Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung"
#51
Hallo Kai und Tobias,

meine Experimente mit den federnden Bandführungen ergaben, dass diese das Modulationsrauschen, welches durch Bandlängsschwingungen entsteht, stark erhöhen.

Sobald ich die obere Federscheibe vom Band entferne, wird das Modulationsrauschen deutlich geringer. Bringe ich die zusätzliche Beruhigungsrolle in den Bandpfad (und hier reicht es, dass sie gerade eben mitgenommen wird), ist das MR wiederum deutlich geringer als mit der Originalausführung mit konischen Bandführungen, die ihrerseits stark erhöhtes vertikales Wandern des Bandes und damit Phasenschwankungen der Azimutaufzeichnung erzeugen.

Den optimalen Standort der Bandberuhigungsrolle habe ich ebenfalls experimentell ermittelt. Mit Bandtypen wie LPR 35 und PER 368 / 528 ist das MR praktisch nicht mehr vorhanden, d.h. das Ruherauschen ("Bias Noise") unterscheidet sich mit oder ohne Nutzsignal kaum noch.

Grüße
Peter
Grüße
Peter
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#52
Hallo Peter,

die zitierte Formulierung habe ich so interpretiert, daß Reibung zwischen den Rändern der inneren Bandfläche und dem jeweiligen Kopfspiegel gemeint sei.
Deiner obigen Beschreibung entnehme ich, daß Reibung zwischen Ober- und Unterkante des Bandes an den Scheiben der Bandführung bzw vertikaler (?Stauch?)Druck auf diese Bandkanten gemeint ist.
Daß der nix Gutes bewirken würde, leuchtet ein.
Das ist sicher eine "Grat-Wanderung", da den optimalen Federdruck einzustellen, der einerseits die gewünschte Führungswirkung hat, die Toleranzen der Band-Breite auffängt und andererseits keine Längsschwingungen anregt.

Entsteht das erhöhte Modulations-Rauschen durch Schwingungs-bedingte Variation des Anpressdrucks am Kopf ?

MfG Kai
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#53
(24.12.2021, 12:31)kaimex schrieb: Das ist sicher eine "Grat-Wanderung", da den optimalen Federdruck einzustellen, der einerseits die gewünschte Führungswirkung hat, die Toleranzen der Band-Breite auffängt und andererseits keine Längsschwingungen anregt.

... und drittens LP- und DP-Bänder nicht regenrinnenartig verformt, was wiederum zu einer konstanten Phasenverschiebung führt, die zwar gering ist (ca. 5° bei 10 kHz und 19 cm/s), aber für meine Zwecke doch zu groß.

Die Lösung fand sich letztlich in den hier markierten zusätzlich eingefügten Distanzhülsen:

   


(24.12.2021, 12:31)kaimex schrieb: Entsteht das erhöhte Modulations-Rauschen durch Schwingungs-bedingte Variation des Anpressdrucks am Kopf ?

Das MR entsteht durch die Reibung zwischen Schicht und Kopfspiegel beim Vorbeitransport und ist umso geringer, je glatter die Berührungsflächen sind.
Grüße
Peter
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#54
Hallo Kai

das Modulationsrauschen ist ja in erster Näherung ein Problem des Aufzeichnungsvorgangs.
Es gibt aber ja auch noch die Anregung von Längsschwingungen des Bandes unabhängig vom Aufzeichnungsvorgang, also auch bei Wiedergabe. Die Anregungen dieser Schwingungen können auch entstehen, wenn glatte Bänder an glatten Köpfen kurz festkleben und wieder losgerissen werden. Dann enstehen breite Spektren neben dem Nutzton. Wenn´s ganz kraß wird, hören wir es quietschen. Diese Erscheinung ist nicht sehr vom Bandzug abhängig, wird aber auch beim Aufzeichnungsvorgang wirksam.

Die Altvorderen behalfen sich bei der damals normalen Geschwindigkeit von 77 cm/s mit nicht zu glatten Oberflächen der Bänder. Systematische Untersuchungen beim damaligen RTI (kein Buchstabendreher) in Hamburg führten zur Bandberuhigungsrolle von genau dem Kaliber, was Peter bei seinem Bezugskopfträger zusätzlich eingebracht hat. Diese Rolle wurde zuerst verwendet bei späten T8f und ab T9-Laufwerken bis M5c (77 cm/s; nach Normfestlegung dann 76,2 cm/s) Peters empirsche Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit seinem hohen Fachwissens stellen vermutlich beim Kopfträger das gegenwärtige Optimum weltweit dar.

