Was ist los mit den "Stars" ?
#1
Kreative Schaffenskrise während der Corona Lockdown-Zeit?
Ok, ich weiß, einige der folgenden sind nur kommerzielle Chart-Erfolge...

Elton John nennt sein #Werk# irgendwas mit Lockdown, sorry, was hat er da fabriziert?
Alicia Keys, oh mann, hat sie ihre depressive Phase? Das kann ich nicht hören.
Kylie Minogue fällt nix besseres ein, als ihre alten Erfolge zu verschlimmbessern.
Und wer mal extrem leiden möchte, hört sich dem Art Garfunkel sein Sohn Album an. Da fehlen mir jegliche Worte.
Taylor Swift hat 2,5 Alben während Corona veröffentlicht. Fleißig, aber leider Schade um die vertane Zeit. Das halbe ist das unvermeidliche Weihnachtsalbum Tongue 
Bruce Springsteen, was habe ich mich gefreut... Mehr als Durchschnittskost ist es leider nicht geworden.

Wenn ich dagegen das Abba-Album höre, das kann man sich durchaus antun. Ich hätte zwar mehr erwartet, aber ist ok so.
Bryan Adams ist ok, nicht mehr...

Was meint Ihr?

LG
Mike
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#2
Vielleicht mal da reinhören Idea 

Robert Plant & Alison Krauss - Quattro (World Drifts In)

https://www.youtube.com/watch?v=z2B9H2M4Cb0

Paul Weller - Shades Of Blue

https://www.youtube.com/watch?v=TkXmyWcOw7E

Neil Young / Crazy Horse - Song Of The Seasons

https://www.youtube.com/watch?v=kFWg951DMTA

VG

Martin
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#3
Ich überlege gerade, ob ich schon mal von einem Spätwerk irgendwelcher Altstars begeistert war. Mir fällt nichts ein. Selbst bei meinen großen Helden verfolge ich Neuveröffentlichungen inzwischen kaum noch.
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#4
Gibt schon immer mal wieder gute Sachen.

Bob Dylan - Murder Most Foul

https://www.youtube.com/watch?v=3NbQkyvbw18

Neil Young / Crazy Horse - Love and Only Love

https://www.youtube.com/watch?v=noo4R9bJLvA

VG

Martin
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#5
(18.12.2021, 20:33)leserpost schrieb: Gibt schon immer mal wieder gute Sachen.

Ich fühl' mich gerade etwas erschlagen von Deinen ganzen unkommentierten Youtube-Links. Smile

Schreib' doch mal bitte ein paar Worte dazu.
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#6
Nach 5 Links! Huh

Musik ist da um sie zu hören und nicht zu schreiben. Jeder der Titel ist besser als Abba. Die ersten drei aus dem Coronajahr 2021 auf Nachfrage des TE und die weiteren zwei nachdem du geschrieben hat es lohne nicht die Musik der alten Recken zu verfolgen...

Auch Eric Clapton und Van Morrison haben mit Ihrer Meinung zu Corona nicht hinterm Berg gehalten.

https://www.youtube.com/watch?v=dNt4NIQ7FTA

https://www.youtube.com/watch?v=d0cCJMrNZa8

Ozzy Osbourne und Elton John haben letztes Jahr einen Klasse Song gemacht

https://www.youtube.com/watch?v=dBF78tA443A
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#7
Wie wäre es mit Neil Young - Barn?

Die Tube

Wink
Gruß Richard
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#8
Paul McCartney hat sich letztes Jahr mit Beck zu Wort gemeldet.

Paul McCartney, Beck - Find My Way

https://www.youtube.com/watch?v=t2Q4hAQ4fEw
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#9
(18.12.2021, 22:19)leserpost schrieb: Paul McCartney hat sich letztes Jahr mit Beck zu Wort gemeldet.

Könnte was sein. McCartney fand ich immer am besten, wenn er einen musikalischen Partner auf Augenhöhe hatte, sei es John Lennon, Stevie Wonder, Michael Jackson oder Elvis Costello (auch wenn ich nicht so ganz weiß, ob Beck sich da wirklich nahtlos einreiht).

