High Res Aufnahmen auf AKAI GX 600D
#1
Hallo zusammen, ich bin neu hier und....

...ich habe gleich mal eine Frage bezüglich der maximalen Aufnahmequalität die bei einem AKAI GX 600D möglich ist wenn ich über einen angeschlossenen DAC zuspiele. Welchen Frequenzbereich schafft die Maschine und welchen Dynamikumfang? Wird Rauschen ein Thema sein? Ist nur eine theoretische Frage denn ich möchte keine Diskussion über die Sinnhaftigkeit lostreten.

Einen schönen Wochenstart  

LG Mark Smile
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#2
siehe Hifi-Wiki
Viele Grüße
Jörg
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#3
Thumbs Up 
Top, vielen Dank.  Big Grin
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#4
Köpfe ordentlich reinigen, Gutes Bandmaterial verwenden

am besten wäre das Gerät einzumessen auf die zu verwendende Bandsorte

einfach ein paar Testaufnahmen machen, viel Erfolg  Smile
Gruß Ulf
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#5
Hi Mark,
bei Klassik wird Rauschen sicherlich ein Thema sein, vor allem, wenn du über Kopfhörer abhörst, wirst du es wahrnehmen. Sind Köpfe und Bandmaterial in Ordnung und ist die Maschine auf das Band eingemessen, wirst du keinen Höhenverlust feststellen.

Stammen die Hi-Res-Aufnahmen von alten Mastern (analog, frühe Digitalzeit) wirst du kaum Limitierungen haben. Was auf der Aufnahme nicht drauf ist, kann man auch nicht hinzuzaubern. Du bekommst aber die vermutlich jeweils bestmögliche Qualität der Quelle angeliefert - das müsste jeder zu schätzen wissen, der bei seinen Standard-Streamingdiensten "schlechte" Aufnahmen bestimmter Alben streamen muss.
Liebe Grüße
Thomas
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#6
Bei Streamingdiensten kann es schon mal vorkommen, dass man das falsche Master erwischt, das dann irgendwie totkomprimiert ist, was aber nicht an der Bitrate liegt. Der Unterschied sollte zwischen Komprimierung bei AAC mit 320 kbps und HiRes eigentlich technisch nicht hörbar sein, zumal ein Tonbandgerät der digitalen Quelle sowieso immer unterlegen ist. Ist die Qualität einer Bandaufnahme oder Schallplatte besser, als die einer CD oder eines Streams liegts am Master und nicht am Medium. Die Limitierungen der Analogtechnik hat man bei digitalen Quellen ab einer gewissen Bitrate/Codec nunmal einfach nicht und bei einer Kopie auf analog hast du automatisch einen Verlust. Von analog zu analog wird der noch größer.

Die GX600 ist ein Viertelspurgerät, die frühen AKAI Maschinen klingen insgesamt sehr gut, allerdings haben sie ein extrem lautes Gegensprechen, das vor Allem bei Aufnahmen mit viel Dynamik extrem störend ist. Man hört immer die Gegenspur rückwärts wie so ein Grollen im Hintergrund, das macht sich vor Allem bei Stille oder leisen Passagen bemerkbar. Bei 9,5 cm/sec hast du ausserdem immer einen früheren Falldown im Hochtonbereich. Theoretisch sollte die Maschine auch bei 9,5 cm/sec über 20 kHz schaffen, durch die Bandsättigung den den früheren Höhenverlust bei höheren Pegeln klingen 9,5 cm/sec Aufnahmen aber immer etwas muffelig, es gibt auch keine Maschine, bei der das nicht hörbar ist, das geht bei 19 cm/sec zwar weg, aber durch die höhere Geschwindigkeit wird auch das Gegensprechen lauter. Das kann man nur abschalten indem man nur eine Seite des Bandes bespielt, letztendlich macht es dann aber mehr Sinn, eine Halbspur Maschine zu kaufen und die volle Kapazität des Bandes zu nutzen. Später hat man den schlechteren Hochtonbereich bei 9,5 cm/sec mit dem "EE" Band verbessert, das war dann quasi Chromdioxid bzw. Chromsubstitut für Bandmaschinen, konnten aber nur ein paar spätere Maschinen auch korrekt entzerren und heute sind diese Bänder sehr teuer.

Ich finde übrigens die GX 260 D in Darwins Avatar eine oder wenn nicht die schönste 18er Maschine, aber auch da war das mit dem Gegensprechen für mich leider inakzeptabel, ich hatte 2 oder 3 von den Geräten, als man sie noch für 80 Euro bekommen hat. Eine GX 600 hatte ich auch mal und auch da war das leider genau so.

