21.01.2026, 21:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.01.2026, 21:47 von RalfR.)
(21.01.2026, 20:28)William schrieb: Peter, stammen Schaltung und Graphik aus dem kleinen grünen Heft, das Siemens Anfang der 70er herausgegeben hat und dessen Schaltungsvorschläge die Firma Grigelat dann recht geschickt in kombinierbaren Bausteinen nebst zueinander passenden Gehäuse-Bausätzen vermarktet hat?
Daraus hat FG-elektronik aber auch kein Geheimnis gemacht, deren 60W Verstärker, oder besser, einer von denen, wurde immer als Siemens Schaltung propagiert.
Dieses grüne Siemens-Buch hatte ich auch mal, ist leider verschütt gegangen.
Den Vorverstärkereinschub mit den vier Programmwahltasten von FG-elektronik hätten sie aber besser modifiziert. Ich habe den selbst aufgebaut und der TA-Eingang glänzt nicht durch Rauschfreiheit. Die angegebenen Transistoren waren wohl nicht ideal, William hat ja selber wohl auch modifiziert.
Die späteren Vorverstärkerplatinen zum Stecken waren weitaus besser.
Leider haben die nichts mehr, ich hatte vor Jahren mal angefragt, aber Unterlagen aus dem NF-Bereich existieren angeblich nicht mehr.
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Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
Danke schön! Ich hatte mir damals 1977 alles selber zusammengebaut und die Einzelteile und Platinen "roh" bei denen gekauft und die Halbleiter etc. selbst gekauft. Den Görler Tuner auch. Nur als Verstärker hatte ich dann zwei Bausätze von Völkner eingebaut.
Beim ersten Einschalten war ich dann schon etwas über das Rauschen des Phono Vorverstärkers erstaunt. Eingebaut alles in die schicken Nirosta Zargen, die waren damals schon nicht billig. Blöderweise ist bei denen die vordere Leiste mit Sekundenkleber befestigt, ansonsten war ja alles ziemlich stabil.
Ich habe von denen noch die Lichtorgel, das Kassettendeck und eine Zeitschaltuhr, die ich aber nicht bedienen kann, weil der Vorbesitzer die Beschriftung entfernt hat und nirgens eine Anleitung zu bekommen ist. Kurz vor dem Ende der NF-Zeit konnte ich noch einiges an Restposten bei denen kaufen, den Mischpulteinschub und selektierte Stereo Preh-Potis mit exzellentem Gleichlauf.
Ich schweife vom Thema ab...
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Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
Bei vielen Geräten ist, für die Benutzer meist unbemerkt, bereits eine "gehöhrrichtige Lautstärkeregelung" am Lautstärkeregler eingebaut.
Bestehend aus einer Kombination verschiedener RC Glieder und abhängig vom Drehwinkel. Oft in mehreren Stufen.
(22.01.2026, 09:09)luedre schrieb: Bei vielen Geräten ist, für die Benutzer meist unbemerkt, bereits eine "gehöhrrichtige Lautstärkeregelung" am Lautstärkeregler eingebaut.
Bestehend aus einer Kombination verschiedener RC Glieder und abhängig vom Drehwinkel. Oft in mehreren Stufen.
Das ist jetzt aber nun wirklich keine neue Erkenntnis.
Solche Geräte, bei denen man Loudness nicht abschalten kann, wurden hier ja Eingangs schon intensiv diskutiert...
22.01.2026, 10:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.01.2026, 10:29 von eudatux23.)
Hier mal mein Senf dazu:
Loudness ist sinnvoll, richtig und wichtig. Man will die Lautstärke ja gehörrichtig regeln. Wenn das aus ist, klingts einfach falsch, weil dann Lautstärke und EQ nicht so recht zueinander passen. Viele Verstärker haben das auch standardmäßig an ohne Schalter, weil es eigentlich keinen wirklichen Fall gibt, wo man das ausschalten will. Wenn man mal so überlegt, hat selbst jedes Röhrenradio damals schon Loudness gehabt, gehörrichtige Regelung war bereits da eigentlich Standard.
22.01.2026, 10:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.01.2026, 11:12 von janbunke.)
(22.01.2026, 10:26)eudatux23 schrieb: Loudness ist sinnvoll, richtig und wichtig. Man will die Lautstärke ja gehörrichtig regeln. Wenn das aus ist, klingts einfach falsch, weil dann Lautstärke und EQ nicht so recht zueinander passen. Viele Verstärker haben das auch standardmäßig an ohne Schalter, weil es eigentlich keinen wirklichen Fall gibt, wo man das ausschalten will.