Ich horche gleich mal rein.

Edit: Nicht das, was ich erwartet hätte. Gefällt mir sogar ganz gut, aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich es schnell wieder vergessen, wenn ich es irgendwo gehört hätte, ohne die Interpreten zu kennen.

Wo hat Paul denn den im Video zu sehenden Doppelgänger seines Mittzwanziger-Ichs entdeckt? Oder ist das (analog zu den "Abbataren") ein "Maccatar"? Big Grin
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#10
Man muß den "Stars" nicht nachtrauern.
Es gibt genug gute Musik von Leuten, die es verdient hätten, genauso bekannt zu sein,
zB hier (noch ganz frisch):
https://youtu.be/5XUQih5IPR4

MfG Kai
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#11
Hallo!
 
Ich kann mich insofern meinem Vorredner anschließen, als das es auf jeden Fall jede Menge toller Musik auch im Jahr 2021 gab. Teilweise von bekannten "Stars" teilweise von vielen jungen bzw. eher unbekannten Talenten aller Musik- und Stilrichtungen.
 
Apropos Definition "Stars": Hier mal der Link zur Spotify Statistik für 2021: https://newsroom.spotify.com/2021-12-01/...t-in-2021/
 
Ein paar der "neuerern Stars", in der Währung Streams, scheinen durchaus auch im Jahr 2021 "geliefert" zu haben.
 
Viele Grüße
Linus
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#12
(18.12.2021, 20:11)timo schrieb: Ich überlege gerade, ob ich schon mal von einem Spätwerk irgendwelcher Altstars begeistert war. Mir fällt nichts ein.

Das sehe ich tatsächlich ganz anders...

Weitere, in meinen Augen gute Alben von Altmeistern in der Corona-Zeit, die mir gerade so einfallen:

- King Crimson - The Elements Tour Box (2021)
- King Crimson - Music Is Our Friend (2021)
- John Zorn - Chaos Magick (2021)
- Soft Machine - Live At The Baked Potato (2020)
- Charles Lloyd - Tone Poem (2021)
- Robert Plant & Alison Krauss - Raise The Roof (2021)
- Floating Points, Pharoah Sanders & The London Symphony Orchestra - Promises (2021)
- Nick Mason's Saucerful Of Secrets - Live At The Roundhouse (2020)
- Bob Dylan - Rough And Rowdy Ways (2020)
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#13
Gemeinde,

das höre ich genau so, wie Kai...  ...Sterne haben die Eigenschaft, noch Jahre zu strahlen, nachdem sie eigentlich schon erloschen sind.
Neuwerke meiner einstigen (musikalischen!) Idole wie z.B. Pink Floyd (und deren abgesplitterten Mitgliedern) oder "Led Zep" höre/kaufe ich schon länger nicht mehr. Auch scheint es eine beliebte Marketingmethode einiger Altstars zu sein, es mit Hilfe des "Featuring" von hippen Youngstern noch mal krachen zu lassen - auch und vor allem finanziell. Das ist nat.  nichts Verwerfliches. Aber nehme ich zum Beispiel den von mir eigentlich geschätzten Carlos Santana: er ist in meinen Ohren nicht mehr "er selbst", wenn er sich mit Rappern und "Gangstas" ins Studio begibt (...oder dort zusammenmischen lässt.) Ist aber natürlich Geschmacksache und selbstredend steht es jedem Künstler zu, sich zu entwickeln. Die Richtung sagt mir aber nicht immer zu. Ein in Ehren gereifter, ruhigerer Santana würde mich mehr fesseln, wenn er sich nicht mit dem hektischen "Ghetto-Geblabbere" umgeben würde. (Man entschuldige mir die etwas polarisierende Titulierung einer Stilrichtung, die zwar auch ihre Achtung verdient aber mittlerweile dermassen "weich gekocht" ist, dass ihre keine "gesunden Bestandteile" mehr zu entnehmen sind.)