Ich habe seit einigen Jahren eine GX 747 und da ist das Gegensprechen selbst bei 19 cm/sec nicht hörbar. Davor hatte ich eine TEAC X1000, bei der es trotz eingeschaltetem dbx leise zu hören war, aber deutlich weniger störend als bei den alten AKAIs. Auch bei meiner Grundig TK600 oder dem Uher Royal DeLuxe ist es hörbar, aber ebenfalls nicht so störend. Tonbandgeräte sind klanglich eigentlich nur richtig gut, wenn sie 2 Spur und mindestens 19 cm/sec sind, ein gutes Cassettendeck ab spätestens Mitte/Ende der 80er kann das schon besser, als ein Heimtonbandgerät, weil einfach das Bandmaterial eine ganz andere Entwicklungsstufe hat.

Natürlich ist es trotzdem sinnvoll als Quelle immer die bestmögliche zu nehmen, weil der Verlust dann auch am Kleinsten ist. Einen extremen Dynamikumfang erreichen aber auch 38 cm/sec Maschinen ohne Kompander nicht. Da ist dann irgendwo bei 65 dB Schluß, weil sich das Rauschen ab einer gewissen Geschwindigkeit kaum oder gar nicht mehr minimiert. Ohne Kompander wird das dann also schwierig und die haben dann wieder andere Nachteile. Meine TEAC X1000 hat bei der meisten Pop und Rock Musik mit dbx Aufnahmen gemacht, die wie von CD klangen. Das Rauschen wurde da so krass minimiert, dass eine Dynamik wie bei CD möglich war. Ich hab da mal bei Stille den Lautstärkeregler auf volle Pulle gedreht und einfach NICHTS gehört. Es gab aber immer wieder Songs wo trotz korrekter Einmessung ziemlich eklige Artefakte entstanden, das passierte immer dann, wenn die Stimmen - wie bei 80er Songs oft üblich - stark effektiert und überbrilliant waren, dann fing es an eklig zu zischen oder es entstanden so komische Rauschfahnen, das war dann nicht gut hörbar.

Ein Nachteil ist bei so stark greifenden Kompandern dann auch, dass die Aufnahmen auf anderen Maschinen nicht abspielbar sind, ohne grauenvoll zu klingen. Schon bei Dolby und Cassettendecks gibts ja von Deck zu Deck auch bei richtigem Azimut Schwierigkeiten, aber je weniger Einfluss der Kompander auf das Signal hat umso weniger fällt es ins Gewicht, es auf einem anderen Gerät einfach aus zu lassen. Dolby C hat bei mir immer mehr Probleme gemacht, als Dolby B und Dolby B Aufnahmen klingen auch ohne Dolby gut. Es gibt ja auch die GX 600 in Dolby Ausführung, bringt allerdings eher weniger bei dem lauten Gegensprechen.

Wirklich viel Dynamik schaffen HiFi Videorecorder, das Umschaltgeräusch der Kopftrommel ist bei etwas Neueren Geräten auch nicht mehr stark hörbar, allerdings altern die Aufnahmen irgendwann und dann gibts Prasseln und Ausfälle.

Ist aus jetziger Sicht jedenfalls Alles nicht mehr so ideal wie man glauben möchte. Natürlich wird so ne Tonbandaufnahme trotzdem schon ziemlich gut, ich wollte damit nicht sagen, dass es klingt wie aus einem Grammophon oder Anrufbeantworter, Schallplatten sind da noch stärker unterlegen und können trotzdem schon sehr gut klingen, wenn man ne gute Nadel hat und die Platte ihren Limitierungen entsprechend gemastert ist. Trotzdem ist es leider so, dass die Hochwertigkeit im Sound, die High End Freaks der Platte oder dem Tonband gerne zuschreiben und auch ihre Überlegenheit gegenüber digitalen Medien einfach nur Unfug. Es ist der Spass an der Sache, die Optik, die Haptik, das Erstaunen darüber, wie gut es dann doch sein kann und die Möglichkeit sich mit so einem "One Trick Pony" komplett auf die Musik einzulassen und nicht noch 50 andere Funktionen seines Smartphones oder Computers nebenbei zu nutzen, ich neige nämlich dazu, mich dadurch schnell ablenken zu lassen, wenn ich weiß da läuft grad "nur" ne Spotify Playlist. Die selbe Playlist auf Tonband oder Cassette kann dann plötzlich viel intensiver sein, nur wegen dem ganzen Drumrum. Grad bei Band ist der Sound ja dann auch nicht unbedingt hörbar anders.
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#7
Also die ~55dB die die meisten Tonbandgeräte ohne Hilfsmittel schaffen, reichen für die meiste Musik doch locker aus. Bei Klassik könnte das manchmal eng werden.

Und wenn ich z. B. eine CD habe und die einmal zu mp3 wandele und einmal die CD auf Tonband aufnehme entsteht in beiden Fällen ein Verlust. Was verloren geht ist aber jeweils unterschiedlich. Wenn ich die mp3 Datei aufnehme, kombiniere ich die Nachteile von beiden Systemen.

Wenn ich die Wahl habe, eine 256kbit mp3 oder eine flac Datei mit 24bit/192kHz vom gleichen Lied aufzunehmen, dann nehme ich natürlich die flac Datei. Schon allein, weil der Aufwand identisch ist.

