was für ein KH Deal
#1
Hallo zusammen,

wird wenig über KH geschrieben, obwohl ich annehme das doch viele von euch damit hören. 
Habe mir diesen halboffenen KH bestellt nach den vielen positiven Berichten über den Klang

https://www.thomann.de/de/superlux_hd_681_evo_bk.htm

Heute angekommen und ich höre gerade Sarah McLachlan darüber ….. und ich bin hin und weg. 
Was der für 32€ inkl. Versand abliefert ist der Hammer. Ich denke der kann locker auch KH der 100€ Klasse an die Wand spielen. 

Gruß 

Peter
Großspuler, Kleinspuler, Minispuler und diverses anderes Zeugs  Big Grin
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#2
Da werde ich neugierig, welche KH hast du zum Vergleich?
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#3
…. bei gleicher Musik s.o. (das mag bei anderer Musik anders sein) stellt er gerade einen Grado SR80 in den Schatten.
Großspuler, Kleinspuler, Minispuler und diverses anderes Zeugs  Big Grin
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#4
Hier hatte sich schon mal jemand diesen Kampfpreis-Kopfhörer bestellt und war sehr zufrieden damit. Ich habe zwar einen Beyerdynamic DT 770 Pro und hoffe, daß er noch lange hält, aber wenn ich heute einen neuen Kopfhörer bräuchte, würde ich vermutlich auch zu dem Superlux greifen.
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#5
… danke dafür, hatte ich nicht gesehen. Ich hatte den Test auf Kopfhörer.de gelesen und der war voller Lob.
Das kann ich sofort unterschreiben.

Peter
Großspuler, Kleinspuler, Minispuler und diverses anderes Zeugs  Big Grin
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#6
Hallo,

also ich bin da sehr skeptisch. Ich hatte vor einiger Zeit den Vorgänger Superlux HD-681 (auch von Thomann) gekauft, der auch soooooooo gut war und der Test ist sooooooo gut ausgefallen. Ich habe auch Tests von diesem hier gelesen, da war er noch viiiiiiiel besser als der alte...... Aber war der nicht schon sooooooo gut  Huh

Für mich klingt der alte trotz des schon damals preisinduzierten Hypes aber sooooooo Sch..ße.

Er hängt jetzt im Keller neben dem Lötkolben, um bei Reparaturen schnell mal reinzuhören. Dafür ist er ok vor allem bei dem Preis (war früher etwas höher).


Will sagen, wer was Billiges sucht und sich an der allerbilligsten Plastikanmutung mit bald abknickendem Anschlusskabel  nicht stört, macht da sicher nichts falsch.
Alle anderen sollten beim Auspacken vorsichtig sein und die Verpackung nicht beschädigen, um von der sehr großzügigen Rücksendepolitik von Thomann Gebrauch machen zu können

Leute: selbst wenn der nur halb so teuer sein sollte, wie vergleichbare Konkurrenz, wo steht er dann ? Geiz klingt nicht immer geil

Grüße (..duck..)

Arno
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#7
Ich glaube ich würde mich ausnahmsweise mal gegen den allgemeinen Strom entscheiden.
Da Beyerdynamics das einzige mir bekannte Unternehmen ist, welches KH noch in Deutschland produziert, würde meine Wahl dann auf ein Produkt dieser Firma fallen.
Wobei ich nicht genau weiß was alles Offshore zugeliefert wird.
Selbst Sennheiser kauft einen Grossteil aus Südchina zu um im Discountkampf zu bestehen.
Ich finde es jedenfalls befremdlich wenn ich im Baumarkt eine Maurerkelle erhalte welche in China oder Taiwan  produziert wurde.
Was soll das und vor allem wohin führt uns das noch.....

Mit Grüßen aus dem Jahr 2021,
Jan

(30.12.2021, 16:42)R2R schrieb: Geiz klingt nicht immer geil

Arno

Sehe ich mittlerweile ähnlich.

