09.12.2021, 14:18
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.12.2021, 14:46 von HiFi-Frank.)
Hallo Kai, Hallo Zusammen,
vielleicht sollte ich noch ein paar allgemeine Gedanken hinzufügen. Das treppige Ausgangsprodukt eines reinen DA Umsetzers (z.B. 1024 Stufen bei 10bit DA Tiefe) muss durch Integration verschliffen werden (Mittelwertbildung). Erst durch Integration bildet sich ein stetiger (analoger) Übergang zwischen den Stufen.
An den Treppenstufen (Pegelübergänge) bilden sich sonst schnell Spitzen aus (differenzierendes Einschwingen). Dies entsteht aus allen parasitären induktiven und kapazitiven Einflüssen, bis in die Eingangsstufe des nächsten Gerätes. Das sind dann genau die oben beschriebenen Oberwelleneffekte.
Sind solche Oberwellen, oder auch nur Treppenreste, an den Ausgangsbuchsen des Interfaces noch vorhanden, dann spielen auch die NF Leitungen, Steckverbinder und natürlich Eingangskapazität/Induktivität und Widerstand des Analoggerätes die entscheidende Rolle ob sich Spitzen/Oberwellen neu ausbilden, vorhandene verstärken oder sogar ausfiltern (dämpfen). Die Störeffekte sind somit auch sehr vom konkreten Umfeld des Nutzers abhängig.
Deshalb kann man z.B. hier genannte Testergebnisse auch nicht grundsätzlich verallgemeinern. In jeder Verschaltung verhalten sich die Geräte etwas anders, je nach dem induktiven und kapazitiven Umfeld.
Diese Antialiasing Filter sind somit zwingend notwendig und gehören zum DA Umsetzer. es sind sehr steile Tiefpassfilter, die oberhalb des Hörbereiches mit mindestens 36db je Oktave, absenken müssen. Gab es lange Diskussionen bei Einführung des CD Spielers in den 80er'n und später dann immer noch...
Oft sind sie in den DAC IC's die Ausgangsfilter (Integrator und Antialiasing) nicht oder nur teilweise integriert, z.B. um universelle Anwendbarkeit sicher zu stellen. In diesem Fall sind Spulen, Kondensatoren, OPV's usw. als aktive Filter in der Außenbeschaltung notwendig. Oder alternativ gibt es auch digitale Kammfilter. Jedenfalls muss Aufwand getrieben werden.
Ein Problem dabei ist, dass nicht nur die Integration selbst, sondern eben auch die Antialiasing Filter je nach Ausgabe-Samplerate umgeschaltet werden müssen. Also mit 22,5Khz Knickfrequenz für 44,1 KHz Samplefrequenz (CD), 24KHz für 48 KHz, 48KHz für 96 KHz Samplefrequenz usw. usf.
Genau das passiert in den einfachen und meist auch mittleren Audiointerfaces eben nicht oder nur unzureichend. Um bei 96 KHz Samplingfrequenz noch 40 KHz Audio am Ausgang ohne Abfall erscheinen zu lassen, geht eben nicht der 20,5KHz Filter, den man für die CD oder MP3 Analogausgabe braucht.
Und ja beim UMC204HD wird da nix außerhalb des CS4271 umgeschaltet. Und man will ja bei 192 KHz Samplerate möglichst weit linear sein....
Auch Tascam wird sich das vielleicht auch erst bei der neuen HD Variante gegönnt haben. Ich weiß es aber nicht. Für die Studiointerfaces (z.B. RME Reihe) wird das ein implementierter Standard sein, den sicher kein dort arbeitender Ingenieur/Entwickler "vergessen" oder einsparen würde.
Ich hoffe das bringt uns alle zusammen
Viele Grüße
Frank
vielleicht sollte ich noch ein paar allgemeine Gedanken hinzufügen. Das treppige Ausgangsprodukt eines reinen DA Umsetzers (z.B. 1024 Stufen bei 10bit DA Tiefe) muss durch Integration verschliffen werden (Mittelwertbildung). Erst durch Integration bildet sich ein stetiger (analoger) Übergang zwischen den Stufen.
An den Treppenstufen (Pegelübergänge) bilden sich sonst schnell Spitzen aus (differenzierendes Einschwingen). Dies entsteht aus allen parasitären induktiven und kapazitiven Einflüssen, bis in die Eingangsstufe des nächsten Gerätes. Das sind dann genau die oben beschriebenen Oberwelleneffekte.
Sind solche Oberwellen, oder auch nur Treppenreste, an den Ausgangsbuchsen des Interfaces noch vorhanden, dann spielen auch die NF Leitungen, Steckverbinder und natürlich Eingangskapazität/Induktivität und Widerstand des Analoggerätes die entscheidende Rolle ob sich Spitzen/Oberwellen neu ausbilden, vorhandene verstärken oder sogar ausfiltern (dämpfen). Die Störeffekte sind somit auch sehr vom konkreten Umfeld des Nutzers abhängig.
Deshalb kann man z.B. hier genannte Testergebnisse auch nicht grundsätzlich verallgemeinern. In jeder Verschaltung verhalten sich die Geräte etwas anders, je nach dem induktiven und kapazitiven Umfeld.
Diese Antialiasing Filter sind somit zwingend notwendig und gehören zum DA Umsetzer. es sind sehr steile Tiefpassfilter, die oberhalb des Hörbereiches mit mindestens 36db je Oktave, absenken müssen. Gab es lange Diskussionen bei Einführung des CD Spielers in den 80er'n und später dann immer noch...
Oft sind sie in den DAC IC's die Ausgangsfilter (Integrator und Antialiasing) nicht oder nur teilweise integriert, z.B. um universelle Anwendbarkeit sicher zu stellen. In diesem Fall sind Spulen, Kondensatoren, OPV's usw. als aktive Filter in der Außenbeschaltung notwendig. Oder alternativ gibt es auch digitale Kammfilter. Jedenfalls muss Aufwand getrieben werden.
Ein Problem dabei ist, dass nicht nur die Integration selbst, sondern eben auch die Antialiasing Filter je nach Ausgabe-Samplerate umgeschaltet werden müssen. Also mit 22,5Khz Knickfrequenz für 44,1 KHz Samplefrequenz (CD), 24KHz für 48 KHz, 48KHz für 96 KHz Samplefrequenz usw. usf.
Genau das passiert in den einfachen und meist auch mittleren Audiointerfaces eben nicht oder nur unzureichend. Um bei 96 KHz Samplingfrequenz noch 40 KHz Audio am Ausgang ohne Abfall erscheinen zu lassen, geht eben nicht der 20,5KHz Filter, den man für die CD oder MP3 Analogausgabe braucht.
Und ja beim UMC204HD wird da nix außerhalb des CS4271 umgeschaltet. Und man will ja bei 192 KHz Samplerate möglichst weit linear sein....
Auch Tascam wird sich das vielleicht auch erst bei der neuen HD Variante gegönnt haben. Ich weiß es aber nicht. Für die Studiointerfaces (z.B. RME Reihe) wird das ein implementierter Standard sein, den sicher kein dort arbeitender Ingenieur/Entwickler "vergessen" oder einsparen würde.
Ich hoffe das bringt uns alle zusammen

Viele Grüße
Frank