In diesem Zusammenhang kann man feststellen, daß Peter sein Laufwerk in einer Weise optimiert hat, daß die durch Reibung angeregten Längsschwingungen vom Laufwerk bei ihm am Kopfträger keine Rolle (kleines Wortspiel) mehr spielen, weil dort eine große Rolle mitspielt.

Die Zwangsführung des Bandes an einer virtuellen Unterkante von bisher nicht gekannter Präzision ohne Verformung des Bandes durch 5 bewegliche Führungsoberkanten ist wohl so noch nie realisiert worden. Als besonderes Schmankerl kommt hinzu, daß Sprech- und Hörkopf je links und rechts solche Führungen in nahezu identischen Abständen haben. Das wiederum ist die Voraussetzung dafür, daß Peter mit seiner Azimutgenauigkeit bei Sekunden rumfuhrwerkt und nicht bei Minuten, was auch schon toll wäre. Bei ihm könnte man die Azimutschwankungen als Maß für die Schnittgenauigkeit des Bandes an der Unterkante heranziehen. International wäre es sogar die Oberkante. Man kann sagen, mit internationaler Schichtlage gibt es derzeit keinen Kopfträger der die nötige Präzision an der Bandoberkante von seiner Konstruktion her realisieren könnte. Auch der von Telefunken nicht.

Zu den Glanzzeiten der Magnettontechnik hätte Peter für eine gewisse Zeit ein Alleinstellungsmerkmal bei der Bezugsbandfertigung gehabt.( Die anderen wären irgendwann aber vermutlich auch dahinter gekommen).

So, nun höre ich erst einmal wieder auf zu schwärmen.

Viele Grüße
Manfred
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#55
(24.12.2021, 16:55)Magnettonmanni schrieb: So, nun höre ich erst einmal wieder auf zu schwärmen.

Gut so, denn von zuviel Weihrauch könnte mir schlecht werden Angel

Aber Danke für dein großes Lob, das ich sehr wohl zu würdigen weiß, zumal es von jemandem kommt, der sich mit dem Thema auch nicht erst seit gestern beschäftigt ...
und einen schönen Heiligen Abend! (euch allen)

Peter
Grüße
Peter
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#56
(24.12.2021, 16:55)Magnettonmanni schrieb: Es gibt aber ja auch noch die Anregung von Längsschwingungen des Bandes unabhängig vom Aufzeichnungsvorgang, also auch bei Wiedergabe. Die Anregungen dieser Schwingungen können auch entstehen, wenn glatte Bänder an glatten Köpfen kurz festkleben und wieder losgerissen werden.

Die glatten Bänder waren vermutlich nicht glatt genug, bzw man muß glatte Bänder ohne Neigung zur Klebrigkeit herstellen.
Ich sehe nirgends ein positives Argument für Reibung durch rauhe Oberflächen.
Falls man sich davon die Dämpfung von Schwingungen versprochen hat, damit aber eine größere Schwingneigung erzeugte, war das keine gute Lösung.
Hat jemand mal höchst glatte Bänder & Führungen einerseits mit Dämpfung durch Filz-Rollen ausprobiert ?

Eine Klasse von Problem-Bändern wird im Englischen bzw bei Richard Hess durch "loss of lubricant" charakterisiert, also Verlust von Gleit-Mittel (-Eigenschaften).
https://richardhess.com/notes/category/a...ape-aging/

MfG Kai
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#57
Hallo Kai,

wenn die Bänder zu glatt sind, neigen sie zum kurzzeitigen Festkleben an glatten Oberflächen. Lege mal 2 Glasscheiben übereinander und versuche, diese unter Druck gegeneinader zu verschieben, das ist der gleiche Effekt.

MfG, Tobias
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
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#58
Du meinst sicher die "Van der Waals Kräfte".
Hätte ich nicht gedacht, daß die hier eine Rolle spielen.
Da muß dann noch "ent-polarisierendes Nano" dazwischen gefieselt werden...

MfG Kai
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#59
(24.12.2021, 18:54)kaimex schrieb: Ich sehe nirgends ein positives Argument für Reibung durch rauhe Oberflächen.

