Capstan an der Telefunken M15(ohne A!) dreht nicht
#1
Hallo allerseits,

Ich habe vor ein paar Tagen von einem ehemaligen forumsmitglied ein Haufen Technik bekommen, das meiste überholtungsbedürftig, aber trotzdem klasse.
u.A. 2xOtari MX55
3x A77(1x ORF)
1x PR99MKIII
Und noch vieles mehr.
Und halt eine alte schöne M15 in deutscher Schichtlage.
Nachdem ich dann doch günstig an tuchelkabel bekommen habe, habe ich mich riesig gefreut das Teil in Gang zu bringen. Es lief auch kurz an, aber dann ist der capstan ausgegangen. Der Riemen ist es nicht. Der Motor dreht einfach nicht. Wiegesagt, der lief 5 Minuten.
Ich vermute das eventuell ein Kondensator oder sowas über Board Gegangen ist, hat vielleicht jemand eine Idee wo hier das Problem liegen kann?

Viele Grüße!
Joni
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen 
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#2
Hallo Joni,

als Vorbemerkung: bei so alten Maschinen können ein Tropfen Sinterlageröl auf das obere Capstanlager und einer auf das Lager der Spannrolle nicht schaden.
Wenn der Capstanmotor mechanisch in Ordnung ist, d.h sich die Welle leicht drehen läßt, würde ich nach "Kochbuch", also nach der Service-Anleitung vorgehen: Frequenzgeber am Capstan prüfen, dann den Motor, und wenn die Werte in Ordnung sind, wird es wohl die Steckkarte B-MF1 sein.

Die würde ich dann zu Erich Schleicher: https://www.es-studiotechnik.de
zur Reparatur schicken....
Vielleicht kann aber auch jemand aus dem Forum helfen.....

Viele Grüße

Frank
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#3
Hallo Joni,

erst einmal Glückwunsch zu den vielen tollen Geräten. Die M15 (ohne und mit A) werden inzwischen wirklich sehr teuer gehandelt.
Ich habe für meine M15 (mit neuem Service) mit Versand und Zubehör über 2.000 € bezahlt (Weihnachtsgeld auf den Kopf gehauen Big Grin)

Prüfe wie beschrieben erst einmal die Mechanik. Sollte das Problem in der Elektronik liegen, tippe ich aus dem Buch heraus auf gestorbenen Elko welcher dann einen IC mitgenommen hat. Grundsätzlich sollte man solch komplexe Geräte nach der langen Zeit einmal überholen um sowas zu vermeiden. Heißt Elektronikseitig die Elkos einmal zu erneuern. Und mechanisch zumindest einmal komplett zu schmieren.

Mir fehlt (noch) die Erfahrung zur M15 A, die alten Studiohasen werden mehr dazu sagen können.
Vielleicht unter Forumsanweisung ein schönes Projekt sich in die Maschine einzuarbeiten?

Gruß Micha
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#4
Bitte bechten, Joni hat eine M15 ohne A
Viele Grüße,

Matthias
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#5
Bei einem guten Freund gab es vor längerer Zeit das gleiche Problem. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war der Capstan Motor defekt. Dort drin befindet sich ein Hall Geber, welcher aufgegeben hatte.
Allerdings ist das auch eine M15A
Ob das einen Unterschied macht, kann ich nicht sagen
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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#6
(13.01.2024, 23:52)gasmann schrieb: Dort drin befindet sich ein Hallgeber, welcher aufgegeben hatte.
Allerdings ist das auch eine M15A
Ob das einen Unterschied macht, kann ich nicht sagen

Das macht keinen Unterschied. Die Motoren unterscheiden sich nur durch ihre Speisespannung: M15 = 18 V, M15 A  = 24 V. Leider habe ich nur Ersatzmotoren für die M15 A.
Es müssten zwei Hallgeber sein, aber wenn nur einer dahin ist, läuft der Motor nicht an.
Grüße
Peter


_____________________

Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
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#7
Hallo Joni,

zur Prüfung des Motors:

   

Viel Glück

Frank
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#8
Als weitere Maßnahme würde ich noch Prüfen ob die Karte B-MF1 mit Spannung aus dem Netzteil versorgt wird.

Falls Spannung anliegt und der Motor samt Hallgeber Ok ist, würde ich die Transistoren auf der Steckkarte prüfen.
Sollten dort Transistoren defekt sein erst die Elkos erneuern, dann den Transistor.
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#9
bei meiner war mal dieser Transistor kaputt da lief der Capstan auch nicht, wenn ich mich recht erinnere, leider ist der Reperaturfaden im OpenReel verloren gegangen 


   
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#10
Auf dem Gehäuse lese ich eher "7812KC", das wäre ein 12V-Festspannungsregler.
Aber es gibt wahrscheinlich auch bei der M15 "den" Tonwellentransistor, der die ganze Motorkonstruktion ein- bzw. ausschaltet (Darlington MJ3000 bei der M15A).

