Von Digital aufnehmen für Dummies
#1
Hallo, ich möchte auf mein Tonband TK5 von z.B. Spotify über den PC aufnehmen.
Ich habe mich hier imForum schon mehrfach darüber belesen. Jedoch scheitert mein, in dieser Materie sehr schwach ausgebildetes, Verständnis an Spezialbegriffen und Abkürzungen. Bitte entschuldigt daher diese banale Frage. Welches Kabel und welches Zusatzgerät benötige ich dafür und wo kann ich es beziehen.
Es wäre mir sehr geholfen.
Mit vielem Dank im Voraus
Gerald
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#2
Hallo Gerald.
Ich hole die Musik aus dem Laptop.
Daran hängt ein Digital/Analog Wandler mit analogen Ausgängen.
Von diesen kannst du in deine Bandmaschinen oder auch in den Verstärker gehen.
Da ich das Signal am Laptop auf 100% und im Musikprogramm auf Hifi Pegel eingestellt habe, muss ich am Wandler nichts mehr regeln und deswegen reicht mir ein ganz simpler SMSL.
1000 andere Leute werden 1000 andere Varianten haben, ich komme mit meiner gut zurecht.
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#3
(08.07.2022, 14:13)Tkfünfer schrieb: Welches Kabel und welches Zusatzgerät benötige ich dafür und wo kann ich es beziehen.
Es wäre mir sehr geholfen.

Hallo Gerald,

Du bräuchtest eigentlich ein Kabel mit einem 3-poligen DIN-Stecker (für das Grundig) auf der einen und einem kleinen Klinkenstecker (für den PC) auf der anderen Seite.

Wäre das Grundig ein Stereo-Gerät mit einer fünfpoligen DIN-Buchse, könnte man da mit zwei Kabeln bzw. Adaptern (Klinke auf 2 x Cinch plus 2 x Cinch auf DIN 5-polig) improvieren. Ich befüchte aber, daß es Kabel oder Adapter für 1 x Cinch auf DIN 3-polig nicht fertig zu kaufen gibt. Mono ist einfach zu wenig gefragt.

Wenn ich richtig liege, bleibt nur der Selberbau. Oder ein netter Forianer baut Dir das Kabel zusammen.

Gruß,
Timo
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#4
Hallo Gerald,

am besten gehst du so vor: (Bild einmal anklicken für volle Größe/Lesbarkeit)
   

Artikel 1: dieses Kabel nutze ich an all meinen 3-Pol-DIN-Geräten:
https://www.perakabel.de/din-stecker-3-p...ecker.html

Artikel 2: Um aus dem Stereosignal des PCs Mono zu machen braucht man solch einen Splitter:
https://www.amazon.de/SIENOC-Stecker-Dua...STU9BM5TQA

Artikel 3: Kupplung um den Splitter an den DIN-Adapter zu anschließen zu können:
https://www.amazon.de/VCE-Kupplung-Verbi...072M4MBRX/

Artikel 4: Kabel vom PC zum Cinch-Splitter:
https://www.amazon.de/AmazonBasics-PBH-1...01D5H8KO2/

Oft wird gesagt, man bräuchte beim Zusammenführen des Stereos zu Mono noch Vorwiderstände, in der Praxis habe ich das aber noch nie gemacht und es funktionierte immer wunderbar.


Schöne Grüße
Alexander
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#5
Hallo,
vielen Dank für eure schnellen und aufschlussreichen Ratschläge.
@ Alexander. Ich habe jetzt nach Deiner super aufbereiteten Einkaufsliste geordert und hoffe das es mir damit gelingt. Vielen Dank für Deine Mühe.
Ich werde berichten.
Wünsche Euch ein schönes Wochende und verbleibe mit Dank und Grüssen.

Gerald
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#6
Kann man sich den Splitter nicht sparen, indem man den PC in Mono wiedergeben lässt?
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#7
Ist in der Regel nicht als Ausgabe-Option verfügbar,
eher schon das "Gegenteil": Surround, 5.1, 7.1, ...
und Stereo-Balance.
Der Wunsch nach Mono ist den Designern wohl unbekannt oder unvorstellbar.

Der übliche Weg, aus Stereo Mono zu erzeugen, besteht darin, die beiden Kanäle über Vorwiderstände von ein paar Kilo-Ohm zusammen zu klemmen.
Man muß also zusammen-führen, nicht splitten,
es sei denn man denkt rückwärts.

MfG Kai
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#8
Ich hab leider die Erfahrung, dass viele meiner Quellen sich nicht auf Mono zusammenführen lassen, das klingt dann immer komisch verzerrt und undeutlich, ziehe ich einen der beiden Cinch Stecker raus ist der Sound schlagartig gut und so, wie er sein soll. Ich bin aber auch zu faul mir ein Kabel mit Vorwiderständen für Mono zu bauen, weil ich das nicht oft benutze. Eigentlich nur noch im Schlafzimmer an meinem SABA Freiburg, ansonsten hab ich keine Mono Geräte mehr. Da denke ich aber auch drüber nach es zu verkaufen, weil ich mit dem Klang unzufrieden bin und nur noch selten Radio höre.

Bei einer Soundkarte hat man aber über die Einstellungen oft die Möglichkeit das Signal Mono auszugeben oder es findet sich irgendein Plugin, das das Signal Mono ausgibt und beide Kanäle zusammen legt, deshalb wäre es in dem Fall (falls der Sound beim Zusammenführen beider Kanäle ohne Vorwiderstände nicht gut sein sollte) nicht so tragisch, wenn man einfach nur einen der beiden Kanäle benutzt und das Signal per Software Mono ausgibt.

LG Tobi
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#9
(09.07.2022, 11:11)DOSORDIE schrieb: Ich hab leider die Erfahrung, dass viele meiner Quellen sich nicht auf Mono zusammenführen lassen, das klingt dann immer komisch verzerrt und undeutlich, ziehe ich einen der beiden Cinch Stecker raus ist der Sound schlagartig gut und so, wie er sein soll. Ich bin aber auch zu faul mir ein Kabel mit Vorwiderständen für Mono zu bauen,

Man darf zwei Quellen unterschiedlicher Spannungen genauso wenig parallel-klemmen wie zwei etwas verschiedenen Batterien.
Wenn man einfach nur die beiden Ausgänge parallel legt und intern nicht bereits Serien-Widerstände spendiert wurden, fließen Ströme von der stärkeren in die schwächere Quelle, so hoch wie sie liefern kann bzw die schwächere aufnehmen kann. Das geht idR nicht gut.
Bei Audio-Signalen werden dann die Ausgänge überlastet und produzieren Verzerrungen.
Wenn in den Ausgängen bereits Serien-Widerstände drin sind, sind die dennoch oft noch zu  klein, um solche Effekte zu verhindern.

Bei keinem meiner diversen Computer gibt es im Windows-System die Ausgabe-Option "Mono".
Es mag Wiedergabe-Programme geben mit Plug-Ins, bei denen man die Stereo-Basis-Breite auf Null reduzieren kann.
Normal ist aber eher der Wunsch, die Basisbreite zu vergrößern.
Die Anzahl der Mono-Liebhaber ist nunmal eher geringfügig.

MfG Kai
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#10
Hallo!

Windows lässt sich unter Einstellungen -> Barrierefreiheit -> Audio, zur Mono Ausgabe bewegen.

Viele Grüße
Linus
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#11
Welches Windows ?

Bei meinen gibt es das nicht.

MfG Kai
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#12
In Windows 10 funktioniert es angeblich so:

https://www.easytutoriel.com/de/transfor...ws-10.html
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#13
11 & 10

Viele Grüße
Linus
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#14
(09.07.2022, 13:29)timo schrieb: In Windows 10 funktioniert es angeblich so:

Nicht nur angeblich

   

Gruß Ulrich
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#15
Also braucht jemand, der alte Mono-Tonbandgeräte verwendet,
eine aktuelle Windows-Version, wenn er nicht löten kann.

Unter Windows 7 gab es das noch nicht.
Da wurde noch nicht behauptet, daß man die Audio-Ausgabe durch Umschalten auf Mono verbessern kann.

MfG Kai
Nachtrag: "Stattdessen" gibt es da eine Option "Voice-Aufhebung",
das erzeugt vermutlich auch Mono, aber als Differenz von L und R, womit auch meist die in die MItte positionierten Bässe verschwinden
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#16
Ich wollte noch zu bedenken geben, dass sich einige Aufnahmeverfahren nicht unbedingt dazu eignen, sie zu einem Mono-Signal herunterzumischen - besonders, wenn mit Laufzeit- und Phasendifferenzen gearbeitet wird. Jörg Wuttke schreibt dazu in seinen Mikrofonaufsätzen:

Wuttke, Mikrofonaufsätze schrieb:AB-Aufnahmen vermitteln meist den Eindruck einer großen räumlichen Tiefe. Es ist bekannt, dass dies durch die wenig korrelierten Raumsignale an den voneinander entfernten Mikrofon-Aufstellungsorten bewirkt wird. Andererseits klingt die Monowiedergabe von AB-Aufnahmen deutlich schlechter als die koinzidenter Aufnahmen. AB-Aufnahmen sind nicht “monokompatibel”.

AB ist ein Hauptmikrofon aus zwei Kugeln im Abstand von ca. 50-100 cm - was ich bei Chor-, Orgel- und Orchesteraufnahmen fast immer benutze (seit ich Kugeln habe). Wichtig war die "Monokompatibilität" wohl vor allem bei der Schallplatte und UKW-Rundfunk, weil Stereo in Form von L+R und L-R übertragen wurde (und wird).

Möglicherweise ist man also bei mancher Aufnahme mit dem Weglassen eines Kanals sogar besser bedient als mit der Summe. Vermutlich ist das aber im Vergleich zu fehlenden Längswiderständen und clippenden Ausgängen erstmal das kleinere Problem. Andere im Forum können dazu aber mit fachlicher Autorität mehr sagen als ich...

Viele Grüße
Andreas
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#17
Hallo Andreas,
das war ein gut gemeiner Hinweis,
aber
Zitat: "ich möchte auf mein Tonband TK5 von z.B. Spotify über den PC aufnehmen."
du wirst von Spotify wohl nicht erfahren, mit welcher Mikrofonierung aufgenommen wurde, was da gerade zum Kunden gestreamt wird.

MfG Kai
Nachtrag: Meines Wissens hat man sich zuletzt zur Zeit, als Musik noch über AM-Radio bekanntgemacht wurde, darum bemüht, daß auch die Mono-Version "überzeugend" klingt.
In einer Übergangszeit später wurden Stereo-Versionen und Mono-Abmischungen hergestellt. Seit FM-Radio und den digitalen >=2-Kanal-Nachfolgern spielt das kein Rolo mehr.
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#18
Für die Teenies mit ihren Mono-Bluetooth-Lautsprechen als Zielgruppe für Produktionen spielt MONO aber witzigerweise wieder eine ziemliche Rolle.
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#19
Hallo!

Ist zwar Off-Topic, aber Windows 7 wird nicht mehr supported und sollte einem Upgrade unterzogen werden.
Von einer Verbesserung der Klangwiedergabe bei Umschalten auf Mono wird bei Windows nur im Zusammenhang mit der Barierefreiheit gesprochen. Weitere "Klangverbesserungen" beziehen sich auf das optionale "Hochmischen" auf virtuellen Suround, das kann man halten wie man will, bei mir ist es natürlich immer ausgeschaltet.

Viele Grüße
Linus
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#20
Hallo zusammen,

ich hatte mit dem direkten Zusammenführen nie Probleme, egal ob es in ein Tonbandgerät oder meinen Geloso-Mono-Röhrenverstärker geht. Das sind alles Dinge, die man zwar messen, aber nicht wirklich hören kann.

Erfolgreich getestet mit verschiedensten Musikrichtungen. Also ja, für Aufnahmen von Spotify wird das prima funktionieren, mache ich mir keine Sorgen. Unzählige meiner Halbspur Mono-Mixtapes verschiedenster Musikrichtungen sind so entstanden und alle klangen sie so wie sie sollen.


Schöne Grüße
Alexander
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#21
(09.07.2022, 17:13)eudatux23 schrieb: Hallo zusammen,

ich hatte mit dem direkten Zusammenführen nie Probleme, egal ob es in ein Tonbandgerät oder meinen Geloso-Mono-Röhrenverstärker geht. Das sind alles Dinge, die man zwar messen, aber nicht wirklich hören kann.

In Beitrag #8 hat Tobi berichtet, daß was er unerfreuliches bei direktem Verbinden gehört hat.
Von "messen" war keine Rede.

MfG Kai
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#22
(09.07.2022, 15:01)Linus schrieb: Hallo!