Gruß
Robert
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#8
Theoretisch ist das natürlich so, aber ich behaupte mal dass das ab 160 kbps aufwärts allerhöchstens durch besondere Artefakte hörbar ist, die nur unter bestimmten Umständen entstehen und nicht ins Gewicht fallen. Der Verlust durch das „Analogisieren“ ist in jedem Fall größer und mit dem aktuellsten mp3 Codec und vor allem auch Allem was lossless ist, wird es ab 128 kbps schon schwierig, wenn man keinen direkten Vergleich hat.

Klar reichen 55 dB meistens aus, aber es kommt eben auch drauf an, wie sich diese 55 dB ergeben. Ein leises konstantes Rauschen ist was Anderes, als das vor Allem im Bass hörbare Gegensprechen bei Viertelspuraufnahmen, das kann schon noch mal mehr nerven.

LG Tobi
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#9
Man muss das Band ja nicht in beide Richtungen bespielen.
Gruß Ulf
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#10
Hallo!

Ich finde den grundsätzlichen Ansatz bzw. Fragestellung schon spannend. Für mich war die Anschaffung einer zweiten Tonbandmaschine anno 2016 (Eine Revox PR99 MK II), nachdem ich seit mehr als 20 Jahren eine TEAC X-2000 besaß, der Anlaß die Zufuhr von Musikmaterial zu überdenken. Es konnte ja nicht alles Masterbandkopien sein... Und ich beschloss also gleichzeitig zum Ausbau meines Geräteparks (inzwischen acht Maschinen) die Aufnahmen nur noch über Highres Digital und einem sehr guten DAC den Geräten zuzuführen. Sozusagen nur das Beste was verfügbar ist (neben guten Schallplattenaufnahmen). Und ich finde es immer noch besser die Mixtapes über Band zu hören anstatt der Playlists über den DAC. Nennt mich verrückt oder verchroben, aber der leichte seidige Schmelz der Tonbandwidergabe ist einfach schön anzuhören. Also für mich kein Widerspruch, sondern etwas das ich von Anfang an als wichtige Verbindung angesehen habe.

P.S. Ich hatte nie nennenswerte Probleme mit den Übersprechen der TEAX X-2000 Viertelspuraufnahmen. Bei Halbspur ist das natürlich kein Thema mehr

Viele Grüße
Linus
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#11
Wobei sich die Frage stellt, ob die GX-600 D dafür geeignet erscheint.
Man sagt ja den ersten AKAI Maschinen mit GX-Köpfen starkes Übersprechen nach, was durch eine  geänderte Kopfkonstruktion später verbessert wurde  (was meine eigenen Erfahrungen gehörmäßig bestätigen).

Darüberhinaus: Wo entsteht denn speziell bei den "alten" GX-Köpfen dieses starke Übersprechen ?
Im Aufnahmekopf, also bei der Aufnahme, oder erst bei der Abtastung durch den Wiedergabekopf ?
 Oder ist es ein Mix aus beiden ?
Es wäre interessant, das einmal zu klären, oder gibt es bereits entsprechende Experimente/Untersuchungen/Threads dazu ?

Groetjes, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#12
Hinzu käme noch der 2 Spur Schmetterlingkopf der Sony TC 880. Sowas schönes habe ich schon lange nicht mehr gehört. Nennt mich einfach verrückt, aber ich kann mich einfach nicht satt hören an dieser Maschine.
Und ich bin voll und ganz bei Linus.
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#13
Me too ;-) Allerdings nehme ich nicht mehr in Viertelspur auf. Am Rechner hängen eine kleine ASC5002 und eine Tandberg TD 20A-SE. Ich nehme wie Linus Mixtapes auf und genieße den unglaublichen Komfort, das schon in TIDAL "vorkonfektionieren" zu können.
Vorher habe ich das mit einer AKAI GX255 gemacht, da war aber die Qualität doch durch das (leichte) Rauschen des Bandgeräts eingeschränkt.

Grüße
Erhard
Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem. Karl Valentin
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#14
@ 747 Fan: Fragt sich nur, was das jetzt mit den AKAI 4-Spur-Köpfen zu tun hat ?

Gruß, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#15
Also ich habe ja wie gesagt mehrere dieser Geräte gehabt und der Effekt war auch bei Fremdbändern vorhanden. Für mich war das wirklich inakzeptabel, was sehr schade ist, weil ich gerne wieder eine 260D für die 18er Spulen hätte, weil ich sie so schön finde und sie sonst auch ein massives Gerät ist und eigentlich gut klingt, aber das macht’s mir halt komplett kaputt.

Bei der TEAC X1000 die ich hatte war das Gegensprechen grad bei 9,5 cm/sec nicht hörbar, bei 19 leise, aber nicht störend, ich sage nur, dass es selbst durch das dbx noch durch kam, es war aber nur wenn man sehr laut bei Stille gedreht hat noch vorhanden. Damit konnte ich aber leben. Die X2000 ist auch noch so ein Traum, den ich mir aber nicht mehr erfüllen werde, vor Allem weil man immer wieder hört, dass die Motoren problematisch sind.