Ich erfreue mich an den alten Machwerken und wende mich jüngeren oder weniger "gehypten" Künstlern zu. Gerade von Letzteren gibt es eine Fülle, die solides Handwerk abliefern, ohne dass ihnen je eine weitreichende Aufmerksamkeit zuteil wurde. Verdient hätten sie es allemal. Aber vielleicht ist es gerade dieses "nicht-satt-Sein", dass ihnen ihre Frische, Kreativität und Unverbrauchtheit bewahrt hat.

Einen schönen 4ten Advent noch...

Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#14
(19.12.2021, 14:28)PeZett schrieb: Aber nehme ich zum Beispiel den von mir eigentlich geschätzten Carlos Santana: er ist in meinen Ohren nicht mehr "er selbst", wenn er sich mit Rappern und "Gangstas" ins Studio begibt (...oder dort zusammenmischen lässt.) Ist aber natürlich Geschmacksache und selbstredend steht es jedem Künstler zu, sich zu entwickeln. Die Richtung sagt mir aber nicht immer zu. Ein in Ehren gereifter, ruhigerer Santana würde mich mehr fesseln, wer er sich nicht mit dem hektischen "Ghetto-Geblabbere" umgeben würde. (Man entschuldige mir die etwas polarisierende Titulierung einer Stilrichtung, die zwar auch ihre Achtung verdient aber mittlerweile dermassen "weich gekocht" ist, dass ihre keine "gesunden Bestandteile" mehr zu entnehmen sind.)

Peter,

hier sprichst Du mir aus der Seele.

Bei Santana lässt sich sehr gut beobachten, wie Künstler sich dem Zeitgeist anpassen um den Anschluss nicht zu verlieren.
Der Synthesizer hält Ende der 70er Jahre Einzug, verändert den bekannten Stil der Frühzeit und die Stücke werden
poppiger. Spanische Vocals weichen der Stimme Alex Lighertwoods nach seinem Wechel von Brian Auger zu Santana,
die Stücke auf werden in popgerechten 2-5 Minuten Häppchen präsentiert.
Als es im Pop-Geschehen kaum noch Künstlernamen ohne "featuring" gab, ging es in die von Dir beschriebene Richtung.
Santana hätten mit dem für mich absolut nicht anhörbaren 99er Kassenschlager "Supernatural" keinen Erfolg gehabt,
hätte man ihn nicht dem Mainstream der Zeit angepasst.

Meine favorisierten 5 Santana Alben sind (in zufälliger Reihenfolge):

- Live At The Fillmore '68
- The San Mateo Sessions
- Caravanserai
- Borboletta
- Santana III
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#15
(19.12.2021, 12:49)Spitzenwitz schrieb: Das sehe ich tatsächlich ganz anders...

Gut, die Liste zeigt ja schon große Differenzen bei unseren musikalischen Vorlieben. Möglicherweise sind bei Deinen die Künstler im fortgeschrittenen Alter noch kreativer, oder (eigentlich die wahrscheinlichere Erklärung) Du bist offener für entsprechende Veröffentlichungen.

Was ich mir anzuhören plane, wenn es demnächst (sage und schreibe 18 Jahre nach ihrem letzten Album) erscheint, ist dieses hier:

Tears for Fears: The Tipping Point

Was bisher an Stücken zu hören war, kam bei mir allerdings über ein "ganz nett" nicht hinaus, Begeisterung wie bei den ersten drei Alben muss ich bislang schuldig bleiben.

Tears for Fears: The Tipping Point (Youtube)
Tears for Fears: No Small Thing (Youtube)

OT, wo ich gerade Robert Plant lese: Ich habe mir tatsächlich mal eine Solo-CD von ihm gekauft, "Manic Nirvana" von 1990. Gehört habe ich sie nur zwei oder drei mal, wahrscheinlich zuletzt vor 30 Jahren. Wenn mich jemand überzeugen möchte, daß sie bei ihm besser aufgehoben wäre als bei mir - nur zu! Wink (Müsste aber erst mal schauen, ob ich sie überhaupt noch finde.)
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#16
(19.12.2021, 15:26)timo schrieb: Was ich mir anzuhören plane, wenn es demnächst (sage und schreibe 18 Jahre nach ihrem letzten Album) erscheint, ist dieses hier:

Tears for Fears: The Tipping Point


Du hast vollkommen recht, ein neues Tears for Fears Album würde ich mir keinesfalls anhören, da ich die Truppe
mit Ausnahme von "The Hurting" absolut gruselig fand.

