Telefunken Magnetophon 3000, lohnt sich das Restaurieren?
#1
Hallo,

ich könnte ziemlich günstig an ein Telefunken Magnetophon 3000 kommen, welches optisch noch ganz gut dasteht.
Einfach mal um über den sonstigen Tellerand (AKAI usw.) hinwegzuschauen und mal was ganz anderes auf dem Basteltisch zu haben.
Meine größte Sorge gilt den Tonköpfen. Sind die halbwegs haltbar, oder sind die so butterweich wie früher bei meinem ollen Magnetophon 106?
Vermutlich dürften auch die Riemen zu tauschen sein. Defekte Elektronik bekomme ich immer in den Griff, das wäre das geringste Problem.

Gruß, Jan
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#2
Bisher hatte ich beim M3000 / 3002 / 3002 L noch keinen heruntergewetzten Tonkopf. Ansonsten gibt es die üblichen Probleme: Schalterkontakte (kommt man aber fast überall gut heran), Riemen, und als Besonderheit defekte Kipphebel für die unteren fünf Schalter. Darüber gibt es hier einen Thread, suche ich bei Bedarf gern heraus. Elektronik ist unauffällig.

Gruß
Wenni
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#3
So,

für 25 Euro konnte ich es nicht stehenlassen.

Sieht doch noch gut aus. Bin mal gespannt was mich erwartet.
Die Tonköpfe sehen auf jeden Fall noch prima aus.

Gruß, Jan


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#4
Die (wenigen) Macken und deren (einfache) Behebung sind hier im Forum ausführlich dokumentiert.
Ich würde den Angaben von Wenni noch verharzte Mechanik ("Bremsverstärker") und oxidierte Kontaktschieber hinzufügen wollen.
Restaurieren lohnt sich m.E. auf jeden Fall.
VG Jürgen
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#5
Gratulation,

das ist optisch schon mal ein schönes Gerät.

Ein Schulfreund hatte eins in den 70ern. Spielte recht zuverlässig.

Zuverlässiger als mein Royal de luxe.

War - wenn ich mich recht erinnere - relativ teuer damals.


Gruss

Willy
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#6
Glückwunsch - 25 Euro ist sehr preiswert.

Es fehlen die Füße für Senkrechtbetrieb bzw. sind nicht angesteckt. Wenn Du Glück hast, stecken die an der Kabelfachabdeckung (hinten an der Rückwand), wo Telefunken die "ab Werk" verbaut hat.
Sei vorsichtig mit der Abdeckhaube. Da brechen bei Fehlmontage gern oben die Nasen ab. Passiert leicht beim Anbringen der Haube im Waagerechtbetrieb.

Gruß
Wenni
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#7
Ich mag die 3000er auch. Etwas vergleichbar gutes anderes ist mir von Telefunken im Amateur-Bereich noch nicht untergekommen. Und die Optik ist wirklich toll und sehr eigenständig.

Allerdings muss ich auch gleich wieder einschränken: Für mich ist das ein Gerät für Liebhaber und Sammler. Zum aktiven Benutzen gibt es, auch wenn die Telefunken meiner Erfahrung nach ganz gut funktioniert, für vergleichbare Gebrauchtpreise bessere Maschinen.
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#8
(22.06.2022, 07:58)timo schrieb: Allerdings muss ich auch gleich wieder einschränken: Für mich ist das ein Gerät für Liebhaber und Sammler. Zum aktiven Benutzen gibt es, auch wenn die Telefunken meiner Erfahrung nach ganz gut funktioniert, für vergleichbare Gebrauchtpreise bessere Maschinen.

Dann ist das ja für mich genau das richtige, da ich ein unverbesserlicher Jäger und Sammler bin.
Zum aktiven Benutzen habe ich ja genug andere Kisten (z. Zt. etwa 13 Stück)

@Wenni
Die Füße habe ich genau dort gefunden, wo du beschrieben hast. Wäre ich ja im Leben nicht drauf gekommen....

Ich werde über die Wiederherrichtung berichten...