Eine PR99 MK III mit Schmetterlingsköpfen hatte ich auch mal. Da war das mit Dropouts oder bedämpften Höhen natürlich kein Thema mehr. Man konnte sie durch die Köpfe so in die Sättigung fahren dass die Zeiger regelmäßig hinten anstießen und immer noch keine Verzerrung zu hören war, allerdings war das Rauschen trotzdem noch recht laut, der Dynamikumfang war im Vergleich zu Heimtonbandgeräten nicht deutlich größer.

Masterbandkopien halte ich für totalen Blödsinn, man bekommt ja eine Kopie von einem analogen Band, was mehr Verlust bedeutet, als eine gute HiRes Aufnahme, die ja quasi dem Master entspricht, auch in ihrer Auflösung. Man muss auch bedenken, dass noch bis in die 90er in 48 kHz und 16 Bit gemastert wurde, zusätzlich waren bei elektronischer Musik in den Instrumenten Wandler mit 12 Bit und Samples in 22 kHz üblich. So Maschinen wie Atari Falcon, mit dem sicherlich einige Dance Stücke bis 1996 entstanden sind erreicht jedenfalls nicht unbedingt CD Qualität. „Eine gute Schallplatte“ als Referenz zu nehmen ist leider auch Quatsch, weil die Platte nicht annähernd die Qualität des Bandes oder digitaler Quellen erreicht. Sie ist immer hoffnungslos unterlegen und die Kopie von Platte auf Band verschlechtert das dann noch.

Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass sie höchstmögliche Qualität nicht immer bedeutet, dass der Inhalt auch am Besten klingt. Eine SACD kann schlechter klingen, als das selbe Album auf Schallplatte oder eine frühe CD Version, genau so wie ich irgendwelche uralt mp3s in 128 kbps auf der Festplatte habe, die offenbar eine gute Quelle hatten und besser klingen, als eine Version des selben Songs, die auf Streamingdiensten zu finden ist.

Nur weil das Medium theoretisch besser ist, ist nicht automatisch gewährleistet, dass diese Qualität auch ausgenutzt wurde. Hören tue ich jedenfalls keinen Unterschied zwischen HiRes und der selben Datei downgesampelt auf 44.1/16 und selbst wenn ich das dann noch in guter Bitrate auf mp3 komprimiere müsste ich raten. So ein Band kaschiert da oftmals sogar noch Artefakte und ob man es wahr haben will oder nicht: eine gute 128er mp3 hat meist weniger hörbaren Verlust als sämtliche Analogmedien. Deshalb ist mir das auch Alles nicht mehr so wichtig. Wenn ich die Wahl habe, nehme ich das Bestmögliche, wenn ich aber erst den Song kaufen muss, er aber auf Spotify vorhanden ist und irgend ne Schwurbel High End Ausgabe vielleicht ein besseres Master hat, mich Spotify aber zufrieden stellt, hab ich überhaupt keine Ambitionen mich da noch verrückt zu machen.

Übrigens: meine Mixtapes mache ich soweit es geht auch alle aus digitalen Playlisten. Wenn es den Song nur auf Platte oder Band gibt digitalisiere ich den mit Feinschliff Nadel, entrausche und entknacke Alles, normalisiere es, erweitere meistens noch den Stereoeffekt, sehe zu, dass der Azimut stimmt, je nachdem führe ich dann noch ein Equalizing durch und erst dann kommt es wieder zurück auf Cassette oder Band. Hinterher ist das Ergebnis auf jeden Fall besser, als bei einer direkten Kopie von Schallplatte oder Band.

Ich weiß aber, dass Bandsättigung und Rauschen manchmal so eine Art Homogenität erzeugen können. Wenn ich wieder Monate lang mit den überperfekten AirPods Pro gehört hab und dann doch mal wieder den Walkman mit nehme, wundere ich mich manchmal, wie viel Emotion dadurch plötzlich entsteht. Es ist auf einmal ein anderes Erlebnis das selbe Stück zu hören und obwohl es eigentlich weniger direkt ist, als es digital zu hören, fühlt es sich direkter an, weil es dann eben nur die Cassette und mich gibt und keinen Spotify Account, einen Provider, ein iPhone, Noise Cancelling…

Ich rede nur einfach so rational darüber, weil ich es wichtig finde, die Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Würde ich den ganzen Tag nur irgendwelche Aufnahmen miteinander vergleichen um das Ultimative Erlebnis zu entdecken, würde ich es nie finden und dann auch nicht mehr auf die Musik hören, sondern nur noch darauf wie sie klingt und darauf hab ich keine Lust, denn primär geht es eigentlich sollte es ja immer um die Musik und nicht ums Medium…

