Lautsprecherweichen: Kritische Betrachtung
#1
Bei Prof. Zollner

https://www.youtube.com/@physik-der-elektrogitarre

gibt es 6 recht neue Videos über Lautsprecher, Frequenzweichen und deren Bauteile (Drosselspulen & Kondensatoren).
Dabei erfährt man einiges Unerfreuliches, was sonst fast immer von den Herstellern verschwiegen wird.
Außerdem werden Produkt-Preisungen aus den Verkaufs-Prospekten der nüchternen Realität gegenüber gestellt.

Prädikat: Höchst sehenswert

MfG Kai
Zitieren
#2
Das kann ich nur bestätigen, die Videos sind inhaltlich sehr gut und auch für nicht-Ingenieure verständlich erklärt.

Grüße
Jens
Zitieren
#3
Danke für den Tipp, Kai !


Gruss

Willy
Zitieren
#4
Da nich für...
Es wäre schade, wenn das darin enthaltene theoretische Wissen , Praxis Know-How und die gesammelten Erfahrungen nicht einem größeren Kreise bekannt würden.
Um so mehr "Eingeweihte" können dann den Märchen-Erzählern, Volks-Verdummern und Audio-Heilsverkündern in den Promotion-Artikeln zu Lautsprechern und darin verwendeten Bauteilen Paroli bieten.

Prof. Zollner hat vor, die Video-Serie noch um 3 Beiträge zu erweitern:
T88 Aktive Weichen, T89 Digitale Filter, und ein T90 .
Man sollte also gelegentlich auf seinem Site nach neuen Beiträgen schauen.

MfG Kai
Zitieren
#5
Von Praxis war wenig bis gar nix. Nur Tabellen und Theorie verkauft als Meinung.
Von meinen Infinitis mit Miflex Kodis bin ich hörbar überzeugt, natürlich kosten die Sachen Geld.
Aber bitte, ich muss niemanden überzeugen oder begehren.
Schöne Grüße 

Meine Maschinen:

GX-630 PRO, GX-650D, GX-747, PR99 MKIII, TC 766-2, TC 880
Zitieren
#6
Tja,
wenn man Messergebnisse nicht wahrnimmt
und etablierte Theorie als Meinung mißversteht
kann man mit diesen Videos nichts anfangen.
Das liegt aber nicht an den Videos.

Kai
Zitieren
#7
Grundlagen waren und sind bis Wiederlegung klar.
Er bleibt das Ergebniss in derPraxis schuldig, oder er oder die Anderen könnten genau so recht haben.
Auf youtube kann man halt schlecht high end vorführen, zumindest mir nicht bekannt.
Schöne Grüße 

Meine Maschinen:

GX-630 PRO, GX-650D, GX-747, PR99 MKIII, TC 766-2, TC 880
Zitieren
#8
Solange wir versuchen mit objektiven Kriterien (Elektrotechnik) ein subjektives Ergebnis (Klang) zu beschreiben, wird es immer zwei Lager geben. Aber gut an den Beiträgen ist den Werbesprech der Hersteller als das zu entlarven, was er wirklich ist, nämlich eine substanzlose Aneinanderreihung von wissenschaftlich klingenden Worthülsen mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. Danke fürs Zeigen!
Gerhard
Zitieren
#9
Hallo,

ich habe die Wissensvermittlung in den Videos genossen. 

Inhaltlich, weil ich als ambitionierter Laie bzgl. Elektrotechnik immer gerne dazu lerne.

Formal, weil mich Herr Zollner durch seine gute Stimme begeistert. Auch die schlichten Grafiken gefallen mir.

Und wenn Herr Zollner dann das ein oder andere Mal eine Merkmal-Vorteil/Nachteil Übersetzung betreibt: Das ist - für mich jedenfalls - dann nicht nur eine Meinung, sondern dies lässt viel Erfahrung eines ausgewiesenen Profis auf dem Fachgebiet erkennen. Ich erwarte Exkurse solcher Art sogar.

Einem "alten Elektronik-Hasen" erzählt Herr Zollner vermutlich nichts Neues - wobei, so ganz sicher bin ich mir da aber auch nicht.

Egal, ein Fazit für mich heisst jedenfalls: Augen auf beim Bauteilekauf.

Gruss

Willy
Zitieren
#10
(07.01.2023, 22:40)kaimex schrieb: Bei Prof. Zollner

https://www.youtube.com/@physik-der-elektrogitarre

gibt es 6 recht neue Videos über Lautsprecher, Frequenzweichen und deren Bauteile (Drosselspulen & Kondensatoren).
Dabei erfährt man einiges Unerfreuliches, was sonst fast immer von den Herstellern verschwiegen wird.
Außerdem werden Produkt-Preisungen aus den Verkaufs-Prospekten der nüchternen Realität gegenüber gestellt.