Schöne Grüße
Alexander
Dann frage ich mich ernsthaft, warum die meisten besseren (Vor)Verstärker keine Loudness Funktion besitzen. Schon gar nicht "nicht abschaltbar".
Weder mein Onkyo P-3060R, noch mein Yamaha C-4 haben sowas. Also für dich dann wohl unnütze Schrottgeräte.
Für mich gibt es keinen wirklichen Fall, wo ich Loudness benötige!
So unterschiedlicher Meinung kann man sein. Jeder wie es ihm beliebt.
Man sollte das dann aber auch so kundtun, ohne pauschal von sich auf andere zu schließen.
"Loudness ist für mich sinnvoll, richtig und wichtig" und "weil es eigentlich keinen wirklichen Fall gibt, wo man ich das ausschalten will"
könntest du ja stattdessen schreiben.
(22.01.2026, 10:44)janbunke schrieb: Dann frage ich mich ernsthaft, warum die meisten besseren (Vor)Verstärker keine Loudness Funktion besitzen. Schon gar nicht "nicht abschaltbar".
Weder mein Onkyo P-3060R, noch mein Yamaha C-4 haben sowas. Also für dich dann wohl unnütze Schrottgeräte.
Hallo Jan,
ich habe mir jetzt zumindest für den Onkyo mal kurz den Spaß gemacht und ihn gegoogled. Im Hifi-Wiki findet sich der offizielle Werbeprospekt. Schau mal, was unter "Weitere Besonderheiten" direkt als erstes Feature genannt wird:
Ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Das ist eine Standardfunktion bei wirklich so gut wie jedem Gerät und halt bei manchen nicht abschaltbar. Die Abschaltbarkeit ist dann die Besonderheit, die man, sofern man das denn will, bei manchen Geräten rein machen kann. Mein RFT-Verstärker hat auch so einen "Linear"-Knopf der Loudness ausschaltet, den habe ich noch nie gedrückt.
Die Idee hinter Loudness ist ja auch einfach nur, dass sich das Höhen-Mitten-Tiefen-Verhältnis unabhängig von der Lautstärke verhält und man das bei den geringen Lautstärken entsprechend ausgleicht. Von daher verstehe ich nicht so ganz, wo das Problem ist. Ohne Loudness muss man bei jeder Lautstärke-Änderung auch seinen EQ nachregeln, weil der dann nicht mehr passt..
Jetzt, wo Ihr das ansprecht, hab' ich festgestellt, dass mein aktueller Verstärker YAMAHA RX-V730
gar keine Loudness-Taste mehr besitzt. Nur je einen Bass- und Treble-Regler.
Dafür hat er diverse vorgegebene Einstellungen, mit denen ich wiederum gar nix anfangen kann.
Da war mir der Loudness-Regler meines alten Akai Receivers nützlicher.
Aber für mich ist da immer die Soundquelle ausschlaggebend.
Manche kamen mit Loudness besser, andere eher weniger.
Ist doch auch wieder ein "Ansichts-, Geschmacks-, Hörerlebnis-Fall".
Ich habe einen Bekannten, bei dem mussten die Bass- und Höhenregler immer auf Null stehen!
Alles andere hat er nicht akzeptiert!
Ich mag gerne leichten Bass-Überschuss, was aber auch wieder von der Musik abhängig ist!
22.01.2026, 19:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.01.2026, 14:25 von cisumgolana.)
Hallo!
Meine aktuell benutzen Vollverstärker haben weder "loudness-" noch "hoch/tief"-Tasten.
Gelegentlich ist mein BRAUN CSV13 in Betrieb. Der hat...
Gruß
Wolfgang
NACHTRAG:
Ich habe mit dem deutschen Vertrieb Kontakt aufgenommen,
um zu klären, ob eine loudness-Funktion in der Schaltung
"eingearbeitet" wurde.
Nach Rücksprache mit der Technikabteilung wurdemeine Frage
mit "Nein" beantwortet...
22.01.2026, 19:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.01.2026, 19:44 von capstan.)
Der Schwachpunkt an der physiologischen Lautstärkestellung ist ihre gebundene Abhängigkeit rein vom Drehwinkel des Lautstärkestellers.
Ideal wäre eine Abhängigkeit von der tatsächlichen Lautstärke, aber wie soll das gehen, wenn jeder sein eigenes Equipment selbst bestimmt.