LG Tobi
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#16
Hi Tobi,
wenn jemand Hi-Res-Aufnahmen verwendet, dann vermutlich von einem Streaming-Anbieter, der sich darauf spezialisiert hat. Bei den Wald-, Feld- und Wiesen-Anbietern ist die tatsächliche Qualität sehr durchwachsen von wirklich überzeugend bis grundübel. Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit Napster, Deezer und Spotify - und erst Recht Amazon Music.
Und dann muss man halt mit dem arbeiten, was angeliefert wird.
Liebe Grüße
Thomas
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#17
Kann gegen die Streamingdienste nichts Negatives sagen. Ich bin einfach nur der Meinung, dass sich die hörbare Qualität nicht durch noch höhere Bitraten verbessert. Der Flaschenhals ist wo anders. Bei SACD ist es ja auch so: Klar ist das Format technisch besser, aber WENN der SACD Layer besser als der normale CD Layer klingt liegt’s am besseren Mastering. Wenn man das selbe Master downsampelt oder als hochwertige mp3 oder FLAC Datei anbietet wird sich nix hörbar ändern, höchstens das Gefühl, dass es technisch schlechter ist und dadurch ein damit verbundenes Minderwertigkeitsgefühl.

LG Tobi
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#18
Mich würde mal Interessieren, mit welcher Wiedergabekette hört ihr Eure Bänder, um die kleinsten Unterschiede raus zu hören?
Gruß Ulf
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#19
(07.04.2022, 12:15)DOSORDIE schrieb: ob man es wahr haben will oder nicht: eine gute 128er mp3 hat meist weniger hörbaren Verlust als sämtliche Analogmedien. 
LG Tobi

Also spätestens hier hast Du mich verloren. Ich habe noch keine 128kbit mp3 gehört, die keine hörbaren Verluste oder Artefakte hatte. Kommt natürlich auch auf die Musik-Richtung an. Aber spätestens beim Schlagzeug (Becken) fällt es dann auf. Blechbläser scheinen auch schwierig zu sein. Da dachte ich bei der kostenlosen Version von Spotify mal, der Hochtöner im Lautsprecher sei kaputt. Das Spotify-Abo klingt durchaus gut.
Auch wenn sich mp3 weiterentwickelt hat, 128kbit ist einfach zu wenig für das Format. Bei 256kbit bzw. V2 wird es schon deutlich besser. AAC erzeugt bei 128kbit deutlich bessere Ergebnisse.

Gruß
Robert
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#20
Von KEINEN hörbaren Verlusten habe ich auch nirgends gesprochen, ich habe nur gesagt, dass die Verluste kleiner sind, als oft behauptet wird und der Verlust bei analog in den meisten Fällen größer ausfällt (Dynamik, Höhenabfall, Innenrille, Kanaltrennung, Mono Bass... usw., da sind speziell bei der Schallplatte blecherne Bläser noch das kleinste Übel, von zischenden S Lauten nicht zu reden...).
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#21
Die Probleme bei der Wiedergabe analoger Medien sind bekannt, nur gehe ich davon aus, wenn jemand die bestmögliche Qualität sucht, dass er auch über adäquate Wiedergabegeräte und entsprechende Quellen verfügt. Das heißt: Streamingdienste, die ihren höheren Preis damit rechtfertigen, dass sie eine kuratierte oder verbürgte Qualität anliefern. Meine Erfahrung bei den Standard-Streamingdienst-Anbietern ist so, dass das meiste echt gut klingt, aber manches halt eben gar nicht. Solche Ausreißer würde ich bei den HiRes-Anbietern nicht erwarten. Es gibt ja noch andere Probleme, wie z.B. die „Gapless“-Wiedergabe - ist leider immer noch kein Standard.

Und wenn ich jetzt eine optimale Qualität angeliefert bekomme, wieviel bleibt dann davon übrig, wenn ich eine Analog-Kopie auf Band anfertige? Das war ja die Ausgangsfrage des Thread-Erstellers.
Liebe Grüße
Thomas
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#22
Eben, es geht doch hier nicht um die Qualität der digitalen Quellen, sondern um die mögliche Aufnahmequalität der 4-spurigen GX-600 D von 1974 und ihre Stärken und Schwächen.

Doof ist allerdings, wenn der Urheber des Threads sich nicht mehr zu Wort meldet und somit alles für die Katz ist.....

Groetjes, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#23
Also Spotify ist schon lange Gapless. Das war damals sogar schon Simfy nach einigen Updates. Genau das ist eben das Problem mit dem HiRes Kram. Da ist auch häufig einfach alter "Müll" hochgerechnet und klingt dann genau so schlecht, wie das fehlerhafte Material auf den anderen Diensten, oder es sind eben nur bestimmte Sachen, die in HiRes verfügbar sind.
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#24
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(07.04.2022, 11:03)moxx schrieb: @ 747 Fan: Fragt sich nur, was das jetzt mit den AKAI 4-Spur-Köpfen zu tun hat ?

