Ist ein Ende in Sicht? (der Betriebssystem-Thread)
timo,'index.php?page=Thread&postID=155365#post155365 schrieb:Dran glauben kann ich allerdings nicht so richtig.
Ich auch nicht. Ich seh's ähnlich wie der "Golem"-Artikelautor: "[...] die meisten Anwender würden vermutlich bei Libreoffice oder Apache Openoffice bleiben" - recht hat er: Mit Libre/Openoffice bin ich rundum sorglos - warum sollte ich mir auf meine wunderbar rund laufenden Linux-Kisten ausgerechnet was von Microsoft draufpacken Rolleyes , über dessen Unvollkommenheiten ich mich früher jahrelang geärgert habe?? Obendrein würde mich PowerPoint auch noch Geld kosten - Open Office macht's gratis. :thumbup:

Michael
Zitieren
mk1967,'index.php?page=Thread&postID=156608#post156608 schrieb:Ich auch nicht. Ich seh's ähnlich wie der "Golem"-Artikelautor: "[...] die meisten Anwender würden vermutlich bei Libreoffice oder Apache Openoffice bleiben" - recht hat er

Ja, die meisten jetzigen Linux-Anwender vermutlich schon.

Allerdings ist MS Office im gewerblichen Bereich eine heilige Kuh. doc/docx ist nach wie vor das Standardformat für Textdokumente. LibreOffice/OpenOffice importieren komplexe Formatierungen mitunter im Detail nicht korrekt. Softmaker Office macht es im Schnitt besser, da gibt's aber wegen der geringen Verbreitung und der kleinen Firma, die es entwickelt, Vorbehalte in Sachen Zukunftssicherheit. Nicht zuletzt das hält derzeit noch viele Unternehmen davon ab, Arbeitsplätze auf Linux-Betriebssysteme umzustellen.

Eine MS-Office-Version für Linux könnte die Umstiegsbarriere senken. Aber eigentlich ist das ja genau das, was MS nicht will.
Zitieren
Wollte mal versuchsweise und spaßhalber Ubuntu auf einem neuen Rechner (Intel I7 3770K, Asus Sabertooth) installieren und scheiterte kläglich:

Abbruch der Installation, keine grafische Benutzeroberfläche nur Shell! Kein USB3.0, kein Ethernet usw. Jede Menge Treiber fehlten. Bin dann sofort auf Windows 8 zurückgestiegen. Auf so ein verkrüppeltes Linux kann ich gerne verzichten. Ich will mit dem System arbeiten und nicht frickeln und basteln.

Unter Windows8 (64Bit) lief die Installation butterweich in ~15min fehlerfrei durch. In Verbindung mit Server 2008R2, Exchange 2010 und Office 2013 bleiben keine Wünsche offen. :thumbsup: . Exchange Active Sync läuft auf allen Samsung mobile Devices (Handy, Tablet) astrein. Sogar SMS-Sync (SMS am Deskop PC empfangen und senden) funktioniert.

Aus vorgenannte Gründen kommt mir Lunux nicht (mehr) ins Haus.!

Meine 2cts zum Thema.
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.
Zitieren
arricchito,'index.php?page=Thread&postID=156615#post156615 schrieb:Auf so ein verkrüppeltes Linux kann ich gerne verzichten. Ich will mit dem System arbeiten und nicht frickeln und basteln.

Du hast irgendwas falsch gemacht, oder eine Uralt-Version von irgendeiner Zeitschriften-CD verwendet (leider eine verbreitete Unsitte). Ubuntu ließ sich bei mir in sechs Jahren auf jedem Rechnersystem, egal ob Desktop oder Laptop, fehlerfrei und problemlos installieren. Daß Hardware von Hand nachinstalliert werden musste, gab es in ganz seltenen Fällen mal (eigentlich fällt mir nur eine exotische Videoschnitt-Karte ein).

Eine MS-Windows-Installation dagegen ist für mich immer eine Qual. Bei Windows XP werden von Haus aus keine SATA-Platten erkannt. Um den Treiber bei der Installation zu laden, braucht man ein Diskettenlaufwerk (!). Als ich letztens einem Bekannten Windows 7 installieren wollte, mussten wir feststellen, daß es für diverse seiner (nicht mehr ganz neuen) Geräte keine Treiber mehr gibt. Da er verständlicherweise keine Lust hatte, sich alles neu zu kaufen, sind wir auf Linux Mint (Ubuntu-Derivat) umgeschwenkt. Er ist sehr zufrieden.

Ist natürlich auch alles eine Frage der persönlichen Ansprüche. Für die Mehrheit der Anwender reicht das vorinstallierte MS Windows.
Zitieren
timo,'index.php?page=Thread&postID=156616#post156616 schrieb:Eine MS-Windows-Installation dagegen ist für mich immer eine Qual. Bei Windows XP werden von Haus aus keine SATA-Platten erkannt. Um den Treiber bei der Installation zu laden, braucht man ein Diskettenlaufwerk (!).
timo,'index.php?page=Thread&postID=156616#post156616 schrieb:Du hast irgendwas falsch gemacht, oder eine Uralt-Version von irgendeiner Zeitschriften-CD verwendet (leider eine verbreitete Unsitte). Ubuntu ließ sich bei mir in sechs Jahren auf jedem Rechnersystem, egal ob Desktop oder Laptop, fehlerfrei und problemlos installieren. Daß Hardware von Hand nachinstalliert werden musste, gab es in ganz seltenen Fällen mal (eigentlich fällt mir nur eine exotische Videoschnitt-Karte ein).


Du schreibst selbst, man soll keine Uralt-Versionen verwenden, verwendest aber XP (vermutlich aus dem Jahre 1999). Ab dem SP2 kann XP nämlich auch SATA bis 2TB "out of the box". Heute, 2013, ist man schon bei Windows8! Es ist nun mal so, dass man in regelmäßigen Abständen die EDV-Infrastruktur updaten muss. Nichts hält ewig. Das ist der Zug der IT-Evolution.

Dass LINUX auf "Uralthardware" gut läuft ist kein Geheimnis. Probiere Ubuntu mal auf Mutterbrettern der neuesten Generation (Intel Z77 Express-Chipsatz oder X79 Chipsatz). >Keine Chance!

Der Grund, warum "man" LINUX verwenden soll, entzieht sich aus oben genannten Gründen meiner Logik, wenn man Windows8 schon für €45,-- bekommt. Der Preis kann's wohl nicht sein.

Die meiste angebotene SW ist nun mal für Windows. LINUX ist da so wie MAC OSX ein "Nischensystem". Vor allem aber für Bastler, Frickler und Nerds gedacht.

LINUX (Ubuntu) läuft nur bei mir auf meiner Reelbox. Immer wieder gibt's da gewisse Ungereimtheiten und fallweise sogar Abstürze. :cursing: Da helfen auch keine Foren und Newsgroups weiter. ?(
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.
Zitieren
arricchito,'index.php?page=Thread&postID=156618#post156618 schrieb:Du schreibst selbst, man soll keine Uralt-Versionen verwenden, verwendest aber XP (vermutlich aus dem Jahre 1999).

Windows XP kam Ende 2001 auf den Markt, insofern kann ich keins aus dem Jahr 1999 verwendet haben. Aber gut, Erbsenzählerei. Mein XP Professional ist in der Tat eins mit der Ur-Version ohne SP.

Das beschriebene Ereignis datiert auf das Frühjahr 2004, als ich meinen ersten Rechner mit SATA in Betrieb genommen habe. Da war XP gerade mal gut zwei Jahre alt. Da Microsoft leider nicht so nett ist, einem beim Erscheinen eines SP kostenlos ein neues Installationsmedium zur Verfügung zu stellen, hätte ich also noch mal Geld auf den Tisch legen müssen. Das verbietet mir schon das Prinzip, zumal es schon damals nur mein Zweitbetriebssystem war.

Eine aktuelle Ubuntu-Version kostet Dich dagegen einen Download von 700 MB und im schlechtesten Fall einen CD-Rohling.

Von einem großen Softwarehersteller erwarte ich zudem, daß vorhersehbare Entwicklungen der nächsten paar Jahre bei einem Betriebssystem bereits berücksichtigt werden. Elementare SATA-Unterstützung wäre auch beim Erscheinen von Windows XP schon möglich gewesen, und ausschließliche Treiber-Installation von Diskette während der Installation war schon 2001 eine Zumutung.

Zitat:Der Grund, warum "man" LINUX verwenden soll, entzieht sich meiner Logik, wenn man Windows8 schon für €45,-- bekommt. Der Preis kann's wohl nicht sein.

Das ist doch schon mal eine richtige und wertvolle Erkenntnis.

Zitat:LINUX (Ubuntu) läuft nur bei mir auf meiner Reelbox. Immer wieder gibt's da gewisse Ungereimtheiten und fallweise sogar Abstürze. :cursing: Da helfen auch keine Foren und Newsgroups weiter. ?(

Die wollen auch richtig genutzt sein. Vor allem Sachlichkeit in der Schilderung der Probleme und der Umgang mit anderen Benutzern ist ein wichtiger Punkt.

Ich lese aus Deinen Beiträgen eine Computer-Ambition heraus, die über die des reinen Anwender herausgeht. Erfahrungsgemäß wächst man damit meist irgendwann aus Windows heraus. Du solltest Dir also eine Hintertür für einen späteren Systemwechsel offenhalten. Der Motivation Deiner Mitmenschen, Dir bei einer erneuten Linux-Installation zu helfen, ist es sicher nicht dienlich, wenn Du in bester Heise-Foren-Manier auf das "Frickel-System" schimpfst. Nur als Tipp von mir.
Zitieren
Viel kann ich zu dem Problem nicht beitragen. Mein Compi hat die Festplatten im Wechselrahmen verbaut. Damit gehe ich jedem Stress aus dem Weg. So kann man eine Festplatte mit Linux (bei mir Ubuntu Studio 12.04 LTS) verbauen, Nr 2 mit Win (bei mir 7) und Nr 3 zum "spielen" verwenden. Dann gehen die vorhandenen Sachen wenigstens nicht verloren.

MfG Fred
Zitieren
arricchito,'index.php?page=Thread&postID=156615#post156615 schrieb:Abbruch der Installation, keine grafische Benutzeroberfläche nur Shell! Kein USB3.0, kein Ethernet usw. Jede Menge Treiber fehlten. [...] Unter Windows8 (64Bit) lief die Installation butterweich in ~15min fehlerfrei durch.
Hm, das ist irgendwie merkwürdig Huh ... Denn als ich vor einer ganzen Weile ein (für Linux bekanntermaßen nicht optimales) Siemens-Notebook, auf dem vom Vorbesitzer her ein rudimentäres Windows XP drauf war, dualbootmäßig mit Linux Mint 9 bespielt und zugleich die Treiber zum XP zusammengesucht habe, hab ich exakt die gegenteiligen Erfahrungen gemacht: die Treibersuche für Windows war (trotz der beigelegten Drivers&Utilities-CD) noch ein stundenlanges Geaste im Internet :wacko: während Linux Mint sich ohne mein weiteres Zutun dermaßen schnell einrichtete, daß ich anfing, an grüne Marsmännchen zu glauben Wink

arricchito,'index.php?page=Thread&postID=156618#post156618 schrieb:Ich will mit dem System arbeiten und nicht frickeln und basteln. [...] LINUX ist da so wie MAC OSX ein "Nischensystem". Vor allem aber für Bastler, Frickler und Nerds gedacht.
Gerade so ein Nerd bin ich auch nicht, ein Computer muß für mich genauso funktionieren wie eine Bohrmaschine - und deshalb hatte ich vom ständig zickenden Windows und der ständigen fruchtlosen Fehlersuche - in all den Wikis und Foren, wo mehr oder weniger im Nebel herumgestochert wurde - schon vor Jahren die Nase voll. Daß ich dann vor zweienhalb Jahren so ähnlich wie Du "aus Spaß" mal angefangen habe, mit Ubuntu rumzuspielen, war zumindest für mein Nervenkostüm die Rettung und hat viele meiner Haare länger schwarz gehalten Big Grin .

