Uher 4400 Report Stereo IC - Probleme mit Netzteil
#1
Hallo,

mein neu erworbenes "Uher 4400 Report Stereo IC" läuft nach dem Austausch der Riemen, des linken Bandteller und des Capstanrad ruhig und gleichmäsßig.


Ich habe jedoch folgendes Problem: mit einem eingelegten neuen 6V Akku funktioniert alles einwandrei. Sobald ich jedoch das Original-Netzteil "Z 124 A1" in das Gerät lege oder mit dem Kabel "K713" anschließe, läuft das Band nur seehhrr laannggssaamm. Diese Phänomen tritt auch auf, wenn der 6V Akku eingelegt ist und das Netztteil mit dem Kabel "K713" angeschlossen ist. Hat jemand von den Uher-Experten hierfür eine Erklärung? Was ist zu tun? Meines Erachtens stimmt etwas mit dem Netzteil nicht.

Gruß
Andreas
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#2
2 Möglichkeiten,
das Netzteil  ist nicht mehr in Ordnung, oft ist der Ladeelko defekt, oder
das Gerät zieht zu viel Strom, weil in dem Gerät auch ein Elko defekt sein kann,
auch "Ölmangel"erhöht den Strom

Wenn das Netzteil mit Kabel angeschlossen wird, ist der Akku durch einen Schalter
in der Buchse von der Versorgung getrennt.

Gruß
Peter
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#3
Hallo Peter,

danke für die Info. Ich war gestern noch einmal bei dem Schrauber, von dem ich den linken Bandteller und das Capstanrad erworben hat. Er hat ca. 30-35 Uher Report unterschiedlicher Baureihe und Alter repariert.

Mein Netzteil bringt lt. seinem Meßgerät 7,5 V und funktioniert an seinem Report einwandfrei. Zwei seiner Netzteile bringen an meinem Report, den von mir in #1 geschilderten Fehler. Danach hat er in meinem Uher Report diverse Elkos durchgemessen. Diese sind nach seinen Angaben in Ordnung. Sobald eines der Netzteile verwendet wird - unabhängig davon, ob im Gerät eingelegt oder seitlich angeschlossen ist - sinkt die ankommende Spannung auf ca. 5 V ab. So ein Phänomen hatte der Schrauber auch noch nicht.

Da ich in das Uher Report keine Unsummen investieren will, habe ich ein 6 V Ladegerät bestellt, mit dem ich den eingelegten Akku aufladen kann, sobald die Leistung zur Neige geht. Dann ist das Uher Report halt lediglich ein "mobiles" Tonbandgerät.

Sollte jemand von den Uher-Report-Experten in diesem Forum die Lösung des Problems kennen, wäre ich für entsprechende Hinweise dankbar. Da ich jedoch kein Elektronik-Experte bin und auch nicht über Meßgeräte verfüge, kann ich nur eingeschränkt Reparaturen durchführen.

Sollte es im Ruhrgebiet / NRW jemanden geben, der das Problem beheben könnte, wäre ich ebenfalls für eine Rückmeldung dankbar.

Gruß
Andreas
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#4
Hallo Andreas!

Der Fehler könnte auf der L-förmigen Platine unter dem Batteriefach zu finden sein.
Da würde ich die paar Bauteile ansehen(prüfen...

   

Viel Erfolg bei der Fehlerfindung/-behebung.

Gruß
Wolfgang
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#5
Hallo Wolfgang,

danke für den Tipp. Die Platine hat der Schrauber ebenfalls als Ursache vermutet und mir ein Exemplar aus einem "Schlacht-Report" mitgegeben (siehe Fotos). Aufgrund der "komplizierten" Lötstellen, an denen diverse Kabel zusammenkommen, traue ich mich aber nicht daran.

Gruß
Andreas


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#6
Hallo Andreas!

Ich würde die Platine ob der "Lötknoten" nicht auswechseln,
sondern lediglich schrittweise die dicken Elko austauschen.

Wenn dann deer Fehler immer noch da ist, würde ich das
einzige aktive Bauelement (den Transistor) ersetzen.

Ist der Fehler dann noch vorhanden, bin ich mit meinem
beschränkten Wissen am Ende.

Übrigens, das Trimmpoti ist nur zur Justierung der Batterie-
anzeige da.

Gruß
Wolfgang
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#7
Könnte man ins Schaltbild schauen welches Bauteil für die reduzierte Spannung in Frage kommt?
Muss ja im Zusammenhang mit der extern angelegten Spannung sein.
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#8
Das Wichtigste wäre doch wohl erst mal die Stromaufnahme des Gerätes zu messen, das sollte der Schrauber doch können wenn der schon so viele Geräte repariert hat.
Die Netzteile können sehr unterschiedlich sein, die meisten liefern einen Strom von ca. 500 mA bei etwa 6V bevor es stark an fängt zu rippeln. Ein intaktes Gerät kommt locker mit 350-450 mA klar. 

