04.03.2022, 14:31
Hallo,
ich habe zur A77/A76- Kombi nun auch den passenden A78 aufgetrieben. Von außen war er sehr gut und nicht verkratzt, das war mir wichtig.
Nach dem Öffnen war ersichtlich, das vermutlich noch die originalen Teile darin arbeiteten, also noch nichts mal abgebrannt war.
Auch das ist m.E. immer ein Pluspunkt.
Die Zerlegung erschien zuerst mehr als furchtbar zu sein, aber nach Verstehen des Prinzips war's dann halb so wild- im Gegenteil, man kommt wirklich an jedes Schalterchen und Poti ran um sie zu reinigen.
Das war trotz quasi null Staub oder Korrosion im Inneren aber auch nötig. Mit etwas Isopropanol und Oszillin war's zügig erledigt.
Die Goldkontakte der Platinenschalterflächen haben noch einen Hauch Vaseline bekommen.
Getauscht habe ich die 'Schiffchen' und Tantale, die Verfärbungen hatten oder an kritischen Stellen sitzen, alle Trimmer der Endstufe und alle Elkos und Trimmer des Netzteils.
Die teilweise fragwürdig isolierten Netzspannungsführenden Leitungen bekamen der mutmaßlichen Schutzklasse II angemessenere zusätzliche Isolierung verpasst.
Nach dem Zusammenbau habe ich den Amp sanft hochgefahren per Stelltrafo.
Offset am Ausgang und Ruhestrom iterativ justiert, ohne Signal und Last.
Die Werte aus dem SM waren sofort problemlos zu erreichen, Stromaufnahme aus dem Netz genau nach Manual.
Jetzt mußte die A78 arbeiten, an komplexer Last (Lautsprecher halt
).
Lässt man den Lautstäkeregler beim Ein- und Ausschalten auf Null, gibt's keine Störgeräusche.
Frequenzgang direkt am LS gemessen liegt zwischen 20Hz und 18kHz bei 0,2dB (+- der Meßfehler meines Millivoltmeters), bis 20kHz waren -0,8dB zu verzeichnen.
Alle Eingänge lassen sich geräuschlos umschalten, Klangregelung und Filter sowie der überrasched praktische Louness-Low funktionieren.
Und, klingt's ? Keine Ahnung, aber ich konnte keinen wirklichen Unterschied zur vorher spielenden moderneren NAD Vor- Endstufenkombi hören, der Phono- MM war sogar mit weniger Störgeräuschen behaftet. Dort war der Klang unterschiedlich (ist ja fast immer so) aber letzlich kommts hier auf Geschmack und Kombination zum TA hin an.
Leistung reicht für sehr gehobene Zimmerlautstärke gut aus, auch an wirkunsgradschwachen Lautsprechern.
Ich bin positiv überrascht, es war eigentlich so ein 'Serie zusammen kriegen' Sammel- Projekt.
Jetzt läuft's erstmal im Wohzimmer im Normalbetrieb.
viele Grüße
Matthias
ich habe zur A77/A76- Kombi nun auch den passenden A78 aufgetrieben. Von außen war er sehr gut und nicht verkratzt, das war mir wichtig.
Nach dem Öffnen war ersichtlich, das vermutlich noch die originalen Teile darin arbeiteten, also noch nichts mal abgebrannt war.
Auch das ist m.E. immer ein Pluspunkt.
Die Zerlegung erschien zuerst mehr als furchtbar zu sein, aber nach Verstehen des Prinzips war's dann halb so wild- im Gegenteil, man kommt wirklich an jedes Schalterchen und Poti ran um sie zu reinigen.
Das war trotz quasi null Staub oder Korrosion im Inneren aber auch nötig. Mit etwas Isopropanol und Oszillin war's zügig erledigt.
Die Goldkontakte der Platinenschalterflächen haben noch einen Hauch Vaseline bekommen.
Getauscht habe ich die 'Schiffchen' und Tantale, die Verfärbungen hatten oder an kritischen Stellen sitzen, alle Trimmer der Endstufe und alle Elkos und Trimmer des Netzteils.
Die teilweise fragwürdig isolierten Netzspannungsführenden Leitungen bekamen der mutmaßlichen Schutzklasse II angemessenere zusätzliche Isolierung verpasst.
Nach dem Zusammenbau habe ich den Amp sanft hochgefahren per Stelltrafo.
Offset am Ausgang und Ruhestrom iterativ justiert, ohne Signal und Last.
Die Werte aus dem SM waren sofort problemlos zu erreichen, Stromaufnahme aus dem Netz genau nach Manual.
Jetzt mußte die A78 arbeiten, an komplexer Last (Lautsprecher halt
).Lässt man den Lautstäkeregler beim Ein- und Ausschalten auf Null, gibt's keine Störgeräusche.
Frequenzgang direkt am LS gemessen liegt zwischen 20Hz und 18kHz bei 0,2dB (+- der Meßfehler meines Millivoltmeters), bis 20kHz waren -0,8dB zu verzeichnen.
Alle Eingänge lassen sich geräuschlos umschalten, Klangregelung und Filter sowie der überrasched praktische Louness-Low funktionieren.
Und, klingt's ? Keine Ahnung, aber ich konnte keinen wirklichen Unterschied zur vorher spielenden moderneren NAD Vor- Endstufenkombi hören, der Phono- MM war sogar mit weniger Störgeräuschen behaftet. Dort war der Klang unterschiedlich (ist ja fast immer so) aber letzlich kommts hier auf Geschmack und Kombination zum TA hin an.
Leistung reicht für sehr gehobene Zimmerlautstärke gut aus, auch an wirkunsgradschwachen Lautsprechern.
Ich bin positiv überrascht, es war eigentlich so ein 'Serie zusammen kriegen' Sammel- Projekt.
Jetzt läuft's erstmal im Wohzimmer im Normalbetrieb.
viele Grüße
Matthias