Aber im Ernst: Solltest Du irgendwann noch mal "Anwandlungen" bekommen, ließen sich Deine Probleme mit dem Ubuntu- oder welchem Linux auch immer bestimmt mit vereinten Kräften in den Griff bekommen Smile. Was Deine schlechten Erfahrungen mit Internetforen und -wikis angeht: mit dem Know How auf http://ubuntuusers.de/ hab ich bislang alle Macken weggekriegt. :thumbup: Bis auf ein Problem mit meinem Laserdrucker - und der druckt unter Ubuntu immerhin noch (nach ein paar unerklärlichen Knopfdrückereien vorher) - unter Windows blockt er gleich alles ab Sad .

Michael
Zitieren
(Übertrag - für den Ursprungsbeitrag bitte auf die "Zitat von"-Überschrift klicken.)

Darwin,'index.php?page=Thread&postID=270041#post270041 schrieb:Da hast du etwas verpasst, ich war lange OS/2-Fan (Warp 3 und 4) - das war wirklich sehr stabil, aber Probleme gab's bei Treibern für exotischere Hardware.

Als Fan würde ich mich zwar nicht bezeichnen, aber ich hab' OS/2 Warp 3 auch eine Weile benutzt. Von den Anlagen her war es definitiv die bessere Alternative zum damals üblichen MS DOS 6 plus Win 3.1(1). Zudem war das Betriebssystem damals (1994/1995) im Original mit Handbüchern damals überall spottbillig (oft auch geschenkt) zu haben, weil Vobis (Computer-Handelskette) zeitweise ihre Rechner mit OS/2 Warp 3 auslieferten, aber die Käufer es fast immer sofort durch DOS und Windows ersetzten.

Aber bei allem Lob:

- Das Treiberproblem sprichst Du ja schon selbst an. Für meinen damaligen Handscanner und meinen Drucker (Epson EPL-5700 L, glaube ich) gab es keine, was für mich immer ein umständliches Umbooten zum parallel installierten Windows 3.11 nötig machte. Und was für mich auch ärgerlich war: Die FIFOs der COM-Ports wurden in der DOS-Emulation nicht unterstützt, wodurch mein Modem immer nur im Schneckentempo übertrug. Das konnte man zwar mit einem Treiber von einem Drittanbieter (ich komm' nicht mehr auf den Namen) lösen, aber der kostete Geld.

- Der Softwaremarkt war auch sehr überschaubar. Was nachvollziehbar ist, weil Deutschland (eben durch Vobis) das einzige Land war, in dem OS/2 eine nennenswerte Verbreitung erreicht hat.

- OS/2 war für die Mehrzahl der damals verwendeten Rechner zu leistungshungrig. Das Multitasking kam erst auf einem besseren 486er oder Pentium mit 16 MB RAM richtig in Schwung. Vor allem am Hauptspeicher krankte es oft. WIMRE hat Vobis irrsinnigerweise sogar 486er mit 4 MB RAM mit OS/2 ausgeliefert. Damit konnte man nicht mal die Standard-Shell von OS/2 verwenden.

Ansonsten war das aber schon ein gelungener erster Angriff auf die Betriebssystem-Monopol von Microsoft. Eigentlich schade, daß es sich nicht durchsetzen konnte. Selbst Geldautomaten, die zum Schluss der letzte verbreitete Einsatzzweck von OS/2 und dem Nachfolger eComStation waren, laufen inzwischen mehrheitlich auf Windows- oder Linux-basierten Systemen.
Zitieren
OS2 ist ursprünglich ein Microsoft Produkt gewesen, damals entwickelt für IBM als Betriebssystem für die PS2-Computerlinie mit dem damals neuen 386iger Prozessor. OS/2 war am Anfang auch noch textbasiert wie MS-DOS, war aber von Anfang an ein 16 Bit-System und multitaskingfähig.

Windows war gar nicht als Betriebssystem geplant, sondern sollte ein "Schreibtischaufsatz" wie z.B. Side Kick sein - solche Programme gab es zu DOS-Zeiten mehrere, sie stellten Bürotools wie Terminplaner, Uhr, Kalender und einfache Textverarbeitung zur Verfügung, die man wie ein Fenster in der DOS-Umgebung "aufpoppen" lassen konnte.

Wegen unterschiedlicher Strategien ( IBM wollte OS/2 exklusiv für IBM haben, Micorosoft wollte das System einer breiten Plattform erschließen ) kam es zunächst zu Streitereien. In der Zeit entwickelte Microsoft Windows massiv weiter, die Version 3.0 war dann das erste "echte" Windows, das zum Bruch zwischen Microsoft und IBM geführt hat. IBM entwickelte von da an OS/2 weiter während Microsoft Windows zur Produktlinie aufbaute. Bis zum Ende des "kleinen" Windows mit Windows Me schleppte das System aber die Macke mit sich herum, ein Aufsatz für DOS zu sein, auch wenn man das ab Windows 95 nicht mehr gemerkt hat.

Deshalb kann man schlecht von einem "Angriff" sprechen, eher von einer Geschichte aus der Rubrik "dumm gelaufen". Microsoft hat oft mit "zweitbesten" Lösungen gewonnen - in den achtzigern waren z.B. die Computer mit Motorola 68000er Technik den IBM-kompatiblen PCs mit Intel Prozessoren haushoch überlegen. Hätte Steve Jobs zu der Zeit sein Macintosh Betriebssystem an die Atari und Commodore Jünger verkauft, statt per Gericht verbieten zu lassen, es woanders als auf originalen Apples installieren zu lassen, ich bin fest davon überzeugt, dass wir heute andere Computer auf dem Schreibtisch stehen hätten. So aber ist Apple in die Situation geraten, sich 1997 ausgerechnet von Microsoft retten lassen zu müssen, und die heutigen Apple Computer arbeiten mit PC-Hardware.

Bill Gates hat damals vor allen anderen erkannt, dass die Zukunft in der Vernetzung liegt, und dass Abschottung in die Sackgasse führt. Außerdem hatte er nicht das Problem von IBM und später Apple am Hals, Hardware verkaufen zu müssen. Was die Microsoft Produkte bis heute auszeichnet, ist, dass man einerseits die kommerzielle Kontrolle und damit Sicherheit hat, andererseits aber auch genügend Freiheit, kreative Lösungen zu bauen, ohne jedes Mal in Kalifornien um Erlaubnis fragen zu müssen, wie das bei Apple der Fall ist. Das hat dazu geführt, dass mit Windows alles geht. Die anderen Betriebssysteme und Plattformen mögen noch so gut sein, wenn ich ein Büro oder einen Laden habe, und ich kann meine ganze Hard- und Software nicht zu einem homogenen Netz zusammenbinden, dann nützt mir das nichts. Und wenn ich als Freiberufler mit anderen Freiberuflern Dokumente tauschen muss, und die ganze Welt arbeitet mit MS-Office, dann muss ich mir auch MS-Office installieren.

Gruß Frank
Zitieren
Naja letztendlich erfolgt (zumindest bei uns) ein Austausch von Dokumenten (Rechnungen, Dienstpläne etc.) in Form von .pdf-Dateien und das kann so ziemlich jede Open-Source-Lösung mittlerweile.

Ich habe keine Lust, mir von irgendjemandem diktieren zu lassen, wann ich mir neue Hardware zuzulegen habe. Ich hatte bis letztes Jahr noch einen PentiumII mit 266Mhz im Büro, auf der Kiste lief Win98 und für meinen Bürokram hat das dreimal gereicht. Ich hatte bisher weder einen Angriff oder einen Trojaner oder sonstwas. Und sollte sich doch jemand mal verirren, so what, bei mir ist eh nichts zu holen. Ich glaube, jeder Hacker, der sich auf mein Konto verirrt, zahlt vor Mitleid eher noch was ein.

Ich habe auch Erfahrungen mit Win10 gemacht, nach einem "großen" Update für die ganze Kiste nicht mehr hoch (Conrad-PC von 2009) und das Bios befindet sich seither in Endlos-Routine. Also Rechner in die Ecke gestellt und gut ist.

Für meinen Büro-Kram nutze ich einen alten Server, welcher bei einem meiner Auftraggeber irgendwann mal entsorgt werden sollte, darauf läuft WinServer 2003 und das langt mir. Steuererklärung, Abrechnung, E-Mail, mehr brauch ich nicht.
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270120#post270120 schrieb:Deshalb kann man schlecht von einem "Angriff" sprechen

Mit dem Angriff beziehe ich mich auf die Zeit von OS/2 Warp 3.0, und damit hat IBM ganz klar und ungeachtet der früheren Geschichte und technischen Ausrichtung des Betriebssystems einen Angriff auf DOS und Windows 3.x betrieben. Kannst Du Dich an die Anzeigekampagne mit diesen Schrumpfköpfen erinnern? Ich habe da u.A. folgenden Wortlaut in Erinnerung:

Zitat:"Wir brauchen kein 32-Bit-Betriebssystem. Wir haben doch zwei mit 16."
Wer gut rechnen kann, braucht eigentlich gar keinen Computer.

(Technisch nicht korrekt, weil Windows 3.x kein Betriebssystem ist, sondern - wie Du schon schriebst - nur eine Benutzeroberfläche, aber man wusste, was gemeint war.)

Da OS/2 sich ja letztendlich in großen Teilen die technische Basis mit Windows NT teilt, hat IBM eigentlich nichts anderes versucht, als Microsoft damit ein paar Jahre zuvorzukommen, diese bis dato eher dem Profi-Bereich vorenthaltene Technologie auch für Heimanwender verfügbar zu machen.

Wobei Microsoft meiner Meinung nach gute Gründe hatte, damit bis Windows XP zu warten, denn - wie schon geschrieben: Die typische Wohnzimmer-Hardware war Anfang/Mitte der 1990er Jahre noch nicht wirklich geeignet dafür.
Zitieren
ReFuchs,'index.php?page=Thread&postID=270131#post270131 schrieb:Naja letztendlich erfolgt (zumindest bei uns) ein Austausch von Dokumenten (Rechnungen, Dienstpläne etc.) in Form von .pdf-Dateien und das kann so ziemlich jede Open-Source-Lösung mittlerweile.