Bis auf die raumakustischen Einflüsse, käme eine von einer Markenfirma hergestellte und abgestimmte Komplettanlage dem Grundgedanken hier wohl am nächsten.
"Das ist jetzt aber nun wirklich keine neue Erkenntnis. Big Grin
Solche Geräte, bei denen man Loudness nicht abschalten kann, wurden hier ja Eingangs schon intensiv diskutiert... "
Ja sorry, hatte nur kurz "durchgeblättert".
Hab es jetzt gelesen.
22.01.2026, 21:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.01.2026, 21:07 von RalfR.
Bearbeitungsgrund: Infos hinzu
)
(22.01.2026, 19:42)capstan schrieb: Der Schwachpunkt an der physiologischen Lautstärkestellung ist ihre gebundene Abhängigkeit rein vom Drehwinkel des Lautstärkestellers.
Das stimmt. Hier gibt es eine alternative Schaltung (etwas nach unten rollen "Schaltung für Lautstärke-Kontur mit Standard-Poti")
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Servo-Sound Mixer 2002 + 2003, SP 70, 4 x SL 20, 2 x SL 60/D
22.01.2026, 23:07 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.01.2026, 23:24 von mincom.)
Beim derzeitigen HiFi-Minimalkonzept in meinem Wohnzimmer bin ich der Problematik enthoben: Meine A700 arbeitet direkt auf zwei Siemens-Endstufen (über den PA-out-DIN-) Anschluß der A700. Eine loudness gibt es im Ausgangsverstärkerzug der A700 nicht. Ich vermisse klanglich keine loudness, zumal ich an dem Klangregler der A700 ja jederzeit herumspielen könnte. Ist vielleicht eine Frage der Gewöhnung, sicherlich aber auch eine nicht sinnvoll diskutierbare Geschmacksfrage.
Aus einem anderen Grund ist die loudness-Schaltung fragwürdig: sie müßte zumindest bei Kopfhörerwiedergabe zwangsweise vom Verstärker per se abgeschaltet werden, denn Kopfhörerwiedergabe erfolgt grundsätzlich ja bei Lautstärken, bei denen eine (gehörphysiologisch zu rechtfertigende) Frequenzgangkorrektur bei "niedrigen Lautstärken" keinen Sinn mehr ergäbe bzw. eine Verfärbung des Klangbildes verursachen würde. Kopfhörerwiedergabe erfolgt ja meist immer bei höheren Lautstärken!
Etwas anderes mag es sein, wenn man auch bei hoher Lautstärke ein "schmackiges Klangbild" haben wollte. Aus früheren Gerätetests (u.a. HiFi-Stereophonie) ist aber bekannt, dass die Auslegung der loudness bei Verstärkern selten korrekt ausgelegt war. Sie setzte zu höheren Signalpegeln hin allzu oft viel zu spät aus.
Daß man das heute nicht mehr findet, ist eine Frage der technischen Vereinfachung, welcher Hersteller würde heute noch Lautstärkepotis mit zwei oder mehr Anzapfungen der Kohlebahn verbauen? Im Digitalzeitalter kann man da freilich anders tricksen... .
Heutige Abmischungen sind eher "schmackig" angelegt und im Sinne des HiFi-Grundgedankens sowieso nichtlinear -zumindest solange, wie es sich um Pop- oder "Effektmusik" handelt. Da braucht es eigentlich keine loudness-Korrektur mehr. Über Kopfhörer hört heute auch niemand mehr Radiomusik; wer das in jüngster Zeit mal versucht hat, gewinnt doch eher den Eindruck, als würden einem die Ohren nach innen geklappt. Wenn man sich die Signalprozessor-Racks der Sender anschaut, dann weiß man, dass Radioempfang kein HiFi mehr ist bzw. sein kann (Optimod usw.).
Ich würde anstelle einer loudness-Schaltung dann eher zu einem parametrischen Equalizer greifen, um die Raumakustik oder ggf. die Unzulänglichkeiten des eigenen Gehörs auszugleichen. Im Sinne der Eingangsfrage des TE lautet meine Antwort: loudness nein!
(22.01.2026, 19:42)capstan schrieb: Der Schwachpunkt an der physiologischen Lautstärkestellung ist ihre gebundene Abhängigkeit rein vom Drehwinkel des Lautstärkestellers.
Ideal wäre eine Abhängigkeit von der tatsächlichen Lautstärke, aber wie soll das gehen, wenn jeder sein eigenes Equipment selbst bestimmt.