Gruß, Jan
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#9
Bildschönes Maschinchen - viel Erfolg beim Reaktivieren.

Grüße
Erhard
Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem. Karl Valentin
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#10
So, gestern habe ich mich mehrere Stunden mit dem Teil auseinandergesetzt.

Der Riemen des Spulmotors war gerissen, da habe ich erstmal was aus meiner Bastelkiste draufgemacht. Korrekter Ersatz wird bestellt.
Das größte Problem hatte ich mit dem Zugmagneten der Laufwerkssteuerrung, der wollte nicht so wirklich.
Es lag an den kleinen Mikroschaltern im Tastenblock, die alle oxidiert waren.
Nachdem ich diese ausgebaut und mit Bref und Schleifpapier bearbeitet hatte, gingen auch die Laufwerksfunktionen wieder einwandfrei.
Die Anzeigeinstrumente zeigten bei 0db beide gleich an, bei -10db gabe es eine Abweichung voneinander von etwa 3 db. Sowas stört mich extrem!
Dazu habe ich mir mal die Schaltung angeschaut. Da ist eine Begrenzerdiode (D182) verbaut, die wohl im oberen Bereich eine Art logarithmischen Verlauf erzeugen soll.
Ich vermute, daß diese Dioden eine ziemliche Streuung haben.
Nachdem ich den Vorwiderstand der Diode des linken Kanals von 1K auf 1,5K erhöht hatte, war auch nach erneuter Justage bei 0db (über R187) der Gleichlauf der Instrumente akzeptabel.
Ganz schlecht ist die Kanalungleicheit des (logarithmischen) Radio/Phono Schiebepotis für die Aussteuerung und das Fehlen eines Balancereglers. Hier wären 2 Schiebepotis, so wie beim Mikroeingang besser.
Ich überlege den Mikroeingang quasi stillzulegen oder zu modifizieren und stattdessen einen echten Line-In Eingang zu basteln und dafür die beiden Mikrofon-Schiebepotis zu verwenden.
Der Phonoeingang mit den 1MOhm Vorwiderständen ist ja auch nicht der Hit. (das Thema hatten wir letztens schon woanders)
In den nächsten Tagen kümmere ich mich dann um die Wiedergabe und Aufnahme. Mal sehen was da noch so kommt.

Gruß, Jan


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#11
Vorhin ein bespieltes Band eingelegt um die Wiedergabe zu testen...

Was soll ich sagen, bin begeistert, funktioniert alles prima, der Klang ist super, die Tonköpfe scheinen richtig justiert, keine Kanalungleichheit, alles super!
Absolut keine Handgriffe nötig!

Die Aufnahme ist nicht so wichtig, werde ich aber auch noch checken...


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#12
Einen Balanceregler gibt es: Den Trimmer R768 auf der Reglerplatine. Mit dem kannst Du den linken Kanal gleich dem rechten einstellen.

Gruß
Wenni
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#13
Wenn Du die Eingänge modifizierst, checke mal ob der Radio-Zweig auch diese 'Pilottonsperre' hat...
VG Jürgen
[Bild: XS4Eh6TfJeQAAAABJRU5ErkJggg==]
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#14
(23.06.2022, 16:00)Wenni schrieb: Einen Balanceregler gibt es: Den Trimmer R768 auf der Reglerplatine. Mit dem kannst Du den linken Kanal gleich dem rechten einstellen.

Gruß
Wenni

Schon klarm aber, der nützt mir aber nichts, wenn das Schiebepoti mehr als 2db Kanalungleichheit bei Verschiedenen Positionen hat oder das Eingangssignal bereits auf einem Kanal lauter oder leiser ist und ich das ausgleichen will.
Ich schraube ja nicht bei jeder Aufnahme die Kiste aus um an den Trimmer ranzukommen.

Gruß, Jan
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#15
Ja, das stimmt, wenn die Ungleichheit schon beim Eingangssignal vorhanden ist, kann man das dann nicht ausgleichen.
Um Geräteungleichheiten auszugleichen, hat es bei mir aber immer gereicht.

