementiert.
Von solchen Geräten konnte man noch in den 2010er Jahren nur träumen, und sie sind nicht ungenauer als die von mir --zugegebenermaßen---lieber verwendeten Analoggeräte aus den 1980ern.
Als Signalgeber tut es jedes Handy (mit Kopfhörerbuchse!) oder jeder Laptop. Entweder Webseite mit Testton abspielen oder Freeware wie z.B. "audacity" nutzen.
Machen wir uns nichts vor: es ist relativ sinnlos bei Tonbandmaschinen im Heimgebrauch auf das Millivolt genau zu messen bzw abzugleichen; in den Abgleichanleitungen der Hersteller werden oft Toleranzen von 1 dB und mehr als ausreichend angesehen.
Ich hab mal eine Anleitung "Einmessen von Kasettengeräten mit Hausmitteln" geschrieben und in der Facebook-Gruppe "Tapedeck Liebhaber" hochgeladen (ich hab leider keinen Zugriff mehr darauf) aber das pdf hab ich noch. Wenn ich denn mal Zugriff auf den Downloadbereich hier habe lade ich das gern dort hoch.
Jein. Natürlich geht's auch anders. Ist aber mit Bastelei verbunden, bei der man wissen muss was man macht, und einen PC oder ein Handy kann man ruinieren, wenn man an der falschen Stelle testet. Für einen Laien ist das sicherer und einfacher zu handhaben; und meiner Meinung nach, geht die Signalverfolgung damit auch schneller, das Ergebnis ist sofort zu hören.
Bei den Messgeräten ist es jetzt aber doch OT. Auch ich benutze gerne analoge Messgeräte, aber mein Tektronix 2-Kanal-Röhren-Speicher-Oszilloskop mit 50*35*25 cm und 30 Kg ist halt doch ein ziemlicher Brocken.
Ansonsten habe ich einiges in meinem Bestand gehabt, und bin von den meisten Geräten enttäuscht worden.
Beim Scope habe ich jetzt ein RIGOL DS1102 Z-E, das liefert auch einigermaßen plausible Messwerte.
Beim Frequenzgenerator ist es ein RIGOL DG1022 geworden, damit kann man auch AM und FM modulieren, was ja meist nicht geht.
Als Multimeter habe ich ein Sinometer MS8050, das es leider nicht mehr gibt. Das Gerät kam mit Dokument zur Werkskalibrierung an. Es kann über einen sehr großen Frequenzbereich den Effektivwert messen, da scheitern die meisten Geräte.
Ende OT
Zum Löten: Die Maschinen wurden mit bleihaltigem Lötzinn produziert. Aktuell wird normalerweise bleifreies Lötzinn verkauft. Das Problem: Die beiden vertragen sich überhaupt nicht. Auch da kann es zu Deinen geschilderten Problemen kommen. Entweder bleihaltiges Lot verwenden, oder das bleihaltige Lot komplett entfernen, und dann erst mir bleifreiem Lot arbeiten.
Zum Schluss:
Natürlich interessiert, zumindest mich, der weitere Verlauf; bei Kommunikation über PN geht das der Allgemeinheit verloren; wäre schade.
Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
09.05.2025, 10:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.05.2025, 10:44 von Schacken.)
@Analoghoerer
Ist ja irgendwie meine Schuld, dass das hier so anschwillt, vor allen Dingen stimmt der Titel des Threats ja gar nicht mehr.
Ich würde gerne den Anfang von meinem Kommentar bis jetzt gerne in einen neuen Threat packen.
Wie geht das und gibt´s hier einen Mod der evtl. helfen könnte?
(09.05.2025, 01:43)Karl 59 schrieb: .....bei der man wissen muss was man macht, und einen PC oder ein Handy kann man ruinieren, wenn man an der falschen Stelle testet. .....
Laptop/Handy als Signalquelle:
Es wird natürlich ausschließlich in die "Line-In"-Buchsen des Prüflings eingespeist, ausgehend vom NF-Ausgang (Kopfhörerbuchse) des Laptops/PC/Handy. Da schrottet man nix.
