Vollspurmaschinen / Stereo-Halbspurmaschinen
#1
Ich stecke nicht sehr tief in der Materie, schaue aber mit einem halben Auge seit ein paar Tagen nach einer Stereo-Halbspurmaschine (die auch Spulen größer als 13cm – am allerliebsten direkt 18cm – aufnimmt, Zweispur-Uher-Report scheiden also aus) oder auch nach einer Vollspurmaschine. Mein Eindruck (!) ist bislang, dass es Vollspurmaschinen im unteren Preissegment und einigermaßen neuer Bauart gar nicht gibt, weil die Zeiten von Mono einfach vorbei sind und dass es im Halbspurbereich einige Maschinchen gibt (Telefunken zum Beispiel), aber die sind dann oft Mono. Wenn man Stereo möchte, muss man schon zu einer hochwertigen Maschine wie Revox oder Tandberg greifen. Stimmt das oder liege ich total falsch? Und wenn ich falschliege: In welche Richtung müsste ich da gucken? Achja, Einsteiger-Preissegment wäre wichtig. Vielleicht gibt es irgendwelche obskuren Geräte aus Osteuropa oder sowas, die unter dem Radar laufen?
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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#2
Hallo Helge,

ich finde wenn du nicht unbedingt aufnehmen willst, kannst du die telefunken m203 Studio nehmen, der Zusatz Studio heißt hier das die 9,5 und 19 macht. Die ist nicht wirklich anspruchsvoll. Aber läuft und ist für kleines Geld zu haben. Eine uher Royal De Luxe mit 2 Spur Kopf wäre auch eine Möglichkeit...

Viele Grüße aus der Schule
Joni

Edit: die 203 hat keine Röhren mehr.
Meine Maschinen sind:
Revox A77 MKIII Dolby, Revox A77 MKII, Telefunken M203 Studio, Telefunken KL65(Von meinem Opa, überholungsbedürftig) Uher Report 4000-L, Uher Royal De Luxe, Grundig TK 248 HIFI
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#3
(21.09.2022, 12:21)bobhund schrieb: Wenn man Stereo möchte, muss man schon zu einer hochwertigen Maschine wie Revox oder Tandberg greifen.

Eine recht preiswerte Lösung wäre eine Uher Variocord (wenn Du keine Hinterbandkontrolle brauchst) oder Royal de Luxe / Royal SG mit Halbspur-Kopfträger. Beide sind allerdings Einmotorer und brauchen mechanisch wahrscheinlich etwas Zuwendung.

Grundig und Telefunken hatten auch einfache (einmotorige) Halbspur-Stereo-Maschinen. Bei Grundig fällt mir die TS-320 ein (ist allerdings noch mit Röhren bestückt), die Bezeichnungen der Telefunken habe ich nicht griffbereit. Studio irgendwas.

Was mir sonst noch an dreimotorigen, einigermaßen preiswerten und nicht uralten Maschinen einfällt:
  • Die unvermeidliche Revox A77 als Halbspur-Version.
  • TEAC A-3300/A-3300S/A-3300SX als "2T"-Ausführung. Sind nicht so ganz häufig auf dem Gebrauchtmarkt anzutreffen, Preisniveau wie A77 oder vielleicht leicht drüber.
  • Braun TG 1000 als Halbspur-Version
  • ASC 4502 und 5002
  • Akai GX-600 Pro und GX-630 Pro (recht selten, meist etwas teurer)
  • Sony TC-756-2 (dito)
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#4
Ich hätte eine frisch und komplett revidierte A77 MK IV Halbspur Maschine in wirklich gutem Zustand anzubieten.

Gruß
Volker
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#5
Zum Telefunken M203 Studio finde ich überall sonst nur die Angabe, dass es Vierspur ist. Zum M207 habe ich aber auch widersprüchliche Angaben im Netz gefunden. Macht die Sache nicht einfacher.

Revox A77 ist natürlich hübsch, aber preislich nicht in dem Bereich, den ich hierfür vor Augen hatte.

ASC und Braun hatte ich auch schon auf dem Schirm, aber auch ernsthafter als ich es angehen wollte. Wahrscheinlich. Ich gucke Mal, ob ich bei Grundig was finde.

Edit: Gab wohl beide. Einfacher ist es nach Studio 2 oder 22 zu suchen. Aber eine Grundig habe ich schon gefunden. Mal gucken.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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#6
Ein Telefunken TS 320 gibt es gar nicht. Weder in Halb-, noch in Viertelspur.... Sad

Wenn uns bobhundchen mal mitteilen würde, wieviel er denn ausgeben möchte, wäre die Sache einfacher!

P.S.: Vollspur war nur ganz am Anfang der Amateur-Tonbandtechnik (um 1950) und sonst im professionellen Sektor üblich.
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#7
(21.09.2022, 12:33)timo schrieb:
  • Braun TG 1000 als Halbspur-Version

Das wäre auch meine Empfehlung. Sollte für ~100€ zu bekommen sein, braucht aber natürlich wie alle Geräte etwas Zuwendung.

Ob es sich um die 1/2-Spur oder 1/4-Spur Version handelt, ist auf Fotos leicht zu erkennen: Bei 1/4-Spur stehen unter den Knöpfen in der Mitte die Zahlen 1 bis 4, bei 1/2-Spur steht dort nur 1 und 2...

Gruß
Robert
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#8
(21.09.2022, 13:57)hannoholgi schrieb: Ein Telefunken TS 320 gibt es gar nicht. Weder in Halb-, noch in Viertelspur.... Sad

'tschuldigung und danke, gemeint war Grundig, Tippfinger schneller als Kopp. Ist korrigiert.
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#9
Eine funktionstüchtige Halbspur-BRAUN für 100 Euro ? Sind DIE Zeiten nicht vorbei ?

Herzliche Grüße vom Niederrhein,

Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#10
Liegen das TG 1000 und die A77 denn preislich überhaupt weit auseinander? Wenn nicht, würde ich da eh zur Revox tendieren. Ich kenne das Braun nicht aus eigener Erfahrung, aber den Erzählungen nach scheint die A77 die problemlosere Maschine zu sein, zudem kann sie 26,5er Spulen.
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#11
ohne fachgerechte Überholung sind eine ReVox und auch eine Braun schwer zu ertragen. Es wird aber einfacher sein die ReVox wieder zu richten, da es hier eine breitere Unterstützung gibt. Wenn beide (ReVox/Braun) ordentlich gerichtet sind, gibt es auf lange Sicht keine Probleme, da die Geräte robust und solide konstruiert wurden.
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!
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#12
Ich finde bei den Uher das Antriebskonzept mit Reibrad etwas heikel. Und das Arbeiten mit Band ist sowieso eher eine etwas teurere Angelegenheit. Da würde ich gleich zu Beginn etwas mehr ausgeben und nach einem Revox oder Telefunken schauen - und dafür länger zufrieden sein. Und Vollspur macht - ausser für spezielle Anwendungen meiner Meinung nach wenig Sinn.
Meine Bandmaschinen: Studer A807, Studer B67, Telefunken M15a sowie Revox A700 und B77 (zum Verkauf)
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#13
Hallo bobhund,

ein Studio 2 von Telefunken (Halbspur Stereo, 9,5 und 19 cm/s) hätte ich auch noch übrig. Es sieht optisch gut aus und spielt, hat aber "Arbeitsbedarf". Ich habe es gratis bekommen und als erstmal Ersatzteillager zur Seite gestellt (die Grundmechanik ist ja bei etlichen Telefunkens gleich und ich bin mit 200ern/400ern ausreichend versorgt), daher würde ich es auch umsonst wieder abgeben. 

Grüße,

Bernd
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#14
Ein Grundig TS320 gibt's schon für ca 50 Euro. Das ist auch ungefähr das, was ich zum Reinschnuppern ausgeben würde. Wenn es mir gefällt, kann ich ja immer noch eine Revox kaufen. Das Grundig bekommt man sicher wieder verkauft. Das Telefunken M203 Studio sieht auch hübsch aus. Eine M15A werde ich mir definitiv verkneifen. So ernst ist es mir nicht und ich kann's auch nirgends hinstellen (oder muss man eher sagen: aufbauen?).
Gruß
Helge

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#15
Grundig TS 320 (oder TK 320, 321, TM 320) kann ich nur empfehlen. Da hat man eine schöne Schnittmenge aus HiFi-Gerät, "Oldtimer", Tricktechnik, Röhrentechnik und die TS und TK haben sogar einen HiFi-Verstärker an Bord, der auch alleine (d. h. mit ausgeschaltetem Motor) betrieben werden kann. Es gibt noch relativ viele davon, so dass die Ersatzteilversorgung nicht schwierig ist. Aber abgesehen von einer obligatorischen Wartung solch alter Maschinen machen sie relativ wenig Probleme.

Grüße,

Bernd
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#16
Wenn du im unteren Preissegment suchst, kannst du dann auch selbst Hand anlegen?
Eine voll funktionierende Maschine ist selten preiswert. 
Für mich kämen nur die Revox, Braun und Teac in Frage.

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
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#17
(21.09.2022, 19:30)ManiBo schrieb: Wenn du im unteren Preissegment suchst, kannst du dann auch selbst Hand anlegen?
Eine voll funktionierende Maschine ist selten preiswert. 
Für mich kämen nur die Revox, Braun und Teac in Frage.

Sagen wir es mal so: Ich hab noch die Akai meines Vaters im Keller stehen. "Läuft einwandfrei" meinte er bei Übergabe. Lief aber gar nicht. Laufgeräusche und kein richtiger Sound, dafür Rauschen. Hab dann erste Bauteile auf der (Haupt-?)Platine getauscht, ist davon aber nicht besser geworden. Tiefer traue ich mich nicht in die Maschine hinein, das Kabelwirrwarr schreckt mich ab. Ein Kollege aus einem Nachbarforum wird sie sich aber anschauen. Dazu muss die Akai aber erstmal ein Stück reisen.
Ich habe ein bisschen Erfahrung beim Basteln an Dual-Plattenspielern, aber dann eher Mechanik als Elektronik. Bei Elektronik brauche ich dermaßen punktgenaue Anleitungen, dass es mir oft peinlich ist. Bauteile auslöten und wieder einlöten kann ich aber schon, ich hab auch einen kleinen Bauteiletester und ein Multimeter. Ich wittere hier ein bisschen die Frage, ob ich mir eine 100-Euro-Maschine mit dem Label "defekt" kaufen mag und die dann selber aufmöbeln? Irgendwie reizvoll. Aber ich hab auch ein wenig Sorge, dass ich irgendwann entnervt aufgebe, weil es nichts wird. Anderseits hab ich inzwischen schon verstanden, dass die Revoxe sehr wartungsfreundlich aufgebaut sein sollen. Das wäre dann schon fein. Das "Bo" in deinem Nick steht nicht zufällig für deinen Wohnort? Das wäre dann die Nachbarstadt ...
Gruß
Helge

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#18
(21.09.2022, 14:53)moxx schrieb: Eine funktionstüchtige Halbspur-BRAUN für 100 Euro ? Sind DIE Zeiten nicht vorbei ?

Herzliche Grüße vom Niederrhein,

Frank

(21.09.2022, 15:11)timo schrieb: Liegen das TG 1000 und die A77 denn preislich überhaupt weit auseinander? Wenn nicht, würde ich da eh zur Revox tendieren. Ich kenne das Braun nicht aus eigener Erfahrung, aber den Erzählungen nach scheint die A77 die problemlosere Maschine zu sein, zudem kann sie 26,5er Spulen.

Bei eBay Kleinanzeigen gibt es zurzeit 6 TG1000 im Preisbereich bis ~100€. Natürlich alles "verkaufe vorsichtshalber als defekt" Angebote. Aber was bekommt man denn für 100€, was sofort fehlerfrei funktioniert? Bei der TG1000 machen meist nur Standardbauteile in der Elektronik Probleme. Bei Uher z. B. wird es mechanisch dann schon kritischer, vor allem, wenn das Reibrad Probleme macht. Die TG1000 ist immerhin ein "richtiges" 3-Motoren-Gerät. Und da Helge ursprünglich nur nach 18cm gefragt hat, sind die 22cm schon Bonus.

A77 egal in welchem Zustand bis 100€ gibt es übrigens genau 0 bei eBay klein und groß... Wink

Gruß
Robert
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#19
Hab dies hier gefunden: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...8-172-1979

Aber wenn die so günstig sind, ist garantiert einiges im Argen, oder?
Gruß
Helge

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#20
Mit BO hast du richtig geraten.
So wie sich das liest, würde ich zur A77 raten.
Alle Platinen leicht zu entnehmen ohne Drahtverhau.
Sehr reparaturfreundlich.
Im Moment ärgert mich eine A3300SX da kommt man nicht so leicht überall dran.
Hoffe ich finde den Fehler. 

Gruß Mani
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun, Akai und TEAC Geräte Big Grin
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#21
(21.09.2022, 20:43)bobhund schrieb: Hab dies hier gefunden: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...8-172-1979

Aber wenn die so günstig sind, ist garantiert einiges im Argen, oder?

Das Angebot an sich ist gut, wundert mich ein bisschen, dass das schon so lange online ist...

Die MK III ist aber die 1/4-Spur-Version, bei der MK II ist das nicht erkennbar. 

So lange der Kopfspiegel nicht zu groß ist und die VU-Meter funktionieren (sollten beim Einschalten einmal kurz ausschlagen) kann da eigentlich nicht viel im Argen sein. Elkos und Trimmer müssen eh neu, eventuelle Fehler verschwinden danach oft von selbst. Eventuell sind auch neue Lager für die Motoren nötig, aber das ist alles machbar und erschwinglich. Teuer wird es halt wirklich, wenn man neue VU-Meter braucht oder die Köpfe kurz vorm Ende sind...

Gruß
Robert
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#22
Ich geh mir die einfach Mal angucken.
Gruß
Helge

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#23
(21.09.2022, 17:05)stob schrieb: Ich finde bei den Uher das Antriebskonzept mit Reibrad etwas heikel.

Hallo,

für die Uher-Bandmaschinen gibt es neue Reibräder (kein NOS) in der Bucht. Die sid ihr Geld (knapp 50 Euro) wert. Meine Uher-Geräte (RdL, SG 560/61/62, und Variocord 263 laufen damit total leise. Außerdem kann man die Tonkopfträger wechseln und son zwei- auf Vierspur oder umgekehrt wechseln. Also gute Kleinspuler für Einsteiger.

Gruß
Wolfgang
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#24
Ich bin auf die Variocord 521 gestoßen, hat auch die wechselbaren Köpfe, aber wohl schon Bandzugrollen (die ich an der ASC 5004 auch gerne hätte). Ich hab nur ein bisschen Sorge, dass ich dann erstmal Reibrad, Andruckrollen und Köpfe ersetzen muss, weil alles abgenudelt ist.
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#25
Ich will dir ja nicht zu nahe treten....
Aber was erwartest du eigentlich....
für 50 Euro eine perfekte revidierte Maschine auf dem Silbertablett nach Hause geliefert.....

Ich kann mich ja auch täuschen....zumindest erweckst du bei mir bei dem was ich lese diesen Eindruck.
Tonbandmaschinen kosten Geld.
Wenn ich durch die Gegend renne und suche den Bäcker der die Brötchen für 5 cent verkauft werde ich auch kein Glück haben..

Denk mal drüber nach

nachdenkliche Grüße
Holger
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#26
Ich konkretisiere mal etwas: Ich habe gerade einen ziemlichen Schwung an recht neuem Bandmaterial bekommen, das mit Halbspur beschrieben ist. Das möchte ich gerne löschen, bevor ich mit meiner Viertelspurmaschine wieder darüber aufnehme. Nach den Hinweisen hier ist mir jetzt auch klar: Entweder man kauft irgendetwas nur zu diesem Zweck, das muss dann auch nicht sonderlich gut sein (nur eben gut löschen können) oder man nimmt richtig Geld in die Hand für eine anständige Maschine. Da ich aber nach einigem Abwägen beschlossen habe, dass ich nicht unbedingt eine Maschine für gute Halbspuraufnahmen brauche, sind die hier genannten "Einsteigergeräte" völlig ausreichend. Ich habe noch einmal im Hifi-Wiki geschaut, was es sonst noch so an Halbspurmaschinen japanischer Provenienz gibt, aber da kann man tatsächlich direkt eine Revox kaufen. Aber wenn ich mir eine Revox kaufe, dann lieber eine Vierspurmaschine.
Gruß
Helge

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#27
Oder man besorgt sich einen Bulk-Eraser oder lässt sich die Bänder von jemandem, der einen solchen hat, löschen. Ich habe für solche Zwecke z.B. das Akai-Teil. Funktioniert astrein! Auf einer Bandmaschine dauert das ja auch viel zu lang.
Viele Grüße aus Kiel,
Hans-Volker
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#28
Du willst jetzt nicht wirklich eine Halbspur-Maschine kaufen, um Bänder zu löschen - oder doch?
VG Jürgen
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#29
(24.09.2022, 19:23)JUM schrieb: Du willst jetzt nicht wirklich eine Halbspur-Maschine kaufen, um Bänder zu löschen - oder doch?
VG Jürgen

Hm, das war die (wohl dumme) Idee. Also lieber Bulk Eraser suchen. Ich glaube ich hab mich verrannt und das Naheliegende nicht gesehen. Mit einer Entmagmetisierdrossel geht das wohl nicht, oder?
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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#30
Nein, eine Entmagnetisierungsdrossel geht nicht, zum Bänderlöschen braucht es schon richtig Power  Smile 

   
Viele Grüße aus Kiel,
Hans-Volker
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#31
Vielleicht geht es mit so etwas (TC-1 Demagnetizer)?
Mit einem Stift in einer Ecke als Drehachse müsste die Fläche ausreichen.
VG Jürgen
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#32
Da weiß man halt nicht, ob das funktioniert - und, nun ja, ein DHL-Paket nach Kiel und zurück ist günstiger … je nachdem um wieviele Bänder es geht  Cool Wäre ja wohl eine einmalige Aktion;  wenn die Bänder einmal gelöscht sind, ist das Thema doch durch, oder?

Suchbegriff wäre tape eraser, da kommt bei ebay diverses (aus USA, 110V).
Viele Grüße aus Kiel,
Hans-Volker
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#33
@ Helge

Danke für deine Antwort, so sieht die Sache schon anders aus.
Hm in der Tat ist die Auswahl an Halbspur Stereo Geräten für 18 zehner Spulen dünne.
Aber wenn es nur ums reine löschen geht dann tut es doch auch jedes einfache Halbspur Mono Gerät.
OK, man muss das Band halt einmal drehen um es von beiden Seiten zu löschen.

By the way
Hast du mal einfach probiert eins von diesem Band einfach mal neu Aufnehmen.
Dann abspielen und mal einfach hören was da noch so durch kommt was nicht hingehört.
Ich glaube nicht das dieses so große Auswirkungen hat das man es deutlich hört.

Dann, ist es nicht besser, und vielleicht auch günstiger, sich direkt Neue Bänder zu kaufen.
Eine gebrauchte, voll funktionierende Maschine kostet Geld. Dann must ja auch noch die Zeit rechnen um diese Bänder zu löschen.

Mein Tipp :
Biete die gebrauchten Bänder zum Verkauf an und hole dir neue.
Kannst du den Rummel sparen.

Gruß
Holger
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#34
Hallo Helge,

wenn es Dir vor allem ums Löschen der "falschen" Spurlage geht, ist natürlich der Bulk Eraser die schnellste und beste Lösung. Leider sind sie nicht ganz leicht zu finden - ich habe auch noch keinen ergattert.