Wenn Du nach wie vor im 80er Jahre Pop-Geschehen unterwegs bist, gebe ich Dir mit Deiner Aussage:
"Ich überlege gerade, ob ich schon mal von einem Spätwerk irgendwelcher Altstars begeistert war. Mir fällt nichts ein"
sogar recht. Da ist das Eis sicherlich sehr dünn.
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#17
(19.12.2021, 15:42)Spitzenwitz schrieb: Du hast vollkommen recht, ein neues Tears for Fears Album würde ich mir keinesfalls anhören, da ich die Truppe
mit Ausnahme von "The Hurting" absolut gruselig fand.

ich muss zugeben, daß ich das vielgerühmte zweite Album "Songs From The Big Chair" auch lange Zeit weniger gut fand als "The Hurting". Ist halt stilistisch doch stark unterschiedlich und eher konventioneller Rock/Pop. Mit der Zeit haben sie aber für mich gleichgezogen. Album Nr. 3 "The Seeds Of Love" hält nicht ganz mit, hat mit "Sowing The Seeds Of Love" ("I Am The Walrus" lässt grüßen) und "Woman In Chains" aber zwei Perlen. Der Rest geht OK.

Was danach kam, hat mich nicht mehr so begeistert. Die nächsten beiden Alben hatten mit der Band ja eigentlich auch nichts mehr zu tun, sondern waren Soloalben von Roland Orzabal unter dem alten Namen.

Zitat:Wenn Du nach wie vor im 80er Jahre Pop-Geschehen unterwegs bist, gebe ich Dir mit Deiner Aussage:
"Ich überlege gerade, ob ich schon mal von einem Spätwerk irgendwelcher Altstars begeistert war. Mir fällt nichts ein"
sogar recht. Da ist das Eis sicherlich sehr dünn.

Viele Leute scheinen das anders zu sehen. U2, Depeche Mode oder die Pet Shop Boys landen nach wie vor mit jedem neuen Album auf den vorderen Chartplätzen. Smile
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#18
(19.12.2021, 15:55)timo schrieb: Viele Leute scheinen das anders zu sehen. U2, Depeche Mode oder die Pet Shop Boys landen nach wie vor mit jedem neuen Album auf den vorderen Chartplätzen. Smile

Es ist halt alles Geschmacksache, die man jedem einzelnen zugestehen muss.

Depeche Mode habe ich damals wirklich sehr gerne und viel gehört, die gehen für mich heute überhaupt nicht mehr,
egal in welcher Phase. Müsste ich aber jetzt ein Album auflegen, wäre es "A Broken Frame" aus 1982, keinesfalls ein
Spätwerk.

Der wirklich aktive Musikhörer entwickelt sich in der Regel weiter. Als wir beide hier vor über 15 Jahren geschrieben haben,
war ich musikalisch noch Lichtjahre von meiner aktuellen Gesinnung entfernt.

U2 und den Pet Shop Boys konnte ich noch nie etwas abgewinnen, was auch bis heute so geblieben ist.
Dennoch gehören diese beiden Namen fest ins musikalische Geschehen der letzten 40 Jahre.
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#19
die Stars von damals werden genauso älter wie wir alle, und haben irgendwann das Problem, entweder alles innovative zu vergessen, um nur die Gefühle der alten Fans nicht zu verletzen, oder peinliche Nummern wie z.B. Heino mit seinem Heavy Metal Trip abzuliefern, die die alten Fans vergrätzt. ohne neue Fans hinter dem Ofen vorzuholen. Im Zweifel ist das, was Abba schon immer gemacht hat, der sicherste Weg - Alben lieblos aber professionell runterproduzieren, ein oder zwei Stücke zum Mitschnippen dazwischenmischen, und das Ganze schon im Vorfeld aggressiv vermarkten, um die Fans richtig heiß zu machen. Ob das Album dann gefällt oder nicht, ist eigentlich egal, wenn es vorher für Geld gekauft worden ist.