Bis auf die raumakustischen Einflüsse, käme eine von einer Markenfirma hergestellte und abgestimmte Komplettanlage dem Grundgedanken hier wohl am nächsten.
Gruß, Bernd
Das ist wahrscheinlich die Hauptursache für das unterschiedliche Empfinden der Loudness-Einstellung. Bei den Röhren-Radios war das noch einfacher, da war zumindest das Equipment fest definiert. Deshalb wird vermutlich auch der Klang dieser Geräte so gut empfunden, weil das einigermaßen optimal abgestimmt war.
Einmessen; passt. Ohne Equalizer, ohne Loudness.
Das ist dann die erwähnte abgestimmte Komplettanlage; die raumakustischen Einflüsse sind auch mit berücksichtigt.
Gruß,
Karl
Meine bevorzugten Zitate:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum" (Mehrere mögliche Quellen, unbekannt)
"Wenn man sein Gewicht halten will, dann muss man auch 'mal essen können, wann man keinen Hunger hat" (unbekannt)
23.01.2026, 13:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.01.2026, 13:32 von janbunke.)
(22.01.2026, 15:16)eudatux23 schrieb:
(22.01.2026, 10:44)janbunke schrieb: Dann frage ich mich ernsthaft, warum die meisten besseren (Vor)Verstärker keine Loudness Funktion besitzen. Schon gar nicht "nicht abschaltbar".
Weder mein Onkyo P-3060R, noch mein Yamaha C-4 haben sowas. Also für dich dann wohl unnütze Schrottgeräte.
Hallo Jan,
ich habe mir jetzt zumindest für den Onkyo mal kurz den Spaß gemacht und ihn gegoogled. Im Hifi-Wiki findet sich der offizielle Werbeprospekt. Schau mal, was unter "Weitere Besonderheiten" direkt als erstes Feature genannt wird:
Ich habe mir mal den Schaltplan des Onkyo P3060 angeschaut.
Das ist in der Tat eine Besonderheit, die ich so noch nie gesehen habe.
Eine von der Stellung des Lautstärkereglers zusätzlich abhängige Klangregelung, die nur dann greift, wenn man den Bass- oder Höhenregler nicht in der Mitte stehen hat.
Ich muß zugeben, das war mir bislang überhaupt nicht bewußt, da ich beide Regler immer auf Mitte stelle.
Trotzdem interessant zu wissen.
Mein Yamaha C-4 hat aber definitv keine solche Anpassung der Klangregelung und auch kein Loudness. Das dürfte auch auf die meisten Vorverstärker dieser Preisklasse zutreffen.
Hier ein Blockschaltbild aus der Bedienungsanleitung des Onkyo.
mit der Erkenntnis, dass es wohl doch bei vielen Geräten "versteckte" Klangregelungen gibt, bin ich nun doch verunsichert.
Wir hören im Wohnzimmer über Boxen von Audio Physik, den Virgo III und einem Verstärker von Lindemann, dem AMP 4.99
Als Zuspieler benutzen wir als CD-Player den Arkam CR90 und einen Netzwerkplayer Denon DNP-730AE.
Meine Mixtapes von einer Revox B77 übertrage ich über das Netzwerk auf den Denon, der dann an den Lindemann überträgt.
Die Bänder sind allerdings so bearbeitet, dass eben eine Klangregelung im Wohnzimmer nicht notwendig ist.
Bei allen Geräten gibt es weder Balance noch Klangregler, nur die Lautstärke kann verändert werden.
Um die Pegel etwas anzupassen verwende ich dB-Dämpfer direkt an den Eingängen des Lindemann.
Die Dinger sind fest eingestellt; sie sind nur für den TV-Eingang
Ich kann von unter Zimmerlautstärke bis sehr laut die Anlage fahren, ohne am Klang etwas machen zu müssen.
Im Gegenteil; ich war/bin glücklich, dass der Kram offensichtlich so gut funktioniert.......
Es funktioniert Hintergrundberieselung - richtiges Hören und auch Party-Betrieb.
Als ich das Zeugs vor etlichen Jahren von einem nun nicht mehr existierenden Fachhändler gekauft habe, wurde das auch besprochen.
Ich wollte eine neutrale Anlage ohne Klangregelung und Loudness.
Es sollte so zu hören sein, wie es von einer CD oder Platte kommt.
Dazu wurden im Geschäft verschiedene Komponenten gehört.
Zu einem guten Plattenspieler ist es jedoch nicht mehr gekommen.
