Telefunken M5 - erste kleine Funktionsstörung nach 68 Jahren
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Hallo Jan,

eigentlich wundert mich nicht, dass diese Maschine so lange problemlos lief. Früher wusste man genau, wie man Konstruktionen für die Ewigkeit baut. Ich hatte auch schon einige Röhrengeräte aus dieser Zeit in der Hand, die noch mit allen originalen Bauelementen liefen.

Grund dafür ist, dass die Röhrentechnik sehr tolerant ist. Abweichende Bauteilwerte machen sich erst sehr spät bemerkt. Gerade auch bei den Papierwickelkondensatoren. Diese sind messtechnisch heute eigentlich alle hinüber. Teils schlechte Isolation, eigentlich immer veränderter Wert. Im normalen Betrieb fällt das nur in krassen Fällen auf.

Wenn einen die Röhren jedoch lieb sind, sollte man insbesondere die Koppelkondensatoren erneuern. Entstörkondensatoren können Chassisteile unter Spannung setzen. Bei Geräten ohne Erdung oft ein Problem.

Hier eine Übersicht, was eigentlich raus sollte: https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?t=2700
Elkos sind in der Regel unproblematisch. Verlieren nur gerne mal Ihre übliche Kapazität.

Messen und prüfen schadet nicht. Soll jetzt kein erhobener Zeigefinger sein.
Nur die M5 werden immer seltener und teurer. Genau wie die EF804S und die ECC85.

Gruß Micha
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RE: Telefunken M5 - erste kleine Funktionsstörung nach 68 Jahren - von Micha94 - 16.01.2024, 23:15

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