sind hier DiY Lautsprecherbauer anwesend ?
#1
... für ein Bauprojekt benötige ich preiswerte kompakte Lautsprecher, die einen halbwegs vollen Klang produzieren.

Gestern habe ich mir beim Googeln die Angebote von Dynavox und Visaton angesehen, da gibt es ja einiges sehr preiswertes, z.B. 13cm Bässe mit Doppelschwingspule für unter 20 Euro, die für einen 2,5 Liter Subwoofer empfohlen werden.

Mir ist klar, dass man mit solchen Lautsprechern keine echten Tiefbässe hinbekommt, es geht mir hauptsächlich darum, dass es angenehm klingt, so in etwa wie ein altes Grundig Kofferradio, nur mit mehr Druck. Hat jemand mit sowas Erfahrungen und kann etwas zu keiner Orientierung beitragen ?

danke und Gruß Frank
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#2
moin moin,

wie wäre es zum bleistift damit http://www.donhighend.de/?page_id=7291

cu reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#3
Wir haben doch den Benutzer "speakermaker". Der hieß in meiner Erinnerung nicht nur so, sondern hatte Selbstbau-Erfahrung.

Nur aus Neugier: Was habt Ihr denn für einen Werkzeugpark? Ich hab' mal mit 14 Jahren zusammen mit meinem Vater ein Paar einfache 2-Wege-Boxen gebaut. Eine Kreissäge zum Zuschneiden der Holzstücke war vorhanden, aber die Ausschnitte in der Schallwand haben wir mit der Stichsäge gemacht, was natürlich nicht so richtig präzise ist. Versierte Bauer verwenden dafür dem Hörensagen nach eine Oberfräse.
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#4
(15.11.2021, 09:23)timo schrieb: Versierte Bauer verwenden dafür dem Hörensagen nach eine Oberfräse.

Klar, das machen sie. Mit einer Holzraspel (Halbrund), Schleifpapier und ein bisschen Muskelarbeit und Zeitaufwand oder einer dieser, auf Plastik-Schaumstoffwalzen für die Bohrmaschinen aufziehbaren Schleifbänder kriegt man aber auch saubere Löcher. Schleifwalzen heißen die Dinger.

Viel Spaß beim Selbstbau,
MfG
Binse
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#5
Im Zeitschriftenhandel (zumindest an größeren Bahnhöfen) gibt es zwei deutsche Magazine über DIY-Lautsprecherbau. Da kommen gelegentlich solche Bau-Anleitungen vor und werden geeignete Chassis genannt.
Bei youtube gibt  es diverse Videos über den Bau von sehr kompakten Boxen mit angeblich sehr tiefer unterer Grenzfrequenz.
Die modernsten Anleitungen bauen komplexe Gehäuse mit 3D-Druckern in 2-(oder mehr)-Schalen-Technik.
Sehr kompakte Boxen (halbes Volumen gegenüber normal) werden möglich mit "isobarischer" Chassis-Anordnung von 2 (oder mehr) Bass-Chassis pro Box.
Wenn es nicht um große Lautstärken geht, kann man jedes Bass-Chassis per DSP auf nahezu jede wünschenswerte untere Grenzfrequenz "equalizen". Die maximale Lautstärke wird dann allerdings begrenzt durch den Schalldruck, der bei tiefster Frequenz und maximalem Membran-Hub erreichbar ist. Der liegt dann aber um ~(fmin/fres)² unter dem bei der mechanischen Eigen-Resonanz bzw normalen unteren Grenzfrequenz.
Die "Hub-Grenze" läßt sich nur durch Membranfläche überwinden.

MfG Kai
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#6
Hallo,

ich baue ja seit geraumer Zeit einen Subwoofer.  >>>>> https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=22387

Evtl. hilft das ein wenig weiter, hier haben ganz nette Forenkollegen auch kostenfreie Simulationssoftware verlinkt.
Ich hatte dann WinIsd verwendet. Das reichte mir als Unterstützung für einen Sub völlig aus.