Nun meine Frage:
Hat denn der Lindemann AMP 4.99 ebenfalls eine "versteckte Klangregelung"???
Ich selbst kann das aus fachlichen Gründen nicht selbst überprüfen, leider.
Natürlich werde ich keinen Aufriss machen, wenn es doch anders sein sollte.
Kann ich auch gar nicht; den Händler gibt es nicht mehr.
Aber ich wäre dann doch auf so Marketinggeschwurbele reingefallen.
Grüße von der Ostseeküste: Erhard
---<alles was hier von mir gelesen werden kann, habe ich selbst verfasst, ausnahmslos>---
(27.01.2026, 20:07)zinker schrieb: Hallo Puristen und solche die es nicht sind ;-)
mit der Erkenntnis, dass es wohl doch bei vielen Geräten "versteckte" Klangregelungen gibt, bin ich nun doch verunsichert.
Wir hören im Wohnzimmer über Boxen von Audio Physik, den Virgo III und einem Verstärker von Lindemann, dem AMP 4.99
Als Zuspieler benutzen wir als CD-Player den Arkam CR90 und einen Netzwerkplayer Denon DNP-730AE.
Meine Mixtapes von einer Revox B77 übertrage ich über das Netzwerk auf den Denon, der dann an den Lindemann überträgt.
Die Bänder sind allerdings so bearbeitet, dass eben eine Klangregelung im Wohnzimmer nicht notwendig ist.
Bei allen Geräten gibt es weder Balance noch Klangregler, nur die Lautstärke kann verändert werden.
Um die Pegel etwas anzupassen verwende ich dB-Dämpfer direkt an den Eingängen des Lindemann.
Die Dinger sind fest eingestellt; sie sind nur für den TV-Eingang
Ich kann von unter Zimmerlautstärke bis sehr laut die Anlage fahren, ohne am Klang etwas machen zu müssen.
Im Gegenteil; ich war/bin glücklich, dass der Kram offensichtlich so gut funktioniert.......
Es funktioniert Hintergrundberieselung - richtiges Hören und auch Party-Betrieb.
Als ich das Zeugs vor etlichen Jahren von einem nun nicht mehr existierenden Fachhändler gekauft habe, wurde das auch besprochen.
Ich wollte eine neutrale Anlage ohne Klangregelung und Loudness.
Es sollte so zu hören sein, wie es von einer CD oder Platte kommt.
Dazu wurden im Geschäft verschiedene Komponenten gehört.
Zu einem guten Plattenspieler ist es jedoch nicht mehr gekommen.
Nun meine Frage:
Hat denn der Lindemann AMP 4.99 ebenfalls eine "versteckte Klangregelung"???
Ich selbst kann das aus fachlichen Gründen nicht selbst überprüfen, leider.
Natürlich werde ich keinen Aufriss machen, wenn es doch anders sein sollte.
Kann ich auch gar nicht; den Händler gibt es nicht mehr.
Aber ich wäre dann doch auf so Marketinggeschwurbele reingefallen.
Grüße von der Ostseeküste: Erhard
Hallo Erhard,
ich kenne dein Gerät nicht näher, aber wenn es noch nichtmal Klangregler besitzt, dann wird da auch keine versteckte Loudnessfunktion vorhanden sein.
Bei dem besprochenen Onkyo ist das eine ziemliche Besonderheit, die ich so woanders noch nie gesehen habe.
Wenn man die Klangregler auf Mitte stellt, dann ist alles Linear und es wird keine Anpassung des Frequenzganges vorgenommen, egal wie der Lautstärkeregler steht.
(27.01.2026, 20:07)zinker schrieb: Ich kann von unter Zimmerlautstärke bis sehr laut die Anlage fahren, ohne am Klang etwas machen zu müssen.
Im Gegenteil; ich war/bin glücklich, dass der Kram offensichtlich so gut funktioniert.......
Es funktioniert Hintergrundberieselung - richtiges Hören und auch Party-Betrieb.
Genau DAFÜR ist die Loudness-Schaltung bei Verstärkern ja da und ich denke, dass er dann wohl so eine Regelung hat. Wäre ja auch absurd, wenn Geräte ohne solch eine Basis-Funktion ausgeliefert würden, das haben selbst die günstigsten Geräte gehabt. Es ist eher ungewöhnlich, dass es da eine Taste zum Ausschalten gibt, aber manche Geräte haben die ja. Ganz ohne Klangregelung gibt es meines Wissens nach seit über 60 Jahren keine neuen Verstärker mehr, höchstens halt mit abschaltbarer für die absoluten Puristen.