Prädikat: Höchst sehenswert

MfG Kai

Dem "Höchst sehenswert" kann ich mich nur anschließen!
Fachlich kompetent ohne Selbstdarstellung, sprachlich und inhaltlich geschliffen präsentiert  - ich habe mir statt "mal reinzuschnuppern" gleich einige der Beiträge komplett angesehen.

mfG
Wolfgang / BandWolf
Revox A-77 MkIII Dolby (2-Spur) / Revox A-77 MkII (4-Spur) / Revox A-77 MkIII (4-Spur) / Uher Variocord 263 / Telefunken M85KL / Grundig TK28 / Grundig TK14 d.L. / Uher Universalgerät 5000 / SABA TG454 / Webster Chicago 288 Wire Recorder (Drahtbandgerät)
Zitieren
#11
Hallo
Kann es sein, das dieser Pro. Zollner in den 70er und 80er Jahren Inhaber des deutschen FOCAL Vertriebs war und 
Lautsprecher wie die ONYX  usw. von ihm entwickelt wurden ?
Zitieren
#12
Guck mal hier:
https://www.oth-regensburg.de/new-startp...sburg.html

Auszug aus der Kurzbiografie:
1969 – 1975: Studium Elektroakustik, TU München
1975 – 1982: Forschung und Lehre am Münchner TU-Institut für Elektroakustik
1982: Promotion über implantierbare Hörgeräte, summa cum laude
1983 – 1986: Mitarbeiter bei einer Firma für Musikequipment, Straubing
1987: Gründung der Cortex Instruments GmbH, einer Firma für Akustikmessgeräte in Regensburg
1990: Professur an der OTH Regensburg: Akustik, Schaltungstechnik, Signal- und Systemtheorie

MfG Kai
Zitieren
#13
Ach Kai... ist doch bestimmt trotzdem nur ein Holzohr...  Alles nur Theorie, denn ich höre es* doch!

*wahlweise einsetzen: Russische Ölpapier Kondensatoren, oder zumindest irgendwelche teuren Mundorf Dinger, Spulen mit Silberdraht, C37 Lack auf der Platine, Absorber Pads aus Geigenholz. laufrichtungsgebunden eingespielte Zuleitungen zwischen Weichen und Chassis oder sonstiges Audiophilengeraffel.


Zitat: "1% Gold = 100% Musik"     ...ich lach mich weg!
Zitieren
#14
Ich hatte einmal Kollegen (potente Elektronik-Bastler), die schworen, im Blindvergleich gutes und schlechtes Lötzinn rauszuhören! An BR50-Boxen! Da gab es den jetzigen bleifreien Mist noch gar nicht ...
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
Zitieren
#15
(11.01.2023, 01:02)DropOut schrieb: Ich hatte einmal Kollegen (potente Elektronik-Bastler), die schworen, im Blindvergleich gutes und schlechtes Lötzinn rauszuhören! 

Ja, das ist mir auch schon gelungen ! Big Grin Aber nur, weil das Lötzinn in einem Röhrenverstärker derart degradiert war, dass es schlicht und einfach keinen Kontakt mehr gab. Da blieben die Röhrenheizungen halt dunkel. War eindeutig zu hören... Big Grin Big Grin
Zitieren
#16
Also ich höre einen deutlichen Unterschied zwischen altem und neuem Lötzinn. Einfach einmal eine Rolle auf den Boden werfen, das klingt ganz unterschiedlich!
Gerhard
Zitieren
#17
Ich hatte einen Bekannten, der konnte bei selbst gebrannten Audio-CDs Klang-Unterschiede zwischen den CD-Rohlingen verschiedener Hersteller hören.

MfG, Tobias
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
Zitieren
#18
Ich wollte mit Beitrag #1 eigentlich nur mitteilen,
daß ein in Fachkreisen anerkannter Experte uns mit seinen Video-Beiträgen an den Ergebnissen seiner Untersuchungen über Lautsprecher und Lautsprecherweichen teilhaben läßt.
Das ist ein Informations-/Wissensangebot.
Es war nicht beabsichtigt, eine Diskussion über Audio-Meta-Physik auszulösen.
Niemand muß sich das angucken und seinen Horizont damit erweitern.
Wir haben Glaubensfreiheit.
Jeder darf weiterhin das glauben, was er schon immer besser wußte oder was er von den suggestiven Narrativen der Verkaufs-Promoter übernommen hat.