Wenn man ganze 3 - Wegeboxen bauen will, geht es auch komplexer. Nur hätte ich dort ewig gebraucht um mich
dort einzufuchsen. Da war ich dann mit der Handabstimmung schon schneller, die man auf jeden Fall einmal
probieren sollte, um ein Gefühl für die Materie zu bekommen.

Auch ich habe ich kein spezielles Werkzeug. Ich benutze, wie hier beschrieben, Bohrmaschine, Stichsäge, Raspel, Feile, Schleifpapier. Mit der Stichsäge wurden die Löcher grob ausgeschnitten und, wie hier schon angedacht, mit der
Raspel weiter angepasst. Das funktioniert gut.
Was den Druck angeht, kann man nur weiter elektronisch (wie von Kai schon beschrieben) nachhelfen.
Dazu habe ich ganz oldskool, eine elektronische Weiche, einen Equalizer, und eine separate Endstufe.
Bei Bassreflex sollte natürlich entsprechend abgestimmt werden.

Hier noch das Hifi-Forum: http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-2178.html

Liebe Grüße !!!
Nein, ich habe eine Bandmaschine nicht dafür, um das Tonband in die Sättigung zu treiben, nein !
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#7
Hallo,

Visaton habe ich schon verbastelt. Die von mir gekauften 13 cm Breitbandlautsprecher werden sicher keine Begeisterungsschreie von High-End Fans erleben, aber schlecht sind sie auch nicht..und für den Preis...

Grüße
Arno
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#8
danke erstmal, das hilft schon - zum Werkzeug muss man sagen, dass das Zeug ja heute sehr viel billiger ist als früher, und es dank Ebay einen guten Gebrauchtmarkt gibt. Eine Oberfräse und eine kleine Tischkreissäge mit Schlitten sind schon sehr hilfreich für den Boxenbau.

Gruß Frank
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#9
Ich habe mit diesem Shop sehr gute Erfahrungen gemacht.
Vor vielen vielen Jahren hab ich da mal einen günstigen Bausatz namens "Quickly HK" gekauft
und dank Beziehungen zu einem Schreiner war der professionelle Bau des Gehäuses schnell erledigt.
Die Lautsprecher hatte ich dann einige Zeit an meiner Wohnzimmeranlage laufen und wollte sie irgendwann mal austauschen.
Ich fand allerdings nix bezahlbares, was signifikant besser war, so ließ ich sie von eben diesem Schreiner
noch professionell lackieren und seitdem hängen sie zu unserer vollsten Zufriedenheit bei uns im Wohnzimmer an der Wand.
Viele Grüße
Jörg
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#10
    Hallo
Weshalb Selbstbau ? Aus Spass an der Freude oder aus Kostengründen ? Ich würde in deinem Bereich nach günstigen 
Marken Fertiglautsprechern  bei Ebay und Konsorten schauen,das funzt besser als zusammengesuchte Billig Einzel Chassis.
Wenn Selbstbau ,dann auf  Pro-Ebene, so wie ich es bei dir herauslese ist es nicht deine Berufung.
Ich betreibe Selbstbau nur noch im JBL Klassiker Bereich.
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#11
Ja die Holzteile (MDF/HDF) lasse ich am liebsten in der Tischlerei sägen. Die rechnen auch gleich aus damit möglichst wenig Verschnitt entsteht. So eine Platte muss ich ja im Voraus kaufen. Die stellen sich den Restschnitt nicht hin.
Dann  geht es weiter mit Oberfräße und Fräßzirkel, verschiedenen Forstner- und Lochsägebohrern viel Schleifpapier und einem Dübler beim Zusammenbau der Teilbretter. Danach viel schleifen und pinseln. Ich arbeite nicht gern mit Furnier.
Ganz am Anfang habe ich mir die Lautsprecher ausgesucht und mich entschieden was für eine Box das werden soll: 2 Wege, 3 oder 4 Wege,
Bassreflex, Geschlossen, wieviel Liter usw.
Ist die Grobarbeit getan, bau ich die Lautsprecher provisorisch ein und messe sie akustisch aus. Dann wird mit einem Weichenprogramm die Abstimmung angegangen. Zum Schluss noch mal komplett gemessen (mit Abstrichen, da ich keinen akustisch toten Raum habe...).
So in etwa und in Kurzform sieht es aus wenn ich mir eine NEUE Box baue. Ein alte zu raparieren ist wieder ein ander Weg.