28.01.2026, 11:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 11:52 von janbunke.)
(28.01.2026, 10:49)eudatux23 schrieb: Ganz ohne Klangregelung gibt es meines Wissens nach seit über 60 Jahren keine neuen Verstärker mehr, höchstens halt mit abschaltbarer für die absoluten Puristen.
???
Aber jede Menge gibt es davon, vor allem im High-End Bereich...
Google mal z.B. nach Accuphase.
(28.01.2026, 10:49)eudatux23 schrieb: Es ist eher ungewöhnlich, dass es da eine Taste zum Ausschalten gibt, aber manche Geräte haben die ja.
Ich würde mal eher behaupten, daß bei den meisten Verstärkern, die eine Loudness Funktion besitzen, diese dort auch abschaltbar ist.
Ungewöhnlich ist das ganz sicher nicht. Einen "Loudness" Schalter findet man doch an sehr vielen Verstärkern.
Bei den von mir am Anfang erwähnten Braun Geräten A501 und Regie 450S ist es allerdings tatsächlich leider nicht abschaltbar.
28.01.2026, 17:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 17:24 von Gyrator.)
(28.01.2026, 11:11)janbunke schrieb: ....... Einen "Loudness" Schalter findet man doch an sehr vielen Verstärkern.
Bei den von mir am Anfang erwähnten Braun Geräten A501 und Regie 450S ist es allerdings tatsächlich leider nicht abschaltbar.
Schau Dir einmal die Bedienungsanleitung des A501 von Braun an, da kannst Du nachlesen wie die Loudness-Funktion (lineare Lautstärke) aktiviert wird!
Thomas
PS: Läßt sich auch über den Schaltplan erkennen, dass es so funktioniert.
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
28.01.2026, 17:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 17:38 von janbunke.)
(28.01.2026, 17:23)Gyrator schrieb:
(28.01.2026, 11:11)janbunke schrieb: ....... Einen "Loudness" Schalter findet man doch an sehr vielen Verstärkern.
Bei den von mir am Anfang erwähnten Braun Geräten A501 und Regie 450S ist es allerdings tatsächlich leider nicht abschaltbar.
Schau Dir einmal die Bedienungsanleitung des A501 von Braun an, da kannst Du nachlesen wie die Loudness-Funktion (lineare Lautstärke) aktiviert wird!
Thomas
PS: Läßt sich auch über den Schaltplan erkennen, dass es so funktioniert.
Übrigens funktioniert das bei meinem Braun CSV 500 genauso, nur daß dieser zusätzlich noch die Möglichkeit bietet, per Schalter die Loudness komplett abzuschalten.
Genau so finde ich das prima.
28.01.2026, 17:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 17:41 von Gyrator.)
..okay..bei gewollt leiser Berieselung ist dass mit der Einstellung schwer dosierbar, dass ist wohl richtig. Zugute halten sollte man dem Braun jedoch, dass der Loudnesseffekt hier grundsätzlich recht zurückhaltend ist, so dass sich der Klangeindruck bei leisen Lautstärken, wie ich finde, gut anhört. Das ist bei den Geräten der älteren Generation oft nicht so.
Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
(28.01.2026, 10:49)eudatux23 schrieb: Ganz ohne Klangregelung gibt es meines Wissens nach seit über 60 Jahren keine neuen Verstärker mehr, höchstens halt mit abschaltbarer für die absoluten Puristen.
???
Aber jede Menge gibt es davon, vor allem im High-End Bereich...
Google mal z.B. nach Accuphase.
Jetzt mal die rosarote Audiophilenbrille abgenommen: Also ich finde das schon skurril, dass etwas als Highend gilt, wenn Grundfunktionen fehlen. Wenn man die Klangregelung wegläßt, klingen Transistorverstärker ja ohnehin alle gleich. Die Technik ist seit Jahrzehnten perfektioniert und neutrale Verstärkung kriegen seit spätestens den 70ern alle Verstärkerhersteller hin. Selbst der Unterschied zwischen Röhren- und Transistorverstärkern ist deutlich geringer, als sich viele immer einreden. Und ja, ich habe mit meinen zwei Geloso G1020A da durchaus einen Vergleich zwischen Transistor- und Röhrenverstärkern vor mir. Von daher verstehe ich nicht, wo sich diese "Highend"-Teile dann von anderen Transistorverstärkern unterscheiden wollen. Ich wette, in einem Blindtest hört man bei neutral eingestellten EQ keinerlei Unterschied zwischen einem Billig- und Highend-Verstärker raus, das ist inetwa so "wichtig" wie von manchen eingebildeter Kabelklang.