Betr.: "Wissen was man tut":
Grundvoraussetzung jedweder Reparaturarbeit, sei es am Tonbandgerät, am Auto oder einfach nur der Austausch einer gerissenen Schraube an seinem Lieblingsstuhl ist zumindest grundsätzliches Verständnis der jeweiligen Funktionsweise. Immer und ohne Ausnahme. Genau deshalb versuche ich so einfach wie es mir möglich ist das Grundverständnis zu vermitteln. Gerade das GX-215 ist so solide und robust aufgebaut dass da kaum etwas kaputtgehen kann wenn man mal einen Fehler macht, und seine Schaltung ist dermaßen einfach dass man mit den Grundkenntnissen der Emitterschaltung, dem Ohmschen Gesetz und rudimentärem Wissen über die Funktionsweise der wichtigsten Bauelemente (Dioden, Transistoren, Kondensatoren und Widerstände) die allermeisten möglichen Fehler als --ich nenne es mal-"elektronisch angebildeter Laie"-- selbst ermitteln und beheben kann.
"Zum Schluss:
Natürlich interessiert, zumindest mich, der weitere Verlauf; bei Kommunikation über PN geht das der Allgemeinheit verloren; wäre schade."
Es gibt u.a. in der Elektrobucht fertig zusammengestellte "Reparatursätze" für viele Bandgeräte, u.a. eben auch für das GX-215. Meiner Meinung nach überteuert, aber wenn man auf eine schnelle Lösung aus ist und einem letztlich das Verständnis über die Vorgänge im Gerät schnuppe ist wäre das ein praktikabler Ansatz.
Und nach meiner Einschätzung wäre mit dem korrekten Einbau eines solchen "Reparatursatzes" das beschriebene Problem mit an absoluter Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch behoben. Nachteil: Es werden schlicht nur Teile getauscht, ein grundsätzliches Verständnis über die Funktionsweise der Geräte erwächst so nicht.
Bleihaltiges Lot SN60Pb40mit Flussmittel:
Verkauft wird in der Regel nur an Gewerbetreibende. Wenn man noch einen Reparaturbetrieb kennt kann man dort versuchen 1-2 Meter Lot zu "schnorren" und spendet etwas für die Kaffeekasse.
Hier : https://eleshop.de/hochwertiges-lotzinn-...altig.html scheint das Zeug auch an Privatleute verkauft zu werden. Wer noch keinen Vorrat hat und häufig an HiFi-Klassikern herumlötet sollte sich bevorraten. Wenn man sich das Sicherheitsdatenblatt so durchliest frage ich mich warum ich überhaupt noch lebe...ich müsste längst tot sein.....
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.
(09.05.2025, 11:49)Extrawurst schrieb: Verkauft wird in der Regel nur an Gewerbetreibende.
Leute, bitte...das gute, verbleite Zeug gibt es doch an jeder Ecke für privat. Anders herum mag es für Gewerbliche vielleicht schwierig sein an verbleites Lot zu kommen.
(09.05.2025, 11:49)Extrawurst schrieb: Verkauft wird in der Regel nur an Gewerbetreibende.
Leute, bitte...das gute, verbleite Zeug gibt es doch an jeder Ecke für privat. Anders herum mag es für Gewerbliche vielleicht schwierig sein an verbleites Lot zu kommen.
Ach, wirklich?
Schreib mir doch mal bitte eine Bezugsquelle für Sn60Pb40 für Privatpersonen. Da es ja angeblich "an jeder Ecke" zu haben sein soll müssten ja genügend Suchergebnisse diesbezüglich vorhanden sein.
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.
13.05.2025, 16:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.05.2025, 16:23 von Schacken.)
Erstmal hier eine Danksagung an alle die mir bei diesem Problem mit dem Hitzeempfindlichen rechten Kanal beratend zur Seite standen
Das poste ich auch noch in den anderen Thread, den ich wohl ein bisschen vermischt habe:-)
Dann noch ein Hoch auf das Kältespray :-) Es hat direkt beim TR8b angeschlagen.
Also Lötkolben angeschmissen und TR8b, 9b und 11b raus und neue rein. Ich weiß, warum nicht alle.
Fiel mir erst später ein linken Kanal mache ich morgen und an TR1-3 komme ich im Moment nicht dran.
Und noch ein Phänomen ist aufgetreten: das Rauschen ist weg, rechts :-)
Ich bin jetzt erstmal glücklich nach den ganzen Problem-Tagen.
Moin,
kleines/großes Malheur ist passiert :-(
Beim abknipsen der überstehenden Drähte bin ich mit der Zange zu grob zwischen den selbigen gekommen und dann ist der Lötkontakt
der Platine mit abgerissen. Hatte versucht ein bisschen zu flicken... aber der rechte Kanal ist tot.