Jan
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#8
Hallo,

ich habe gerade mal den Test bei kopfhoerer.de gelesen sowie deren Seite "so testen wir".
Demnach werden die Frequenzgänge an einem Neumann KU100 Kunstkopf gemessen.
Falls hier ein Experte mitliest, wüßte ich gerne, ob das eine professionell anerkannte Meß-/Vergleichsmethode für Kopfhörer ist.

MfG Kai
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#9
(30.12.2021, 16:42)R2R schrieb: Hallo,

also ich bin da sehr skeptisch. Ich hatte vor einiger Zeit den Vorgänger Superlux HD-681 (auch von Thomann) gekauft, der auch soooooooo gut war und der Test ist sooooooo gut ausgefallen. Ich habe auch Tests von diesem hier gelesen, da war er noch viiiiiiiel besser als der alte...... Aber war der nicht schon sooooooo gut  Huh

Für mich klingt der alte trotz des schon damals preisinduzierten Hypes aber sooooooo Sch..ße.

Er hängt jetzt im Keller neben dem Lötkolben, um bei Reparaturen schnell mal reinzuhören. Dafür ist er ok vor allem bei dem Preis (war früher etwas höher).


Will sagen, wer was Billiges sucht und sich an der allerbilligsten Plastikanmutung mit bald abknickendem Anschlusskabel  nicht stört, macht da sicher nichts falsch.
Alle anderen sollten beim Auspacken vorsichtig sein und die Verpackung nicht zu beschädigen, um von der sehr großzügigen Rücksendepolitik von Thomann Gebrauch machen zu können

Leute: selbst wenn der nur halb so teuer sein sollte, wie vergleichbare Konkurrenz, wo steht er dann ? Geiz klingt nicht immer geil

Grüße (..duck..)

Arno
Also meiner (und der Evo ist ja der Nachfolger) klingt super. Aber vielleicht liegt das auch an den Ohren  Big Grin 
Den abknickenden Stecker kann ich noch nicht beurteilen, aber er macht für mich einen ordentlichen Eindruck. 
Es soll ja Menschen geben, die alles kaputt kriegen. Wenn ich mir die Handys nach der Nutzung nur eines Jahres von manchen Mitmenschen anschaue, weiß ich das die auch den Stecker in kürzester Zeit schaffen würden. Aber ich berichte gerne, wenn es etwas Negatives gibt.  
Habe jetzt einige Stunden mit dem KH hinter mir und er ist immer noch super, auch vom Tragekomfort. Wie gesagt …. ich hab ihn gegen einen Grado SR80 getestet, der viermal soviel kostet und da hält er locker mit.
Großspuler, Kleinspuler, Minispuler und diverses anderes Zeugs  Big Grin
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#10
Hallo Peter,

nicht der Anschlussstecker, sondern das Kabel am Kopfhörer. Schau da auch mal in die Bewertungen bei Thomann.

Der Kopfhörer ist wirklich günstig und sicher auch gut, um damit am Strand zu sitzen, aber leih Dir mal etwas wie einen Sennheiser HD 660 oder gar 820, Beyerdynamic T1 oder ähnliches aus, dann hörst Du, was möglich ist...

Beste Grüße
Arno
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#11
(30.12.2021, 16:42)R2R schrieb: Für mich klingt der alte trotz des schon damals preisinduzierten Hypes aber sooooooo Sch..ße.

Kannst Du genauer sagen, was Dir nicht gefällt?

Ich würde ihn gerne mal ausprobieren. Vielleicht bin ich in der glücklichen Lage, beim Thema HiFi häufig mit Billigmampf zufrieden zu sein. Ich besitze auch ein Paar Lautsprecher der vielgeschmähten Marke "Cat" und einen Kopfhörer von Vivanco zum Neupreis von 5 € und halte beides klanglich für mindestens akzeptabel. Somit hätte der "Superlux" womöglich in meiner Gunst auch gute Chancen.
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#12
Oje, Timo, wenn das die Goldohren sehen....