Manchmal wünsche ich  mir, daß es außer Threads zum Meinungsaustausch auch von vornherein auf einen Beitrag beschränkte Info-Beiträge gäbe (wie Zettel am schwarzem Brett). Allerdings freue ich mich auch über jede positive Rückmeldung...
als Indiz dafür, daß ich nix geschrieben habe, was "kein Schwein" interessiert.

MfG Kai
Zitieren
#19
Hallo Kai,
der Beitrag ist auch Spitze, tatsächlich wäre eine zusätzliche Page mit interessanten Links zu einzelnen Themen hier im Forum toll. Diese sollte aber moderiert sein, so dass dort wirklich nur Links mit ein paar Stichwörtern landen! Trotzdem muss die Diskussion anderenorts möglich bleiben, diese macht ja auch Spass und das hier ist ja auch ein Hobby Forum. Bei allen Klangthemen, zumindest von meiner Seite, ist immer auch ein Augenzwinkern mit dabei, selbst wenn ich keine Emojis dazuschreibe. Was ich an dem o. g. Beitrag so sehr schätze ist nicht, dass er subjektive Faktoren der Perzeption leugnen würde, sondern dass er die Aussagen der Hersteller, die nur Werbespruch sind, ad absurdum führt. Beispiel: Wenn jemand die Umkehrung der Laufrichtung seines Kabels hört, ist das in Ordnung. Wenn ein Hersteller ein Kabel richtungsgebunden anpreist und dafür eine pseudophysikalische Erklärung abgibt, ist das Humbug, es gibt keine physikalischen Erklärungen für den Effekt. Das muss auch derjenige Begreifen, der einen Unterschied hört. Die Hersteller sollen daher einfach schreiben, dass "unsere Kabel" so und so anzuschliessen sind, weil "wir" der Meinung sind - oder in psychologischen Tests nachgewiesen haben - dass diese so am besten klingen. Wie gesagt, ich stelle nicht in Abrede dass es Menschen gibt, die viele der Effekte, die andere als lächerlich bewerten, wahrnehmen. Ich stelle nur in Abrede, wie der Autor des von Dir verlinkten Beitrags, dass es dafür Erklärungen aus dem Bereich der bekannten Physik und Elektrotechnik gibt. Aber wie schon Shakespeare sagt: Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als die Schulweisheit euch träumen lässt.
Beste Grüsse
Gerhard
Zitieren
#20
Zitat:Die Hersteller sollen daher einfach schreiben, dass "unsere Kabel" so und so anzuschliessen sind, weil "wir" der Meinung sind - oder in psychologischen Tests nachgewiesen haben - dass diese so am besten klingen. Wie gesagt, ich stelle nicht in Abrede dass es Menschen gibt, die viele der Effekte, die andere als lächerlich bewerten, wahrnehmen. Ich stelle nur in Abrede, wie der Autor des von Dir verlinkten Beitrags, dass es dafür Erklärungen aus dem Bereich der bekannten Physik und Elektrotechnik gibt. Aber wie schon Shakespeare sagt: Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als die Schulweisheit euch träumen lässt.

 Da bin ich dann raus...  Ja, es gibt Verkäufer und Käufer von "Hifi Voodoo" die mit falschen Erklärungen arbeiten, ein anderer großer Teil von diesem Hifi Unfug und Nepp wird aber auch genau wie von dir beschrieben gerechtfertigt.
Man hört es doch, auch wenn man es  (noch) nicht erklären kann. Das finde ich nicht wirklich besser (seriöser).
Zitieren
#21
(11.01.2023, 15:01)2245 schrieb: ... Das finde ich nicht wirklich besser (seriöser).

Aber hoffentlich ehrlicher!
Zitieren
#22
Ne, auch nicht wirklich ehrlicher, genau deshalb habe ich auch meinen (etwas platten) Beitrag #13 geschrieben.

Gruß, Oli
Zitieren
#23
Inzwischen sind die drei angekündigten Beiträge bei YouTube verfügbar:
"Physik der Elektrogitarre" von Prof. Zollner:
T88 Frequenzweichen -4- (aktive Filter)
T89 Frequenzweichen -5- (digitale Filter)
T90 "Trotzdem höre ich Unterschiede" (Psychoakustik)

MfG Kai
Zitieren
#24
Bei den Richtungsgebundenen Leitungen hört man deutlich den Unterschied. 
Das heisse Kabel zum Lautsprecher ist dünner. Das Kabel nach dem Lautsprecher muss dicker sein damit die Elektronen nicht gebremst werden. Der Lautsprecher kann dann viel freier und leichter schwingen. Big Grin
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
Zitieren
#25
(21.01.2023, 17:27)ManiBo schrieb: [...] Das heisse Kabel zum Lautsprecher ist dünner. Das Kabel nach dem Lautsprecher muss dicker sein damit die Elektronen nicht gebremst werden.[ ...] Big Grin

Aber klar doch. Die Natur macht's uns doch schließlich vor, Prinzip Venen und Arterien!
Zitieren
#26
Bei solchen Vorschlägen wundert mich doch glatt,
daß die Firma mit den Silber-Drosseln (optional mit 1% Gold),
keine Lautsprecherkabel anbietet, bei denen zumindest der Rückleiter aus Silber ist.