Ich habe keine Lust, mir von irgendjemandem diktieren zu lassen, wann ich mir neue Hardware zuzulegen habe. Ich hatte bis letztes Jahr noch einen PentiumII mit 266Mhz im Büro, auf der Kiste lief Win98 und für meinen Bürokram hat das dreimal gereicht. Ich hatte bisher weder einen Angriff oder einen Trojaner oder sonstwas. Und sollte sich doch jemand mal verirren, so what, bei mir ist eh nichts zu holen. Ich glaube, jeder Hacker, der sich auf mein Konto verirrt, zahlt vor Mitleid eher noch was ein.

Ich habe auch Erfahrungen mit Win10 gemacht, nach einem "großen" Update für die ganze Kiste nicht mehr hoch (Conrad-PC von 2009) und das Bios befindet sich seither in Endlos-Routine. Also Rechner in die Ecke gestellt und gut ist.

Für meinen Büro-Kram nutze ich einen alten Server, welcher bei einem meiner Auftraggeber irgendwann mal entsorgt werden sollte, darauf läuft WinServer 2003 und das langt mir. Steuererklärung, Abrechnung, E-Mail, mehr brauch ich nicht.

EDV besteht nur zu einem geringen Teil im schlichten Austausch von Dateien, die vom Enmpfänger nur zur Kenntnis genommen werden müssen. Wenn Du z.B. ein Webseitenprojekt mit zehn über Deutschland verteilten Freelancern durchziehen musst, und Du musst Dich JEDES Mal mit allen zehn auf ein bestimmtes Austauschformat einigen, weil der Programmiereditor unter Linux andere Steuerzeichen benutzt als unter Apple und unter Windows, und wenn Du Bilder, die weiterverarbeitet werden müssen, ständig umkonvertieren musst, weil einer GIMP unter Linux statt Photoshop unter Windows benutzt, und es selbst bei den Adobe Programmen nicht sichergestellt ist, dass Windows Dateien und Apple Dateien voll zueinander kompatibel sind, dann ist Dir irgendwann die eigene Arbeitszeit wertvoller als der Kampf gegen Windmühlen.

Ich habe es wirklich schon öfter versucht, weil mir das Microsoft Monopol auch irgendwie auf die Nerven geht. Es sind nur wenige Programme und Tools aus diesen Versuchen übrig geblieben, und mittlerweile sehe ich IT- Hard- und Software wie jedes Gerät, Auto oder was auch imme an, das irgendwann abgeschrieben ist, und in der Zeit sein Geld verdient haben muss. Letztlich sorgen Firmen wie Microsoft direkt und indirekt dafür, dass Millionen Menschen sich selber und ihre Familien ernähren können - und das geht halt nicht, wenn sie einmal etwas auf den Markt bringen, und die Leute das dann bis in alle Ewigkeit weiternutzen, und bis in alle Ewigkeit erwarten, dass der Hersteller mit seinen bezahlten Mitarbeitern kostenlose Updates nachschiebt. Wir leben alle IN diesem Wirtschaftssystem und VON diesem Wirtschaftssystem, und solange niemand was besseres erfunden hat, wird das wohl auch so bleiben.

Gruß Frank
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270453#post270453 schrieb:Letztlich sorgen Firmen wie Microsoft direkt und indirekt dafür, dass Millionen Menschen sich selber und ihre Familien ernähren können - und das geht halt nicht, wenn sie einmal etwas auf den Markt bringen, und die Leute das dann bis in alle Ewigkeit weiternutzen, und bis in alle Ewigkeit erwarten, dass der Hersteller mit seinen bezahlten Mitarbeitern kostenlose Updates nachschiebt.

Da hast Du einerseits recht, aber andererseits ist das meiner Ansicht nach trotzdem kein schöner Zustand. Die Folge siehst Du ja an Deinen jüngst ausrangierten Dell-Rechnern: Support für das installierte Betriebssystem wird eingestellt. Der Nachfolger läuft nicht mehr auf der vorhandenen Hardware oder würde eine unwirtschaftliche Aufrüstung erfordern. Also wandern Rechner, obwohl sie technisch noch völlig in Ordnung sind und wahrscheinlich noch viele Jahre ihren Dienst tun könnten, zu Tausenden auf den Schrott.

Ich will Microsoft und den Hardware-Herstellern nicht das Recht absprechen, Geld zu verdienen. Letztendlich lebe ich ja selbst von dem System. Andererseits ist das alles vor allem ökologisch alles sehr fragwürdig. Vielleicht wird der Weg in der Zukunft sein, für Software keine Lizenzen ohne Ablaufzeit, sondern nur noch Jahresabos zu verkaufen (was ja schon zunehmend praktiziert wird). Wenn dann genügend Leute auch nach nach über zehn Jahren weiter Windows XYZ benutzen möchten, dann können sie es tun, aber eben gegen Bezahlung, die den Support und die Entwicklung der notwendigen Sicherheitsupdates finanziert.
Zitieren
timo,'index.php?page=Thread&postID=270459#post270459 schrieb:Da hast Du einerseits recht, aber andererseits ist das meiner Ansicht nach trotzdem kein schöner Zustand. Die Folge siehst Du ja an Deinen jüngst ausrangierten Dell-Rechnern: Support für das installierte Betriebssystem wird eingestellt. Der Nachfolger läuft nicht mehr auf der vorhandenen Hardware oder würde eine unwirtschaftliche Aufrüstung erfordern. Also wandern Rechner, obwohl sie technisch noch völlig in Ordnung sind und wahrscheinlich noch viele Jahre ihren Dienst tun könnten, zu Tausenden auf den Schrott.

Ich will Microsoft und den Hardware-Herstellern nicht das Recht absprechen, Geld zu verdienen. Letztendlich lebe ich ja selbst von dem System. Andererseits ist das alles vor allem ökologisch alles sehr fragwürdig. Vielleicht wird der Weg in der Zukunft sein, für Software keine Lizenzen ohne Ablaufzeit, sondern nur noch Jahresabos zu verkaufen (was ja schon zunehmend praktiziert wird). Wenn dann genügend Leute auch nach nach über zehn Jahren weiter Windows XYZ benutzen möchten, dann können sie es tun, aber eben gegen Bezahlung, die den Support und die Entwicklung der notwendigen Sicherheitsupdates finanziert.

einmal ist es natürlich nicht schön, wenn ein Hersteller in bestimmten Bereichen ein weltweites Quasi Monopol hat. Die einzige Alternative aber wäre, wenn unabhängige Vereine wie bei Elektrotechnik damals der VDE Standards definieren würden, und der Staat die Hersteller dazu verdonnern würde, diese Standards einhalten zu müssen. Leider zeigt sich die Politik hier seit Jahrzehnten total überfordert, und so lange das so ist, ist sowas wie Microsoft als "Computer-Weltmacht" immer noch das kleinste Übel. Tröstilich dabei ist, dass EDV und Internet fürs breite Volk ja noch eine relativ junge Erscheinung sind, und es wahrscheinlich noch eine Weile dauern wird, bis der "wilde Westen" geordnet ist. Bei Dingen wie der Eisenbahn oder der Elektrizität hat es ein halbes Jahrhundert und länger gedauert, bis sich Standards durchgesetzt haben - wieso sollte das bei IT anders sein ?

Der grundlegende Ansatz von Windows 10 ist doch schonmal nicht schlecht - laut Microsoft soll es ein Windows 11 nicht mehr geben, stattdessen eine kontinuierliche Weiterentwicklung, die bis zu einem bestimmten Punkt im Preis der Lizenz enthalten ist, und ab da extra kosten soll. Alternativ versucht Microsoft schon länger, Abomodelle wie Office 365 zu etablieren, Adobe hat irgendwann konsequent die Reißleine gezogen, und vermietet die Software nur noch, und andere Hersteller ziehen sukzessive nach, und bieten preislich attraktive Jahreslizenzen an. Die Idee hinter diesen neuen Modellen ist, einen Kompromiss zu schaffen zwischen der Notwendigkeit, Geld zu verdienen und dem Bedürfnis der User, nicht alle paar Jahre etwas komplett neues aufgezwungen zu bekommen. In vielen Fällen, z.B. der Adobe Creative Cloud, ist das Abomodell sogar billiger als das frühere Kaufmodell, und man kann bei Versionsupdates bis zu fünf Versionen zurück bleiben, wenn man z.B. die alte Hardware weiternutzen will, oder mehrere Versionen parallel betreiben, wenn man irgendwelche liebgewonnenen Funktionen weiternutzen will.

Das Problem sind eher die Kunden, erkennen kann man das gut an der Smartphone Welt. Die Smartphones sind entgegen allgemeiner Meinung von der Hardware sehr langlebig, das Problem ist das Betriebssystem, das spätestens nach vier Jahren keine Sicherheitsupdates mehr bekommt. Vor einigen Jahren hat es ein paar sehr interessante Ansätze von freien aber android-kompatiblen Betriebssystemen gegeben wie z.B. Cyanogen Mod. Diese sogenannten Aftermarket Betriebssysteme für Smartphones hätten dazu führen können, dass kein funktionsfähiges Smartphone mehr auf dem Schrott hätte landen müssen. Gescheitert ist das Projekt letztlich daran, dass die Leute mehrheitlich nicht bereit waren, alle vier Jahre um 30 Euro auszugeben, damit ihr Smartphone weiter mit Updates versorgt wird. Im IT-Bereich ist es heute quasi unmöglich, eine Software oder Dienstleistung nach dem klassischen Geschäftmodell "Leistung gegen Geld" zu verkaufen. Die Leute wollen alles gratis haben, die einzige Möglichkeit, die noch funktioniert, ist, die User mit Gratis-Software anzufixen und später dann über Abomodelle das Geld in kleinen Häppchen einzunehmen.

Ich habe schon beruflich bedingt viel mit IT-Kunden zu tun. Die reden zwar alle von Ökologie und Nachhaltigkeit, tatsächlich haben die meisten aber schlicht keinen Bock, Geld für Hard- und Software auszugeben, selbst die nicht, deren Existenz von einer funktionierenden EDV abhängt. Eine neue Büro-EDV ist halt nicht so sexy wie der neue BMW M5 auf dem Parkplatz, das kann ich ja nachvollziehen, irgendwann wird es aber nur noch absurd - z.B. wenn jemand ausgemusterte Server mit 17 Jahre alter Software im geschäftlichen Umfeld betreibt, und vom Dienstleister erwartet, dass der solche Möhren preiswert am Leben hält. Ich könnte seitenlang Geschichten zu dem Thema schreiben.

Gruß Frank
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270462#post270462 schrieb:Gescheitert ist das Projekt letztlich daran, dass die Leute mehrheitlich nicht bereit waren, alle vier Jahre um 30 Euro auszugeben, damit ihr Smartphone weiter mit Updates versorgt wird.
ja nee is klar, lieber kaufen die leute alle1,5 bis 2 jahre ein neues smartphone für 400, 500 oder nochmehr euronen.
ironie aus
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
Zitieren
Hallo!

nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270120#post270120 schrieb:So aber ist Apple in die Situation geraten, sich 1997 ausgerechnet von Microsoft retten lassen zu müssen, und die heutigen Apple Computer arbeiten mit PC-Hardware.
Nicht mehr lange, siehe hier.

ReFuchs,'index.php?page=Thread&postID=270131#post270131 schrieb:Und sollte sich doch jemand mal verirren, so what, bei mir ist eh nichts zu holen. Ich glaube, jeder Hacker, der sich auf mein Konto verirrt, zahlt vor Mitleid eher noch was ein.
Das ist ein weit verbreiteter Trugschluss. Die Aussage "ich habe nichts zu verbergen" oder "ich habe keine wichtigen Daten", "bei mir ist nichts zu holen" etc. schützen dich nicht davor, dass dein Rechner mit deinem Telefonanschluss, der auf deinen Namen gemeldet ist, von Hackern für illegale Vorhaben genutzt wird. Wird mit deiner Hardware oder deiner (digitalen) Identität eine Straftat begangen, bist du erst mal der gelackmeierte und hast den Stress.

timo,'index.php?page=Thread&postID=270459#post270459 schrieb:Da hast Du einerseits recht, aber andererseits ist das meiner Ansicht nach trotzdem kein schöner Zustand. Die Folge siehst Du ja an Deinen jüngst ausrangierten Dell-Rechnern: Support für das installierte Betriebssystem wird eingestellt. Der Nachfolger läuft nicht mehr auf der vorhandenen Hardware oder würde eine unwirtschaftliche Aufrüstung erfordern. Also wandern Rechner, obwohl sie technisch noch völlig in Ordnung sind und wahrscheinlich noch viele Jahre ihren Dienst tun könnten, zu Tausenden auf den Schrott.
Wobei ich hier der Meinung bin, dass Computerhardware schon langlebiger geworden ist. Wenn man zurückdenkt, 2001 als Windows XP erschienen ist, war ein Mitte-90er-Jahre PC mit z.B. Pentium 133 und 16 oder 32 MB RAM und Windows 95 "uralt". XP war darauf nicht mehr lauffähig und Win 95 erst sechs Jahre alt. Mein aktueller Rechner ist jetzt sechs Jahre alt und immer noch problemlos verwendbar.
Der meiste Elektroschrott wird eher durch Technologiewechsel, wie CRT- zu TFT/LCD-Displays oder Mode, wie beim Handy, wo eine lange Lebenszeit gar nicht gewünscht ist, auch wegen Vertragslaufzeiten, produziert. Röhrenmonitore wären auch an aktuellen Rechnern noch nutzbar - machen tut das aber keiner.

Trotzdem wird es nicht so sein, nur weil Microsoft sagt, Win 10 wird das letzte OS sein, dass man seine Hardware ewig verwenden kann. Alte Hardware wird immer wieder nicht mehr unterstützt werden. Das ist ja bei Linux und vorallem Apple nicht anders: Mac OS X gibt es auch schon seit 2001, zehn Jahre alte Macs bekommen die aktuellen Versionen auch schon nicht mehr.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
Zitieren
[Das ist ein weit verbreiteter Trugschluss. Die Aussage "ich habe nichts zu verbergen" oder "ich habe keine wichtigen Daten", "bei mir ist nichts zu holen" etc. schützen dich nicht davor, dass dein Rechner mit deinem Telefonanschluss, der auf deinen Namen gemeldet ist, von Hackern für illegale Vorhaben genutzt wird. Wird mit deiner Hardware oder deiner (digitalen) Identität eine Straftat begangen, bist du erst mal der gelackmeierte und hast den Stress.]

Da hast Du sicherlich recht, ist aber zum Glück noch nicht passiert. Und letztlich wickel ich meine bankgeschäfte noch immer auf dem klassischen Wege mit Überweisungsträgern ab, auch, wenn ich dafür immer über 15km fahren muss. Darüber hinaus, verwende ich auch noch MX Linux, Win2K3 dient eigentlich nur der Office-Grundlage und für einige Programme (Kassetteneinleger usw.), die auf Linux nicht laufen. Ich halte ja keine Meetings ab oder habe irgendwelche IT-Projekte, ich stelle lediglich Rechnungen und verschicke diese per Mail. Ab und an etwas Elster und gut ist.

Kurioserweise, Lug und Betrug hatte ich eher in eigenen Reihen, als irgendwo aus dem Weltnetz. Eine damalige Lebensgefährtin bestellte kräftig auf meinen Namen und lies sich das Zeug irgendwo ins Ausland liefern. Das kam alles erst raus, als wir getrennt waren und bereits rechtskräftige Titel erwirkt wurden, von denen ich jahrelang nichts wusste... Dagegen hilft kein aktuelles Betriebssystem....
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
Zitieren
The_Wayne,'index.php?page=Thread&postID=270490#post270490 schrieb:Alte Hardware wird immer wieder nicht mehr unterstützt werden. Das ist ja bei Linux und vorallem Apple nicht anders:

Was Linux-basierte Betriebssysteme angeht, kann ich Dir guten Gewissens sagen, daß die Unterstützung alter Hardware viel besser ist als bei MS Windows. Ich hab' gerade z.B. mal auf der Homepage von Canon nachgesehen: Die letzte Windows-Version, die meinen Flachbettscanner LIDE 25 (gekauft Mitte 2006) unterstützt hat, war Windows 7. Unter aktuellen Linux-Distributionen läuft er inzwischen (nachdem man zwischenzeitlich etwas tricksen musste, wenn man ihn an einem USB 3.0-Port angeschlossen hatte) wieder auf Anhieb, und ich bin zuversichtlich, daß das auch noch lange so bleiben wird. Bei meinem alten Laserdrucker (Epson EPL 5700 L von 1999) war sogar scheinbar schon bei Windows XP Schluss, auch der funktioniert unter Linux nach wie vor.

Überhaupt kann ich mich nicht erinnern, in nun fast 17 Jahren mit Linux-Betriebssystemen im Alltag mal irgendwann Hardware ausgemustert zu haben, weil sie von der Software nicht mehr unterstützt wurde.
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270462#post270462 schrieb:Die Smartphones sind entgegen allgemeiner Meinung von der Hardware sehr langlebig, das Problem ist das Betriebssystem, das spätestens nach vier Jahren keine Sicherheitsupdates mehr bekommt. Vor einigen Jahren hat es ein paar sehr interessante Ansätze von freien aber android-kompatiblen Betriebssystemen gegeben wie z.B. Cyanogen Mod. Diese sogenannten Aftermarket Betriebssysteme für Smartphones hätten dazu führen können, dass kein funktionsfähiges Smartphone mehr auf dem Schrott hätte landen müssen. Gescheitert ist das Projekt letztlich daran, dass die Leute mehrheitlich nicht bereit waren, alle vier Jahre um 30 Euro auszugeben, damit ihr Smartphone weiter mit Updates versorgt wird.

Gruß Frank
Cyanogen Mod heißt jetzt Lineage OS, ist im Grunde aber das selbe. Für jedes etwas verbreitetere Android-Modell gibt es eine offizielle LineageOS Version. Und auch für viele weitere Geräte gibt es inoffizielle Versionen, die von Privatleuten für das jeweilige Gerät angepasst wurden.

Mein letztes Smartphone habe ich 7 Jahre lang genutzt und erst vor kurzem ausgetauscht, weil so langsam das Display anfing, sich an den Rändern zu verfärben. Nach dem es keine offiziellen Updates mehr gab hatte ich erst CyanogenMod installiert und danach LineageOS und hatte somit immer die aktuelle Android Version mit allen Sicherheitsupdates. So lief darauf z. B. auch die Corona-App, von der ja immer behauptet wird, dass die auf älteren Geräten nicht funktioniert.

Das geht also alles schon, aber vielen ist entweder nicht bewusst, dass es solche frei verfügbaren und kostenlosen Updates gibt oder sie schrecken davor zurück, selbst etwas zu installieren, was halt nicht so einfach ist wie ein offizielles Update vom Hersteller.
Oder sie wollen halt immer das aktuellste Gerät haben. Aber so viele Neuerungen gibt es da ja derzeit auch nicht.

Gruß
Robert
Revox A700 (2-Spur) - A77 MK III (2-Spur), A77 MK IV HS (2-Spur), A77 MK III (4-Spur) - B77 MK I (2-Spur) - Tandberg 10X (4-Spur)
Zitieren
Naja für mich ist das Smartphone ein notwendiges Übel, und deshalb gebe ich da grundsätzlich nicht viel Geld für aus. Ich habe seit knapp 2 Jahren ein Note10+ Fake aus China, vom Wish für 65 Euro. Das Ding tut was es soll, nicht mehr, nicht weniger. Ob da jetzt ein Octa-Core oder was weiß ich drin werkelt, ist mir eigentlich ziemlich banane....

Das letzte "echte" Samsung war ein S7edge und das hat nach einem Systemupdate das zeitliche gesegnet und lässt sich seither nicht mehr starten. Schöner, teurer Schrott.
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
Zitieren
dass Cyanogen Mod zu Lineage OS avanciert ist, ist mir schon bewusst. Das Problem bleibt aber bestehen - auch Lineage OS wird von Freiwilligen in ihrer Freizeit am Leben gehalten, und leidet dadurch an etwas, was so viele Open Source Projekte klein hält - das fehlende Geld, um aus einer guten Sache ein marktfähiges Produkt zu machen.

Es gibt in der IT-Branche grob zwei Strömungen - einmal die Firmen, die für Geld ihre eigene Mutter verkaufen würden und auf der anderen Seite die "Open Sourcer", die alles gratis und ehrenamtlich machen. Der richtige Weg läge aber irgendwo dazwischen - Profit ist nicht generell schlecht, bis zu einem bestimmten Grad leben wir alle von Profit, und Profit ist auch eine stark treibende Kraft, die ein Produkt nach vorne bringen kann, und im Fall eines alternativen Smartphone Betriebssystems damit sogar Gutes bewirken würde.

Wenn man z.B. Lineage OS dahin weiterentwickeln würde, dass es ein Laie "out of the box" installieren kann inkl. Sicherung des Altzustandes, und man es dann gezielt für die Smartphones eines Herstellers anbietet, denen gerade die Updates abgestellt worden sind, und wenn man so ein Produkt dann offensiv bewirbt ( was heute ja dank Social Media auch ohne Millionenbudget geht ), dann könnte ich mir gut vorstellen, dass man damit Millionen verdienen könnte, und als Nebeneffekt noch einige kommerzielle Anbieter auf Trab bringen könnte, sich mal wirklich über Nachhaltigkeit Gedanken zu machen. So aber bleibt eine an sich tolle Sache ein Bastelprojekt für Insider, ständig bedroht davon, dass einige wichtige Entwickler auf einmal keine Freizeit mehr für sowas übrig haben.

Gruß Frank
Zitieren
Wie ist das eigentlich bei Lineage OS, wenn man das z.B. auf ein aktuelles Huawei Spitzenmodell installiert, weil einem die Google Anwendungen fehlen. Ist dann die Kamera genau so gut wie mit der Originalsoftware, oder wird sie automatisch schlechter, weil Lineage die Kamera softwareseitig nicht optimiert hat?