Ohne Loudness-Funktion hat man dann leider so einige Nachteile, weil Lautstärke und Frequenzgang ja eben NICHT linear sind bzw für einen gleichbleibenden Klangeindruck unabhängig von der Lautstärke ja auch gar nicht sein sollen. Ich habe gestern aus Spaß mal den "Linear"-Knopf meines RFT SV3930 gedrückt. Heftig, wie da gerade bei niedrigen Lautstärken der ganze Sound zusammenfällt und langweilig wird. Den lasse ich schön aus, dann klingt es bei jeder Lautstärke gut. Mir würde da die Lust fehlen, bei Lautstärke-Änderungen auch den EQ zu ändern. Und ja, ich benutze auch den EQ, aber ob man den benutzt ist natürlich Geschmackssache und hängt auch von Musikgenres und Boxen ab. Ich will zum Beispiel bei Hiphop, Italo Disco und Hands Up deutlich mehr Bass haben, als bei ruhigeren Genres.
Ich finde es absolut ok, wenn ein Verstärker für Puristen die Funktion bietet, Loudness abzuschalten. Einen Verstärker ohne diese Grundfunktion rauszubringen, finde ich hingegen absolut absurd, das ergibt keinen Sinn. Unter "High End" würde ich mir eher etwas mit interessanten Features vorstellen, als ein Bare Bones-Gerät, was außer der reinen Verstärkung nichts gebacken bekommt.
Aber jeder wie er will, ich finde das ganze Thema nur skurril. Ich habe noch nie erlebt, dass Leute das als Vorteil sehen, wenn Geräte eine Funktion NICHT bieten. Solang eine Funktion optional ist, ist das doch wunderbar.
28.01.2026, 18:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 19:24 von Spitzenwitz.)
(28.01.2026, 18:12)eudatux23 schrieb: Ich wette, in einem Blindtest hört man bei neutral eingestellten EQ keinerlei Unterschied zwischen einem Billig- und Highend-Verstärker raus, das ist inetwa so "wichtig" wie von manchen eingebildeter Kabelklang.
Der Ansatz ist ja vollkommen korrekt.
Verstärkerklang sollte es nicht geben, es gibt ihn aber, auch wenn die Unterschiede innerhalb einer Klasse nicht exorbitant sind.
Würden alle Verstärker gleich klingen, wäre die Modellvielfalt über die Jahre ziemlich unsinnig. Einen Verstärker zu konstruieren, der das Signal verstärkt ohne es in irgendeiner Weise zu beeinflussen ist eine hohe Kunst. Das kann der 80er Jahre Sharp Plastikverstärker nicht, das kann auch der 70er Jahre Receiver-Bolide nicht.
Die ausreichend dimensionierte Stromversorgung für alle Dynamikspitzen ist ein sehr wichtiger Punkt, der das Hörvergnügen wirklich beeinflusst. Nicht umsonst setzt Naim so sehr auf potente Netzteile.
Wir befinden uns im analogen Bereich mit unterschiedlichen verbauten Komponenten aller Qualitätsstufen, verschiedenen Phono-Sektionen, diskretem Aufbau oder STK Hybrid. Geht das Signal durch 245234512362 Schalter und Regler oder auf direktem Wege zum Ziel? Sind Werte wie Fremdspannungsabstand, Dämpfungs- oder Klirrfaktor zwischen den Preisklassen der Geräte immer gleich? Sicherlich nicht....
Ich vermisse bei mir nichts, wenn ich sehr leise höre. Wenn ich bei einem Verstärker die Loudness einschalte klingt es für mich unnatürlich und überzogen. Bei mir braucht ein Verstärker einen Ein- und Ausschalter, einen Quellenwahlschalter und einen Lautstärkeregler, mehr nicht. Tastenmonster haben keinerlei Daseinsberechtigung.
Grundsätzlich ist es keine Schande mit eingeschalteter Loudness und aufgedrehten Bass-/Höhenreglern zu hören, das möchte ich nicht verurteilen. Wichtig ist, dass es so klingt, wie man es selber haben möchte.