Gruß, Frank

Eine sehr gute Frage und ich stand vor dem selben Problem. Mir ist bei meiner Maschine aufgefallen, dass nur Aufnahmen von CD ein Gegensprechen der benachbarten Spuren aufweisen, die Aufnahmen vom Plattenspieler dagegen eher selten. Es muss also etwas mit der Entzerrung zu tun haben, denke ich mir.
Dass man die GX Tonköpfe sehr hoch Pegeln kann, hat nicht nur Vor- sondern auch Nachteile. Hier muss ich für meine Anlage ein Mittelmaß finden. Und genau an dieser Stelle kommt die 2 Spur Technik ins Spiel, mit einer Maschine nach NAB und eine nach CCIR entzerrt. Dass HiRes Aufnahmen kein Garant für gute Qualität sind, hat jeder von uns mittlerweile schon gemerkt. Meine Aufnahmen mache ich nur noch vom Plattenspieler mit dem Tascam DA 3000. Bis jetzt liefert diese Kombination das beste Ergebnis.

Abgehört werden die Aufnahmen mit Accuphase C222 Vorverstärker, Technics SE A5 MK2 Endstufe und Infinity Kappa 9.2 Lautsprecher. Die Bühne ist sehr transparent, sachlich leicht bassbetont.
Bei meiner Aufstellung ist es leider auch ein Extremfall, weil die Lautsprecher etwa 5m auseinander stehen. MP3, egal welches Format, hört sich hier matt an, die Räumlichkeit fehlt. Die Unterschiede zur Maschine oder Plattenspieler sind ohne zu Übertreiben gewaltig.


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#25
Ich sehe da die 880 und die 630 Pro, die sind doch beide nach NAB-Norm entzerrt oder hast du eine umgerüstet auf CCIR ?

Gruß, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#26
Jetzt hast du mich verunsichert Frank, ich muss die Akai doch genauer nachmessen. Ich hatte angenommen, wenn die Akai in Aufnahmepegel gleich mit der PR99 bei 0db liegt, dass sie nach ccir entzerrt ist. Beide Maschinen liegen auch 20db über der Sony. Oder ich habe keine Ahnung und bringe etwas hier durcheinander.
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#27
Aber mit einer 4 Spur Maschine tastest du doch nur die halbe Spur bzw. bei einer sogar etwas weniger ab, weil der Rasen bei 2 Spur Bändern leicht versetzt liegt, wodurch ja eigentlich der Pegel eines 2 Spur Bandes nicht wirklich eine Aussage über die Norm einer 4 Spur Maschine treffen kann, oder sehe ich das falsch?

Was das Medium mit dem Gegensprechen der Maschine zu tun haben soll verstehe ich nicht. Allerhöchstens verringert sich das durch weniger Pegel, was aber auch keinen Sinn macht, weil man dann Dynamik verschenkt und damit das Rauschen erhöht. An der Schallplatte liegt das jedenfalls nicht. Vielleicht fällts weniger auf, weil bei alter Musik oft der Bassanteil nicht so hoch ist, wie bei neueren digital produzierten Stücken wodurch sich der Tieftonanteil nicht so sehr als "Grollen" durchdrückt, das hängt dann aber auch eher von der Musik ab, als vom Medium. Ist wohl eher Zufall. Der Verlust ist aber in jedem Fall größer von analog zu analog als von digital zu analog, ob HiRes oder nicht spielt dabei keine besonders große Rolle und noch mal: Die Platte ist definitiv das schlechteste Medium (12 kHz in der Innenrille, wechselnde Qualität durch Veränderung der Relativgeschwindigkeit zur Mitte hin, hohe Verzerrungen, recht starke Gleichlaufschwankungen, durch nie exaktes Mittenloch, wechselhafter und dadurch mehr störender Noise Floor, als bei Tonband, anderer Frequenzbereich des Noise Floors und damit Addierung der Störgeräusche bei Aufnahme auf Band, weil Rauschen und Noise Floor gleichzeitig hörbar sind, Knackgeräusche durch Kratzer, Mono Bass, schlechte Kanaltrennung, diverse Stereo und Phasen Effekte so wie überbrilliante Höhen sind nicht möglich und wenn scharfe Höhen auf der Platte schon angezischelt sind kann das durch die Bandsättigung verstärkt werden, je nach Länge der Plattenseite kann der Dynamikbereich stark variieren, bei Samplern sind teilweise Bässe und Höhen beschnitten, damit die Rille dünner und flacher ist und somit mehr auf die Platte passt, dafür klingts dann aber fürchterlich und das kopiert man Alles mit aufs Band...).

LG Tobi
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#28
@ 747 Fan: die AKAI und die SONY sind ganz sicher nach NAB-Norm entzerrt.

Wenn die TC-880-2 20 dB (!) weniger Pegel bringt als die anderen Maschinen, dann stimmt was nicht mit ihr. Zumindest müssten sie und die  AKAI 630 ähnliche Pegel bringen.

Bei SONY entsprechen 0 dB, also  Vollaussteuerung, etwa o,775  Volt am Ausgang.
Der Pegelregler für den Ausgang muss dabei in der gerasterten 0-Stellung sein.

Gruß, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#29
Oh, da bist du aber auf dem Holzweg, es sind 600mV.
Sorry
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#30
Falls du die Daten von HiFi-Wiki hast, dort gibt es Übertragungsfehler/Verwechslungen etc ohne Ende.