Davon ab, halte ich Kopfhörer für das komplexeste Element in der Wiedergabekette.
Ich würde auch keinen bestellen, sondern immer auf die Rübe pflanzen, allein von der Paßform. Manche sogenannte Over Ear Hörer bedecken meine Lauschlappen nicht, somit wird aus geschlossen zumindest halboffen... so funktioniert der Klang jedenfalls nicht, wie von den Entwicklern gedacht.

Falls Thomann wirklich ein Rückgaberecht für KH anbietet, würde ich mich wohl auf das Abenteuer einlassen. Andererseits sind KH meist erschwinglich, es sei denn man möchte Hai Ent. Die sind aber oft auch keine Offenbarung. Hatte mal nen Stax Elektrostaten aufm Ohr, samt passendem Stax Amp, war schön klar, aber Bassmangel und 3.500 Mark anno 1984, deftiger Preis. Der Beyer Dynamic 880 gefiel mir da für 199 Mark deutlich besser...

LG
Mike
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#13
(30.12.2021, 21:05)dynamike schrieb: Falls Thomann wirklich ein Rückgaberecht für KH anbietet, würde ich mich wohl auf das Abenteuer einlassen.

…. ich habe das jetzt nicht explizit geprüft oder nachgefragt, aber nach dem Fernabsatzgesetz muss jeder Online Händler innerhalb von 14 Tagen alles zurücknehmen.

(30.12.2021, 21:05)dynamike schrieb:  Andererseits sind KH meist erschwinglich, es sei denn man möchte Hai Ent. Die sind aber oft auch keine Offenbarung. Hatte mal nen Stax Elektrostaten aufm Ohr, samt passendem Stax Amp, war schön klar, aber Bassmangel und 3.500 Mark anno 1984, deftiger Preis. Der Beyer Dynamic 880 gefiel mir da für 199 Mark deutlich besser.

…. dem kann ich nur zustimmen …. hatte mal nen Grado RS1 auf den Ohren und der war keine Offenbahrung.

Ich bleib dabei - der Hd681 Evo ist sein Geld mehr als wert. Höre gerade wieder damit. Und für die Schwachstelle am Kabel gibts sicher ne einfache Lösung.

Gruß 

Peter
Großspuler, Kleinspuler, Minispuler und diverses anderes Zeugs  Big Grin
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#14
Der Superlux ist wirklich ein klasse Kopfhörer.
Ich höre zwar mit einem Beyer DT 880, aber das war auch ein Geburtstagsgeschenk.
Bis 150,- Euro wird man klanglich kaum was besseres als den Superlux finden.
Viele Grüße
Jörg
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#15
"Da Beyerdynamics das einzige mir bekannte Unternehmen ist, welches KH noch in Deutschland produziert, würde meine Wahl dann auf ein Produkt dieser Firma fallen."

Da kann ich mich nur anschließen...
Nicht nur von der Thematik her (ob wirklich alles aus Deutschland kommt?).
Ich habe aus der C..t Zeitung die Vergleiche von KH beobachtet (immer gemessen gegen Sen..er) und mich auch für einen Beyer entschieden.
Mir war der gute (teils stundenlange) Sitz beim Mastering wichtig (zB um kleine Nuancen zu verbessern). Nicht zu verwechseln mit dem eigentlichen Mastering von Aufnahmen vor dem "Brennen" welches nur vor Lautsprechern erfolgen sollte .
Sein Preis hat nichts mit dem Hören an einem "Baggersee" zu tun.

Gruß Dietmar

Dietmar
Fostex R8; REVOX B77; Unitra M 2405; Uher 4200 Report IC, Uher 4000 L, Tesla B115; Tesla B90; Tesla B56; Tesla Start; Technics RS AZ7;
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#16
Kann es sein das dieser "Superlux" in unterschiedlichen Gewändern daher kommt?

https://www.kopfhoerer.de/test/samson-sr850/

VG

Martin
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#17
Hallo,
Superlux ist meines Wissens nach eine Eigenmarke von Thomann, was wohl auch den günstigen Preis in der Größenordnung eines Porta Pro auf ebay erklärt. Unter der selben Marke gibt es auch sehr günstige Mikrofone, von denen ich mir auch mal eins gekauft habe.
Da kann es schon sein, dass in der selben Fabrik auch andere Labels draufgepappt werden.