Das Hauptargument im Aufnahme- und Sendebetrieb beim Rundfunk war die selbstreinigende Wirkung, solange die Pigmentschicht stabil genug war (und das ist sie bei den meisten in Deutschland gefertigten Rundfunkbändern noch heute in erstaunlichem Maße).
Tonkopfreiniger etc. waren jedenfalls im täglichen Betrieb äußerst unüblich, für derlei Firlefanz war schlicht keine Zeit, und das Risiko fehlender Höhen durch schmierende Bänder konnte man sich während einer Sendung ab Band wirklich nicht erlauben.

Dem unvermeidlichen Nachteil größerer Empfindlichkeitsschwankungen zu den kurzen Wellenlängen hin wurde durch höhere Bandgeschwindigkeit begegnet, da weder Speicherplatz noch Kosten eine sonderliche Rolle spielten. Ein anderer Vorteil der höheren Bandgeschwindigkeit war die höhere Genauigkeit beim Schneiden.

Für die Tonträgerindustrie galt im Prinzip dasselbe, nur dass dort die Aussteuerbarkeit gar nicht hoch genug sein konnte. Dies führte mitunter zu Pigmentarten, die sich nicht als dauerhaft stabil erwiesen, vor allem nicht auf Mehrspurmaschinen, wo bei Aufnahmesessions üblicherweise viel rangiert werden muss.
Grüße
Peter
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#60
Hallo in die Runde:



ich hole hier 4 Sätze aus dem Faden: BASF DPR 26 FES LHP ???

Sie dienen als Stimmungsbild von Annodunnemals zu Peters letztem Satz:

Auf der AES-Convention 1978 in Hamburg wurde mir höchstwahrscheinlich von dem damaligen absoluten Großmeister der Magnetbandforschung und -Herstellung (ich verehre ihn bis heute) sinngemäß gesagt: 
"Je besser die Eigenschaften des Magnetits werden, desto schwieriger wird es, dafür einen geeigneten Lack als Bindemittel für den Träger zu finden". Die alten sehr abriebfesten und langzeitstabilen DD-Lacke der Fa.Bayer z.B. hätte man gerne weiter verwendet. Aber damit ließen sich die die gewünschten Eigenschaften nicht realisieren.

Viele Grüße
Manfred
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#61
(25.12.2021, 14:55)Magnettonmanni schrieb: "Je besser die Eigenschaften des Magnetits werden, desto schwieriger wird es, dafür einen geeigneten Lack als Bindemittel für den Träger zu finden".

Genau so.
Grüße
Peter
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#62
Gutes Neues, allerseits!

Nachdem nun das NHC wieder 'atmet' hier eine nette Querverbindung zu 'damals'... & und zum BMF natürlich...

Schließlich soll dieser Bilderthread nicht im Nichts enden!

Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#63
Hallo Pit,

das ist ja unglaublich, was ich von vor meiner Forumszeit alles noch nicht mitbekommen habe.

Ich habe hier alles zweimal durchgelesen, aber noch nicht durchgearbeitet. Das kommt noch und darauf freue ich mich schon jetzt ganz besonders.
.
Das ist ja alles historisch sehr wertvoll. - Ich danke Dir für die Aufbereitung -.

Die Maschinen sind wegen ihrer besonderen Verwendung technisches Kulturgut.
- Ich kann mich gar nicht wieder einfangen. -

Ich würde einiges dafür hingeben, die T9u zu besitzen, an der Dr. (nicht abgeschrieben oder auf dem Jahrmarkt am Schießstand geschossen) Friedrich Krones seine Messungen an den Bändern des seinerzeitigen Weltmarktes und für die Herstellung der Bezugsbänder gearbeitet hat.

Wenn das hier so weitergeht, steige ich noch verschärft in das Thema wieder ein.
Ich hatte vor über 40 Jahren damit aufgehört, nachdem der Großmeister mir den Tip gab, die Senkrechtstellung der Köpfe meiner T9u mit der Rückseitenabtastungs-Methode vorzunehmen, weil ich mich gegenüber der Firma Agfa verwundert darüber geäußert hatte, dass die Bezugsbänder voneinander abweichende Teile zur Spalteinstellung hätten. Als interessierter Amateur mußte ich dann damals nicht tiefer einsteigen. Ich habe die mitgeschickte Broschüre des Herrn van Bommel durchgearbeitet  und gut war.