Außerdem gibt es sicher auch Situationen, in denen die Logik die Tonwelle anhält, z. B. am Bandende (bei der 15A gibts da einige Brücken, die dieses Verhalten über den o. g. Transistor steuern).
Ansonsten wurde zum Thema Stromversorgung einiges Richtige geschrieben.
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#11
(15.01.2024, 13:23)Übertrager schrieb: Aber es gibt wahrscheinlich auch bei der M15 "den" Tonwellentransistor, der die ganze Motorkonstruktion ein- bzw. ausschaltet (Darlington MJ3000 bei der M15A).

Da musst du dich wohl selber auf die Suche begeben, einen Übersichtsschaltplan wie für die M15 A habe ich nicht.
Grüße
Peter


_____________________

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(Konrad Adenauer)
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#12
Hallo,

ich habe ein M15 Servicemanual auf Wetransfer hochgeladen. In dem Manual befinden sich auch Übersichtspläne und auf Seite 73, Kapitel 3.4.5. eine Anleitung zur Prüfung der Steckkarte B-MF1. Der Link ist 1 Woche gültig. https://we.tl/t-ZYsN3ufp60

MfG, Tobias

P.S. Auf dem Foto der B-MB11 Karte in Beitrag #9 ist ein Sicherungswiderstand unterhalb des rechten Leistungstransistors zu sehen, vielleicht hat der ausgelöst.
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#13
den habe ich als Ersatz genommen, aber vielleicht liegt es ja nicht an dem
   
Gruß Ulf

TF-Berlin
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#14
Hallo Ulf,

bei den Amis würde das "Frankenbuild" heißen, ist bezogen auf Dr. Frankenstein´s Monster, die aus Teilen von verschiedenen Leichen zusammen gebastelt waren. Big Grin Big Grin 

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#15
Ich finde die Reparatur bemerkenswert, weil sich jemand die Mühe gemacht hat, das TO-3-Gehäuse aufzusägen, um ein TOP-3 drin zu implantieren. Ich hätte höchstens Bedenken, ob die Wärmeabfuhr reicht.

Das Ding ist ja wohl ein 12V-Längsregler und laut Schaltbild, das Tobias dankenswerterweise hochgeladen hat, diskret aufgebaut. Entweder habe ich mich verlesen oder es gab auch schon eine "integrierte" Version.

Der "Tonwellentransistor", den ich oben angesprochen habe, ist hier der TS5 (BFY56A) auf der B-MF1. Der wird aus der Logik angesteuert, ohne den keine Rotation.
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#16
Hallo Tobias,

vielen Dank für den Link.

Ich war so frei ...

Viele Grüße
Manfred
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#17
Hallo allerseits,

ich habe nach einiger Zeit die M15 wieder vor geholt. Hatte zwischenzeitlich mal ein paar Sachen versucht, die aber nicht wirklich zum laufen bekommen.
Hab jetzt aber endlich mal einen gescheiten Arbeitsplatz fürs Löten, Messen etc. Mir gebaut, also kommt die M15 da jetzt in den aktuellen Herbstferien drauf.

Ich hab mich an die BMF1 Platine rangesetzt und mal gemessen, die Kondensatoren wirken alle in Ordnung.

Problematisch wird es nur rechts bei den vier Transistoren.

Hier nochmal zu Erinnerung ein Bild von der kompletten Platine:
   

Ich habe nun erstmal so einen 2N3055 aufgebaut und mal mit einem neuen verglichen(hab davon ein paar hier rumfahren) und siehe da, die werte sind total unterschiedlich. Bei denen die ich habe, ist zwischen den beiden beinen kein Durchfluss, bei dem von der Platine ist eine Verbindung durch einen Widerstand. Auch gegen das Gehäuse gibt's Unterschiedliche Ergebnisse.
   

Links der neue und Rechts der auf der Platine...

Das ganze ist mir ziemlich komisch vorgekommen und ich habe also mal die vier ? Widerstände ? Ausgebaut.

   
   

Im genauen meine ich diese Teile, ich gehe davon aus, das es Widerstände sind.
Durch die Bank durch, haben alle vier aber einen Kurzschluss, das Multimeter Piept alle durch. Ich denke mal, das daher der defekt an den Transistoren kommt.