Die 0,775 V beziehen sich auf den Cinchausgang, nicht die Empfindlichkeit des Line In.

Gruß , Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#31
Es ist schon lange OT, aber ganz kurz zum Verständnis. Wenn ich mit einem Sinuston 600mV reingehe, habe ich über Band bei Aufnahme 0db und so steht es auch in SM. Bei der Akai sind es in dem Fall 775mV bei 0db über Band.

Edit: nein, es ist alles Unsinn was ich geschrieben habe.

Danke Frank, ich muss doch die Maschinen neu vermessen.
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#32
Ich hab eben mal wieder ein Band auf meiner 747 aufgenommen. Eigentlich hab ich ne Playlist durchlaufen lassen, wenn Lieder aber endlose Outros hatten oder was Anderes nicht gestimmt hat, habe ich zurück gespult, eingecuet und dann ab da gelöscht und den nächsten Track aufgenommen. Ich bin immer noch beeindruckt, wie lautlos und exakt die Maschine das macht. Man dreht an den Punkt zurück, ab dem man löschen möchte, dreht diesen Punkt dann so, dass das Band anstatt am Wiedergabe am Aufnahmekopf steht und wenn man dann Record drückt ist auch exakt ab da Stille, es entstehen keine Knackgeräusche beim Neuansetzen, man hört keine anfänglichen Artefakte usw… so eine schöne Maschine! Die Perfektion der Viertelspurtechnik!

LG Tobi
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#33
Ich frage mich immer wieder, würden die Japaner heute so eine Maschine neu bauen, was sie kosten würde ? 1982 lag die Akai 747 bei 1780DM oder 1500$ im Intershop damals. Und heute ? die Gebrauchtpreise für so eine Maschine kennen wir ja.
Trotz CD, HiRes & Co. höre ich immer noch am liebsten Music vom Tonband.

   
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#34
Sicher dass die 747 so günstig zu haben war? Die hatte doch n UVP von fast 3000 Mark. Und wieso im Intershop für Dollar? Da musste doch mit DM bezahlt werden und so richtig High End gabs da glaub ich nicht in der DDR…
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#35
Die DM Preise habe ich aus dem damaligen Neckermann Katalog, soweit meine Erinnerung reicht.
Im damaligen Ostblock dürften die Bürger keine harte Währung besitzen, hieß entweder auf der Bank, wie heute mit negativ Zinsen liegen lassen, oder in den Shops einkaufen gehen.
Natürlich gab es in damaligen Ostblock eine HiFi-Szene.
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#36
Dass es eine HiFi Szene gab zweifele ich nicht an, aber gab es die 747 wirklich im Intershop? Es ist ja oft so, dass es auch dort nur bestimmte Geräte zu kaufen gab, die teilweise noch abgespeckt waren gegenüber denen im Westen. Es war ja nicht so, dass man im Intershop Alles kaufen konnte, das Angebot war auch dort begrenzt.

Solche Geräte wie die Akai GX747 musste doch eher die Oma aus dem Westen einfahren oder so, aber im Intershop?

LG Tobi
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#37
Ich habe die Akai in Shop live in Berlin und Bukarest gesehen. Für mich persönlich damals unerreichbar, man muss sich in etwa so vorstellen, dass man zur damaligen Zeit im Ostblock ein Auto ( z.B. ein Dacia o. Trabi mit Ausgleich) gegen dieses Gerät eingetauscht hat (selbst in meinem Bekanntenkreis schon erlebt).
Es gab damals schon Menschen, die „beruflich“ im Westen zu tun hatten, nur für diese Maschine hätte man schon länger als ein Jahr „arbeiten“ müssen, um die Kohle dafür übrig zu haben.
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#38
Also, dass es solche höherwertigen Bandmaschinen im Intershop gegeben hätte, daran kann ich mich nicht erinnern. Kassettendecks und CD-Player schon, insbesondere der Marke Technics. Ein RS-B905 tut heute noch Dienst bei mir.

Hifi-Interessierte gab es in der (gar nicht so) guten alten DDR schon. Ich rechne mich mal seit Anfang der 70er Jahre dazu. Das würde ich aber nicht als "High-End Szene" bezeichnen. Den Bregiff High-End und das dazugehörige esoterische Geschwurbel habe ich erst nach 1989 kennengelernt.

Gruß Micha
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#39
Na die 747 ist ja nicht in dem Sinne High End, aber sie gehört in ihrer Klasse eben zu den Besten Maschinen, die es gibt. Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Dann sag ich halt TOTL Geräte. In den Intershops gabs halt vorrangig Einsteiger und Mittelklassegeräte und man konnte sich auch nicht sagen „bestellen sie mir mal dieses oder jenes Gerät“ sondern musste das nehmen, was es gab.
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#40
(23.04.2022, 12:04)DOSORDIE schrieb: Na die 747 ist ja nicht in dem Sinne High End, aber sie gehört in ihrer Klasse eben zu den Besten Maschinen, die es gibt.

Zur damaligen Zeit war die Akai das nie. Im Westen waren es (zu Recht) die Tanbergs 20 und die ASC 6000 Serie die Ballkönigin. Die Akais waren ganz "billige Japanische Maschinen", bei den Händlern im Westen unbeliebt, wurden eher über Kataloge verscherbelt. Im Osten aber waren es bezahlbare Geräte.

 „bestellen sie mir mal dieses oder jenes Gerät“

Im Osten hieß es "besorgen", der Mann/Frau hinter der Theke musste auch über "die Runden kommen".
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#41
Die AKAI Maschinen, besonders die großen Autoreverse Typen 635/636/646 waren in der BRD durchaus angesagt und verkauften sich wie geschnitten Brot. Sie waren auch, vergleicht man sie mit den 4-Spur ASC, TANDBERG oder REVOX, genauso gut. Und sie waren mit ihrer Autoreverse Ausstattung mit 6 Köpfen gleichteuer oder günstiger wie die europäische 4-Spur Konkurrenz.

Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass man die 747, welche im Westen ca 2800 DM kostete, in der DDR für 1800 Dollar kaufen konnte, und erst recht nicht "unter der Theke".


Groetjes, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


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#42
Und wieso denn in der DDR überhaupt Dollar? Dass da Jemand DM von der Westverwandtschaft hatte, verstehe ich ja noch, aber wieso denn US Dollar? Das war dort unter normalen Umständen unmöglich!

Ich meine tatsächlich mal in einer Doku gehört zu haben, dass bestimmte Artikel im Intershop billiger waren, als im Westen, weshalb Westler, die in der DDR zu Besuch waren ganz gerne da einkauften. Kann aber auch sein, dass ich das jetzt durcheinander werfe. Elektronik, HiFi, Video usw. war ja aber auch im Westen begehrt. Ich glaube nicht, dass die Sachen dort billiger waren, eher teuerer und wenn dann hätte man sie wahrscheinlich nicht ausführen dürfen. So ne Packung Duplo lässt sich schnell mal auf der Durchreise verbrauchen. Eine riesige Bandmaschine aus dem Westen wäre an der Grenze aber abgefangen worden vermute ich. Man durfte ja auch kein Ostgeld ausführen, nur Ostwaren. Westwaren durften auch nicht rein. Soweit ich weiß wurden Mickey Maus Hefte und Benjamin Blümchen Cassetten beim Einchecken konfisziert, wenn man Pech hatte und die Kinder auf dem Rücksitz sowas dabei hatten.

LG Tobi
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#43
Auf meinen früheren Transitfahrten nach Berlin musste ich meinem Nachbarn öfter Zigaretten aus den Intershops mitbringen. Große AKAI's o. ä. sind mir dabei nicht ins Auge gefallen...

Grüße
Erhard
Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem. Karl Valentin
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#44
Naja, ich möchte es mal so sagen, Februar 85 hatte ich endlich das Geld für die 747 zusammen.
Von Hamburg bis München keine neue Maschine (im Westen) aufzutreiben. Keine Chance. Ich habe das ganze so erlebt. Schließlich gebraucht in Hannover gefunden.
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#45
85 war aber auch schon Ausverkauf. Ich meine im 85er Heft wären auch keine mehr drin gewesen. Akai hat glaub ich 84 angekündigt, sich aus dem Tonbandgerätebau zurück zu ziehen. Nur TEAC hat dann noch die X2000 angeboten.

LG Tobi
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#46
Hallo, mein Senf dazu: 
Wenn jemand in der DDR eine Erbschaft von einem Verwandten aus einem nicht- DDR Land machte, dann konnte diese (je nach Wohnort des Erblassers) durchaus auch auf Dollar lauten. Der Onkel meines Vaters Beispielsweise lebte und starb in den USA, wohin er nach 1945 gegangen war. 

Allerdings hat der geneigte DDR- Bürger weder Dollar noch echte D- Mark in die Hand bekommen. Statt dessen wurde das Geld auf einem Treuhandkonto geparkt, von welchem man sich die DDR- Schwindelwährung "Forum- Scheck" auszahlen lassen konnte, um mit diesen im Intershop einzukaufen. Eine andere Möglichkeit war die direkte Bestellung von Waren aus dem sogenannten Genex- Katalog. Genex war eine Handelsgesellschaft mit Sitz in Dänemark. das Ganze war natürlich eine Tarnfirma von Schalck- Golodkowski...

Wir waren um 1985 / 86 in vielen Intershops unterwegs, Bandmaschinen (egal welcher Herkunft) standen damals keine mehr herum. Nur Radiorecorder, meist von Sharp oder Sanyo.
Über Genex hätte man noch Bandmaschinen erwerben können, allerdings nur Ostware vom tschechischen Hersteller Tesla.
Zur Illustration, was welche Geräte damals (in D- Mark !!) gekostet haben, hänge ich hier mal ein paar Fotos aus dem 1986er Genex Katalog an. Mach Euch selbst ein Bild...

                                             

Grüße, Rainer
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