Ist zwar Off-Topic, aber Windows 7 wird nicht mehr supported und sollte einem Upgrade unterzogen werden.

"Support" bezieht sich ja hier auf sicherheitsrelevante Updates.
Solange man nicht mit dem Internet verbunden ist, ist das doch völlig wurscht.
Ich habe im Keller in meinem Partyraum einen Uralt Laptop mit Windows XP stehen. Der dient nur als Zuspieler meiner MP3-Sammlung für die Musikanlage. (Nix Spotify)
WLAN Empfang habe ich da sowieso nicht. Also keine Gefahr...
Aus Qualitätsgründen benutze ich nicht die eingebaute Soundkarte, sondern eine hochwertige externe von Creative.

Hier wäre übrigens noch Folgendes zu erwähnen.
Gerne stellt sich bei einer Zuspielung vom Laptop, welches am Netzteil hängt, zum Verstärker (oder Tonbandgerät) eine Brummschleife ein.
Diese wird durch die Erdung des Laptop-Netzteils und gleichzeitig des Verstärkers erzeugt.
Ich habe bei mir im Keller daher den grün-gelben Schutzleiter am Laptop Netzteil abgeklemmt. Dann war Ruhe.
Viele aktuelle Netzteile werden heute ohnehin nur noch 2-polig mit 220 Volt versorgt. Also komplett ohne Schutzleiter.

Einen weiteren Uralt-Laptop habe ich übrigens im Wohnzimmer stehen, an dem hängt ein externer Satellitenempfänger.
Damit nehme ich ab und an TV-Sendungen auf, die nicht in der Mediathek abrufbar sind. (i.d.R. Spielfilme)
Das Ding läuft auch noch mit XP und das ganz prima. Vermutlich gibts für den alten USB-Satellitenemfänger (TechniSat SkyStar USB HD DVB-S2) auch gar keine aktuellen Treiber mehr für Windows 10/11.

Diese Zeilen schreibe ich übrigens auf einem Windows 10 Notebook. Der Windows 11 Mist kommt mir erstmal nicht auf den Kasten...

Als Mann vom Fach (Softwareentwicklung und EDV-Service) kann ich mir hier allerdings auch nicht den Hinweis verkneifen, dass die größte Schwachstelle für den Einfall von Schadsoftware nicht der PC/Laptop bzw. das Betriebssystem ist, sondern die Person die davor sitzt.
Wobei natürlich klar ist, dass fast alle Schadprogramme darauf ausgelegt sind, Windows Rechner anzugreifen und nicht etwa Linux Maschinen.

Gruß, Jan
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#23
Nochmal zur Zusammenschaltung von Stereo auf Mono.

ES KOMMT DARAUF AN! - Dieser Allgemeinplatz gilt auch hier. Benutzt man den Kopfhörerausgang eines digitalen Gerätes, hat man es mit den beiden Ausgängen von zwei kleinen Endstufen - heute durchweg Schalt-Endstufen, auch Class D genannt - zu tun. Die sind natürlich relativ niederohmig und wollen nicht miteinander verbunden werden. Verzerrungen sind u.U. die Folge. Es kann je nach Gerät trotzdem einwandfrei funktionieren, was nicht bedeutet, dass es immer funktioniert. Abhilfe schaffen zwei Längswiderstände vor dem Verbindungspunkt, einige 100 Ohm genügen schon.

Line-Ausgänge eines PCs (etc.) sind dagegen relativ (!) hochohmig, so dass man sie allermeistens direkt zusammenschalten kann.

VG Stefan
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#24
Es gibt auch noch eine vornehmere Möglichkeit.
Wenn man viel von Stereo in Mono überspielen will, bietet sich ein kleines Mischpult an mit mindestens 2 Monoeingängen, die beide einen Panoramaregler haben. Gibt´s bei der Bucht schon für ein paar Euro.
Den linken Kanal in den einen Eingang des Mixers, den rechten in den anderen. Die Panoramaregler beide mittig stellen.
Am Ausgang liegt dann auf beiden Kanälen ein Monosignal an.
Oder man nimmt einen Monomixer mit 2 Eingängen. Der Panoramaregler entfällt dann.

LG Helmut
Ein durchgeknallter Röhrenspinner mit Tigertick, der hauptsächlich Geräte sein eigen nennt, die keiner haben will.
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