Technische Unterschiede UHER Report Monitor 4400 1. und 2. Generation
#23
Guten Tag,
als Mitautor des UHER-Buches kann ich Ihnen sagen, daß Andreas Flader 10 "braune" Monitor-Reports hinsichtlich des Gleichlaufs
getestet hatte. Dabei stellte sich heraus,daß die Geräte mit Escape Motor im Schnitt größere Gleichlaufschwankungen aufwiesen als jene mit
Bühler-Motor. Den schechteste Gleichlauf hatte ein Gerät mit 0,35%  bewertet. Es handelte sich um NOS-Geräte,  deren Antriebsriemen vor dem Verkauf ersetzt wurden. Allerdings ist diese Meßreihe auch nicht vollständig aussagekräftig, weil das Zusammenspiel zwischen Antriebsriemen und Friktionsbelag des Antriebsrades von großer Wichtigkeit ist. Gerade minderwertige Antriebsriemen verschlechtern den Gleichlauf enorm. Sogar  das Antriebsrad hatte bei der UHER Eingangskontrolle eine Ausfallquote von 30 %.
Unter der Vorraussetzung, daß die genannten Antriebselemente optimal sind, kann man die gehörrichtig gemessenen Gleichlaufschwankungen auf plus-minus 0,15 % bringen, ganz selten auf noch bessere Werte. Ich erinnere in diesem Zusammenhang auf die Prospektangaben frühere Report-Geräte. Mal wurde der Wert mit 0,15% angegeben, iim nächsten Prospekt war dann 0,2 % zu lesen, immer bezogen auf die Geschwindigkeit V= 19cm/sec. Die gleiche Diskrepanz zeigte sich bei der Frequenzgangmessung, wie im Buch beschrieben.
Der Wert 0,2 % war der Grenzwert, den die DIN-Norm 45511 für Heimtonbandgeräte zuließ, um die HiFi-Tauglichkeit festzulegen.
Die netzbetriebenen Heimtonbandgeräte, so z.B. das PHILIPS-Tonbandgerät RK 14 EL 3541 hatte einen propagierten Wert von 0,3%. der im
allgemeinen als "Klavierfest" deklariert wurde.
Was das Brummen anging, war dies fast schon ein Konstruktionsfehler, der eigentlich bei der Endkontrolle über Kopfhörer sofort
feststellbar war und auch in Testberichten, die mir vorliegen, bemängelt wurde. Speziell mit dem Netzgerät betrieben, störte das Brummen sehr. Diesbezüglich gab es später von UHER eine Umbauaneitung um den Fehler zu beseitigen, ganz gelang das nur selten. Auch die NF-Endstufe war mit Fehlern behaftet, sie verzerrte, auch hier gab es eine Umbauanleitung. Was auch unmöglich war, zeigte sich, wenn das Gerät mit eingelegten Batterien längere Zeit nicht in Betrieb war. Dann waren die Batterien leer, weil auch im ausgeschalteten Zustand Strom floß.
Nebenbei war auch der eingebaute Lautsprecher eine Zumutung. All diese Probleme hatten die Vor-Monitor-Reports nicht. Was allerdings bei allen UHER Tonbandgeräten positiv auffiel, waren die vorbildlich gestalteten Servive-Unterlagen. erst mit der 630 war auch damit Schluß!
Ich hoffe, ich konnte etwas zur Klärung beitragen. Mit freundlichem Gruß! Peter.
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RE: Technische Unterschiede UHER Report Monitor 4400 1. und 2. Generation - von Peter - 26.09.2023, 10:02

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