Yamaha KX-R700 reparieren lassen?
#1
Ich habe hier, noch von meinem Vater, ein Yamaha KX-R700 Deck herumstehen. Die Riemen haben sich in klebrigen Teer verwandelt und müssten ersetzt werden. So beim ersten groben drüber schauen fängt es da schon an. Denn wie es aussieht muss dafür das Laufwerk ausgebaut werden denn von hinten bekommt man den Riemen nicht über die dicke schwere Metallscheibe. Das Hauptproblem ist aber dass das Deck neu eingemessen werden muss und das kann ich nicht selbst machen. 

Jetzt habe ich mal bei einem Tapedeck Reparaturdienst angefragt und dieser meinte ich müsste so mit 150 bis 200 Euro rechnen. Jetzt wollte ich euch als Experten mal fragen ob sich das bei dem Deck überhaupt lohnt. Ich habe von diesem Gerät überhaupt keine Ahnung und im Internet finde ich auch nur sehr wenig darüber. Ist das ein gutes Gerät wo man die vielleicht 200 Euro nochmal investiert und hat dann ein gut klingendes brauchbares Tapedeck? Oder ist das bestenfalls ein mittelmäßiger Klopper wo sich der ganze Tanz mit quer durch Deutschland schicken und Geld rein stecken gar nicht lohnt?
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#2
Ich würde es machen lassen. Ob es sich lohnt, das entscheidest du alleine. Es ist immerhin ein 1000 DM Gerät. Das Geld ist, wenn man Freude an solchen Geräten hat, gut angelegt. Aber bevor ich wieder mit eine Fachwerkstatt mit einer fragwürdigen Revision zu betrauen, würde ich mal hier im Forum fragen ob dir nicht ein freundlicher Kollege danach schaut und das Teil zum klingen bringt.

Dann machen auch die Rauschunterdrückungssysteme keinen Ärger und das Bandmaterial ist scheint viel besser.
Viele Grüße
Michael
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#3
Also es muss definitiv keine offizielle Werkstatt sein. Das war jetzt halt nur so die erste Anlaufstelle um überhaupt mal eine Preisvorstellung zu bekommen was so eine Reparatur kostet. Wenn hier jemand die Geduld für so etwas (ich und meine Wurstfinger sind definitiv nicht für Laufwerksarbeiten gemacht) und auch das passende Messequipment hat, habe ich keine Probleme damit das ganze privat reparieren zu lassen.
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#4
Woher will der vorher wissen was es kostet? Exot, Reverse, motorgetriebenes Cassettenfach heißt Ärger nie auszuschließen...scheitern jederzeit möglich....

Ich betreibe auschließlich Tapedecks die ich selber reparieren kann...

VG
Martin
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#5
Ungefähr eine Hausnummer kann man schon nennen. Ich kann auch selbst kein Gerät revidieren. Aber ich kann es auseinander reißen.

Andi, frage mal ganz konkret hier nach. Es ist bestimmt der eine oder andere Foren Freund der sich auskennt und dir danach schaut.

Klar kann immer noch etwas sein, oder ein irreparabler Schaden entdeckt werden. Aber eher ist es das übliche, Idler, Riemen der eine und der andere Kondensator und das eine und das andere Kleinteil in der Elektronik. Vielleicht noch die Andruckrollen. Wenn es ganz gut werden soll tauscht man noch die OPs aus und das Ding erklimmt Höhen und Klangregionen die es vorher nicht erreichte.