ReFuchs, ein fehlerhaftes Firmwareupdate passiert schon mal. Du kannst das Gerät aber sicher in den Debug Modus versetzen und dann neu aufsetzen, entweder mit Original OS oder nach Root halt auch mit Lineage und dann wäre es sogar aktuell. Das S7 ist ja nach wie vor ein solides Telefon mit derzeit noch genug Leistung, wäre schade drum, sollte auf jeden Fall besser laufen als so ein Fake Handy und ist schon allein wegen dem hervorragenden Display überlegen.

Bei Samsung hat mich damals der miserable Service gestört, der mich mehrfach enttäuscht hat. Ich weiß nicht ob ich einfach nur Pech hatte oder ob es sie wirklich nicht kümmert.

Das war letztendlich der Grund, wieder zu Apple zu gehen. Die Aussage, dass man nur für den Namen zahlt und dafür ein mäßiges Produkt bekommt kann ich hier nicht bestätigen. Das iPhone 6S hat nach 5 Jahren noch das aktuelle Betriebssystem bekommen, ich habe mittlerweile ein 11 Pro Max, war mit meinem 7 aber eigentlich noch sehr zufrieden (dummerweise ist es mir nach einem Akkutausch ins Wasser gefallen, war dann nicht mehr dicht und hatte dann mehrere Defekte. Ich schätze ich wäre damit noch mal 2 oder 3 Jahre glücklich gewesen. Da wir dieses Jahr nicht in den Urlaub gefahren sind, hab ich mir halt das Handy gegönnt. Kürzlich dann noch die AirPods Pro, es funktioniert halt einfach und gelegentlich gibt es auch mal Bugs oder kleine Softwareprobleme, aber das dauert dann 2-3 Wochen und dann ist das erledigt.

Natürlich hat auch das Apple Öko System seine Nachteile. Man bindet sich halt sehr an den Konzern, aber hat dann auch 100%ige Kompatibilität, wobei ich auch mit einem Windows oder Linux Rechner problemlos auf die Cloud zugreifen kann und durch Spotify z.B. auch ohne iTunes aus komme, wenn ich Musik importieren möchte. Die AirPods funktionieren auch mit Android Handies insofern ist man nicht gezwungen noch andere Apple Produkte zu erwerben.

Ich spiele aber tatsächlich mit dem Gedanken, mir irgendwann mal ein MacBook zu kaufen, weil Windows mich eigentlich nur noch nervt, die dezentralen Updates der Drittanbieter, die ich nach fast jedem Neustart per Hand machen muss, dann auch so Vorgaben, die dann doch nicht stimmen... ich hatte extra ein teureres Notebook gekauft (Toshiba Satellite, Intel i7 HQ 4 Core und 12 GB RAM, lag bei 1000 Euro 2015), für ne SSD hat es nicht mehr gereicht, fühlt sich an einigen Stellen extrem billig an. Da war ein Aufkleber drauf „Vorbereitet für Windows 10“ und wurde mit Windows 8.1 ausgeliefert, letztendlich lief das mit Windows 10 ein halbes Jahr ganz gut, einige Sachen funktionierten aber erst mit späteren Updates wieder - z.B. die Helligkeitsregelung - und dann brauchte es irgendwann 5 Minuten und länger um hoch zu fahren und rechnete sich gefühlt teilweise tot. Es musste also eine SSD her, die mich dann noch mal 160 Euro gekostet hat. Dann war nach 2 Jahren auch mal das Bildschirmkabel kaputt, obwohl ich es selten auf und zu geklappt habe, auch das hat mich 160 Euro gekostet, weil ich aufgrund der Scharniere Angst hatte es selbst zu machen... aus unerfindlichen Gründen bekomme ich auch gerne mal unerwartet einen Bluescreen...

Wenn dann allerdings meine M-Audio USB Soundkarte nicht kompatibel ist, es diverse Audio Software, die ich regelmäßig benutze nicht gibt und ich für Peripherie dann wieder n Haufen Geld ausgeben muss wird’s wohl doch wieder n Windows Notebook.
Zitieren
... hättest Du lieber etwas weniger auf die Leistung und dafür mehr auf die Randbedingungen schauen sollen, und Dir für Deine 1000 Euro ein Business Notebook aus dem Systemhaus kaufen sollen. Dann hättest Du schnell festgestellt, dass Windows Geräte genauso gut laufen können wie Apple Computer. Ein I7-Prozessor ist z.B. teuer und für alle Anwendungen unterhalb 4K-Videobearbeitung völlig überflüssig - auch 12GB RAM braucht kein Mensch, der nicht High End Multimedia Anwendungen benutzt. Wenn Du einen i5-Prozessor nimmst und 8GB RAM, dann bekommst Du für unter 1000 Euro z.B. ein HP Probook mit SSD und Windows Professional, dass Dir ziemlich sicher genauso wenig Probleme machen wird wie ein doppelt so teures Mac Book. Ich könnte manchmal dazwischenhauen, wenn ich im Geiz- oder Blödmarkt mitbekomme, wie hier unbedarfte Kunden über den Bock gezogen werden. Business Notebooks sind sogar als Gebrauchtgeräte noch schöner als das Zeug, was bei Saturn und Co verkauft wird, und die sind dann richtig billig. Das HP Elitebook, auf dem ich hier grade schreibe, hat in "refurbished" mit Windows 10 Pro 250 Euro gekostet, mit Umbau auf 16GB ( für Adobe Premiere ) und SSD habe ich insgesamt 500 Euro ausgegeben, und bin seit vier Jahren glücklich mit dem Ding.

Apple verkauft Hard- und Software immer zusammen, und hält alles in einem geschlossenen System. So lässt sich leicht Zuverlässigkeit herstellen, allerdings hat das Ganze auch diverse Nachteile. Wenn man nichts anderes braucht, als das, was Apple seinen Nutzern gestattet, und wenn es einem nix ausmacht, auch mal Software für tausende Euros nach einem Betriebssystem-Update in Rente schicken zu müssen oder seine Daten nach einem I-Cloud Update nicht mehr wiederzufinden, weil Apple der Meinung ist, dass Dateien, die nicht von Apple kommen, auch nichts in der Cloud zu suchen haben, dann kann man mit einem Mac durchaus glücklich werden. Im Business Umfeld hat aber selbst die Haus- und Hof-Branche für Apple, die Kreativbranche, mittlerweile Probleme mit dem Laden, nachdem Apple irgendwann einen Scheinkrieg mit Adobe angezettelt hat, um sich einige Adobe-Marktsegmente an Land ziehen zu können.

Ich habe meine Schwester damals durch ihr Grafik Design Studium begleitet, und habe mich lange Jahre um ihre Apple Computer kümmern dürfen - nach den Erfahrungen, die ich da gemacht habe, kommt mir sowas nicht mehr ins Haus, nie mehr. Und bei den IPhones frage ich mich im Nachhinein, ob es überhaupt rechtens ist, jemandem, der so ein Gerät für viele hunderte Euros gekauft hat, den Zugang zum Apple Paradies zu verweigern, wenn er nicht seine Bank- oder Kreditkartendaten preisgibt. Ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, beim IPhone 4S meiner Frau war es damals so, dass man einen halben Offenbarungseid leisten musste, bevor man den heiligen Gral betreten durfte. Das einzige Apple Gerät, was bei mir bis heute überlebt hat, ist ein IPod Classic der letzten Generation, aber auch bei dem frage ich mich, wieso ich erst bei Apple anklopfen muss, bevor ich mir meine eigene Musik auf meinen eigenen mp3-Player kopieren darf.

Microsoft ist für mich zwar nicht optimal, aber von allem, was es gibt der beste Kompromiss zwischen Standardisierung und Freizügigkeit. Der Grund, weshalb viele glauben, Windows sei schlechter als Apple, liegt genau da begraben. Mit Windows hat man halt die Freiheit, auch schlecht abgestimmte Hardware betreiben zu können, den Daten- und Virenschutz zu ignorieren usw. Wenn man sich ein auf Zuverlässigkeit optimiertes Windows Notebook kauft, und das dann so lässt, wie es ist - also so benutzt, wie es bei Apple allgemein üblich ist - dann läuft die Kiste auch zehn Jahre ohne einen einzigen Absturz.

Gruß Frank
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270939#post270939 schrieb:Ich könnte manchmal dazwischenhauen, wenn ich im Geiz- oder Blödmarkt mitbekomme, wie hier unbedarfte Kunden über den Bock gezogen werden. Business Notebooks sind sogar als Gebrauchtgeräte noch schöner als das Zeug, was bei Saturn und Co verkauft wird, und die sind dann richtig billig.

Kann man so meiner Meinung nach nicht verallgemeinern. Es gibt im Consumer-Bereich Laptops, die sich an junge Käufer und die vielzitierten "Gamer" richten und eine entsprechend schrille - und je nach Empfinden vielleicht auch billige - Optik haben, aber auch welche mit eher konservativem Design, die sich auf den ersten Blick kaum von den Business-Modellen unterscheiden. Und wenn man sie nicht stark strapaziert, müssen sie auch nicht schlecht sein. Meine Eltern habe inzwischen das zweite Standard-Laptop. Das erste war ein einfaches Samsung von Media-Markt für m.W. 399 €, das acht Jahre lang im Einsatz war und bis zum Schluss (möglicherweise heute noch, wurde über das Forum verkauft) einwandfrei funktionierte. Es musste letztendlich wegen des Support-Endes von Windows XP weichen. Nachfolger wurde ein Modell von Medion, zweite Wahl aus dem Werksverkauf in Mülheim für 330 €, Anfangs mit Windows 8, inzwischen per automatischem Update mit Windows 10. Das tut bis heute brav seinen Dienst.

Natürlich sind die Geräte nicht so stabil gebaut wie Business-Laptops und wären wahrscheinlich schnell kaputt, wenn man sie ständig mit sich herumschleppen würde. Aber für die vielen Anwender, die so ein Gerät mehr oder weniger ausschließlich daheim nutzen, reicht sowas meiner Meinung nach völlig. Mich würde da eher das spiegelnde Display stören, aber das ist vermutlich nicht zuletzt Gewöhnungssache.
Zitieren
Mir gehts jetzt nicht mal um die gelegentlichen Abstürze sondern eher, dass die Benutzerfreundlichkeit irgendwie immer geringer wird. Ich meine früher war Mans nicht anders gewöhnt, aber diese ganzen Updates nerven mich tierisch. Sowohl bei sämtlichen Linux Systemen als auch bei den Handies sind die Updates zentral über eine Paketverwaltung während bei Windows jede kleine Fitzelsoftware sein eigenes Ding macht und auch wenn man diese ganzen Upgrader mal abschaltet, spätestens beim nächsten Öffnen der Software kommt dann die Frage nach dem Update. Und wenn es ja nur bei dem klicken auf „Update“ erledigt wäre... man wird bei den meisten Programmen auf eine Homepage verwiesen wo man dann eine Datei runterladen und öffnen muss, erst dann wird das eigentliche Update installiert und wenn man den Computer mal 2 oder 3 Wochen nicht benutzt hat, kann man das manchmal mit 5 Programmen oder mehr machen und Windows hat dann noch zusätzlich ein oder mehrere Patches und Systemupdates. Ich finde ganz ehrlich, dass das die Hölle ist. Das ist bei Linux und MacOS viel schöner gelöst und da kann man das komplett automatisieren, wie auf den Handies auch.