MfG Kai
Zitieren
#27
In diesem Thread habe ich nun zwar auch schon mich nicht enthalten können, ein wenig rumzublödeln, aber nun mal die Eingangs erwähnten Videos von Prof. Zollner aufgerufen. Jedenfalls damit angefangen. Kam mir zwar anfangs ein wenig weitschweifig vor, aber wirklich informativ und gut gut aufgebaut, und ein guter Vortrag, mit einer leichten, bekömmlichen Prise von Ironie und Witz gewürzt - sehr sehenswert, finde ich.

Danke für den Hinweis!

MfG, Binse
Zitieren
#28
Weitschweifig trifft es, allerdings bin ich trotzdem oder deshalb begeistert.
Besonders das mit der Psychoakustik find ich extrem gut Smile 

Also sehr unterhaltsam und lehrreich, danke Kai für den Tip.

LG
Mike
Zitieren
#29
Es ist nun mal nicht einfach, die richtige Balance von Motivation, Hintergrundwissen, nützlichen Formeln und Illustrationen für ein Publikum zu finden, das aus einer bunten Mischung aller möglichen Vorwissens-Grade besteht (erst wollte ich schreiben "aus allem zwischen Ignoranten, Musikern, Technikern und Experten").
Der eine findet es schon zu kompliziert, der eine zu theoretisch, ein dritter langweilt sich, weil nix Neues drin vorkommt.
GenderistInnen könnten sich über den Scherz  "herrlich" <-> "dämlich" aufregen.

Willy B würde vielleicht sagen: "Er hat sich bemüht"

Ich habe sehr viel Neues gelernt/vernommen zB in dem Video über Lautsprecher Chassis (Kriech-Effekte, unterschiedliche Krümmungen der Auslenkungskennline bei Bewegung in den Magneten vs aus dem Magneten), nicht-lineare Effekte in den "Rückstell-Federn". Da geht kein Hersteller drauf ein.
In den Filter-Videos hätte ich mir mehr zum Thema gewünscht (als mir bereits bekanntes), statt weiter über den Silber-Drossel Hersteller zu lästern.
(Trotzdem,) toll, daß er das macht.

MfG Kai
Zitieren
#30
Nun, lieber Kai,
das liegt wohl auch daran, daß Du ein unglaubliches Wissen in Theorie und Praxis hast. Klar ist es da schwierig, was neues zu finden.
Für mich ist das meiste neu, oder zumindest mal erklärbar, was ich geahnt habe.

LG
Mike
Zitieren
#31
Na,
dann wundert mich aber die Beschreibung "Weitschweifig trifft es", denn die Empfindung hat man doch meist, wenn man mit etwas gelangweilt wird, entweder weil der Redner vom Thema abkommt, oder weil er etwas ausführlicher darstellt als für das vorhandene Vorwissen nötig wäre.

MfG Kai
Zitieren
#32
Ich finde die Ausführungen des Professors sehr interessant. 
Es gibt sehr viel Wissen und er geht in die Tiefe.
Trotzdem auch für technisch nicht so vorbelastete leicht Verständlich. 

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
Zitieren
#33
Wer länger mit "Rundfunktechnik" der 50er-80er Jahre im Tonstudio Bekanntschaft gemacht hat, der oder sie erkennt sehr schnell, dass die "High End" Welt sich leider ab den 80er Jahren oft in einem "esoterischem Hokuspokus" verstrickt hat um Geld zu verdienen. Heute wird viel Geld für Klassiker, wie Telefunken V69 Verstärker oder für ein Telefunken 800 Pult geboten, solide Technik vom feinsten ohne "Silberkabel bei Vollmond verlötet" und da gibt es viele Meter einfache Kabel in so einem Pult!
Nicht zu verwechseln mit Phonokabel, die einer vorgeschriebenen Norm für Kapazität entsprechen sollen, aber auch "Steinzeitinfo"

Die Video Serie ist gut so.

Grüße
Jan
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste