08.11.2023, 18:14
Die Wiedergabe mit doppelter oder vierfacher Geschwindigkeit ist ein wiederkehrendes Thema, das ich zumindest nicht uninteressant finde. Die üblichen, berechtigten Zweifel sind ja bereits zum Ausdruck gebracht
- also kann ich hier auch ein wenig Theorie betreiben:
Wenn die Aufnahme mit 4.76 cm/s und den später genormten 120 + 3180 µs erfolgt ist, und man sie später doppelt so schnell mit den dann wahrscheinlich wirksamen 90 + 3180 µs abspielt und danach die Geschwindigkeit halbiert, ergibt sich die gezeigte Frequenzgang-Differenz. (Wenn ich nicht falschrum gedacht habe, dann zeigt der Plot die Abweichung vom Ideal, nicht die nötige Korrektur). Die zweite Linie zeigt das gleiche für vierfache Geschwindigkeit und 50 + 3180 µs.
Aber: Mit welcher Entzerrung wurde denn die Sprachaufnahme überhaupt vorgenommen? Ich meine, das waren früher auch gerne mal 200 µs bei 4.76 cm/s, ohne Bass-Anhebung? Das sähe dann im Prinzip so aus:
Die nötigen Korrekturen sind also nicht verschwindend klein, aber immernoch in einem Bereich, wo man sie durchaus auch einfach ignorieren könnte. Effekte durch Eigenschaften der verwendeten Mikros, Abstand der Sprecher zum Mikro, (Fehl-)Einmessung des Bandgeräts bei der Aufnahme etc. sind in der gleichen Größenordnung, wenn nicht größer.
Praktisch kommst Du vermutlich am besten ans Ziel, wenn Du die schnell digitalisierte Aufnahme dann nach Gehör zurechtbiegst. Dabei kann man ja mit einer Korrektur anfangen, die dem Verlauf oben (invertiert) ähnlich sieht, also die Bässe etwas absenkt.
Irgendwann probiere ich das mal systematisch mit Testsignalen und Musik aus - bis dahin bleibt es eine theoretische Spielerei
Viele Grüße
Andreas
- also kann ich hier auch ein wenig Theorie betreiben:Wenn die Aufnahme mit 4.76 cm/s und den später genormten 120 + 3180 µs erfolgt ist, und man sie später doppelt so schnell mit den dann wahrscheinlich wirksamen 90 + 3180 µs abspielt und danach die Geschwindigkeit halbiert, ergibt sich die gezeigte Frequenzgang-Differenz. (Wenn ich nicht falschrum gedacht habe, dann zeigt der Plot die Abweichung vom Ideal, nicht die nötige Korrektur). Die zweite Linie zeigt das gleiche für vierfache Geschwindigkeit und 50 + 3180 µs.
Aber: Mit welcher Entzerrung wurde denn die Sprachaufnahme überhaupt vorgenommen? Ich meine, das waren früher auch gerne mal 200 µs bei 4.76 cm/s, ohne Bass-Anhebung? Das sähe dann im Prinzip so aus:
Die nötigen Korrekturen sind also nicht verschwindend klein, aber immernoch in einem Bereich, wo man sie durchaus auch einfach ignorieren könnte. Effekte durch Eigenschaften der verwendeten Mikros, Abstand der Sprecher zum Mikro, (Fehl-)Einmessung des Bandgeräts bei der Aufnahme etc. sind in der gleichen Größenordnung, wenn nicht größer.
Praktisch kommst Du vermutlich am besten ans Ziel, wenn Du die schnell digitalisierte Aufnahme dann nach Gehör zurechtbiegst. Dabei kann man ja mit einer Korrektur anfangen, die dem Verlauf oben (invertiert) ähnlich sieht, also die Bässe etwas absenkt.
Irgendwann probiere ich das mal systematisch mit Testsignalen und Musik aus - bis dahin bleibt es eine theoretische Spielerei

Viele Grüße
Andreas