@ Timo: Wie Du Deine Bedürfnisse schilderst, ist der vielleicht doch eine gute Wahl. Darfst halt kein langlebiges Produkt erwarten. Mein mit über 30 Jahre "zweitältester", ein Bayerdynamic HD 911 " der Porsche unter den Kopfhörern" macht mit den auch heute noch nachkaufbaren Kopfpolsten immer noch einen durchaus achtbaren Job. Selbst mein Sennheiser 424, der sicher 40 Jahre alt ist, läuft mit neuen Polstern immer noch, ist halt klanglich nicht mehr zeitgemäß. Der Superlux schafft sicher nicht ein Zehntel dieser Lebensdauer.

Mit strandgeeignet wollte ich darauf anspielen, dass da kein Stück Leder oder andere wasserempfindliche Materialien verbaut wurden.

Grüße
Arno

P.S.: Ich habe aber auch noch modernere Kopfhörer...
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#18
(31.12.2021, 10:48)R2R schrieb: Der Superlux schafft sicher nicht ein Zehntel dieser Lebensdauer.

Weiß man's? Den in Beitrag 11 verlinkten Vivanco für 5 € aus dem Ramschladen habe ich noch. Der ist jetzt 16 Jahre alt und funktioniert einwandfrei.

   

Meinen Sennheiser HD-570 habe ich dagegen nach zwölf Jahren über das Forum verschenkt, nachdem zum zweiten mal ein Kanal ausgefallen war (vorher hatten sich schon die Ohrpolster aufgelöst).

Und wie schon geschreben: Im Moment stellt sich die Frage auch nicht. Ich hab' einen Beyerdynamic DT-770, der hoffentlich noch eine Weile hält.
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#19
Hallo Timo!

Viele Sennheiser KH-Typen kranken daran, daß ab Werk
extrem labbrigere Kontakte verbaut wurden. Was nützt
es da, daß die Kabelstecker recht stabil gebaut sind, wenn
schon nach mehrfachem Stecken (weil man weider einmal
auf die Strippen getreten hatte) kein stabiler Kontakt mehr
gewährleistet ist.
Es nervte mich, immer den Kopf ganz ruihg halten zu müssen,
um beide Kanäle zu hören. Ansonsten fiel mal der Rechte, mal
der Linke aus. Oder manchmal herrschte auch Stille.
Ganz toll!

Darum bin ich dann vor einigen Jahren auf AKG Q701 umgestiegen.
Auch ist das Anschlußkael gesteckt. Aber richtig stabil. Seither
keine Kanalausfälle mehr. Und der Klang ist m. E. sehr gut.

Gruß
Wolfgang
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#20
(31.12.2021, 14:15)cisumgolana schrieb: ...
Es nervte mich, immer den Kopf ganz ruihg halten zu müssen,
um beide Kanäle zu hören. Ansonsten fiel mal der Rechte, mal
der Linke aus. Oder manchmal herrschte auch Stille.
...

Headbanging mit Kopfhörern kann zu Kabelbruch führen Big Grin
Gruß Detlef
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#21
(31.12.2021, 14:15)cisumgolana schrieb: Viele Sennheiser KH-Typen kranken daran, daß ab Werk
extrem labbrigere Kontakte verbaut wurden.

Hallo Wolfgang,

der HD 570 war meiner Ansicht nach ansonsten auch nicht toll, ich hab' ihn als Wegwerfkopfhörer empfunden. Die Ohrpolster und diese Schaumstoffdeckel der Lautsprecher haben sich aufgelöst. Ersatz war so teuer, daß er eigentlich unsinnig war. Dito das Kabel, das man zwar abziehen konnte, das aber nur durch das teure Originalteil des Herstellers ersetzt werden konnte, alles andere passte nicht. Sennheiser mag ja in der Vergangenheit gute Hörer gebaut haben, aber bei Neuware mache ich inzwischen einen großen Bogen um diesen Hersteller. Wobei man natürlich fairerweise sagen muss, daß ich für das Ding (im Angebot bei Saturn) auch nur 59 € bezahlt habe.