Die T9u hatte ich damals in wahren Meßorgien mechanisch optimiert:

A. Ein Band suchen, das nicht säbelförmig verzogen ist. Das kann dauern…

B. Die Achsen der Motoren zueinander raumparallel und die Bandteller auf eine Höhe bringen

C. In vielen iterativen Schritten das Laufwerk optimieren:

1. So lange justieren, bis das Band ohne Kopfträger auf derselben Höhe der Tonwelle läuft.
2. So lange justieren, bis das Band gedreht ohne Kopfträger auf derselben Höhe der Tonwelle läuft.
3. So lange justieren, bis das Band gewendet ohne Kopfträger auf derselben Höhe der Tonwelle läuft.
4. So lange justieren, bis das Band gedreht und gewendet ohne Kopfträger auf derselben Höhe der Tonwelle läuft.
(Hinweis: ohne Kopfträger hat die T9u keine festen Bandführungen mehr).

Dann die gleiche Prozedur (da klickt was im Kopf) mit Kopfträger.
Dann die gleiche Prozedur beim Vorspulen.  
Dann die gleiche Prozedur beim Rückspulen.
Dann die gleiche Prozedur beim Vorspulen mit Gegensteuern.
Dann die gleiche Prozedur beim Rückspulen mit Gegensteuern.

Nach Feierabend brauchte ich dafür damals Wochen….     (Eigentlich eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat).

Die T9u habe ich noch, und sie hat den Vorzug, keinerlei Elektronik und Fühlhebel zu haben, und sie ist dennoch in der Lage, den Bandzug von 90 p auf +- 10 p genau einzuhalten von Bandanfang bis Bandende mit 100 mm-Wickelkernen. Rechts der Tonwelle konnte sie das nicht so eng toleriert auch. Damit war sie zu ihrer Zeit 1952/53 weltweit alleinstehend. Und wenn die Lager nicht verharzt sind, kann sie das nach dem Einschalten heute sofort immer noch, denn höchste technische Kreise aus den damaligen Rundfunkanstalten duldeten bei ihren Tonbandlaufwerken keinerlei mechanischen Bremsen mit Reibbelägen; außer im Stand, aber dann so weich, dass der Bandschnitt damit sehr „erleichtert“ wurde.

(Historischer Schwärmmodus wieder ausgeschaltet).

Das Ganze schreibe ich nur, weil mir gerade danach war, und das liegt wohl wiederum daran, weil meine Tochter mir meine Weihnachtspost abgeholt und zu mir in meine Exklave gebracht hatte, und da war auch ein Weihnachtsgeschenk allererster Kajüte darin. (Ich fasse es nicht!)   - Dankeschön -  .

Viele Grüße
Manfred
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#64
Den Fortschritt von Peters Bemühungen (trotz andauernder schwerer Belastung) in Sachen Hilfsspurkopftransplantation möchte ich euch nicht vorenthalten:

   
   
   
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#65
(04.02.2022, 08:36)user-332 schrieb: Den Fortschritt von Peters Bemühungen (trotz andauernder schwerer Belastung) in Sachen Hilfsspurkopftransplantation möchte ich euch nicht vorenthalten:

Danke fürs Einstellen! Work in progress ...

Auf dem dritten Bild ist zu erkennen, dass der HSK zwar jede Menge Gebrauchsspuren zeigt, die Spaltregion jedoch unbeschädigt geblieben ist. Im anderen Fall wäre dieses Unikum mehr oder weniger schrottreif gewesen. Zu sehen ist auch, dass die Lamellen der Kernhälften sich nicht 100%ig treffen, das macht aber nichts.

Im ersten Bild zeigt sich eine Schiefstellung des HSK relativ zum Klarband, das spielt aber für die Abschätzung des Höhenausgleichs nur eine sehr untergeordnete Rolle. Hier ging es nur nur eine erste Grobabschätzung, die Feinjustage erfolgt ohnehin über die Sichtbarmachung der aufgezeichneten Magnestpuren.

Inzwischen bin ich dabei, den HSK allein mit 6 Passscheiben à 0,2 mm und evtl. nötigen Kunstofffolien (Minimum 3 µm) auf richtige Höhe und besten Umschlingungswinkel zu justieren. Dazu muss als erstes das Befestigungsloch in der Montageplatte des M 15A Kopfträgers zur Aufnahme des HSK von 3 auf 4 mm aufgebohrt werden.

