Infos zu altem Mikrofon gesucht: Dr Steeg & Reuter NM 3
#1
Hallo zusammen,

beim Kauf eines Telefunken Magnetophon 95 bekam ich dieses Mikrofon mit dazu. Leider finde ich keinerlei Details dazu im Internet. Auf der Kapsel steht, dass es sich um ein Dr Steeg & Reuter NM 3 handelt.

Was mir direkt auffiel ist der Stecker, das ist der selbe den auch meine Revox T26 von 1951 hat. Liege ich damit richtig, dass dieses Mikrofon wohl der ersten Hälfte der 50er zuzuordnen ist? Der Vorbesitzer hat einen Adapter auf 3-Pol-DIN an das Kabel gemacht. Damit bekomme ich bei keiner meiner Maschinen ein Signal aus dem Mikrofon. Daher vermute ich, dass Probleme mit der Kapsel vorliegen. Mangels Informationen kann ich näheres jedoch leider nicht einschätzen.

Weiß jemand eventuell, was für ein Mikrofontyp das ist? Ein Kondensatormikrofon wird es bei nur zwei belegten Pins ja nicht sein. Ob Tauchspule, Bändchen oder gar so etwas wie Kohle bin ich mir nicht sicher.

Eventuell sind hier ja Sammler alter Mikrofone anwesend, die mir mehr zu diesem Schätzchen sagen können.

Vielen Dank schonmal!


Schöne Grüße
Alexander


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Schöne Grüße
Alexander
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Halbspur: Grundig TK 8, Teac A3300-2T, RFZ T2221, Uher Report 4200 Monitor, Tascam 22/2, Revox A77 Dolby, Revox A36
Viertelspur: Sony TC-366, Uher Variocord 263, Revox F36
Vollspur: Revox T26
Viertelspur? Das rauscht doch nur. Ich nutze Halbspur wo es geht!
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#2
Ok, Ton kommt nun raus, der Stecker zum Fuß hatte Kontaktprobleme. Bleibt natürlich die Frage, ob es irgendwo Infos dazu gibt, das wäre noch interessant.
Schöne Grüße
Alexander
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#3
Wer suchet, der findet!
Warum die Bezeichnung nicht übereinstimmt, kann ich dir nicht sagen. Das beschriebene Mikro sieht aber genauso aus.
LG
Holgi

   
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#4
Hallo Holgi,

ganz herzlichen Dank für den Hinweis! Ich habe mit der von dir genannten Bezeichnung nun auch eine Art Datenblatt gefunden, das die wichtigsten Informationen beinhaltet und auch zeigt dass das Baujahr ca 1955 sein muss:
https://heinrich-specht.de/microphones/S...r-dm-2.pdf


Schöne Grüße
Alexander
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#5
Dieses Datenblatt hatte ich eigentlich auch eingefügt, aber da hat irgendwas nicht geklappt....
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#6
Das NM3 sollte aber ein Kristallmikrophon sein.

https://www.radiomuseum.org/m/steegreut_...dex_1.html

Gruß Ulrich
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#7
Wenn das so wäre, müsste das Mikro ja an einem nierohmigen Eingang ein sehr dünnes, bassarmes Signal abgeben. Kristallmikros brauchen einen hochohmigen, aber empfindlichen Eingang (> 1 MΩ).
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#8
Was man auch immer vom rm.org halten mag, den Angaben dort traue ich schon. Abgesehen davon, das die dynamischen Mirkofone von Dr Steeg und Reuter mit DM anfangen und die Kristallmikrofone mit NM  fällt halt auf und macht auch Sinn.

Gruß Ulrich
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#9
(20.11.2021, 18:18)hannoholgi schrieb: Wenn das so wäre, müsste das Mikro ja an einem nierohmigen Eingang ein sehr dünnes, bassarmes Signal abgeben. Kristallmikros brauchen einen hochohmigen, aber empfindlichen Eingang (> 1 MΩ).
Exakt das war am Anfang der Fall. Es klang extrem dünn und höhenlastig, Mitten und Bässe fehlten.

Ich habe dann die Impedanz im Verdacht gehabt und einfach mal nach gutdünken einen Vorwiderstand mit verschiedenen Werten ausprobiert. Mit einem 470 kOhm-Widerstand in Reihe ist der Frequenzgang nun ausgewogen und hat auch einen vernünftigen Anteil an Tiefen und Mitten mit drin. Klingt jetzt richtig gut, ich kann gerne mal Beispiele hier hinein packen.

Das Signal ist dadurch zwar recht leise, aber mein Mischpult hat echt viel Verstärkungsspielraum, das ohne großes Rauschen laut zu kriegen.

(20.11.2021, 19:12)uk64 schrieb: Was man auch immer vom rm.org halten mag, den Angaben dort traue ich schon. Abgesehen davon, das die dynamischen Mirkofone von Dr Steeg und Reuter mit DM anfangen und die Kristallmikrofone mit NM  fällt halt auf und macht auch Sinn.

Gruß Ulrich

Hallo Ulrich,

jetzt wird es interessant, hast du eventuell weitere Informationen zu Mirkofonen dieser Firma?


Schöne Grüße
Alexander
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