10.11.2022, 19:35
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.11.2022, 19:56 von SevenTeaLights.)
(... und weiter ...)
Frage 3: Biasing auf Norm versus minimalem K3 versus Hersteller-Empfehlung ?
Datenblätter/Diagramme beider Bänder stellen mehrere Biasing-Optionen nach der Delta-E/S-10kHz Methode dar. (englisch "Sensitivity" versus deutsch "Empfindlichkeit", also Delta-S-10kHz bedeutungsgleich Delta-E-10kHz, richtig?)
1) Biasing auf eine Norm
Im Datenblatt für das rechte Band steht die Angabe "Delta-E-10kHz (Arbeitspunkt nach DIN) = 3 dB". An dem Punkt, an dem der 10kHz Wiedergabepegel um 3 dB zurückgegangen wäre:
Und wie hat man die links angegebene K3 Skala zu verstehen, wenn K3 von mehreren Veränderlichen abhängt (Bias-Pegel, Nutzsignal-Pegel und beides zusätzlich frequenzabhängig)?
2) Biasing auf minimalen K3
In dem Diagramm des rechten Bandes steht an der x-Achse/Abszisse beim +2 dB Bias-Pegel die Angabe "i_vA". Diese bezeichnet laut Datenblatt den "empfohlenen Arbeitspunkt relativ zu Arbeitspunkt des DIN-Bezugsband-Leerteils". Auffällig (zumindest für mich) ist, dass genau bei +2 dB Bias-Pegel das Minimum der K3 Kurve liegt.
Kann man also diese "i_vA" Angabe so verstehen, dass der Hersteller empfiehlt, dieses Band so zu biasen, dass minimal möglicher K3 gewährleistet ist. Und dass dieses einen um 2 dB höheren Bias-Pegel erfordern würde, als man für das genormte Biasing eines DIN-Bezugsbandes nutzen würde?
Ist es außerhalb eines an Normen gebundenen Umfeldes korrekt, dass es ausreicht zu erkennen, dass dieser Bias-Pegel für minimal möglichen K3 nach der Delta-E-10kHz Methode bei ca. 5 dB erreicht wäre, also an dem Punkt, an dem der 10kHz Wiedergabepegel um ca. 5 dB zurückgegangen wäre?
3) Biasing auf Hersteller-Empfehlung
Auch in dem Diagramm des linken Bandes ist ein als "Rec. Bias" (Recommended Bias) bezeichneter Bias-Pegel empfohlen, und zwar nach der Delta-S(bzw. E)-10kHz Methode bei 6,5 dB. An dem Punkt, an dem der 10kHz Wiedergabepegel um 6,5 dB zurückgegangen wäre:
Und auch bei dem Diagramm des linken Bandes stellt sich die Frage, wie man die dort rechts angegebene K3 Skala zu verstehen hat, wenn K3 von mehreren Veränderlichen abhängt (Bias-Pegel, Nutzsignal-Pegel und beides zusätzlich frequenzabhängig)?
Und schließlich wirft auch der in diesem Post unter Punkt 1) und Punkt 3) genannte Umstand, dass die entsprechenden Delta-E/S-10kHz Bias-Pegel genau den Schnittpunkt der 10kHz Kennlinie und der Vertikalen des als 0 dB bezeichneten Bias-Pegels ergeben, die Frage auf:
Skalieren die Hersteller die Bias-Pegel Angaben auf der x-Achse/Abszisse nach eigenem Gutdünken, so dass es keine Möglichkeit gibt, dort stehende dB Werte im Sinne eines absoluten Bias-Referenzpegels miteinander zu vergleichen?
Finn
(Weitere Fragen folgen in den nächsten Posts.)
Frage 3: Biasing auf Norm versus minimalem K3 versus Hersteller-Empfehlung ?
Datenblätter/Diagramme beider Bänder stellen mehrere Biasing-Optionen nach der Delta-E/S-10kHz Methode dar. (englisch "Sensitivity" versus deutsch "Empfindlichkeit", also Delta-S-10kHz bedeutungsgleich Delta-E-10kHz, richtig?)