Meine Fragen wären nun:
-Gegen was für ein Bauteil muss ich die Widerstände ersetzen (Leistung, Widerstand etc.).
-Muss ich dir Transistoren auch ersetzen?
-Kann es vllt. Auch einen defekt am Netzteil geben? Weil alle zeitgleich kaputt gegangen sind... Nicht, das ich jetzt alles tausche, wieder einbaue und wieder alles weg fliegt.

Viele Grüße 
Joni
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

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#18
(15.10.2024, 00:20)eintapedeck schrieb: Meine Fragen wären nun:
-Gegen was für ein Bauteil muss ich die Widerstände ersetzen (Leistung, Widerstand etc.).
-Muss ich dir Transistoren auch ersetzen?
-Kann es vllt. Auch einen defekt am Netzteil geben? Weil alle zeitgleich kaputt gegangen sind... Nicht, das ich jetzt alles tausche, wieder einbaue und wieder alles weg fliegt.

Zu deinen Fragen:
1) Die Widerstände heißen im Schaltplan R 15, 34, 39 und 52 (v.l.n.r.). Es sind Emitterwiderstände (Keramikausführung) der Leistungstransistoren gegen Masse (0 V), ihr Wert ist jeweils 1 Ohm, Belastbarkeit kenne ich nicht, mit großer Wahrscheinlichkeit mehr als 2 W.
Ein Kurzschluss ist äußerst unwahrscheinlich, ließe sich auch nur mit einem genauen Digitalmessgerät zweifelsfrei feststellen.
Die Basiswiderstände, ebenfalls gegen Masse, heißen R 22, 31, 43, 51, Wert jeweils 18 Ohm. Es ist also kein Wunder, dass dein Multimeter beim Durchgangstest anspricht.

2) Das lässt sich erst sagen, wenn die Transistoren ausgelötet sind. Anschluss-Schema ist aus der pdf zu entnehmen, auch der für deine Fragen relevante Schaltplanausschnitt liegt bei, der Stromlaufplan für LW und Verstärker einschl. Netzteil ist hier zu finden (für 7 Tage):
https://www.transferxl.com/de/download/08F4mfSmJwyYB
(Ist zu groß für die Anhänge dieses Forums.)

3) Im Schaltplan wird die BMF-1 durch eine separate Netztrafo-Wicklung versorgt und zusätzlich durch eine Sicherung (Si 8, 2 A träge) geschützt, am Gleichrichter GR 1 steht (decodiert) 40 V, 5 A.

   


Angehängte Dateien
.pdf   2N3055.pdf (Größe: 35.49 KB / Downloads: 9)
Grüße
Peter


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#19
Hallo Joni,

beim Prüfen von Transistoren bitte nicht den normalen Ohm-Bereich des Multimeters benutzen, sondern den Diodentest des Ohmbereichs. Eine Diode benötigt etwas mehr Spannung, um durchlässig zu werden. Ein Transistor besteht messtechnisch aus 2 Dioden, die mit ihren Anoden oder Kathoden verbunden sind. Die verbundenen Anschlüsse sind beim Transistor die Basis. Von dort musst du mit dem Multimeter im Diodentest nacheinander den Widerstand zu den beiden anderen Anschlüssen messen. In einer Polung des Multimeters sollte ein Widerstand von mehreren 100 Ohm zu messen sein, in der gegensätzlichen Polung ein unendlich hoher Widerstand. Zwischen den beiden freien Anschlüssen der Dioden darf nur ein unendlich hoher Widerstand bei beiden Polungen vorhanden sein. Mit Polung meine ich die beiden Messkabel des Multimeters.

MfG, Tobias

P.S. Mit dem Durchgangspieper kann man keine Bauteile messen !
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#20
Hallo Peter,

vielen Dank für die Reparaturanleitungen.
Ich habe mich bedient.

Mit den besten Grüßen
Manfred
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#21
Hallo Manfred,

(15.10.2024, 11:15)Magnettonmanni schrieb: Ich habe mich bedient.

Gut so.
Grüße
Peter


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(Konrad Adenauer)
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#22
Hallo,

ich war malwieder an der Maschine, hab die Platine nun größtenteils durchgemessen, grade alle Widerstände.

Hab die SI8 nochmal getauscht und die Maschine angemacht.
Siehe da, der capstan dreht.
Aber nach kurzer Zeit kam rauch aus der Kassette wo die Platine drin war. Also Maschine aus, Platine raus.

Siehe da, Transistor 2&4 sind total warm.
1&3 nicht.

Aber ich weiß nicht woher das kommt?