Gruß
Wenni
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#16
(23.06.2022, 16:03)JUM schrieb: Wenn Du die Eingänge modifizierst, checke mal ob der Radio-Zweig auch diese 'Pilottonsperre' hat...
VG Jürgen
[Bild: XS4Eh6TfJeQAAAABJRU5ErkJggg==]

Auf Anhieb kann ich im Schaltbild keinen 19KHz Filter entdecken...

Ich denke, ich schmeiße die rot umrandeten Bauteile raus und Verbinde die "Phono" Buchse direkt mit den Schiebereglern für den Mikroeingang.
Ich muß mal messen, ob die Eingangsempfindlichkeit an der Position dazu ausreicht.

Gruß, Jan

(23.06.2022, 16:13)Wenni schrieb: Ja, das stimmt, wenn die Ungleichheit schon beim Eingangssignal vorhanden ist, kann man das dann nicht ausgleichen.
Um Geräteungleichheiten auszugleichen, hat es bei mir aber immer gereicht.

Gruß
Wenni

Geräteungleichheit meinte ich aber nicht. Es gibt etliche Musikstücke, oft bei Liveaufnahmen, da regel ich bei der Tonbandaufname auf einem Kanal nach, weil die Balance nicht stimmig ist, auch wenn das der Tonmeister so gewollt hat.

Gruß, Jan


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#17
Was ich noch lobenderweise erwähnen muß - Die Bandtellerverriegelung, ein Traum!
Das ist einfach Klasse. Das sollten alle Maschinen haben.
Und Laufwerksgeräusche gleich Null, so leise ist keine andere Maschine von mir.
Ich glaube ich habe mich verliebt... Heart

Gruß, Jan

Edit:
Eine kleine Modifikation habe ich noch bezüglich der Anzeigeinstrumente vorgenommen.
Die waren mir doch ein bißchen arg träge im Rücklauf.
Den 22µF Kondensator habe ich gegen einen 10µF getauscht.


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#18
Und noch ein Tip für die anderen Besitzer einer solchen Maschine.
Die üblichen Antriebsriemensets bei ebay bestehen ja ausschließlich aus Rundriemen.
Ich benötigte ja nur den Riemen für den Wickelmotor. Dieser ist ein Vierkantriemen.
Ich habe mir diesen bestellt und soeben verbaut. Passt perfekt, rutscht nicht, alles super.

https://www.ebay.de/itm/284755282983

Gruß, Jan
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#19
Hhm, erscheint mir etwas lang. Der Originalriemen(Vierkant, 1,8 x 1,8) hat 80mm Durchmesser. Ein neuer 80mm-Riemen sitzt allerdings auch ziemlich stramm. Hoffentlich rutscht Deiner nicht durch nach ein paar Wochen.

Gruß
Wenni
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#20
Genau aus dem Grund habe ich mir einen 80er und einen 85er bestellt und der 85er passte perfekt.
Den 80er habe ich ja jetzt noch, falls es Probleme geben sollte, was ich nicht glaube.

Gruß, Jan
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#21
Heute hatte ich mal nach längerer Zeit endlich die Gelegenheit mich wieder mit der Telefunken auseinanderzusetzen.
Ich habe den Phono Eingang, wie oben im Schaltbild beschrieben, direkt auf die Schieberegler für die Mikrofonaussteuerung gelegt.
Funktioniert super. So kann ich mit einem DIN auf Cinch Adapter prima Aufnehmen.
Die Aufnahmequalität der Maschine ist erstklassig!
Sogar bei 4,75 cm/s noch anhörbar. Bei 9,5 cm/s absolut spitze.
Bin bestens zufrieden mit dem Ding. Und das für'n Appel und'n Ei.

Gruß, Jan
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#22
Moin,

es ist das Mag 2000 Hifi, was mich gerade beschäftigt, und da es dem Mag 3000 ähnelt, hat vllt jemand einen Tipp.
Ich möchte die Platine mit den Schiebereglern ausbauen und komme nach umbiegen der Häkchen nicht weiter, ist die Platine noch anderswo arretiert..evtl von der Unterseite?
Ich würde gern den Radioeingangsregler eliminieren und dafür die beiden Mikro Eingangsregler dafür verwenden, nen Schaltbild gibts hier, nur krieg ich wie gesagt die Platine nicht raus..
Gruss aus HH Rüdiger
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#23
Die schwarze Kunststoffabdeckung entfernen, den Stecker abziehen und 4 Schrauben herausdrehen. Alles von vorne / oben. Dann kannst den gesamten Block aus dem Gerät herausnehmen.

Gruß
Wenni
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#24
Ok, da heisst dass das beim 2000 anders gelöst ist, da gibt es keine 4 Schrauben, sondern 5 Eisenbleche, die oben verdreht sind und den Block halten. Wenn man sie gerade biegt und den Stecker abzieht, ist der Block immer noch fest..?
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#25
Die Dinger nennen sich „Schränklappen“, weil sie verschränkt werden. 
Leider habe ich ein M3000, das die erwähnten Schrauben besitzt, daher weiß ich auch nicht, wie das beim 2000er gelöst ist.
Im Servicemanual finden sich jedenfalls folgende Hinweise zum Ausbau der Platinen:
   

Der Blutfleck ist dabei ohne Belang!  Big Grin
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#26
Genau wie auf dem Bild von Holgi vom M3000er SM steht es auch im SM vom M2000. Mach' doch mal ein Bild von Deinem Gerät mit der Reglerplatte, das tät mich interessieren.

Gruß
Wenni
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#27
(22.06.2022, 07:58)timo schrieb: Ich mag die 3000er auch. Etwas vergleichbar gutes anderes ist mir von Telefunken im Amateur-Bereich noch nicht untergekommen. Und die Optik ist wirklich toll und sehr eigenständig.

Allerdings muss ich auch gleich wieder einschränken: Für mich ist das ein Gerät für Liebhaber und Sammler. Zum aktiven Benutzen gibt es, auch wenn die Telefunken meiner Erfahrung nach ganz gut funktioniert, für vergleichbare Gebrauchtpreise bessere Maschinen.

ich habe zur Zeit vier von den Geräten hier, ein M3000 schwarz/silber für 30 Euro, optisch toll mit zwei originalen Metallspulen, mit an einem Scharnier angebrochener aber noch rettbarer Haube, ein M3000 schwarz/silber, das ich geschenkt bekommen und vor dem Container gerettet habe, ranzig aber rettbar und mit intakter Haube, ein M3002 schwarz silber ohne Haube für 20 Euro, und seit dem Feiertag letzten Donnerstag noch ein spätes schwarzes M3002, mit intakter Haube, teilzerlegt aber komplett. 

Ich hatte die Dinger eingesammelt, um zwei Geräte aufbauen und zwei als Teilespender verwenden zu können, aber zu meiner Überraschung sind alle vier mit erträglichem Aufwand und ohne zugekaufte Ersatzteile rettbar - und das eine M3000, das ich schon wieder in Betrieb habe, klingt schon bei 9,5cm/sek zum Niederknien gut, besser als alles, was ich aus der Bauzeit und in der Kategorie kenne. Von daher halte ich es grade als empfehlenswert für jemanden, der ein billiges Einsteigergerät zum aktiven Nutzen sucht. Die Alternativen wären nur die frühen Dreimotorer von Philips, die Grundigs mit ihren störanfälligen Pressblech-Hebelchen-Laufwerken, oder das Uher Royal de Luxe, das klanglich nicht im Ansatz mithalten kann und den Beitzer in den Wahnsinn treiben kann, wenn es seine Alterswehwehchen kriegt. Die japanischen Dreimotorer Kleinspuler z.B.von AKAI oder die ASCs sind jünger und bewegen sich in anderen Preisklassen. Selbst die Ganzplastik Bomber Philips N7150 werden deutlich teurer gehandelt als die Telefunken M3000 - was hat das Telefunken Marketing damals nur falsch gemacht ?

Gruß Frank
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#28
Hier ein M3002 mit intakter Haube für 25 Euro. Und sieht auch noch gut aus. Der beschriebene Fehler ist vermutlich gar keiner, ohne Band (und somit mit geschlossenem Bandrißschalter) tut sich halt nichts.

Gruß
Wenni
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#29
(02.06.2025, 22:42)Wenni schrieb: Hier ein M3002 mit intakter Haube für 25 Euro. Und sieht auch noch gut aus. Der beschriebene Fehler ist vermutlich gar keiner, ohne Band (und somit mit geschlossenem Bandrißschalter) tut sich halt nichts.

Gruß
Wenni

Sieht wirklich noch Gut aus.  Cool

Ob das Gerät einen Versand nach Aachen schadlos überleben würde?
Wink  Der die Passion zur alten Recording Technik wiederentdeckt hat  Heart
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#30
Kommt darauf an wie gut der Paketdienst sein Katapult eingestellt hat. Also eher nicht...
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#31
Ich würde das Gerät und die Abdeckhaube separat versenden lassen. Dann könnte es bei guter Verpackung klappen.

Gruß
Wenni
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#32
Das befürchte ich auch aber zum abholen ist mir zu weit...
Wink  Der die Passion zur alten Recording Technik wiederentdeckt hat  Heart
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#33
Die Haubenscharniere bei den Telefunken 2000/3000 Geräten sind leider fast immer abgebrochen
Die Konstruktion ist auch einigermaßen bescheuert.
Wenn man das Gerät mit geschlossener Haube nach vorne neigt, dann drückt das ganze Gewicht auf die Scharniere und dann knackt es.
Ich suche auch noch eine unbeschädigte Haube.
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#34
He, da bin ich doch grad dran Smile

Und den Deckel lass ich mir separat zusenden, falls das überhaupt was wird. Seit gestern Mittag keine Reaktion mehr.

Grüßle
Mobby
Was ich mag: Flipper, Musikbox, Plattenspieler, Carrera
...und vielleicht bald Bandmaschinen  Wink
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#35
(04.06.2025, 12:04)Morbidus2000 schrieb: He, da bin ich doch grad dran Smile

Dann sind wir schon 2  Dodgy
Wink  Der die Passion zur alten Recording Technik wiederentdeckt hat  Heart
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#36
Oh, dann überweis mal kein Geld. Hab ich nämlich schon.

Euch schöne Pfingsten
Mobby
Was ich mag: Flipper, Musikbox, Plattenspieler, Carrera
...und vielleicht bald Bandmaschinen  Wink
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#37
Noch ist das Angebot nicht reserviert oder gelöscht.
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#38
Ja, die Kommunikation ist spärlich.
Ich habe eine andere gefunden und gekauft - ich bin raus.
Wink  Der die Passion zur alten Recording Technik wiederentdeckt hat  Heart
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#39
So, Gerät ist "fast" gut angekommen. Am Deckel war das Scharnier abgebrochen. War ich ja hier schon vorgewarnt. Ärgerlich: Ich habe grad beim Entsorgen der Verpackung festgestellt, dass das abgebrochene Teil in der Verpackung war. Nehme also an, dass das wirklich erst beim Versand passiert ist (die Dame wollte den Deckel übrigens doch nicht getrennt versenden).
Und ja, die Kommunikation war schwierig.

Hab es nicht abwarten können und in der Mittagspause mal reingespickelt:
- Gerät geht an
- VU geht an
- alle Tasten gehen zu schwer, so dass ich die weiteren Tests bei geöffnetem Gehäuse an den Schubstangen ausgeführt habe
- Play schafft nicht den "Schlitten" hochzuschieben
- Spulen kinke Spule geht
- Spulen rechte Spule ist der Riemen gerissen (Nachschub muss besorgt werden)

Ich hab übrigens bei meinen Plattenspielern mit Öl aus dem Modellbau geölt (also nicht gefettet), kann ich das hier auch einsetzen?