Der DT 770 gefällt mir jedenfalls viel besser.

Gruß,
Timo
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#22
(31.12.2021, 13:22)timo schrieb: Und wie schon geschreben: Im Moment stellt sich die Frage auch nicht. Ich hab' einen Beyerdynamic DT-770, der hoffentlich noch eine Weile hält.

Auch den habe ich in meiner ständig im Fluss begriffenen "Kopfhörersammlung". Er hängt, da geschlossen, stabil und mit schön langem Kabel, permanent an meinem kleinen Mischpult und macht da einen guten Job zum Kontrollhören bei Tonbandaufnahmen. Besondere Details zeigt er aber nicht auf und alles klingt irgendwie gleich. Zum Musikhören mag ich eher "analytische" Kopfhörer, die Details besser erkennen lassen.

So, jetzt habe ich es mir endgültig mit allen verdorben Cry.

Einen guten Rutsch !

Arno
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#23
(31.12.2021, 17:56)R2R schrieb: So, jetzt habe ich es mir endgültig mit allen verdorben Cry.

I wo, wahrscheinlich hast Du recht. Aber ich mag den Beyerdynamic mit all seinen Defiziten.

Wenn ich kompromisslos audiophilen High-End-Klang will, höre ich halt über meine Cat-Boxen. Oder den Vivanco. Wink
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#24
(31.12.2021, 17:59)timo schrieb:
(31.12.2021, 17:56)R2R schrieb: So, jetzt habe ich es mir endgültig mit allen verdorben Cry.

I wo, wahrscheinlich hast Du recht. Aber ich mag den Beyerdynamic mit all seinen Defiziten.

Wenn ich kompromisslos audiophilen High-End-Klang will, höre ich halt über meine Cat-Boxen. Oder den Vivanco. Wink

Hallo Timo,

ich wollte Dir Deinen 770 ja gar nicht madig machen - ich habe ja auch einen. Das ist auch ein guter Kopfhörer und seit Jahrzehnten bewährt. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass der 770 ein sehr spezieller Hörer dafür ist, um im allgemeinen Studiolärm mit einem mehr oder weniger unkaputtbaren Monitorhörer sein Ding hören zu können. Als "normaler" HiFi Kopfhörer ist er damit für mich eher eine zweite Wahl.

Dir und allen anderen Forumsteilnehmern ein gutes - auch gut klingendes - 2022

Grüße
Arno
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#25
Ich habe den Superlux Evo seit dreieinhalb Jahren, er hat damals inklusive Versand 29,90 Euro gekostet - und für den Preis ist er wirklich sehr, sehr gut. Ich bin jetzt nicht der Audiophile vom Dienst, aber mir reicht er.

Viele Grüße
Nils
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#26
Ich höre nun schon seit - amazon weiß es -> 15.9.2015 - Jahr und Tag auf meinem Koss Portapro. Mittlerweile schon die 3ten Polster drauf. Ich habe fest gestellt das ich nix anderes brauche.

VG
Martin
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#27
Hallo Gemeinde,

