02.07.2005, 09:33
Da habe ich wieder eine Wissenslücke gefüllt - konnte zwar vor 25 Jahren schonmal mit einem Monitor arbeiten, aber an solche Details habe ich keine Erinnerungen.
Nun ist es ja so, daß 4-kt.-Riemen einen quadratischen Querschnitt aufweisen.
Die 3-kt.-Gummis des 4000 report entsprechen aber keinem gleichschenkligen Dreieck und daher können sie in einer 90° -Spurrille nicht vernünftig laufen. Umgekehrt trifft das bedingt auch zu - wenigstens unter Belastung.
Die Flanken des Monitor-Riemens liegen ja in den report-Spurrillen nur punktuell an was besonders für die Motorscheibe einen nicht unerheblichen Friktionsverlust darstellt. Daraus resultieren nahezu zwangsläufig höhere Verschleißwerte des Gummis.
Bei meiner (ersten?) Ausführung des 4000 report ist ein anderer als ein Dreikantriemen nicht verwendbar - es sei denn, man nimmt entsprechende mechanische Änderungen am Käfig der Schwungmasse vor. Das aber widerstrebt mir prinzipiell solange, wie es noch Gummis mit dem Original-Dreikantprofil zu kaufen gibt. Wenn auch zu sittenwidrigen Preisen und Bedingungen!
Das Thema ist für mich noch nicht gänzlich vom Tisch da ich glaube, daß es durchaus einen Bedarf an diesem Dreikant-Antriebsriemen gibt - nicht aber an sinnlosen "Original-UHER-Sets" die niemand wirklich braucht.
Die eigentliche Problematik des Antriebsriemens betrifft aber weniger das Profil als vielmehr die Chemie! Und das ist nicht auf die UHER-Geräte beschränkt.
Sehr viele "Gummiriemen" sind nicht aus wirklichem Gummi - also auf Kautschukbasis - sondern aus Silikonmassen gefertigt.
Die sind zwar unheimlich elastisch und verspröden nicht wie Gummi, dafür aber ist deren Oberfläche zu glatt und bewirkt eine Art Selbstschmiereffekt. D.h. nach nur sehr kurzer Laufzeit rutschen diese Dinger wie Schmierseife.
Das Geheimnis eines dauerhaften Treibriemens besteht zuallererst in der richtigen Mischung der Komponenten und somit in dem optimalen Kompromiß zwischen Elastizität, Abriebfestigkeit und Adhäsion. Das ist ein Spagat, den nur ein sehr erfahrener und flexibler Hersteller solcher Massenteile beherrschen kann. Große "Hersteller" sind in aller Regel dazu nicht in der Lage weil sie nur über den Preis verkaufen und die Produktion sonstwo stattfindet. Kleinere Fabrikanten - welche kompetent, willens und unabhängig sind - in Deutschland zu finden, ist nahezu aussichtslos.
Was sogenannte "Original-Riemen" betrifft, so ist es kein Wunder wenn die nicht halten was man sich von ihnen erhofft!
Falls sie denn tatsächlich noch aus UHER-Lagerbestand stammen, so sind sie schlicht an der Lagerung zugrunde gegangen!
Handelt es sich dagegen um Teile aus laufender Fertigung die in den originalen Abmessungen hergestellt werden, dann sollten diese - sofern die Rezeptur stimmt - grundsätzlich bessere Ergebnisse als "Originalteile" liefern.
Das trifft in gleichem Maße für "neue" Speichenräder zu. Auch dabei dürfte es sich um Lagerware handeln und da die Lagerbedingungen extrem unterschiedlich sein können muß man eben damit leben, daß man durchaus Pech mit so einem "Neuteil" haben kann.
Übrigens: Es gibt keine Original-4-kt.-Riemen von UHER und hat m.W. auch nie welche gegeben! Anselm wird es besser wissen oder bestätigen können daß solche Teile, ebenso wie Farbe, DIN-Buchsen, Unterlegscheiben, Schaltdraht und was auch immer noch so verbaut wurde, von diversen Lieferanten bezogen wurde. Der billigste bekommt den Zuschlag; damals wie heute, wenn es Unternehmen nicht so rosig geht!
Alle diese Teile findet man in hunderten anderer Geräte diverser Hersteller!
Bei den 3-kt.-Riemen bin ich mir allerdings nicht sicher, ob diese speziell für UHER so gefertigt wurden.