Viele Grüße
Joni
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

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#23
Hallo Joni,

ich hab die Maschine nicht, und auch keine Pläne dazu.
"Total warm" ist eine relative Aussage. Wie aus Peters Datenblatt zu erkennen ist, darf die Sperrschicht-Temperatur maximal 200°C werden, an der Oberfläche dürften dann 100°C nichts Ungewöhnliches sein.
Halbleiter sind im allgemeinen Nichtraucher, außer vielleicht noch Selen-Gleichrichter.
Wenn Rauch aufsteigt, wird irgend etwas anderes zu warm geworden sein, oder/und sich verabschiedet haben.
Wenn Du selbst reparieren willst, wirst Du um eine entsprechende Ausrüstung nicht herum kommen.

Um ohne Auslöten in der (spannungslosen) Schaltung mal was zu prüfen, benutze ich das hier:
ELV Bausatz Komponententester/ESR-Meter; ist allerdings ein Bausatz, Akkus und Netzteil braucht man auch noch.

Zum Prüfen von Bauteilen im ausgebauten Zustand ist so was recht hilfreich:
Multifunktionstester
Trotz des geringen Preises funktionieren die Teile tatsächlich überraschend gut. (Die gemessenen Werte stimmen bei mir nahezu mit einem kalibrierten Messgerät überein) Die Clipse sind allerdings von miserabler Qualität.

Beide Geräte bieten allerdings keine iO oder niO Anzeige, das muss man selbst interpretieren können

Grüße,

Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
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#24
Hallo allerseits,

neue Infos zur M15.
@Karl Danke für die tollen Links! Die Basics habe ich. Ich habe ein Multimeter, welches Spannung(AC & DC), Widerstand und Strom Messen kann. Außerdem hab ich noch eine Entlötstation, einen Lötkolben und einige Setzkästen, welche ich freundlicherweise geschenkt bekommen habe. Dabei war einiges an Inhalt. Ich habe selbst auch noch ein Sortiment mit Elkos, eins mit Sicherungen und eines mit Widerständen gekauft. Dazu hab ich noch ein paar Dioden auf Vorrat. Dazu halt noch entlötstation und Lötkolben. Einen Komponententester brauche ich allerdings noch.

Aber nun zu der M15. Ich habe die Maschine endlich am laufen. Ich habe alle Widerstände überprüft und auch die gelben Kondensatoren.
Also hatte ich als letzte Chance die vier großen Transistoren auszulöten und zu Messen und siehe da!
Einer ist kaputt. Die anderen hatten zwischen bestimmten Kontakten keine Verbindung. Bei dem kaputten ging der Strom in alle Richtungen durch.
Ich habe im selben Zug auch gefunden, was gequalmt hat. Es war eine Diode, welche unter dem Kaputten Transistor war.
Zum Glück, hatte ich aus den oben beschriebenen Setzkästen noch ein paar von genau diesen Transistoren!
Also Transistor und Diode getauscht und siehe da, sie läuft!!! Endlich!!!

Auf den ganzen Audioplatinen habe ich auch schon alle Elkos getauscht, bis auf die 50uF. Weil ich habe 22uf, 47uf und 100uf, aber 50uf sind mir bisher noch nicht untergekommen, da muss ich mal sehen, wo ich die herbekomme.

Das Problem ist auch noch, dass das Signal verzerrt ist. Wenn ich ein Band, welches auf einer anderen Maschine einwandfrei abspielt, auf die Maschine lege, kommt zwar die Musik vom Band und die Geschwindigkeit stimmt auch. Nur zerren tut es.

Soviel dazu, ich werde in den nächsten Tagen nochmal dazu schreiben, wenn es neue Infos gibt.

Viele Grüße!
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen 
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#25
50uF wirst Du nicht (mehr) finden, 47uF als Ersatz ist völlig korrekt. 
VG Jürgen
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#26
Hallo Jürgen,

danke für die Antwort, ist Erledigt und schon klingen die Kanäle auch beide gleich.
Soll ich die 500uf durch 470uf ersetzen?
Weil 470 habe ich einige, aber keine 500.

Viele Grüße
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen 
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#27
470µF als Ersatz für 500µF ist völlig in Ordnung.
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#28
Guten Abend in die Runde,

habe jetzt Zeit, einen langen Beitrag zu schreiben.
@Micha: Danke für die Info, die Kondensatoren sind getauscht. Nur die 250uf und 1uf sind noch drinnen. Letztere müsste ich noch haben, aber finde die aktuell nicht.
Kann ich die 250uf auch durch 220uf Tauschen? Von letzteren habe ich ein ganzes Fach...

Nun zu den restlichen Wehwehchen, die die M15 noch hat.