Gruß Frank
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#20
Frank, sorry, aber Heino sehe ich nicht als internationalen Star.
Ja, alle werden älter, manche auch weiser, anspruchsvoller, anders...
Wäre ich Elton John, würde ich mich ans Piano setzen, mir einen guten Texter, den ich mit Sicherheit kenne, an die Seite holen, meine hervorragenden Bandkollegen ins Studio bestellen, und ein Nr. 1 Album rauswerfen, das niemanden den "alten" Elton vermissen läßt.
Gereift, musikalisch, entspannt.
Das erwarte ich, nichts anderes.

LG
Mike
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#21
The World goes digital. Die große Massenhypnose der Jugend findet heute nicht mehr über die Musik statt.

VG
Martin
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#22
(20.12.2021, 20:54)dynamike schrieb: Wäre ich Elton John, würde ich mich ans Piano setzen (...)

Wenn man einer der erfolgreichsten und wohlhabendsten Popmusiker, 74 Jahre alt, seit über 50 Jahren im Musikgeschäft ist und weiß, daß die Leute jedes neue Album von Dir sowieso auf die höchsten Chartränge kaufen. hat man dann wirklich noch den Ehrgeiz, innovativ zu sein und noch mal richtige Klopper zu produzieren? Oder macht man dann das, was meiner Ansicht nach viele Altstars machen - sprich: Die Erwartungshaltungen der Fans bedienen, und gut ist? Smile
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#23
(20.12.2021, 20:54)dynamike schrieb: ....
Ja, alle werden älter, manche auch weiser, anspruchsvoller, anders...
Wäre ich Elton John, würde ich mich ans Piano setzen, mir einen guten Texter, den ich mit Sicherheit kenne, an die Seite holen, meine hervorragenden Bandkollegen ins Studio bestellen, und ein Nr. 1 Album rauswerfen, das niemanden den "alten" Elton vermissen läßt.
Gereift, musikalisch, entspannt.
Das erwarte ich, nichts anderes.

LG
Mike

Genau das hat Elton John 2010 gemeinsam mit Leon Russel getan. Das Machwerk nennt sich "The Union" und stellt ein beeindruckendes Spätwerk zweier gereifter Musiker (EJ damals 63, LR damals 68 Jahre alt) dar. Nach meinem Geschmack unbedingt hörenswert. Hier zeigt sich, was für ein begnadeter Songwriter EJ doch ist. Seine Liasion mit dem Blues hat auf dieser Scheibe überhaupt nichts Gekünsteltes, kein verkrampftes "Wachhalten" einer Musiklegende, kein Featuring (bei dem irgendwelche Hipster mit Rapgesang einem Altmeister huldigen, um für die als nötig empfundene Frischzellenkur zu sorgen.) Natürlich lockt man damit keine 30 jährigen Popmusik-Konsumenten hervor und ein Chartbrenner ist so etwas natürlich auch nicht. Aber ein von der Kritik gelobtes Werk, das sich in ähnlicher Weise hoffentlich noch einmal wiederholt.

vG
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#24
Auch z.B.  der Ex Dr. Feelgood Gitarrist Wilko Johnson und der Ex Who Sänger Roger Daltrey haben in 2014 ein gut gemachtes Album "Going Back Home" veröffentlicht.

https://www.youtube.com/watch?v=cHiqZMeq92g

VG
Martin
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#25
Wer kennt sie noch? Louisiana's LeRoux - One Of Those Days

