10.11.2022, 21:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.11.2022, 22:58 von SevenTeaLights.)
(... und weiter ...)
Frage 4: Halbwegs verlässliche Abschätzung des notwendigen Bias-Pegels
1) Warum keine (bzw. nur geringe) direkte Relation zur Koerzitivkraft des magnetischen Materials?
Falls ich den physikalischen Vorgang der Magnetaufzeichnung halbwegs richtig verstanden haben sollte, dann müsste (bei gleicher Bandgeschwindigkeit) eigentlich der benötigte Bias-Pegel umso höher sein, je größer die Magnetschichtdicke und je größer die Koerzitivkraft des magnetischen Materials.
Für das rechte Band, das meine Maschine noch biasen kann, ist 330 Oe im Datenblatt angegeben. Für das linke Band, das meine Maschine nicht korrekt biasen kann, ist 320 Oe im Datenblatt angegeben. Also liegt es (mindestens in diesem Fall) nicht an der Koerzitivkraft.
Aber an der Magnetschichtdicke kann es bei hohen Frequenzen (beim Biasing wird die 10kHz Kennlinie betrachtet) doch eigentlich auch nicht liegen, da die real wirksame Magnetschichtdicke zu hohen Frequenzen hin sehr deutlich abnimmt.
2) Zusammenhang zwischen maximalem Wiedergabepegel und Bias-Pegel?
In dem Diagramm des linken Bandes, das meine Maschine nicht korrekt biasen kann, geht die MOL-Kennlinie auf Werte bis über +14dB hinaus. Entsprechend der rechts des Diagrammes gezeigten nWb/m-Skala müsste das einem Wert von ca. 1600 nWb/m entsprechen (0 dB hier = 320nWb/m & 14 dB ca. = Faktor 5).
In dem Diagramm des rechten Bandes, das meine Maschine noch biasen kann, ist eine als "Av3 Vollaussteuerung (K3 = 3%)" bezeichnete Kennlinie angegeben. Der Bedeutung und dem Verlauf nach vermute ich, dass dieses bedeutungsgleich zu MOL ist. Diese Kennlinie geht nicht auf Werte über +8dB hinaus. Falls auch bei diesem Diagramm 0 dB = 320 nWb/m gelten sollte (ist das so?), dann müsste das einem Wert von ca. 800 nWb/m entsprechen (8 dB ca. = Faktor 2,5).
Gibt es einen eindeutigen Zusammenhang oder zwar nicht exakte, aber doch einigermaßen verlässliche Erfahrungswerte? Umgangssprachlich in etwa "Wenn eine Maschine ein Band mit x nWb/m maximalem Wiedergabepegel noch biasen kann, dann sind bei anderen Bändern ab ca. 1,5*x nWb/m maximalem Wiedergabepegel Probleme nicht ausgeschlossen und bei 2*x nWb/m maximalem Wiedergabepegel wird ein ausreichendes Biasing mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich sein"?
Oder wäre ein solcher Zusammenhang zu einfach gedacht?
Finn
(Weitere Fragen folgen in den nächsten Posts.)
Frage 4: Halbwegs verlässliche Abschätzung des notwendigen Bias-Pegels
1) Warum keine (bzw. nur geringe) direkte Relation zur Koerzitivkraft des magnetischen Materials?
Falls ich den physikalischen Vorgang der Magnetaufzeichnung halbwegs richtig verstanden haben sollte, dann müsste (bei gleicher Bandgeschwindigkeit) eigentlich der benötigte Bias-Pegel umso höher sein, je größer die Magnetschichtdicke und je größer die Koerzitivkraft des magnetischen Materials.
Für das rechte Band, das meine Maschine noch biasen kann, ist 330 Oe im Datenblatt angegeben. Für das linke Band, das meine Maschine nicht korrekt biasen kann, ist 320 Oe im Datenblatt angegeben. Also liegt es (mindestens in diesem Fall) nicht an der Koerzitivkraft.
Aber an der Magnetschichtdicke kann es bei hohen Frequenzen (beim Biasing wird die 10kHz Kennlinie betrachtet) doch eigentlich auch nicht liegen, da die real wirksame Magnetschichtdicke zu hohen Frequenzen hin sehr deutlich abnimmt.
2) Zusammenhang zwischen maximalem Wiedergabepegel und Bias-Pegel?
In dem Diagramm des linken Bandes, das meine Maschine nicht korrekt biasen kann, geht die MOL-Kennlinie auf Werte bis über +14dB hinaus. Entsprechend der rechts des Diagrammes gezeigten nWb/m-Skala müsste das einem Wert von ca. 1600 nWb/m entsprechen (0 dB hier = 320nWb/m & 14 dB ca. = Faktor 5).
In dem Diagramm des rechten Bandes, das meine Maschine noch biasen kann, ist eine als "Av3 Vollaussteuerung (K3 = 3%)" bezeichnete Kennlinie angegeben. Der Bedeutung und dem Verlauf nach vermute ich, dass dieses bedeutungsgleich zu MOL ist. Diese Kennlinie geht nicht auf Werte über +8dB hinaus. Falls auch bei diesem Diagramm 0 dB = 320 nWb/m gelten sollte (ist das so?), dann müsste das einem Wert von ca. 800 nWb/m entsprechen (8 dB ca. = Faktor 2,5).
Gibt es einen eindeutigen Zusammenhang oder zwar nicht exakte, aber doch einigermaßen verlässliche Erfahrungswerte? Umgangssprachlich in etwa "Wenn eine Maschine ein Band mit x nWb/m maximalem Wiedergabepegel noch biasen kann, dann sind bei anderen Bändern ab ca. 1,5*x nWb/m maximalem Wiedergabepegel Probleme nicht ausgeschlossen und bei 2*x nWb/m maximalem Wiedergabepegel wird ein ausreichendes Biasing mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich sein"?
Oder wäre ein solcher Zusammenhang zu einfach gedacht?
Finn
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