Ich habe hier ein seltenes Netzteil  Z124 A1, was erstaunliche 800mA bei 6 V liefert,  bei einer Brummspannung  welche die meisten schon bei 500 mA haben, damit läuft es dann vermutlich. Wenn alle Elkos in Ordnung sind, auch der auf der Hauptplatine, C55 ist oft platt, dann könnte noch die Z-Diode welche die Spannung auf 7,5V begrenzt in Frage kommen.

Einige  Tropfen Öl an bestimmten Stellen haben bei vielen meiner Geräte die Stromaufnahme um 100 mA gesenkt.

Gruß
Peter
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#9
Hallo,

vielen Dank für Eure Tipps. Ich werde schauen, was ich umsetzen kann.

Gruß
Andreas
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#10
(21.12.2022, 21:11)pkm schrieb: Einige  Tropfen Öl an bestimmten Stellen haben bei vielen meiner Geräte die Stromaufnahme um 100 mA gesenkt.

Hallo Wolfgang,
hallo Peter,

ich habe nacheinander die 3 Elkos und zum Abschluss den Transistor gewechselt (Foto 1 zeigt die ausgetauschten Teile) und nach jedem Wechsel gehört, ob sich klanglich etwas geändert hat. Zunächst die gute Nachricht: Das Umlöten ist mir gelungen. Nun die schlechte: gebracht hat es leider gar nichts.

Im Anschluss habe ich an mein neues Dino-Batterieladegerät am Plus- und Minuspol jeweils ein Kabel angebracht, damit ich die Pole per Flachsteckern mit dem Plus- und Minus-Pol der 6V-Batterie verbinden kann (siehe Fotos 2 und 3). Somit ist wenigstens die Mobilfunktion des Uher Report gewährleistet.

Jetzt wäre noch interessant welche "bestimmten Stellen" Peter mit einigen Tropfen Öl versorgt hat, um die Stromaufnahme zu senken. Eventuell ist das ja die Lösung des Problems.

Gruß
Andreas


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#11
Hallo Andreas!

Das ist ja sehr ärgerlich, daß Deine Maßnahmen kein Erfolg gebracht haben.
So langsam gehen mir die Ideen aus, woran es denn liegen könnte.

Umspulwippe, Motorachsen und Schwungmasselager mit geeignetem
Schmiermittel (z. B. USTANOL) nachölen, würde ich auf jeden Fall. Wunder
darf man davon aber nicht erwarten.

Eventuell wäre der Versuch mit einem anderen UHER-NT (vorzugsweise
Z124 A1 - weil die diese NT höheren Strombedarf bedienen können)
den Knoten zu durchschlagen, ein probates Mittel.

Gruß
Wolfgang
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#12
Hier die wichtigsten Schmierstellen Violett, oder (Magenta), weil es sich da immer dreht, auch bei Pause.

    ,
     

Gruß
Peter
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#13
Hallo Wolfgang,
hallo Peter,

zunächst noch einmal danke für die unermüdlichen Tipps. Bei dem Report ist ein „Z124 A1“ mit weißem Aufkleber dabei, das lt. Messung 7,5 V liefert. Es soll ein „Z124 A1“ mit schwarzem Aufkleber geben, das ein höhere Spannung liefert. Ob das für Abhilfe sorgt, ist die andere Frage.

Ich werde einmal zwischen den Festtagen die von Peter empfohlenen Schmierstellen versorgen. Kann man hierfür auch Silikonöl nehmen?

Gruß
Andreas
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#14
Hallo Andreas!

Silikonöl würde ich nicht nehmen.
Wenn, dann Sinterlageröl (aus dem Modellbau (z. B. Robbe)

Beim  Z124 A1 in schwarz hat UHER das Etikett gespart und
driekt auf das Gehäuse gestempelt.

Nicht die Spannung ist hier entscheidend, sondern die Dauer-
Strombelastung. M. W. haben alle Variationen des Z124 A1
die gleichen elektrischen Daten.

Gruß
Wolfgang
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#15
Hallo Wolfgang,

dann hole ich noch schnell „Ustanol-Spray“ aus dem Baumarkt.

Gruß
Andreas
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#16
Hallo,

ich konnte doch nicht bis nach Weihnachten warten. Nach der „letzten Ölung“ mit Ustanol läuft das Report auch mit Netzteil. Ich hoffe, nicht nur kurzzeitig Smile Big Grin Smile . Frohe Weihnachten.

Gruß
Andreas
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#17
Hallo Andreas!

Na, das ist ja einen "schöne Bescherung".

Wenn Du alle Stellen, die Peter markiert hat, nachgeölt hast,
hat sich offensichtlich die Stromaufnahem des Motors so
weit reduziert, daß Dein Z124 A1 nun innerhalb der Spezi-
fikationen arbeitet.

Bin optimistisch, daß dieser Zustand auch über längere Zeit
so bleibt.

Gruß
Wolfgang

PS.: USTANOL eignet sich übrigens sehr gut, um festsitzende Poti
wieder leichtgängig zu machen. Habe ich schon x-mal erfolgreich
bei schwergängigen/festsitzenden Potiachsen (oder Drehschaltern)
angewendet. Applizieren und einige Zeit einwirken lassen - und gut...
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