Ansonsten finde ich die Idee garnicht so abwegig, mit einem recht einfachen alten Gerät zu löschen. Uher Variocord kommt mir dabei tatsächlich zuerst in den Sinn - die sind oft günstig zu haben, und es gibt sie auch mit Halbspur-Köpfen (und der Kopfträger ist wechselbar). Natürlich, wenn man sie vollständig betriebsfähig haben will, muss man sich auch um solche Dinge wie das Reibrad kümmern. Fürs einmalige Löschen von vielleicht 100 Bändern (oder wieviele sind es etwa?) sollte das aber noch recht egal sein - solange der Oszillator funktioniert, das Band zuverlässig transportiert wird und das Gerät löscht.

Ein anderer Ansatz wäre, einen (zusätzlichen) Vollspur-Löschkopf auf Deinem eigentlichen Gerät unterzubringen. Manchmal findet man sie als Ersatzteil aus Studiomaschinen, dann aber meist nicht günstig. In großer Zahl und kostenlos verfügbar sind aber Löschköpfe aus VHS-Recordern - einmal beim Sperrmüll die Augen offen halten, oder im Elektroschrottcontainer suchen. Dazu bräuche man eine passende Ansteuerung - das ist wohl der größte Aufwand dabei. Ob man den alternativen Löschkopf mit dem eigenen Oszillator der Maschine betreiben kann, muss man individuell prüfen (welches Gerät, welcher Löschkopf) - die Fachkompetenz ist hier im Forum glücklicherweise vorhanden, wenn Du lieb fragst Smile Auch sollte es machbar sein, eine recht simple Schaltung zum Betreiben eines solchen Kopfes zu entwerfen (Sinus aus der Soundkarte, einfacher Verstäker?) - aber auch das bräuchte die einschlägige Fachkompetenz der entsprechenden Forenmitglieder (ich kann das auch nicht...).

Meine Lösung des Problems ist komfortabel, aber teuer: Irgendwann wurde der Wunsch nach einer großen Maschine stark genug, dass ich die Anschaffung gewagt habe. Es wurde eine A807, mit einem Vollspur-Löschkopf Smile

Viele Grüße
Andreas
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#35
Die ASC 5004 hat doch bestimmt einen dieser niederohmigen roten Löschköpfe, die auch bei den  UHER Kisten und der A77 drin stecken.
Ich würde mir, wenn's meine 5004 wäre, solch einen 2-Spur LK besorgen und mit Pattex o.ä. kurzfristig seitlich an den 4-Spur LK kleben und dann die Anschlüsse umlöten.
Anschließend die A/W Köpfe abkleben oder, noch besser, mit Tempotüchern kaschieren,
dann zeigt sich auch sofort, welche Bänder Abrieb haben.
Nach Beendigung der Löschaktion den 2-Spur LK wieder entfernen und fertig ;-)

Gruß, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#36
Ah, es geht um die kleine ASC... hab ich übersehen... Der Kopfträger hat einen regulären Platz für einen 4. Kopf, rechts im Bandlauf, der manchmal mit einem zusätzlich Widergabekopf bestückt ist. Vermutlich könnte man dort einen weiteren Löschkopf sogar ganz ohne Pattex montieren. Einige Bilder von ASC-Kopfträgern habe ich damals in diesem Thread gezeigt: Kopfspiegelresonanzen - ein paar Messungen.

Natürlich wäre dann die einfachste Lösung, einen Halbspur-Kopfträger für das Gerät aufzutreiben (oder ein sonst defektes Schlachtgerät). Wechsel ist dann mit 4 Schrauben erledigt, ganz ohne Bastelei. Wahrscheinlich sind auch Kopfträger der ähnlichen Sprachlabor-Geräte dafür tauglich.

Viele Grüße
Andreas
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#37
Ihr seid schon cool, einen Kopf mit Pattex einkleben ... Ich hab gerade Aussicht auf einen Bulk Eraser. Also hat sich das Problem vielleicht damit gelöst. Und mit ganz viel Glück hab ich sogar noch eine Tandberg Zweispurmaschine aufgetrieben. Ich halt euch auf dem Laufenden. Einen zweiten Tonkopf für Halbspur in die ASC einzubauen ist übrigens auch eine tolle Idee. Ich mag die ASC nämlich echt gern.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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