1. Das Zählwerk:
   
Hier ist das Problem, das es nichts macht. Der Riemen ist noch in Ordnung und das Werk an sich ist leichtgängig.
Ich habe mich also mal auf die Suche gemacht. Bei der M15(A) wird das Zählwerk(Welches übrigens sehr genau ist) durch die erste Rolle von Links gesehen angetrieben. Diese ist als einzige auch extra Gummiert. 
Unter der Rolle sitzt bei der M15 eine Glühbirne, welche durch eine Rotierende scheibe leuchtet. Darunter ist ein Sensor, welcher dann Impulse an das Zählwerk gibt(bei der M15A ist das anders gelöst). Diese Lampe leuchtet bei mir aber nicht mehr, ich denke mal, dass das der Fehler ist.
Weiß jemand, wo ich so eine Ersatzlampe herbekomme. Es müsste die gleiche sein, die auch unter der Anzeige für die Geschwindigkeit sitzt.

2. Das Stundenzählwerk:
   

Hier ist das Problem, dass der einfach nicht läuft. Der Zähler wird über 100V AC gespeist. Diese Spannung liegt auch an den beiden Kontakten an. Allerdings tut sich beim Zähler nichts, auch nach 20 Minuten Betrieb zuckt da nix. Sind die Kontakte vielleicht Verpolt oder ist der Zähler kaputt?

3. Die Audiokarten:
   

Die machen mich echt Verrückt, denn es sind nicht die gleichen für Kanal Eins und Zwei.
In den großartigen Unterlagen von Peter findet man für mache Platinen unterschiedliche Pläne. Aber nicht alle, für die Platinen welche ich habe.
Ich bin übrigens aktuell Primär an den Wiedergabeplatinen. Die Aufnahme werde ich bei dieser Maschine erstmal nicht benutzen.
Ein Beispiel zu den Platinen:
       
Hier sieht man zwei der vier Wiedergabeplatinen. Beide sollten die gleiche Funktion haben, sind aber unterschiedlich bestückt und haben andere Potis.
Und das ist an der Maschine nicht die einzige Stelle, überall wo die Potis verschiedene Farben haben ist dies der Fall!

4. Der Klang:
Den Verzerrten Kanal habe ich mittlerweile weg bekommen durch den Kondensator tausch.
Aber auf dem einen Kanal knistert es ein bisschen, wenn ich die Ausgangslautstärke voll hoch ziehe.
Außerdem gibt es einen kleinen Klangunterschied. Zum Verständnis, ich habe auf den 4 Wiedergabeplatinen mal alle Potis für 19cm/s voll aufgedreht, so das eigentlich ja das gleiche rauskommen müsste? Oder irre ich? Oder kann es an den Unterschiedlichen Platinen liegen?

Hier noch ein aktuelles Foto von der Maschine, oben ohne Big Grin
   


Ich muss schon sagen, dass das echt ein klasse Teil ist. Ich habe vorhin ein bisschen Musik gehört(nach dem Entmagnetisieren der Köpfe) und es macht echt total Spaß! Die M15 ist im gegensatz zum A Bruder auch nochmal ganz anders aufgebaut, was die Steckkarten angeht.

Ich bin zuversichtlich, dass das eine Richtig tolle Wiedergabe Maschine gibt.

Viele Grüße
Joni
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen 
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#29
Bei Elkos sind 10% zuviel oder zuwenig kein Problem, 20 meistens auch nicht. Es sollten halt einigermaßen neue sein und keine vor 30 Jahren ausgelötete...
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#30
die M15 ohne a ist eine Gute Maschine!

mit Trimmpotis alle eine Stellung das klappt nicht unbedingt, man sollte da schon mal ein Bezugsband auflegen und die Maschine einmessen 

Gruß Ulf

TF-Berlin
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#31
Guten Abend in die Runde,

ich habe heute die M15 mal richtig Sauber gemacht und innen den Staub weg und außen die Blende mal richtig geschruppt. Die sieht wieder richtig gut aus, als wären die letzten 40 Jahre nicht gewesen.
   

Jetzt ist nurnoch die Einmessung zu machen, die Lampe für den Zeitzähler zu machen und zuletzt noch der Betriebsstundenzähler. 
Ansonsten steht die alte Dame Wunderbar da. Alle Elkos(Bis auf die 4 großen im Netzteil und die Werten unter 1uf) sind getauscht.

Ich werde jetzt mal entsprechende Tuchelkabel Löten, da ich ein zweites Set brauche, da ich die aktuellen meiner M15A geklaut habe.

Viele Grüße!
Am liebsten an Revox/Studer Geräten und an der M15.

Aktuell in der Klausurenphase, kann deshalb leider nicht so oft vorbeischauen 
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