Mit der Zahlungsmethode da kann ich mich nicht mal beim iPhone 4 erinnern, dass das von Nöten gewesen wäre und wenn konnte ich es immer überspringen, ansonsten würde mich das aber grundsätzlich nicht stören, weil ich sowohl ab und an mal Apps oder Musik kaufe, als auch damit bezahle. Etwas frech ist allerdings, dass man Apple TV+ nur mit Hinterlegung einer Kreditkartennummer auf dem Webbrowser in Windows oder Linux gucken kann. Ich habe keine Kreditkarte und sowas wie Boon funktioniert damit nicht, es gibt derzeit keine Alternative wodurch ich Apple TV+ Content nur auf dem Handy oder dem iPad meiner Freundin gucken kann. War beim Handy 1 Jahr kostenlos dabei, aber so nutze ich es halt nicht. Mein Sohn hat ne App auf dem Fernseher, den er dieses Jahr zum Geburtstag bekommen hat, das funktioniert gut, aber mein Fernseher ist zu alt dafür.

Updates die einen Mac schrotten? Ich hab nie davon gehört. Ich habe stattdessen schon öfter gehört, dass alte Macs oftmals noch ganz gut laufen und wenn man sie mit einer SSD nachrüstet sogar nach über 10 Jahren noch mit relativ aktueller Software, dass bei älterer Peripherie irgendwann keine Treiber mehr vorhanden sind hat man bei Windows aber auch oft genug. Mein Ohrenarzt benutzt eine alte Sondenkamera, die über 10.000 Euro kosten würde, wenn er sie neu kaufen müsste. Er hat dafür extra einen alten Win98 PC, weil es für neuere Systeme keine Treiber mehr dafür gibt, das Unternehmen ist wohl pleite gegangen und hat dann keinen Support mehr geliefert. Ich hatte als Bastelprojekt ein altes Sony VAIO aus einer Haushaltsauflösung, da ginge dann höchstens Windows 7 mit, hatte 4 GB RAM nachgerüstet und eine billige SSD eingebaut. Jetzt läuft darauf Manjaro, was bisher problemlos ging aber seit dem letzen Kernel werden offenbar auch hier diverse Treiber nicht mehr unterstützt und nach und nach wird es auch für YouTube und Co ein bisschen lahm. Mein Sohn hat das alte DELL Notebook von meinen Eltern, auch da ist Manjaro drauf, das läuft nach wie vor total flott, war für Windows 10 aber auch nicht mehr geeignet, weil nur 4 GB RAM. Jetzt dadurch, dass es bei ihm los geht, dass er in der Schule öfter einen Computer braucht, überlege ich aber 4 GB nachzurüsten, denn dann sollte auch Windows 10 wieder laufen, die werden nämlich früher oder später Microsoft Office brauchen und das ist mit Linux so eine Sache.

Naja ich glaube in erster Linie ist die Freiheit ja nur von Nöten, wenn die Möglichkeiten, die man hat, nicht gut sind. Ich habe z.B. QC35 Kopfhörer von Bose, die damals konkurrenzlos waren, weil das Noise Cancelling eben Referenz war. InEars mit NC gabs damals noch nicht. Dann kamen die AirPods, die ich zum Musik hören immer überteuert fand, mich hat zwar die Integrität und Einfachheit fasziniert, aber 180 Euro für Ohrhörer ohne Abschirmung war mir zu teuer. Dann kamen die AirPods Pro und die gehören nun zu den besten InEars in ihrer Preisklasse, das Noise Cancelling ist der Wahnsinn und sie klingen hervorragend. Ja sie sind teuer, aber das sind gute Kopfhörer nunmal. Und Andere die ähnlich gut sind, haben dann eben kein Noise Cancelling oder irgendwas Anderes ist dann doch nicht so toll, wie behauptet. Bei den Bose gabs z.B. keinen Druckausgleich, sodass sich der Sound beim Auftreten immer veränderte, das hatte ich bisher auch bei sämtlichen InEars, Apple hat da irgend n Druckausgleich eingebaut und jetzt kann ich mich bewegen wie ich will und der Sound bleibt konstant. Das macht halt ein angeblich gleich guter Ohrhörer für 40 Euro nicht und bisher auch noch keiner, den ich hatte. Bei den Bose ist das übrigens auch, wenn man durch einen Tunnel fährt, oder wenn es windig ist dann macht das NC Geräusche, man muss es dann über die App abschalten oder reduzieren. Die AirPods Pro sind deshalb meiner Ansicht nach auch preislich angemessen, vor Allem jetzt grad wo man sie für 200 Euro bekommt und in Verbindung mit einer Apple Device ist das eben topp, weil man keine App braucht, sofort verbunden ist und sich um nix kümmern muss. Aussetzer hatte ich bisher auch noch keine. Das mit dem Atmos und dem 3D Klang ist auch ziemlich irre.

Und so ist es eben mit vielen Dingen. Ich hab seit 2015 Spotify und werde das auch behalten, davor hatte ich simfy, aber die waren dann pleite. Ich habe derzeit aber ein Probeabo für Apple Music und rein so von der Experience finde ich das ziemlich genial, es ist halt komplett in die Musikapp integriert, man braucht überhaupt nix mehr, übernimmt zusätzlich seine komplette Musikbibliothek und Käufe in iTunes werden auch automatisch integriert, man hat das Gefühl, wenn man da so durch scrollt, Alles läuft noch mal ein bisschen fluffiger und Smoother als bei Spotify und es fühlt sich gut an und sieht irgendwie hochwertig aus.

So ist es eben mit vielen Dingen. Für Apple gibts ein super gutes eigenes Office, wodurch ich mir da auch keine Gedanken mehr machen muss (hab auch auf Windows und Linux Libre Office womit Ich auch sehr zufrieden bin, aber wenn’s integriert ist brauch ich das ja nicht...), iTunes fiele auf dem MacBook eh weg (benutz ich ja eh nicht, aber ist ja nun komplett in MacOS integriert, wodurch man sich halt auch da keine Gedanken mehr machen muss.

Anderes Beispiel: Meine Freundin brauchte für die Ausbildung (Pflege) speziell für den schulischen Unterricht ein Tablet. Wir wollten ein Android kaufen, weil sie schon ein Android Handy hatte. Für 200-300 Euro gab es aber nur Tablets bis Android 9, teilweise sogar Android 8 oder 7 und erst irgendwo bei 500 Euro ging’s mit Android 10 los. Hätte ich ein jetzt schon veraltetes Gerät kaufen sollen? Die Grenze lag eigentlich bei 300 Euro, wir haben dann für 360 ein aktuelles iPad gekauft. Ein kleines mit A10 Prozessor, aber da wissen wir, dass das mindestens 5 Jahre Support kriegt und aktuell bleibt.

Sämtliche Computer in den letzten Jahren habe ich bei Notebooks billiger gekauft, über das Satellite hab ich mich im Vorfeld informiert und da 4 GB für Windows 10 von Anfang an sehr knapp waren, hatte ich schon damals die Befürchtung, dass es auch 8 irgendwann mal sein könnten.

Meine Freundin hat sich übrigens nach der positiven Erfahrung mit dem iPad auch ein iPhone SE2 gekauft, die ist super zufrieden damit. Das Huawei P8 Lite 2017 machte seit einiger Zeit Probleme, denn es hat nur 16 GB Speicher, schade eigentlich, denn sonst ist es für 229 Euro ein tolles und solides Handy, ich habe das immer gemocht - Huawei insgesamt - trotzdem würde ich aktuell eben kein Handy von Denen kaufen wegen der Google Geschichte, aber wer weiß, vielleicht werden die mit ihrem Harmony, wenn sich das in den nächsten Jahren stabilisiert auch direkte Konkurrenz zu Apple und machen Alles Freier und besser, aber mit genau so gut abgestimmtes Hardware. Wäre doch mal spannend, wenn ein Android mit den Technischen Daten, die auf dem Blatt über Apple liegen auch im Benchmark mal richtig an Denen vorbei zieht... schade ist, dass ein relativ leeres Andorid wohl mittlerweile 14 GB braucht, das Huawei ist jetzt also quasi unbrauchbar. Mit Lineage hab ich in dem Zusammenhang noch nicht angefangen, aber zumindest der Akku hätte auch noch getauscht werden müssen. Schade, dass es letztendlich am Speicher scheitert.

Und diese ganzen Freiheiten... naja bis auf Musik und Audio schneiden und ab und zu mal was schreiben bin ich mit dem Computer eh nur mit dem Browser unterwegs. Es ist nicht mehr so wie früher, dass ich bei Napster Musik oder Filme ziehe und da irgendwie das Bedürfnis habe massenweise Dateien zu horten, die ich irgendwo illegal bezogen hab. Wenn bei Spotify was fehlt, sehe ich zu, dass ich es bei Amazon Music oder ITunes kaufe, die CD oder Schallplatte bestelle und es digitalisiere und dann in meine digitale Sammlung einfüge und mehr mache ich eigentlich nicht mehr. Filme streame ich eigentlich ausschließlich. Ganz selten hol ich mal den alten Videorecorder raus, wenn ich zufällig mal was auf VHS hab, was es bei Netflix und Co nicht gibt und was ich unbedingt meinem Sohn zeigen will, ansonsten leihe ich auch mal einen Film über Amazon, Apple, Unitymedia usw., alle paar Jahre kommt es sogar mal vor dass ich einen Film als digitalen Download kaufe. Das ist aber glaube ich Alles so Apple konform, dass ich mir da keine Gedanken über einen Verlust machen muss. Im Endeffekt sind in der Cloud eh nur Fotos und ein Backup meines Handies... insofern werde ich es nie in Konflikt geraten. Die Musik auf der externen Festplatte ziehe ich noch zu Rate bevor ich sie irgendwo kaufe, wenn ich sie da finde und die Qualität ist ok, dann hol ich sie natürlich von dort.

Hmm, ich finde aber auch dass sich da im Windows Sektor einiges getan hat, diese Surface Dinger fühlen sich schon an wie ein MacBook und sind günstiger, mit sowas könnte ich mich anfreunden. Meinen Eltern habe ich zuletzt ein Lenovo gekauft, ist zwar aus Plastik, aber bis auf die nicht beleuchtete Tastatur fühlt sich Alles wertiger an, als bei meinem Satellite. Außerdem hat es ein mattes IPS Panel und das sieht hervorragend aus, während meins echt einen sehr engen Winkel hat. Das ist übrigens auch son Ding, das ich bei Apple mag. Die Displays sind immer hervorragend abgestimmt. Samsung hatte jahrelang die besseren Panels, aber es gab nur 4 oder 5 Presets: entweder die Farben waren zu blass und Weiss fast beige, oder die Farben waren so übersättigt, als würde das YouTube Logo aus Lava bestehen und das weiß war ok. Bei Apple Out of the Box neutrale Abstimmung, ohne Augenkrebs. Mein Satellite war auch so mit übersättigten Farben und Konturenschärfung und so komisch ins Grüne, wie ein QLED Fernseher im Demo Modus, ich hasse sowas.