Gruß Dietmar
Fostex R8; REVOX B77; Unitra M 2405; Uher 4200 Report IC, Uher 4000 L, Tesla B115; Tesla B90; Tesla B56; Tesla Start; Technics RS AZ7;
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#12
(15.11.2021, 17:11)speakermaker schrieb: Hallo
Weshalb Selbstbau ? Aus Spass an der Freude oder aus Kostengründen ? Ich würde in deinem Bereich nach günstigen 
Marken Fertiglautsprechern  bei Ebay und Konsorten schauen,das funzt besser als zusammengesuchte Billig Einzel Chassis.
Wenn Selbstbau ,dann auf  Pro-Ebene, so wie ich es bei dir herauslese ist es nicht deine Berufung.
Ich betreibe Selbstbau nur noch im JBL Klassiker Bereich.

es gibt einen ganz einfachen Grund - weil man mit Selbstbau individuelle Lösungen bauen kann, die es so nicht zu kaufen gibt.

Der Bau von ganz normalen HiFi Boxen lohnt sich heute in den meisten Fällen nicht mehr, da gebe ich Dir recht. Wenn man aber wie in meinem Fall eine Lautsprecherausstattung für ein portables Gerät entwickeln will, mit der Musikhören auf höherem Niveau möglich ist, die aber in Gehäuse mit zwei Litern Volumen passen muss, dann wird man bei Fertiglösungen nicht viel Glück haben.

Ich werde mir mal die Zeitschriften kaufen und bei Youtube schauen. Und mit Visaton habe ich schon öfter gute Erfahrungen gemacht, wenn ich z.B. fürs Auto was spezielles zusammenbasteln aber keine High End Preise zahlen wollte.

Gruß Frank
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#13
Hallo
Jetzt weiss ich doch schon mehr, es stehen zwei Liter Volumen in einem bestehenden Gerätegehäuse zur Verfügung.
in diesem Fall ,würde ich versuchen ,die gesamte Technik einer qualitativ guten Bluetoothbox einzubauen.
Diese Teile werden mittels DSP für so kleine Volumen entzerrt und es klingt bis Zimmerlautstärke auch noch gut.
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#14
an die Zweckentfremdung von Bluetooth Boxen hatte ich auch schon gedacht, aber zwei Dinge sprechen dagegen. Einmal habe ich hier seit ein paar Tagen ein Telefunken HiFi Studio 1 von 1981 in Betrieb, ein Gettoblaster mit abnehmbaren Dreiwegeboxen, der die HiFi Norm erfüllt und einen ganz altmodischen 2x30 Watt Verstärker eingebaut hat. Davor war ich mit meinen JBL Bluetooth Boxen leidlich zufrieden, jetzt aber nicht mehr. Das zweite Problem ist, dass man bei fertigen Bluetooth Lautsprechern die Firmware nicht ändern kann. Die JBL Boxen kann man z.B. nicht so konfigurieren, dass sie den analogen Eingang als Default nehmen, sie fangen nach dem Einschalten immer mit Bluetooth an. Im Moment ist das alles nur Gebastel, weil ich aber weiß, was sich aus derartigem Gebastel entwickeln kann, möchte ich gerne eine offene Lösung bauen - und das geht halt nur, wenn man alles selber macht.

Gruß Frank
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#15
Moin"
früher, d.h. vor dreißig Jahren habe ich auch die eine oder andere Box "zusammengedengelt". Heute lohnt sich das für die kleineren Kaliber überhaupt nicht mehr. Dann lieber ein Paar Gebrauchte. NIcht schlecht - aus Sicht des TE - finde ich die Satellitenboxen von Magnat: https://www.ebay.de/itm/174540294548?has...SwVIZfxVFE

Für die Größe ist der Klang verhältnismäßig üppig. Ich würde sie zwar nicht zum Paarpreis > 35 € kaufen, aber eine Überlegung sollte es wert sein.
Gruß
Peter
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