Ansonsten wird der obere Teil des Bandführungselements direkt nach dem HSK (in Bandlaufrichtung gesehen) und die darauf folgenden kleinen Beruhigungsrolle zwischen HSK und WK entfernt; nach meinen ersten Experimenten beeinflusst dies die Genauigkeit und die zufälligen Abweichungen von der Spaltaufzeichnung nicht messbar. Die kleine Beruhigungsrolle wird durch eine größere ersetzt, die von der Bandrückseite her einwirkt (in der Anleitung zur M20/M21 wird sie Eintauchrolle genannt), was das Modulationsrauschen der 10 kHz Aufzeichung so weitgehend eliminiert wie nur möglich.

Schaunwemal, wie es weitergeht, Kopfträger zum Experimentieren habe ich jedenfalls mehr als genug ... Cool

Noch zwei Bilder des HSK mit überlagerten mm-Skalen, mit und ohne Klarband:

       

Peter

PS. Von welchem Mussorgsky war ursprünglich mal die Rede? Angel
Grüße
Peter
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#66
(04.02.2022, 12:22)Peter Ruhrberg schrieb: PS. Von welchem Mussorgsky war ursprünglich mal die Rede? Angel

Hallo in die Runde:

"manche behaupten ja" (*) er hieß Modest, "aber ich sage" (*) er hieß Peter-Peter.  

(*) zitiert gemäß der Festrede des "Kleinen Bonaparte" anläßlich des Treffens "der Freunde der italienischen Oper" seinem Widersacher Gamaschen-Colombo gewidmet. (siehe "Manche mögens heiß, Diamond/Wilder 1959).

Der Doppelname ist hier angemessen. 

Ohne die beiden Peters aus diesem Faden wäre der gesamten Tonbandwelt die letzte damals durch patente abgesicherte Erfindung zum Herstellen besonderer Spuren auf Bezugsbändern für den Meßbetrieb von Nutzern mit vielen Magnettonbandlaufwerken zum Erleichtern der Überprüfung der Azimuteinstellungen wohl für immer verborgen geblieben.
Der Satz könnte aus einer Patentschrift stammen.

Das ist Geschichte miterlebt.

Ich danke Euch beiden für Euren Einsatz.
Für mich ist das hier spannender als jeder Krimi.

Mit den besten Grüßen
Manfred
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#67
Hi ehemalige Mitleser & andere,

über's Jahr ist es etwas still geworden im thread, aber ich darf euch verkünden, daß das Elefantentreffen-II in Planung  ist und ev. noch vor Weihnachten in die Tat umgesetzt werden wird. Wer redundante Informationen findet darf sie behalten, mir ist dieser thread in guter Erinnerung und da muß noch ein wenig "nachgebessert" werden. Weitere Bilder dieser Ausstellung folgen also "demnächst" - das kann durchaus wieder ein paar Monate dauern  Wink .

PS: Dankerl hat mir gegenüber kürzlich den speziellen HP Signalgenerator erwähnt, der das "um 180° verschobene" Signal zur Einspeisung in den Hilfskopf erzeugen kann. Beim nächsten Treffen hat er ev. schon den genauen Typ parat. Vielleicht gibt's doch noch einmal ein Bezugsband von der "geretteten" A-80-BB... Stichwort: Jubiläumsband...

PPS: das geplante Elefantentreffen-II (ET-II) wurde für 2022 abgesagt und wird Anfang 2023 stattfinden. Die potenziellen Teilnehmer sind "im Bilde", um beim thread-Titel zu bleiben. 26.11.2022 Pit
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#68
(25.10.2022, 11:49)user-332 schrieb: PS: Dankerl hat mir gegenüber kürzlich den speziellen HP Signalgenerator erwähnt, der das "um 180° verschobene" Signal zur Einspeisung in den Hilfskopf erzeugen kann.

Waren es nicht ±150°?
Grüße
Peter
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#69
Hallo in die Runde,

das ist ja ganz großartig von Euch Unermüdlichen, es zu einem historisch wichtigen Treffen kommen zu lassen.
Da drücke ich uns mal die Daumen, daß die spannende Geschichte um die präzisen Bezugsbänder der Sonderklasse hier weiter geht.

viele Grüße
Manfred
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#70
(25.10.2022, 20:41)Peter Ruhrberg schrieb: [...] Waren es nicht ±150°?

mag sein, wird er Dir/uns demnächst selbst erzählen...
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#71
(26.10.2022, 08:39)user-332 schrieb: wird er Dir/uns demnächst selbst erzählen...