So ist es übrigens auch mit den AirPods Pro, die sind so neutral, dass ich die ersten paar Tage immer das Bedürfnis hatte, den Bassregler hoch zu drehen. Es ist so als würden die den Konsumer erziehen wie ein Display auszusehen hat und wie ein Kopfhörer zu klingen hat. In was das angeht finde ich das gar nicht mal so dumm, denn wenn ich mir angucke wie z.b. Fernseher nach dem Auslieferungszustand abgestimmt sind und Leute dann meinen das Bild wäre gut so, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Meiner Meinung nach sollten Geräte so ausgeliefert werden, dass nach Testbild das Beste Bild aus dem Gerät kommt. Wenn es dem Konsumer nicht gefällt, kann er ja immer noch an den Einstellungen rumspielen.

LG Tobi
Zitieren
... ist, wenn Verkäufer Leuten, die nur Office und Internet woillen, weismachen, dass man zum Surfen und Texte schreiben einen I7-Prozessor und mindestens 16GB speicher braucht, und die solchen Leuten dann eine Klapperkarre mit I7-Prozessor und viel Speicher verkaufen, weil sie kein Gerät mit solidem Gehäuse und ergonomischer Tastatur im Angebot haben.

Was mir auch aufgefallen ist ( ich bin halt aufgrund meines Berufes in der Familie der Systemadministrator ), ist, dass es eigentlich nur Geräte aus den Geiz- und Blöd-Märkten sind, die ständig bei mir auf dem Tisch liegen, weil sie mal wieder nach irgendeinem Update nicht mehr hochlaufen o.ä. . Die Consumer-Geräte von Saturn, Media-Markt, Aldi usw. bekommen auch oft nach wenigen Jahren schon keine aktuellen Treiber-Updates mehr, die verbaute Hardware kommt zwar von Markenfirmen wie NVidia, man kann aber keine NVidia Treiber benutzen und so weiter. Auch die Home Premium Versionen von Windows laufen nach meiner Erfahrung nicht so stabil wie die Professional Versionen, woran das auch immer liegen mag.

Früher habe ich auch viel gebastelt, PCs selber gebaut und Notebooks getunt - seit ich nur noch Business Notebooks benutze, die zum Zeitpunkt de Kaufes um vier Jahre alt sind, und die ich dann nutze, bis es nicht mehr geht, gebe ich nur noch einen Bruchteil des Geldes von früher für Hardware aus, und habe Ruhe. Die höherwertigen Business Notebooks von heute sind designmäßig fast alle an die Apple Notebooks angelehnt, und auch genauso gut verarbeitet. Der Unterschied ist wohl, dass Apple gar keine billigen Geräte verkauft, auch bei Saturn nicht, während man im PC Lager an richtige Klapperkarren geraten kann, die oft noch nicht mal billig sind. Alleine die OEM-Versionen von Windows Home Premium mit Zwangs-Software, die bei den Consumermodellen meist mit dabei sind, markieren schon eine Unterscheidung - bei Apple gibt es sowas nicht.

Gruß Frank
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270986#post270986 schrieb:Was mir auch aufgefallen ist ( ich bin halt aufgrund meines Berufes in der Familie der Systemadministrator ), ist, dass es eigentlich nur Geräte aus den Geiz- und Blöd-Märkten sind, die ständig bei mir auf dem Tisch liegen, weil sie mal wieder nach irgendeinem Update nicht mehr hochlaufen o.ä. .

Bist Du sicher, daß das an den Updates liegt? Ich bin auch der Administrator des Laptops meiner Mutter - wie gesagt, auch Billigteile. Am Sonntagabend gucke ich immer einmal per Teamviewer drauf, installiere ab und zu mal neue Software (meine Mutter will immer die aktuelle Version von Libre Office, warum auch immer) und gucke mir irgendwelche Systemmeldungen an, die sie nicht versteht. Ansonsten gibt es die klare Abmachung: Außer mir darf an diesem Rechner keiner etwas installieren oder umkonfigurieren. Und in vierzehn Jahren gab es nur einmal einen Ausfall. Der war die Folge davon, daß meine Mutter den Rechner während eines größeren Updates abgeschaltet hatte. Ansonsten laufen die Dinger unerschütterlich stabil.

Das Gegenteil waren die Rechner meines Patenonkels (ich hoffe, er schmeißt mir jetzt keinen Blitz von der Wolke). Ebenfalls Consumer-Geräte (allerdings größtenteils Desktops). Mein Onkel war zwar technisch wesentlich versierter als meine Mutter, aber auch respektloser. Der experimentierte ständig herum, installiere, deinstallierte irgendwelche Programme von Zeitschriften-CDs oder aus dem Internet. Und wenn der PC dann immer langsamer wurde, ließ er irgendwelche dubiosen Aufräum-Programme laufen, nach denen meist irgendwas gar nicht mehr funktionierte oder Windows den Start komplett verweigerte.

Auf einen Nenner gebracht: Ich glaube, meist sitzt die Ursache für solche Ausfälle vor dem Computer. Smile
Zitieren
Bei meinem Notebook muss ich fairerweise sagen, dass ich das Betriebssystem nicht einmal neu aufgesetzt habe. Ich habe das Update von 8.1 auf 10 gemacht und dann das System komplett von der ursprünglichen HDD auf die SSD übertragen. Es kann also sein, dass der gelegentliche Bluescreen daher rührt. Allerdings mit den ganzen Anwendungen die da drauf sind, bräuchte ich wahrscheinlich mehrere Wochen bis Alles wieder so ist wie jetzt.
Zitieren
timo,'index.php?page=Thread&postID=270989#post270989 schrieb:
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=270986#post270986 schrieb:Was mir auch aufgefallen ist ( ich bin halt aufgrund meines Berufes in der Familie der Systemadministrator ), ist, dass es eigentlich nur Geräte aus den Geiz- und Blöd-Märkten sind, die ständig bei mir auf dem Tisch liegen, weil sie mal wieder nach irgendeinem Update nicht mehr hochlaufen o.ä. .

Bist Du sicher, daß das an den Updates liegt? Ich bin auch der Administrator des Laptops meiner Mutter - wie gesagt, auch Billigteile. Am Sonntagabend gucke ich immer einmal per Teamviewer drauf, installiere ab und zu mal neue Software (meine Mutter will immer die aktuelle Version von Libre Office, warum auch immer) und gucke mir irgendwelche Systemmeldungen an, die sie nicht versteht. Ansonsten gibt es die klare Abmachung: Außer mir darf an diesem Rechner keiner etwas installieren oder umkonfigurieren. Und in vierzehn Jahren gab es nur einmal einen Ausfall. Der war die Folge davon, daß meine Mutter den Rechner während eines größeren Updates abgeschaltet hatte. Ansonsten laufen die Dinger unerschütterlich stabil.

Das Gegenteil waren die Rechner meines Patenonkels (ich hoffe, er schmeißt mir jetzt keinen Blitz von der Wolke). Ebenfalls Consumer-Geräte (allerdings größtenteils Desktops). Mein Onkel war zwar technisch wesentlich versierter als meine Mutter, aber auch respektloser. Der experimentierte ständig herum, installiere, deinstallierte irgendwelche Programme von Zeitschriften-CDs oder aus dem Internet. Und wenn der PC dann immer langsamer wurde, ließ er irgendwelche dubiosen Aufräum-Programme laufen, nach denen meist irgendwas gar nicht mehr funktionierte oder Windows den Start komplett verweigerte.

Auf einen Nenner gebracht: Ich glaube, meist sitzt die Ursache für solche Ausfälle vor dem Computer. Smile

... ich habe aber schon bestimmte Vermutungen - eine davon ist, dass es irgendwas mit diesen OEM-Versionen von Windows Home Premium zu tun hat, die man im Zweifel nur per Recovery Medium oder Rettungspartition wieder herstellen kann, und die zwangsinstallierte Software mitbringen. Ich habe selber hier so einen Surface Klon von Plextor, den hatte sich meine Frau mal gekauft, und ihn nach kurzer Zeit in die Ecke gehauen, weil das Ding nur Stress gemacht hat. Irgendwann habe ich mir dann mal die Mühe gemacht, mir die nötigen Treiber zusammenzusuchen - bei Plextor gibt es nichts, die verweisen auf das Rettungsmedium - und ein Windows 10 Professional zu installieren. Das war zwar eine ziemliche Plackerei, bis alles lief, aber seitdem ist das Ding zu gebrauchen.

Und dass zumindest eine Hauptursache für Ausfälle und Datenverlust VOR dem Computer sitzt, das steht ausser Frage. Deshalb bin ich schon so lange der Meinung, dass das Thema Backup eigentlich stärker von den Fachzeitschriften behandelt werden müsste, als der Virenschutz.

Gruß Frank
Zitieren
@Frank
Zitat: Deshalb bin ich schon so lange der Meinung, dass das Thema Backup
eigentlich stärker von den Fachzeitschriften behandelt werden müsste,
als der Virenschutz.
Du kennst doch den Spruch:
"Kein Backup, kein Mitleid!" Big Grin Big Grin Big Grin Big Grin Tongue Tongue Tongue Tongue

@all
Eine ganz besondere Pest finde ich persönlich die gummierten Laptops. Das geht 3 oder vier Jahre gut, dann wirds klebrig, und so nach 8 Jahren verwandelt es sich zurück in Erdöl. Ich habe da Erfahrungen mit DELL E 6320 und alten Thinkpads. Deswegen habe ich mir einen Laptop aus Plaste gekauft. :thumbsup:
Bei meiner Canon EOS 1000D macht der Gummierte Griff keine Probleme, aber bei einer alten Minolta Spiegelreflexkamera tropft die Gummierung schon fast, so glitschig ist das schon. Wenn man da anfässt ist die Hand hinterher braun.
Gruß
Lorenz
Zitieren
... wieso sollten nur Tonbandgeräte von der Riemenpest befallen sein ? Die anderen möchten doch auch was davon haben :thumbsup: .

Gruß Frank
Zitieren
Hallo!

Ich grätsche mal hier mit einem kleinen Themenwechsel rein: Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo bietet jetzt auch ein paar Rechnerserien mit vorinstalliertem Ubuntu an. Dabei handelt es sich nicht um einen Trick um Microsoft-Lizenzen zu sparen, sondern man erhält auch Support und Treiber vom Hersteller dafür.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
Zitieren
Ich find Linux ja grundsätzlich super, aber Vieles geht damit leider nicht so, wie ich es mir vorstelle und man muss auch oft die Lust und das Know How haben zu Basteln. Weil ich jetzt nicht so den Durchblick habe, dauert es bei mir manchmal Wochen bis ich mit der Hilfe aus dem Manjaro Forum irgendwann mal weiter komme. Das ist bei Windows meistens einfacher zu bewerkstelligen und leider gilt bei Linux auch nicht immer der Grundsatz „Wenn‘s einmal läuft...“ wie oft behauptet wird. Wenn dann Updates oder neue Kernels (auch LTS) kommen, dann geht auf Einmal irgendwas nicht mehr und wenn man dann keine Ahnung hat, hat man ein echtes Problem. Manchmal wird sich urplötzlich ein Treiber nicht mehr unterstützt oder irgendwelche Repos oder Sources sind verschwunden... unter Umständen ist das richtig viel Arbeit. Neulich hat mein System die Updates verweigert, das hat erst mal 2 Stunden gedauert, bis ich raus gefunden habe, wie man das löst. Da muss man nach wie vor leider ziemlich viel Bock auf Basteln haben, wenn man auch noch andere Dinge machen will, als das, was schon vorinstalliert ist.