Southern Rock vom Feisten aus dem Jahr 2020. Zugegeben auch teilweise altes eigenes Material im neuen LineUp bearbeitet. Aber was solls. Mitten in der Corona Krise eine echte Genre Ansage der alten Männer.

https://www.youtube.com/watch?v=jJmJyvqbOfg

https://www.youtube.com/watch?v=wuzzDboBOIQ

VG

Martin
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#26
(19.12.2021, 15:26)timo schrieb: Was ich mir anzuhören plane, wenn es demnächst (sage und schreibe 18 Jahre nach ihrem letzten Album) erscheint, ist dieses hier:

Tears for Fears: The Tipping Point

Gerade gab es im ehrwürdigen heute-Journal einen ziemlich unfangreichen Bericht über das Album. Eine überraschende Würdigung für die beiden alten Herren, das habe ich zuletzt bei Abba erlebt. Smile

Das Video ist leider noch nicht in der Mediathek, demnächst wahrscheinlich hier.

Edit: Jetzt isses da, ab Minute 23:43.
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#27
seit heute kann man es bei Amazon Music hören - und wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, finde ich, dass einer der großen Vorteile an Streaming ist, dass man erstmal probehören kann, und sich nicht über ein teuer gekauftes Album ärgern muss, dass sich als Reinfall entpuppt. Im Fall von "The Tipping Point" hätte ich mich genauso schwarz geärgert wie über das Abba Revival Album.

Die späten Alben "Elemental", "Raoul And The Kings Of Spain" und "Everybody loves a Happy Ending" waren ja im Vergleich zu den großen drei Vorgängern schon nicht mehr das Gelbe vom Ei, aber im Vergleich von "The Tipping Point" waren das alles Meisterwerke.

Ich glaube, das große Dilemma ehemals großer Bands ist, dass sie den alten Fans nicht wehtun wollen / können, und sich nicht entscheiden können, ob sie beim alten bleiben oder was neues machen sollen. The Tipping Point hört sich genauso unentschlossen an wie alle diese Revival Alben, mir fällt jetzt spontan nur eins ein, das mir wirklich gefallen hat - das war "The Lexicon Of Love II" von ABC aus dem Jahr 2016. Hier hat man gar nicht erst den Versuch gemacht, irgendwie was neues machen zu wollen, das Album klingt exakt so wie eine Fortsetzung des ersten Teils aus dem Jahr 1982, und ist gerade dadurch besonders hörenswert geworden. "The Tipping Point" ist dagegen genau wie das Album von Abba - nicht wirklich schlecht, aber dudelt so vor sich hin, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Da höre ich mir lieber was neues an - was für mich im Moment eine echte Entdeckung ist, wovon ich schon zwei Vinyls zuhause habe, ist Princess Chelsea:

https://www.youtube.com/watch?v=mDise_Em_Ug

https://www.youtube.com/watch?v=4TV_128Fz2g

Die ist noch zu jung, um irgendwelche alten Fans nicht verärgern zu dürfen ;-) .

Gruß Frank
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#28
(25.02.2022, 16:05)nick_riviera schrieb: Die späten Alben "Elemental", "Raoul And The Kings Of Spain" und "Everybody loves a Happy Ending" waren ja im Vergleich zu den großen drei Vorgängern schon nicht mehr das Gelbe vom Ei, aber im Vergleich von "The Tipping Point" waren das alles Meisterwerke.

Beim ersten Satz sind wir tatsächlich einer Meinung, das wirkte alles etwas uninspiriert. Bei "Elemental" und "Raoul and the Kings of Spain" fand ich es zudem fast etwas dreist, sie unter dem Namen Tears For Fears zu veröffentlichen, eigentlich waren das ja nichts anderes als Soloalben von Roland Orzabal.

Das neue Album kenne ich bisher nur teilweise. Die beiden Singles The Tipping Point und No Small Thing kommen mir aber ganz in Ordnung vor, vor allem erste. Keine Klopper wie "Mad World" und "Shout", aber ganz nett anzuhören.
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#29
@ Frank: Bei dem süßen Retro-Sound von Princess Chelsea mußte ich direkt an Camera Obscura denken. Gefällt Dir vielleicht auch:


Und der Song ist wiederum eine Antwort auf Lloyd Cole:


Beide Interpreten sind keine wirklich großen Stars, aber auch nicht gänzlich unbekannt. Bei solchen "B-Promis", die trotzdem gute Musik machen, lande ich ziemlich oft.

Viele Grüße,
Martin
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#30
Und wie schlägt man die Brücke von den Nachwuchs-Musikerinnen zurück zu Tears For Fears? Über Diva Smith, die Tochter von Curt.

Diva Smith - Bet

Gefällt mir optisch zugegebenermaßen besser als musikalisch. Wink
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#31
(20.12.2021, 20:54)dynamike schrieb: Wäre ich Elton John, würde ich mich ans Piano setzen, mir einen guten Texter, den ich mit Sicherheit kenne, an die Seite holen, meine hervorragenden Bandkollegen ins Studio bestellen, und ein Nr. 1 Album rauswerfen, das niemanden den "alten" Elton vermissen läßt.

Elton John... wenn ich in letzter Zeit etwas von ihm gehört habe, war es meist das hier:

Elton John & Dua Lipa - Cold Heart (2021)

Es läuft (oder lief zumindest am Anfang des Jahres) auf allen Radiosendern rauf und runter. Eigentlich ein nicht besonders einfallsreiches Remake von Eltons "Sacrifice", das ich anfangs auch (nicht wirklich schlecht, aber ziemlich) überflüssig fand. Inzwischen geht es eigentlich. Undecided
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#32
Das ist wohl wie mit mancher Ehefrau....man gewöhnt sich dran. Smile
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#33
Sorry, aber das Cold cold heart gewimmere kann ich mir nicht anhören!
Dann doch lieber von EaV: I sacrificed my life, searching for Zwetschgengeist Big Grin 

LG
Mike
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#34
(04.05.2022, 16:23)Bastelbernd schrieb: Das ist wohl wie mit mancher Ehefrau....man gewöhnt sich dran. Smile

So ist es womöglich. Wobei Lieder den Vorteil haben, daß man sie nicht erst im Vertrauen auf den Gewöhnungseffekt heiraten muss. Wink

Einen ähnlichen Effekt hab' ich bei "Brooklyn" von Glockenbach feststellen müssen, auch so ein Dauer-Berieselungs-Lied im Radio. Fand ich anfangs nervig, inzwischen (trotz sehr gewöhnungsbedürftiger Stimme) auch OK.
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#35
Hihi... Wozu soll ich mich an was gewöhnen, an das ich mich erstmal gewöhnen muß?
Es gibt immer wieder richtig geile Mucke, was natürlich vom einzelnen Geschmack abhängig ist.
Hab zum Beispiel auch immer wieder gerne Country gehört, aber da kannst du doch auch nicht ein Leben lang immer nur George Strait oder Randy Travis hören. Irgendwann leiert sich auch der beste Stil runter.
Hier mal ein Beispiel für richtig coole Mucke, die ich in jeder Lebenssituation gerne höre:
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#36
Ja, die haben beide Sorten Musik drauf.....Country und Western.
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#37
Ja, vor allem frisch und unverbraucht.
Diese "" Stars"" sind für mich oft von ihren millionenschweren Konten so sehr mutiert, dass ich sie nicht mehr hören mag.
Hier noch ein Beispiel für eine Band mit wirklich (für mich) guter Musik, die nicht gemacht ist, um noch ne Million obendrauf zu packen.
Da macht es mir auch wieder Spaß und ich muss mich nicht erst gewöhnen, weil es mir auf Anhieb gefällt.
Wenn man es sich erst schönhören muss, weil es von dem und dem ist, ist doch was nicht in Ordnung.
Ging mir sehr heftig mit Metallica so.
Nur weil sie in meiner Jugend Kult waren und wirklich wegweisend, kann ich ihr letztes Zeug trotzdem nicht bejubeln.
(Ich kann nur für mich reden...)
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