1) Biasing auf eine Norm
Im Datenblatt für das rechte Band steht die Angabe "Delta-E-10kHz (Arbeitspunkt nach DIN) = 3 dB". An dem Punkt, an dem der 10kHz Wiedergabepegel um 3 dB zurückgegangen wäre:
- schneidet die 10kHz Kennlinie auffälligerweise genau die 0 dB Vertikale der Bias x-Achse/Abszisse
- bei 0 dB Bias würde der K3 Wert entsprechend der links von der y-Achse/Ordinate angegebenen K3 Skala nicht etwa 3%, sondern ca. 0,9% betragen
Und wie hat man die links angegebene K3 Skala zu verstehen, wenn K3 von mehreren Veränderlichen abhängt (Bias-Pegel, Nutzsignal-Pegel und beides zusätzlich frequenzabhängig)?
2) Biasing auf minimalen K3
In dem Diagramm des rechten Bandes steht an der x-Achse/Abszisse beim +2 dB Bias-Pegel die Angabe "i_vA". Diese bezeichnet laut Datenblatt den "empfohlenen Arbeitspunkt relativ zu Arbeitspunkt des DIN-Bezugsband-Leerteils". Auffällig (zumindest für mich) ist, dass genau bei +2 dB Bias-Pegel das Minimum der K3 Kurve liegt.
Kann man also diese "i_vA" Angabe so verstehen, dass der Hersteller empfiehlt, dieses Band so zu biasen, dass minimal möglicher K3 gewährleistet ist. Und dass dieses einen um 2 dB höheren Bias-Pegel erfordern würde, als man für das genormte Biasing eines DIN-Bezugsbandes nutzen würde?
Ist es außerhalb eines an Normen gebundenen Umfeldes korrekt, dass es ausreicht zu erkennen, dass dieser Bias-Pegel für minimal möglichen K3 nach der Delta-E-10kHz Methode bei ca. 5 dB erreicht wäre, also an dem Punkt, an dem der 10kHz Wiedergabepegel um ca. 5 dB zurückgegangen wäre?
3) Biasing auf Hersteller-Empfehlung
Auch in dem Diagramm des linken Bandes ist ein als "Rec. Bias" (Recommended Bias) bezeichneter Bias-Pegel empfohlen, und zwar nach der Delta-S(bzw. E)-10kHz Methode bei 6,5 dB. An dem Punkt, an dem der 10kHz Wiedergabepegel um 6,5 dB zurückgegangen wäre:
- schneidet die 10kHz Kennlinie auch im Diagramm des linken Bandes auffälligerweise genau die 0 dB Vertikale der Bias x-Achse/Abszisse
- bei diesem 0 dB Bias würde der K3 Wert entsprechend der rechts vom Diagramm angegebenen K3 Skala ebenfalls nicht etwa 3%, sondern ca. 0,18% betragen
Und auch bei dem Diagramm des linken Bandes stellt sich die Frage, wie man die dort rechts angegebene K3 Skala zu verstehen hat, wenn K3 von mehreren Veränderlichen abhängt (Bias-Pegel, Nutzsignal-Pegel und beides zusätzlich frequenzabhängig)?
Und schließlich wirft auch der in diesem Post unter Punkt 1) und Punkt 3) genannte Umstand, dass die entsprechenden Delta-E/S-10kHz Bias-Pegel genau den Schnittpunkt der 10kHz Kennlinie und der Vertikalen des als 0 dB bezeichneten Bias-Pegels ergeben, die Frage auf:
Skalieren die Hersteller die Bias-Pegel Angaben auf der x-Achse/Abszisse nach eigenem Gutdünken, so dass es keine Möglichkeit gibt, dort stehende dB Werte im Sinne eines absoluten Bias-Referenzpegels miteinander zu vergleichen?
Finn
(Weitere Fragen folgen in den nächsten Posts.)