Siehe Anhang S. 3 unten links.
Von diesen Betriebsbezugsbändern habe ich drei Exemplare.


Angehängte Dateien
.pdf   ARD-ZDF Betriebsbezugsband 38-6 35µ IEC-1 a.pdf (Größe: 911,12 KB / Downloads: 22)
Grüße
Peter
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#72
(25.10.2022, 11:49)user-332 schrieb: PS: Dankerl hat mir gegenüber kürzlich den speziellen HP Signalgenerator erwähnt, der das "um 180° verschobene" Signal zur Einspeisung in den Hilfskopf erzeugen kann. Beim nächsten Treffen hat er ev. schon den genauen Typ parat. Vielleicht gibt's doch noch einmal ein Bezugsband von der "geretteten" A-80-BB...

Der HP 3314A kann (eher konnte) Signale im Audiobereich mit einem einstellbaren Phasenversatz zu einem vorhandenen Referenzsignal erzeugen.

Michael
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#73
Interessant an diesem ARD/ZDF-Betriebsbezugsband finde ich den Multifrequenzteil.
Ein Gemisch von 17 Frequenzen, das bspw. mittels der FFT eines Oszilloskops einen schnellen Überblick über den Frequenzgang ermöglicht.
Vermutlich wurde dieses Gemisch damals erzeugt mit einem Wandel & Goltermann NFA1 Audio-Analysator, der kann genau das (17 Frequenzen).
Ein NFA1 ist leider kaum weder günstig noch gar funktionsfähig zu bekommen, hat nahezu die Größe eines Röhrenfernsehers und wiegt über 30 kg, also eher ein 'Meßmöbel' (zit. Ernst Schmid/Pievox).
Wie könnte man heutzutage ein brauchbares (Vollspur-)Testband mit einem solchen Frequenzgemisch erzeugen?
VG Jürgen
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#74
(27.10.2022, 09:14)JUM schrieb: Wie könnte man heutzutage ein brauchbares (Vollspur-)Testband mit einem solchen Frequenzgemisch erzeugen?


Auf digitalem Wege. Ist aber nicht einfach (also nicht billig).





(27.10.2022, 02:05)Übertrager schrieb: Der HP 3314A kann (eher konnte) Signale im Audiobereich mit einem einstellbaren Phasenversatz zu einem vorhandenen Referenzsignal erzeugen.


Das geht heutzutage digital bei 384 kHz SF auch.
Grüße
Peter
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#75
(27.10.2022, 09:14)JUM schrieb: [...] Vermutlich wurde dieses Gemisch damals erzeugt mit einem Wandel & Goltermann NFA1 Audio-Analysator, der kann genau das (17 Frequenzen). [...]

Meines Wissens wurden die Mehrfrequenzsignale mit diesem Sedlmeiergenerator erzeugt. Auch das wird JohannD. demnächst noch einmal an sich vorbei ziehen lassen und PeterR. wird das ganze auf "Band" bannen...

   
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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#76
Hier ein Multifrequenzgemisch zur schnellen Prüfung des AW-Frequenzgangs ...


Angehängte Dateien
.zip   Multifrequenz 20-20000 Hz.zip (Größe: 5,14 MB / Downloads: 25)
Grüße
Peter
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#77
(27.10.2022, 02:05)Übertrager schrieb:
(25.10.2022, 11:49)user-332 schrieb: PS: Dankerl hat mir gegenüber kürzlich den speziellen HP Signalgenerator erwähnt, der das "um 180° 150° verschobene" Signal zur Einspeisung in den Hilfskopf erzeugen kann. Beim nächsten Treffen hat er ev. schon den genauen Typ parat. Vielleicht gibt's doch noch einmal ein Bezugsband von der "geretteten" A-80-BB...

Der HP 3314A kann (eher konnte) Signale im Audiobereich mit einem einstellbaren Phasenversatz zu einem vorhandenen Referenzsignal erzeugen.

Michael

JohannD. hat bestätigt, daß es sich um einen HP 3314 oder 3316 gehandelt hatte. Wg. chronischer Knausrigkeit der Einkaufsabteilung seinerzeit "gebraucht beschafft"...
ehem. studerserver-files bei Philip van der Matten;
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