17.12.2021, 20:39
Hallo zusammen,
heute Nachmittag bin ich auch endlich mal dazu gekommen, mich näher mit dem neuen Band zu beschäftigen...
Vorweg möchte ich betonen, dass ich ganz sicher kein Experte bin, was das Thema Einmessen betrifft. Im Folgenden also meine Ergebnisse nach bestem Wissen und Gewissen, wie es so schön heißt. Fehler sind aber durchaus möglich...
Alle Frequenzgänge wurden gemessen bei -20 dB, wobei 0 dB 1,55V entsprechen, also 514 nwb/m. Bandmaschine: Studer A807 MK I. 19cm/s, NAB.
Zunächst einmal wollte ich wissen, wie der Frequenzgang mit meiner LPR35 Einmessung aussieht. Zunächst habe ich die Einstellung kontrolliert mit einem "BASF by EMTEC" LPR35, wenn ich den Produktionscode richtig deute aus dem Jahr 2000:
Sieht für mich OK aus. Leichter Abfall bis 20 kHz um ca. 1 dB.
Als nächstes mit Exakt den selben Einstellungen die Messung mit dem PE3035M gemacht:
Aufnahmepegel insgesamt ca. 4 dB niedriger. Bis 10 kHz Abfall um weitere ca. 2 dB, bei 20 kHz ca. 4 dB weniger im Vergleich zu 1 kHz.
Deckt sich also grob mit dem, was andere hier im Thread schon geschrieben haben.
Dann habe ich neu eingemessen. Verglichen zur LPR35 Einmessung musste ich die Bias-Einstellung leicht anheben (für Delta S10 = 3,5dB). Aufnahmepegel und Treble-Anpassung musste ich jeweils deutlich anheben. Das Ergebnis:
Generell nun dem LPR35 Ergebnis recht ähnlich. Auffällig ist aber, dass der Frequenzgang deutlich zackiger ist im Vergleich zum LPR35. Allerding innerhalb von 0,5 dB und damit nicht hörbar. Ich habe die Messung sowohl mit dem PE3035M als auch mit dem LPR35 (mit der passenden Einmessung) mehrmals wiederholt und die Ergebnisse waren immer sehr ähnlich zu den hier gezeigten Screenshots. Ansonsten fällt beim PE3035M der Frequenzgang oberhalb von 20 kHz etwas schneller ab, aber das hört natürlich auch keiner.
Ich habe noch probiert, den Bias in beide Richtungen etwas zu verändern (S10 von 3 bis 4 dB) aber das Ergebnis wurde jeweils minimal schlechter.
Dann habe ich noch mal den umgekehrten Test gemacht und das LPR35 mit der PE3035M Einmessung getestet. Hierzu habe ich den Eingangspegel so weit reduziert, dass der Hinterbandpegel wieder in etwa so war wie bei der richtigen Einmessung für das LPR35:
Ein leichter Anstieg um 1 dB von 5 kHz bis 15 kHz, also durchaus noch OK.
Insgesamt würde ich sagen, dass man ohne neue Einmessung relativ gute Ergebnisse bekommen könnte, solange man nach Hinterbandpegel aussteuert.
Abschließend habe ich noch einen kleinen Praxis-Test gemacht und ein bisschen Musik unterschiedlichster Stil-Richtungen aufgenommen. Da gab es durchweg nichts dran auszusetzen. Kein Rauschen an leiseren Stellen, keine Aussetzer oder ähnliches. Die Tonköpfe sind nach dem Einmessen, Aufnehmen und Anhören immer noch komplett sauber.
Bei sehr basslastiger Musik und NAB-Entzerrung habe ich den Eindruck, dass das Band etwas eher hörbar verzerrt als das LPR35. Aber auch erst oberhalb von 0 dB.
Alle Angaben ohne Gewähr...
Gruß
Robert
heute Nachmittag bin ich auch endlich mal dazu gekommen, mich näher mit dem neuen Band zu beschäftigen...
Vorweg möchte ich betonen, dass ich ganz sicher kein Experte bin, was das Thema Einmessen betrifft. Im Folgenden also meine Ergebnisse nach bestem Wissen und Gewissen, wie es so schön heißt. Fehler sind aber durchaus möglich...
Alle Frequenzgänge wurden gemessen bei -20 dB, wobei 0 dB 1,55V entsprechen, also 514 nwb/m. Bandmaschine: Studer A807 MK I. 19cm/s, NAB.
Zunächst einmal wollte ich wissen, wie der Frequenzgang mit meiner LPR35 Einmessung aussieht. Zunächst habe ich die Einstellung kontrolliert mit einem "BASF by EMTEC" LPR35, wenn ich den Produktionscode richtig deute aus dem Jahr 2000:
Sieht für mich OK aus. Leichter Abfall bis 20 kHz um ca. 1 dB.
Als nächstes mit Exakt den selben Einstellungen die Messung mit dem PE3035M gemacht:
Aufnahmepegel insgesamt ca. 4 dB niedriger. Bis 10 kHz Abfall um weitere ca. 2 dB, bei 20 kHz ca. 4 dB weniger im Vergleich zu 1 kHz.
Deckt sich also grob mit dem, was andere hier im Thread schon geschrieben haben.
Dann habe ich neu eingemessen. Verglichen zur LPR35 Einmessung musste ich die Bias-Einstellung leicht anheben (für Delta S10 = 3,5dB). Aufnahmepegel und Treble-Anpassung musste ich jeweils deutlich anheben. Das Ergebnis:
Generell nun dem LPR35 Ergebnis recht ähnlich. Auffällig ist aber, dass der Frequenzgang deutlich zackiger ist im Vergleich zum LPR35. Allerding innerhalb von 0,5 dB und damit nicht hörbar. Ich habe die Messung sowohl mit dem PE3035M als auch mit dem LPR35 (mit der passenden Einmessung) mehrmals wiederholt und die Ergebnisse waren immer sehr ähnlich zu den hier gezeigten Screenshots. Ansonsten fällt beim PE3035M der Frequenzgang oberhalb von 20 kHz etwas schneller ab, aber das hört natürlich auch keiner.

Ich habe noch probiert, den Bias in beide Richtungen etwas zu verändern (S10 von 3 bis 4 dB) aber das Ergebnis wurde jeweils minimal schlechter.
Dann habe ich noch mal den umgekehrten Test gemacht und das LPR35 mit der PE3035M Einmessung getestet. Hierzu habe ich den Eingangspegel so weit reduziert, dass der Hinterbandpegel wieder in etwa so war wie bei der richtigen Einmessung für das LPR35:
Ein leichter Anstieg um 1 dB von 5 kHz bis 15 kHz, also durchaus noch OK.
Insgesamt würde ich sagen, dass man ohne neue Einmessung relativ gute Ergebnisse bekommen könnte, solange man nach Hinterbandpegel aussteuert.
Abschließend habe ich noch einen kleinen Praxis-Test gemacht und ein bisschen Musik unterschiedlichster Stil-Richtungen aufgenommen. Da gab es durchweg nichts dran auszusetzen. Kein Rauschen an leiseren Stellen, keine Aussetzer oder ähnliches. Die Tonköpfe sind nach dem Einmessen, Aufnehmen und Anhören immer noch komplett sauber.
Bei sehr basslastiger Musik und NAB-Entzerrung habe ich den Eindruck, dass das Band etwas eher hörbar verzerrt als das LPR35. Aber auch erst oberhalb von 0 dB.
Alle Angaben ohne Gewähr...
Gruß
Robert