LG Tobi
Zitieren
DOSORDIE,'index.php?page=Thread&postID=271116#post271116 schrieb:Wenn dann Updates oder neue Kernels (auch LTS) kommen, dann geht auf Einmal irgendwas nicht mehr und wenn man dann keine Ahnung hat, hat man ein echtes Problem.

Vielleicht ist dann eine Rolling-Release-Distribution wie Manjaro nicht unbedingt das richtige...?

Wie der Zufall will, schreibe ich diesen Beitrag zwar auch unter Manjaro, aber wirkliche Langzeiterfahrungen habe ich damit noch nicht. Meine "Heim-Distribution" ist seit 13 Jahren Ubuntu, und ich hatte bisher nur wenig Update-Stress. Wobei ich sogar noch jedes (halbjährliche) Update mitnehme. Wenn man sich da auf die LTS-Versionen beschränkt und nach dem Erscheinen einer neuen Version etwas wartet, bis eventuelle anfängliche Fehler behoben wurden, dürfte das eine unkomplizierte Sache sein.

Zitat:Manchmal wird sich urplötzlich ein Treiber nicht mehr unterstützt oder irgendwelche Repos oder Sources sind verschwunden...

Gut, bei Repos von Drittanbietern kann es leider passieren, daß sie irgendwann weg sind oder für eine neue Version der Distribution nicht mehr zur Verfügung stehen. Aber wie viele Drittanbieter-Repos nutzt man normalerweise?

Wo hattest Du denn die Treiberprobleme? Grafikkarte?
Zitieren
Bei Ubuntu ging’s mir leider genau so.

Das hatte ich auf einem alten Medion Notebook installiert, bei dem es ein Panel gab um das WLAN Modem zu aktivieren, den Treiber für das WLAN Modul hatte Ubuntu, den für das Panel aber nicht, so war es ohne einen Treiber dafür nicht möglich das Modul einzuschalten (Versuche über das Bios oder über die Konsole schlugen fehl). Es gab dann Leute im Forum, die mir in wirklich tagelanger Arbeit geholfen haben, dass es funktionierte, dann kamen Updates und dann ging’s auf einmal nicht mehr. Zwischenzeitlich ging es mal wieder und dann wieder nicht.

Sowas hab ich aber bisher mit Allen Linux Systemen erlebt. Bei meinem Sony Vaio geht seit einiger Zeit die Helligkeitsregelung nicht mehr, beim Drücken der Funktionstasten kommt zwar der OSD Balken und der Slider verändert auch seine Position, aber der Bildschirm bleibt gleich hell. Außerdem funktionieren Energiesspar und Ruhemodus nicht mehr. Das Notebook geht dann zwar aus, aber nicht mehr an.

Am Stabilsten was das anging habe ich bisher Mint in Erinnerung, kann aber auch nur Zufall sein, das ist auf dem Lenovo meiner Freundin und auf war lange Zeit auf dem DELL meiner Eltern, das jetzt mein Sohn hat, allerdings hab ich ihm ja auch Manjaro drauf gemacht und auch damit macht es bisher keine Probleme. Mint ist halt optisch irgendwie nicht so ansprechend. Manjaro finde ich irgendwie schöner.

Ich kann aber eben auch nicht sagen, dass ich sowas nicht auch mal bei Windows erlebt hätte. Es gab immer mal wieder Schwierigkeiten - vor Allem mit exotischen Treibern, speziell nach Updates, sehr viele Probleme hatte ich damals mit meiner Terrarec DMX Soundkarte.

Aber da gehörte das Basteln halt dazu, heute bin ich froh, wenn ich meine Ruhe habe, vielleicht kommt deshalb auch mein Hang zu Apple, den ich immer mehr entwickle. Ich schließe es aber auch nicht aus, dass mich ein MacBook möglicherweise am Ende doch enttäuscht, ich hatte ja noch keins.
Zitieren
DOSORDIE,'index.php?page=Thread&postID=271138#post271138 schrieb:Manjaro finde ich irgendwie schöner.

Das sollte sich doch anpassen lassen, oder?

Liegt es daran, daß beide unterschiedliche Desktop-Umgebungen verwenden (Mint hat m.W. standardmäßig Cinnamon und Manjaro XFCE), oder ist das eine eine Frage der Einstellungen?

Falls beide die gleiche Desktop-Umgebung haben und Du mutig bist, könntest Du mal versuchen, den Ordner mit den Konfigurationseinstellungen von Manjaro nach Mint zu übertragen. Natürlich vorher ein Backup des ursprünglichen Ordners machen.

Zitat:Das hatte ich auf einem alten Medion Notebook installiert, bei dem es ein Panel gab um das WLAN Modem zu aktivieren, den Treiber für das WLAN Modul hatte Ubuntu, den für das Panel aber nicht, so war es ohne einen Treiber dafür nicht möglich das Modul einzuschalten

Vielleicht war es bisher immer mein Glück, daß ich nicht so spezielle Hardware nutze.

Was WLAN angeht, hatte ich schon mal Probleme, wenn es für den Chipsatz des entsprechenden Adapters keinen nativen Linux-Treiber gab und man auf den NDISWrapper (mit dem man Windows-Treiber für Netzwerk-Adapter verwenden kann) ausweichen musste. So der Fall bei einer PCI-Karte von Netgear mit Marvell-Libertas-Chipsatz, die mir ein Arbeitskollege mal vor Jahren überlassen hat. Anfangs funktionierte sie auf dem Weg sogar ganz passabel. Als ich sie letztens mal wieder zum Laufen bringen wollte, verweigerte sie allerdings beharrlich den Dienst. Allerdings habe ich auch nach einer halben Stunde aufgegeben und mir lieber für 12,99 € eine neue Karte von TPLink mit Realtek RTL8192EE-Chipsatz gekauft, die auf Anhieb funktionierte und auch wesentlich stabilere Verbindungen ermöglicht als die alte.
Zitieren
Also ich finde, das gerade Ubuntu in den letzten drei Jahren sehr gut geworden ist. Auch die Designanimationen bekommen sie mittlerweile so gut in den Griff, das das kaum noch ruckelt (Gnome als Oberfläche). Das einzige war das ich erlebt habe, das man einen HP Drucker mit WLAN nicht vollumfänglich nutzen konnte, mit USB schon.

Was die noch in den Griff bekommen müssen ist ein brauchbarer MediaPlayer für bis zu 8k, und keine Ruckler mehr bei YT und Spielen. Aber ich denke, das wird noch.
Vor noch fast 5 Jahren und früher war Linux für den Privatanwender tatsächlich noch ein Frickel System. Und exotische Hardware ist immer kritisch.
Zitat: Sony Vaio, alten Medion Notebook
Ja, auf alten Kisten laufen dann eben auch moderne Linuxe nicht optimal. Irgendwann sind die halt am Ende ihrer sinnvoll einsetzbaren Lebenszeit angekommen. Aber da würde ich nicht Anfangen dann noch die Mumie mit einem Herzschrittmacher auszustatten. Big Grin :whistling:
Gruß
Lorenz
Zitieren
Joar, mag sein. Das MEDION hatte es allerdings hinter sich, das Vaio ist jetzt auch 12 Jahre alt. Ist schon alt für einen Computer. Aktuelles Windows ist damit schon lange unmöglich, das Sony läuft mit Linux aber noch flott, trotz SATA 1. ich bin aber trotzdem gespannt, was aus Apple wird und ob die erste Generation mit eigenem Prozessor dann auch wirklich schneller ist, als ein Windows Rechner.
Zitieren
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=271038#post271038 schrieb:Und dass zumindest eine Hauptursache für Ausfälle und Datenverlust VOR dem Computer sitzt, das steht ausser Frage. Deshalb bin ich schon so lange der Meinung, dass das Thema Backup eigentlich stärker von den Fachzeitschriften behandelt werden müsste, als der Virenschutz.
Da gebe ich dir Recht, aber in der c't, die ich hauptsächlich lese, wird auf Backups mehr als häufig hingewiesen und Lösungen werden auch getestet und vorgestellt. Meine Erfahrung mit Backups in der Windows-Welt sind durchwachsen. Nach Norton Ghost kam eigentlich nichts mehr, was ein schnelles und sicheres Backup möglich gemacht hätte. Privat arbeite ich mit einem Mac und was da seit eh und je mit der Time Machine angeboten wird, sucht in der Windows-Welt seinesgleichen. Schade, dass es die Time Capsule nicht mehr gibt. Unter Windows 10 benutze ich die bordeigene Backup-Lösung, die leidlich funktioniert und mir immerhin ermöglicht, notfalls meine eigenen Daten zu haben. So elegant wie die Time Machine ist das aber nicht.
Liebe Grüße
Thomas
Zitieren
... ist nicht, dass es keine Backup Lösungen gibt, sondern, dass man ein Backup auch verstehen sollte. Und da macht es einem Windows oft unnötig schwer.

Wir haben z.B. gelernt, dass man Betriebssystem/Software und die eigenen Dateien auf zwei getrennten Partitionen ablegen sollte. Hierzu muss man manuell den Speicherort für das Eigene Dateien Verzeichnis von Windows ändern, und zusätzlich speichert noch jede Software ihre Dateien an einem eigenen Ort, den man einzeln finden und ändern muss. Die Anbieter - auch Apple - veruchen seit Jahren, die User in eine Cloud zu zwingen, die nicht mit europäischem Datenschutzrecht konform ist, wenn man aber versucht, sich sein eigenes lokales Backup-Konzept zu bauen, ist es Gefummel, das schon für jemanden nervig ist, der sich mit sowas auskennt - die meisten Laien sind damit überfordert, und deshalb sichert auch kaum jemand zuhause seine Daten.

Ich weiß nicht, wie Du es handhabst, aber das Gefährlichste ist, sich darauf zu verlassen, dass die Backup Lösung schon funktioniert, und sich keine Gedanken darüber zu machen, wie sie funktioniert. Ich habe das sogar schon bei größeren Firmen erlebt - die EDV-Abteilung fährt schön brav jahrelang tägliche Datensicherungen, und wenn mal etwas gebarucht wird, weiß entweder niemand mehr, wie der vor Jahren eingerichtete Recovery-Prozess funktioniert, und/oder die Daten sind nicht lesbar, oder man muss stundenlang ganze Archive auspacken, um an eine 30kByte Datei zu kommen. Regelmäßige "Probealarme" sind genauso wichtig wie die Datensichrung selber.

Gruß Frank
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste