Kratzfilter
#2
Hallo niels,
eines von vielen Parametern der Magnetbandtechnik bezeichnet man mit "Gleichfeldrauschspannungsabstand"
Dieser Messwert liefert einen Anhaltspunkt für das sog. Modulationsrauschen, eine Störung des auf Magnetband aufgezeichneten Signals, die sich mit seiner Amplitude ändert und hauptsächlich von Inhomogenitäten der Magnetschicht und von Längsschwingungen des Bandes abhängt, also auch von der Gerätekonstruktion her beeinflußbar ist. Es bilden sich geräuschartige "Seitenbänder", die unter anderem als Rauhigkeit des aufgezeichneten Signals hörbar sind. Da die Modulationsrauschmessung eines tonfrequenten Signals schwiriger ist, wird ersatzweise das Modulationsrauschen einer Gleichfeldaufzeichnung gemessen. Zusätzlich zum Hochfrequenzstrom, der den Norm-Arbeitspunkt ergibt, wird ein Gleichstrom vom Effektivwert jenes Wechselstroms durch den kopf geschickt, der zur Bezugspegelaufzeichnung erforderlich ist. Als Gleichfeldrauschspannungsabstand GR wird das Verhältnis von gehörwertrichtig bewerteter Wiedergabespitzenspannung und Wiedergabespannung des Bezugspegels angegeben.

Magnetband besteht trotz seiner nachgesagten Festigkeit aus elastischem Material, welches durch die Längsreibung an Bandführungen und Kopfspiegeln in geringfügige, aber messbare, Längsschwingungen versetzt wird. Durch diese Längsschwingungen wird das aufgezeichnende Signal zusätzlich moduliert (Zittern,Kratzen,Rauhigkeit).
Um diese zum Modulationsrauschen führenden Längsschwingungen des Bandes zu minimieren haben "bessere" Bandmaschinen im Bandlauf unmittelbar zwischen den Köpfen sog. Beruhigungsrollen eingebaut, die auf Grund ihrer Massenträgheit längsschwingungsberuhigende Wirkung auf den Bandlauf ausüben.

Bernd
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[Kein Betreff] - von niels - 11.07.2005, 08:58
[Kein Betreff] - von capstan - 11.07.2005, 09:50

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