Mal schauen, ob ich vor dem Wochenende noch weiter komm.

Grüßle
Mobby
Was ich mag: Flipper, Musikbox, Plattenspieler, Carrera
...und vielleicht bald Bandmaschinen  Wink
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#40
Tja, schade, wieder eine intakte Abdeckhaube weniger...
Ölen geht auch, ich hab' bei den 3000ern auch immer geölt.

Gruß
Wenni
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#41
Question 
@ Morbidus2000,

Echt schade um die Haube.  Sad

Ich gehe meine 2000er die ich gekauft habe am WE selber abholen um so was zu verhindern.

Mir wurde bestätigt, dass sie Ohne Probleme Vor und zurück spult. Etwas Arbeit kommt anscheinend doch auf mich zu denn,
laut Aussage des Verkäufers:

Der Schlitten der Andruckrolle ist etwas verharzt und muss gereinigt werden, weil das Gerät lange nicht benutzt worden ist.


   
Wie und womit schafft man es denn, diese komplexe Mechanik zu reinigen ohne sie zu zerlegen (was ich mir sehr schwierig vorstellen kann)?

Wenn sie gereinigt ist, welches Öl könnte man denn konkret dazu brauchen alles gangbar zu halten?

Schon mal vielen Dank im voraus für nützliche Tipps.
Wink  Der die Passion zur alten Recording Technik wiederentdeckt hat  Heart
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#42
Ich nehme zum finalen Ölen immer ein dünnes Feinmechaniköl. Zum Lösen Oszillin T6, das enhält Mikrogleitmittel. Und den "Banddruckapparat", wie Jürgen (JUM) den mal so schön benannt hat, warm machen mit einen Haartrockner. Das löst das verharzte Fett auch schon gravierend. Komplett demontiert hab' ich das nie.

Gruß
Wenni
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#43
Der Schlitten für die Andruckrolle muss zerlegt oder wenigstens abgehoben werden, sonst wird das nix. Dann mit Waschbenzin und frischer Molykote-Paste. Das Gleiche gilt auch für den Bremskraftverstärker. Davor wollte ich mich auch drücken, aber so lange sich die Teile bewegen, als seien sie mit Honig oder Silikonöl 500.000 cst geschmiert, funktioniert das alles nicht richtig...

   
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#44
Ja, Du hast die Kopfträgerplatte komplett demontiert, aber nicht allein das bewegliche Oberteil, welches den GA - Rollenhebel zum Capstan bewegt, oder? Und darum geht es hier, sowie ich das verstanden habe.

Gruß
Wenni
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#45
Doch, habe ich. Ich habe davon im Eifer des Gefechts nur kein Foto gemacht! Bei dem Bild in meinem Kommentar müsste ich wohl „Symbolfoto“ dranschreiben. Wink
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#46
O.k., verstanden. Die Mühe hab' ich mir nie gemacht. Ich habe das mit warmmachen und einsprühen immer ohne Demontage gangbar bekommen. Gangbar nenne ich es, wenn die bewegliche Platte bei Waagerechtbetrieb nach "Stop" ohne manuelle Nachhilfe ganz nach unten kommt.

Und das ist auch dauerhaft, mein ätestes M3000 habe ich seit mindestens 15 Jahren, bisher war hier keine Nacharbeit erforderlich.

Gruß
Wenni
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#47
(11.06.2025, 16:17)Wenni schrieb: Zum Lösen Oszillin T6...
warm machen mit einen Haartrockner. Das löst das verharzte Fett auch schon gravierend. Komplett demontiert hab' ich das nie.

Gruß
Wenni

Danke, das sind gute Tipps  thumbup

Ich kenne den Zustand der M 2000 ja noch nicht aber "Oszillin T6" habe ich bestellt und ich werde es zuerst damit und mit warm machen mittels Haartrockner versuchen.
Wink  Der die Passion zur alten Recording Technik wiederentdeckt hat  Heart
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