einem KH für 30 Euronen darf man weder eine wertige Haptik noch eine ausser-asiatische Herkunft abverlangen. Ein Experiment, dass man wagen kann und das durchaus zufriedenstellend ausgehen kann. "Kann" wohlgemerkt, denn mit KHern ist das m.E. wie mit LS-Boxen: es kommt darauf an, WAS man WIE und WOMIT hört. Nicht umsonst gibt es diverse Beyer-Modelle mit unterschiedlichen Impedanzen (= Hör"kapseln"). An einem mobilen Kleinleistungsgerät (Smartfon) ist ein anderer Hörer gefordert, als an einem HiFi-Verstärker mit KH-Ausgang. Insofern mag auch der unter #12 erwähnte Stax-Electrostat  vielleicht einfach unzweckgemäß verwendet worden sein - Kopfhörer diesen Prinzips eignen sich primär für Klassik oder "handgemachte" Musik ohne übertriebenen "Wumms". Fallen also bei Rock- und Pop musik schneller durchs Raster, da sie die Bässe nicht überzeichnen. Sie wollen auch am passenden KH-Verstärker betrieben werden und sollten nicht allzu alt sein. Die Alterungs-/Verschleiss-Prozesse der Folien sorgen für Verluste, das sollte man bedenken.
Die meisten heutzutage in den Grossmärkten ausgestellten KH scheinen mir in erster Linie für mobile Geräte (Smartfon, Tablet etc.) ausgelegt zu sein - extrem basslastig und damit für meinen Geschmack an einem Hifi-Verstärker oder einem Mischpult absolut unbrauchbar. Ob der Superlux in die gleiche Kategorie fällt, sollte man zwar nicht vermuten, wenn er über den Musikalienhandel vertrieben wird. Andererseits sprechen die Rezensionen eine andere Sprache: die Käufer, die ihn loben, betreiben ihn an den genannten Mobilgeräten oder an PCs. Und wer in der U-Bahn Popmusik hört, hört anders als der Klassikliebhaber in der Wohnstube.

Fazit: einen solchen KH als "pauschal besser als..." einzuordnen, ist möglicherweise nicht hilfreich, solange man die zuvor genannten Parameter ausser Acht lässt. 

Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#28
Die Beats meiner Tochter haben einen übertriebenen Baß, der Superlux m.E. nicht, der klingt ungefähr so wie der Sennheiser, den ich vorher hatte.

Viele Grüße
Nils
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#29
Wenn jemand noch mehr knausern möchte:

https://www.lidl.de/p/silvercrest-kopfho...p100312560

Die Werbeanzeige für den Kopfhörer wurde bei mir vorhin eingeblendet. Keine Ahnung, was er taugt.
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#30
(15.01.2022, 00:19)timo schrieb: Keine Ahnung, was er taugt.

........nix

Wenn der bei uns um 9,99 über die Theke geht, wieviele haben wieviel daran verdient?
Und wie hoch mag dann der Hertellungspreis sein?
Was darf man für diesen Herstellungspreis erwarten?

Richtig! .......nix
Gruß
Manfred

....und jetzt mit einer weiteren Verbesserung der Grundig TS1000.....
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#31
(15.01.2022, 06:35)mampfi schrieb: ........nix

Wenn man mit dem Preis argumentiert, müsste man mal genau aufschlüsseln, wohin die 9,99 € hier, die 32 € für den Superlux und die x € für einen Markenköpfhörer genau fließen. Ich würde mich nicht wundern, wenn die bloßen Produktionskosten für alle drei gar nicht so weit auseinander lägen.

Ich bilde mir jedenfalls kein Urteil, bevor ich sie nicht in den Händen und auf den Ohren hatte.
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#32
Was auch immer ein guter Kopfhörer ist. Wenn ich mir die angeführten Klangwunder so ansehe liegen die alle bei Impedanzen von 32 Ohm. Da kommt selbst mein Koss Portapro mit 60 Ohm richtig traditionell daher. Weiterhin ist der Koss nicht abgeschlossen und somit nicht betont Basslastig. Man kann feststellen das selbst traditionelle Kopfhörer kaum mehr mit Impedanzen über 100 Ohm gefertigt werden. Kein Hersteller möchte riskieren dass das Teil völlig an einem Smartphone versagt.

Es sei den der Käufer weiß was er tut und kauft die 250 Ohm Variante. So es denn überhaupt eine gibt. Die Nachfrage düfte sich wohl in Grenzen halten. Das ausgewogenere Klangbild das man Köpfhörern mit höherer Impedanz früher zugeschrieben hat, tritt also heute überwiegend gar nicht mehr in Erscheinung. Ich denke das ist auch der Grund weshalb einem heute immer mehr günstige "Klangwunder" über den Weg laufen als das vielleicht früher der Fall war.

Wo es technisch wenig Unterschiede gibt dürfte sich auch der Unterschied im Klang in Grenzen halten....