Bei mir hat sowohl das Eine als auch das Andere seine Daseinsberechtigung, es kommt immer darauf an, was man hört und zu welchem Zweck. Beim bewußten Musikhören, wo mir eine möglichst authentische Wiedergabe wichtig ist, dann auch in der Regel etwas lauter bzw. über Kopfhörer, schalte ich Loudness ab ("Linear" heißt das Knöpfchen bei mir, das allerdings nicht auf die Klangsteller wirkt) und drehe die Klangsteller auf Mitte.
Bei Hintergrundbeschallung vom alltäglichen Dudelrundfunk ist die Loudness hingegen an, das Klangbild wirkt so subjektiv stimmiger, insbesondere bei der dabei geringeren Lautstärke. Bei Feiern ist dann alles an, Loudness und Klangsteller auf Maximum, Musik mit Wumms macht halt mehr Stimmung.
Ich bin daher auch der Meinung, ein Verstärker bzw. Receiver sollte beides bieten. Was gar nicht geht, ist eine nicht abschaltbare Loudness, die dann auch noch völlig überzogen wirkt, so wie das beispielsweise bei einigen alten Henkelmännern speziell von Grundig zu finden ist, da ist es dann manchmal noch zu viel, selbst wenn man die Tiefen ganz zurückdreht, so daß insbesondere bei baßstark aufgenommenen Cassetten schon bei mäßger Lautstärke bei Batteriebetrieb Endstufe und/oder Lautsprecher überfordert sind.
Ein Sonderfall sind die alten Röhrenradios, hier ist der Frequenzgang des Audioverstärkers und auch die Loudness auf die internen Lautsprecher und deren Einbausituation, sowie die Pegelverhältnisse im Gerät recht genau abgestimmt, was eine (subjektiv) gute Wiedergabe bei jeder Lautstärke (im Rahmen der verfügbaren Leistung) sichert. Die sogenannten "Klangregister", die man da manchmal noch findet, sind allerdings verzichtbar, allenfalls die Sprachtaste kann bei einer etwas dröhnigen Sprecherstimme manchmal nützlich sein.
(22.01.2026, 19:42)capstan schrieb: Der Schwachpunkt an der physiologischen Lautstärkestellung ist ihre gebundene Abhängigkeit rein vom Drehwinkel des Lautstärkestellers.
Ideal wäre eine Abhängigkeit von der tatsächlichen Lautstärke, aber wie soll das gehen, wenn jeder sein eigenes Equipment selbst bestimmt.
Bis auf die raumakustischen Einflüsse, käme eine von einer Markenfirma hergestellte und abgestimmte Komplettanlage dem Grundgedanken hier wohl am nächsten.
Gruß, Bernd
Das ist wahrscheinlich die Hauptursache für das unterschiedliche Empfinden der Loudness-Einstellung. Bei den Röhren-Radios war das noch einfacher, da war zumindest das Equipment fest definiert. Deshalb wird vermutlich auch der Klang dieser Geräte so gut empfunden, weil das einigermaßen optimal abgestimmt war.
Nun, ich mache das damit:
Einmessen; passt. Ohne Equalizer, ohne Loudness.
Das ist dann die erwähnte abgestimmte Komplettanlage; die raumakustischen Einflüsse sind auch mit berücksichtigt.
Gruß,
Karl
Hi Karl,
das ist sozusagen die "halbe Miete": Du hast dann eine saubere Ausgangsbasis. Was aber "fehlt": unser Gehör hat lautstärke-abhängig halt unterschiedliche "Frequenzgänge", daher sollten bei normaler Wohnzimmer-Lautstärke und Konzerten beispielsweise die Bässe angehoben werden. Kann man lauter drehen (Partykeller...), ist das dann wieder falsch.
Dazu kommen noch "Sonderfälle" wie bei mir: ich habe das Equipment zwar auch so eingemessen, aber dann am Equalizer rein gehörmässig mit Sweeps verschiedene "Presets" erstellt, die genau für mich/mein Gehör "passen" (altersbedingter Abfall ab 8 kHz, zum Glück keine "Delle" bei 4 kHz). Wenn ich allein bin, schalte ich das ein, wenn Besuch da ist, aus (muss für jüngere Leute fürchterlich klingen, wenn eingeschaltet...).
so long
Achim
An meinem Uher VG840 mit Uher Z140 und Grundig Box 360a Lautsprechern höre ich nur mit aktivierter Loudness. Ohne klingt es sehr dünn.
Am gleichen Gerät im Kopfhörerbetrieb mit Beyerdynamic DT770 Pro deaktiviere ich die Loudness immer, da es sonst im Bassbereich übersteuert.