Es gibt noch andere Geräte mit Dreikantriemen welche aber m.W. ein gleichschenkliges Profil haben.
Nun ist es ja so, daß 4-kt.-Riemen einen quadratischen Querschnitt aufweisen.
Die 3-kt.-Gummis des 4000 report entsprechen aber keinem gleichschenkligen Dreieck und daher können sie in einer 90° -Spurrille nicht vernünftig laufen. Umgekehrt trifft das bedingt auch zu - wenigstens unter Belastung.
Die Flanken des Monitor-Riemens liegen ja in den report-Spurrillen nur punktuell an was besonders für die Motorscheibe einen nicht unerheblichen Friktionsverlust darstellt. Daraus resultieren nahezu zwangsläufig höhere Verschleißwerte des Gummis.
Bei meiner (ersten?) Ausführung des 4000 report ist ein anderer als ein Dreikantriemen nicht verwendbar - es sei denn, man nimmt entsprechende mechanische Änderungen am Käfig der Schwungmasse vor. Das aber widerstrebt mir prinzipiell solange, wie es noch Gummis mit dem Original-Dreikantprofil zu kaufen gibt. Wenn auch zu sittenwidrigen Preisen und Bedingungen!
Das Thema ist für mich noch nicht gänzlich vom Tisch da ich glaube, daß es durchaus einen Bedarf an diesem Dreikant-Antriebsriemen gibt - nicht aber an sinnlosen "Original-UHER-Sets" die niemand wirklich braucht.
Die eigentliche Problematik des Antriebsriemens betrifft aber weniger das Profil als vielmehr die Chemie! Und das ist nicht auf die UHER-Geräte beschränkt.
Sehr viele "Gummiriemen" sind nicht aus wirklichem Gummi - also auf Kautschukbasis - sondern aus Silikonmassen gefertigt.
Die sind zwar unheimlich elastisch und verspröden nicht wie Gummi, dafür aber ist deren Oberfläche zu glatt und bewirkt eine Art Selbstschmiereffekt. D.h. nach nur sehr kurzer Laufzeit rutschen diese Dinger wie Schmierseife.
Das Geheimnis eines dauerhaften Treibriemens besteht zuallererst in der richtigen Mischung der Komponenten und somit in dem optimalen Kompromiß zwischen Elastizität, Abriebfestigkeit und Adhäsion. Das ist ein Spagat, den nur ein sehr erfahrener und flexibler Hersteller solcher Massenteile beherrschen kann. Große "Hersteller" sind in aller Regel dazu nicht in der Lage weil sie nur über den Preis verkaufen und die Produktion sonstwo stattfindet. Kleinere Fabrikanten - welche kompetent, willens und unabhängig sind - in Deutschland zu finden, ist nahezu aussichtslos.
Was sogenannte "Original-Riemen" betrifft, so ist es kein Wunder wenn die nicht halten was man sich von ihnen erhofft!
Falls sie denn tatsächlich noch aus UHER-Lagerbestand stammen, so sind sie schlicht an der Lagerung zugrunde gegangen!
Handelt es sich dagegen um Teile aus laufender Fertigung die in den originalen Abmessungen hergestellt werden, dann sollten diese - sofern die Rezeptur stimmt - grundsätzlich bessere Ergebnisse als "Originalteile" liefern.
Das trifft in gleichem Maße für "neue" Speichenräder zu. Auch dabei dürfte es sich um Lagerware handeln und da die Lagerbedingungen extrem unterschiedlich sein können muß man eben damit leben, daß man durchaus Pech mit so einem "Neuteil" haben kann.
Übrigens: Es gibt keine Original-4-kt.-Riemen von UHER und hat m.W. auch nie welche gegeben! Anselm wird es besser wissen oder bestätigen können daß solche Teile, ebenso wie Farbe, DIN-Buchsen, Unterlegscheiben, Schaltdraht und was auch immer noch so verbaut wurde, von diversen Lieferanten bezogen wurde. Der billigste bekommt den Zuschlag; damals wie heute, wenn es Unternehmen nicht so rosig geht!
Alle diese Teile findet man in hunderten anderer Geräte diverser Hersteller!
Bei den 3-kt.-Riemen bin ich mir allerdings nicht sicher, ob diese speziell für UHER so gefertigt wurden.
Es gibt noch andere Geräte mit Dreikantriemen welche aber m.W. ein gleichschenkliges Profil haben.