VG

Martin
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#33
(15.01.2022, 10:35)leserpost schrieb: Man kann feststellen das selbst traditionelle Kopfhörer kaum mehr mit Impedanzen über 100 Ohm gefertigt werden. Kein Hersteller möchte riskieren dass das Teil völlig an einem Smartphone versagt.

Nicht nur am Smartphone, auch mein Yamaha AX-596 ist offenbar nicht für hochohmige Hörer ausgelegt. Während er über Lautsprecher schon bei kleiner Regler-Stellung die Wände wackeln lässt, muss ich ihn selbst bei meinem 80-Ohm-Beyerdynamic vergleichsweise weit aufdrehen, um einen vernünftigen Hörpegel zu bekommen. Bei meinem vorherigen harman/kardom PM 655 war das nicht so.

Keine Ahnung, wie das bei Verstärkern anderer Hersteller aussieht.
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#34
Liebe Kopfhörenden!
Hui, hier geht in der Diskussion doch einiges durcheinander, wenn ich mich nicht irre. Kann man von der Impedanz alleine auf ein ausgewogeneres Klangbild schließen? Gab es - in Bezug auf die empfundene Lautstärke - nicht noch weitere Kriterien wie Schalldruck? Und kann man Lautsprecherausgänge mit einem Kopfhörerausgang gleichsetzen? Schließlich handelt es sich bei Kopfhörern auch noch - jedenfalls in der Regel - um Ein-Wege-Systeme. Die kleinere Fläche der Membranen und die geringe Lautstärke, die erzeugt werden muss, kommt einem ausgewogenen Klangbild mehr entgegen als das bei Lautsprechern, die einen Raum beschallen müssen. Aber das ist noch kein Garant für ein ausgewogenes Klangbild - was im Falle eines linearen Frequenzgangs wenigstens (am Kunstkopf) messbar wäre, ansonsten aber auch Empfindungssache ist.

Im Tonstudio ist es üblich, dass man einen Kopfhörer hat, der auch den kleinsten Pups zum Vorschein bringt. Häufig ist das kein Kopfhörer, der besonders schön klingt und das tun übrigens auch die Kontrollmonitore im Abhörraum nicht. Ganz im Gegenteil: nach Hifi-Maßstäben klingen die geeigneten häufig scheußlich.

Beim Mix ist es dann so, dass mehrere Kopfhörer und am Ende auch mehrere Lautsprecher, zwischen denen man umschalten kann, zum Einsatz kommen. So kann man beurteilen, dass der Mix in verschiedenen Hörsituationen klingt, denn ein Mix ist auch immer ein Kompromiss. Jedenfalls verlässt man sich nie auf "den einen" Kopfhörer oder "die eine Box".

Ich denke, dass jeder zum Hören das nehmen sollte, was ihm gefällt und neben einem für einen selbst gefälligen Klangbild spielen sicherlich Kriterien wie Tragekomfort und auch der Preise eine Rolle.

p.s. ich habe im Tonstudio lange einen gerade einmal 20 € teuren Philips-Fernseh-Kopfhörer im Einsatz gehabt. Warum? Er hatte eine absolut saubere und tief hinunter reichende Bass-Wiedergabe gehabt, eine 6 Meter lange Zuleitung und er war geschlossen. Dafür klang er dumpf. Und schon ist klar, weshalb es nicht der einzige Kopfhörer im Einsatz war... leider hat sich der Lautstärke-Regler der Kabelzuleitung verabschiedet und mit Wacklern kann ich nix anfangen... Dafür sehen die Ohrpolster noch aus wie am ersten Tag. Mehrere (sehr) günstige Thomann-Kopfhörer habe ich mittlerweile entsorgt, weil die Polster wegbröselten. Musiker fanden die halboffenen Systeme angenehm - leicht, man hörte noch was vom Raum und den Instrumenten, aber es trat nicht zu viel Schall aus - ein Kompromiss, wie so oft...
Liebe Grüße
Thomas
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#35
Kopfhörer-Ratgeber auf Techstage.de:

Beyerdynamic, AKG & Co.: Welcher Studio-Kopfhörer ab 100 Euro ist der Beste?
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