Könnte ich versuchen eine Verbindung von der Basis des TR8b mit Lötzinn zum C39b herstellen?
So wie ich das sehe haben die ja eine Verbindung.
14.05.2025, 13:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.2025, 13:37 von janbunke.)
Ist doch kein Drama.
Einfach den Transitor von oben weit reinstecken und das mittlere Beinchen umbiegen und an den Lötpunkt darunter anlöten.
Also da wo du den roten Pfeil hingemalt hast.
Ah, du warst schneller :-) habe mich getraut und ist schon fertig, hab mir noch mal das Diagramm angeschaut, da war es deutlicher zu sehen.
Habe es genau so gemacht wie du es beschreibst, weiter rein und umgebogen und alles geht.
Das Rauschen links wie rechts, weg (fast), aber sehr viel leiser als vorher, dank deiner rauscharmen C3199er :-)
Hi,
noch etwas zu dem Capstan Motor,
ich hatte Ende der 90er eine 215 in der Bucht erworben, da wurde der Motor auch sehr heiss
und sie wurde nach ca 30-45 min langsamer (Riemen wurden damals getauscht, da gab es sogar noch originale)
Jahre später hab ich sie mal wieder ausprobiert, die betroffenen Kondensatoren und Transistoren erneuert
aber sie wurde immer noch zu heiss.
Ich hatte die Jahre zuvor den Motor schon zerlegt und geölt.
Dann hab ich irgendwo gelesen dass diese Motoren Schmierfett möchten.
Seitem habe ich keine Temperaturprobleme mehr mit dem Gerät. Der Motor wird warm aber nicht mehr heiss.
06.06.2025, 10:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.06.2025, 10:53 von Schacken.)
Hallo Christian,
wo hast du das Fett hingepackt(geschmiert).
Was für ein Fett hast du genommen?
Ich habe noch Lagerfett für mein Mopped in der Garage. Würde das reichen?
Wahrscheinlich muss der Motor komplett geöffnet werden, kann das sein?
Wie schon geschrieben Sprühfett , war von Caramba. Ist schon ne Weile her. Ja ich hatte den Motor geöffnet, wenn ich mich recht
erinnere waren da auch Filze drin die ich damit ordentlich besprüht hatte. Die waren fast trocken bei mir.
Die Dose war aus dem KFZ Bereich.
(07.05.2025, 11:19)Schacken schrieb: Danke, dann werde ich mal dem grünen Signalweg folgen ?
Den Capstanmotor hatte ich mal berührt und er war sehr heiß aber geräuschlos bis minimal leise.
gestern habe ich im zusammengebauten Zustand an den Lüftungsschlitzen des Gehäuses, weil es mir doch sehr warm vorkam, einen
Temperaturfühler meines DMM von Conrad drangehalten. Die Temperatur ging langsam nach oben bis 50 Grad, mehr geht bei dem Gerät nicht, ich tippe mal dass es ca. 55 Grad waren (Glaskugel :-)).
Aber an der Seite sind ja auch die Wickelmotore, die auch warm wurden, als ich Gerät offen hatte, zwar nicht heiß aber ich war überrascht.
Hallo
Ich habe ein kleines positives Update Richtung Motorhitze zu vermelden.
Als ich den Capstanriemen wechseln wollte hatte ich den Motor mit den verbundenen Kabeln in der Hand und dachte mir ich könnte ja mal versuchen die Achse von beiden Seiten ein bisschen zu ölen. Habe dann ein bisschen Heimwerkeröl von Pressol (harz- und säurefrei) mit einer Sprize aufgezogen und die Kanüle Richtung Achse gefriemelt und dann geölt. Den Motor senkrecht hingestellt so dass das Öl einsickern kann, ein paar Minuten gewartet und Vorgang wiederholt und eineige Minuten gewartet.
Dasselbe mit der anderen Seite gemacht dann neuen Riemen drauf und Motor wieder befestigt und Testlauf, alles gut. Gerät zusammengebaut und ein Band laufen lassen und siehe da, nach der Hälfte die rechte Gehäuseseite abgetastet und es war immer noch kühl. Nach 1,5 Std leichte Erwärmung, da war die Freude groß. Die "Ölung" hat wohl für leichteren Lauf des Motors und eine niedrigere Temperatur gesorgt. Das wars.