Es gibt hier so ein paar Cracks, die können das.
Viele Grüße
Michael
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#6
Bei einem Cassettendeck OPs zu tauschen ist reichlich sinnfrei. Der limitierende Faktor für den Klang ist einfach das schmale Band. Ich muss es wissen, ich habs probiert
Viele Grüße
Lukas
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#7
Hallo Andi,
wenn du an dem Deck hängst, weil es von deinem Vater ist, dann würde ich es machen lassen, falls du es selbst nicht kannst und dir keiner aus dem Forum helfen kann. Ich habe schon zwei Geräte zu TGE nach Essen gebracht - das sind für mich ca. 80 km Fahrt pro Strecke. Überzogene Preise gab's nicht, fand ich, allerdings musste ich reichlich warten (beim ersten Tonbandgerät waren's noch 3 Monate, beim zweiten schon fast ein halbes Jahr). Vielleicht gibt es so eine Werkstatt, die sich auf alte Geräte spezialisiert hat, auch in deiner Nähe? Ein gutes Unternehmen macht einen Kostenvoranschlag, der mit der Reparatur verrechnet wird. Die Preisrichtung von 150-200 € kommt allerdings in etwa hin, wenn ich an meine beiden Geräte denke: beim ersten waren's 140, beim zweiten (wegen der anzufertigenden Andruckrolle) 260 €. Das mit der Andruckrolle war aber klar und dass es damit auch teurer werden würde. Bei der Abgabe wurde das Gerät in Augenschein genommen und die Risse konnte man mit bloßem Auge sehen.
Weshalb meinst du, dass das Gerät neu eingemessen werden müsste? So einen Abgleich macht man doch erst, wenn auch die Elektronik revidiert wird, nicht, wenn die Riemen getauscht werden? Dachte ich jedenfalls... aber vielleicht bringe ich da auch was durcheinander.
Liebe Grüße
Thomas
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#8
Das Deck sollte damals auf Wunsch meines Vaters auf eine bestimmte Bandsorte eingemessen werden. Ich glaube es war irgendwas von BASF. Jedenfalls hat die Werkstatt da Bockmist gebaut und danach klang das Deck mit Dolby B oder C mit keinem Band mehr gut. Nur dbx ging glaube ich noch. Reklamiert hatte mein Vater das leider nie da er eh nur ohne Dolby aufnahm. Aber selbst dann war der Klang irgendwie muffig. Und dann wurde er auch recht schnell krank und das Tapedeck stand nur noch ungenutzt herum.
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#9
Die Ursache für Höhenverlust sind häufig Azimutfehler. Meint also die Stellung des Tonkopfes zum Band. Reversedecks waren nie Azimutweltmeister. Meistens hat man es wenn überhaupt nur in eine Spielrichtung halbwegs hin bekommen. Egal ob da nun Dolby B/C oder dbx am Werk war. Das meinte ich. Da hilft es dann auch nix wenn man das bei einer Werkstatt 30 Jahre später reklamiert.

Wenn dann hätte man es damals schon beim Hersteller reklamieren müssen. Ein Reversedeck kauft man wegen Reverse und der Bequemlichkeit. KLimmzüge hat das Teil schon im Neuzustand nicht vollbracht! Ich schreibe das weil man sowas schonungslos akzeptieren muss bevor man jemanden findet der da Hand anlegt. Die Erinnnerung an deinen Vater in allen Ehren aber ein Reparateur ist kein Zauberer...

VG
Martin
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#10
Nein das sind in dem Fall keine Azimutfehler. Denn eigene Aufnahmen mit dem Deck klangen erst nach dem die Werkstatt daran herumgefummelt hat irgendwie matt und mit Dolby unbrauchbar. Hingegen klangen Aufnahmen die man auf einem anderen Deck gemacht hat, auf dem Yamaha abgespielt, absolut fehlerfrei. 

Ich schrieb ja auch an keiner Stelle das ich von der Werkstatt verlange das die mir aus dem Gerät ein Mega High-End-Super-Multi-Trullti Teil basteln sollen. Ich schrieb doch nur das die die verfaulten Riemen austauschen und das Tapedeck wieder auf Werksvorgaben zurückdrehen sollen. Mehr nicht. Und warum sollte ich 30 Jahre später bei einer Werkstatt reklamieren? Das hätte mein Vater damals sofort machen müssen. Mal ganz davon abgesehen das es diese Werkstatt schon seit gut 20 Jahren nicht mehr gibt.
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#11
(14.10.2021, 09:25)SpaceAndi schrieb: Ich schrieb doch nur das die die verfaulten Riemen austauschen und das Tapedeck wieder auf Werksvorgaben zurückdrehen sollen. Mehr nicht.

Und was machst du wenn das jemand macht und - was sehr wahrscheinlich ist - das Teil trotzdem keine so guten Aufnahmen wie dein anderes Tapedeck macht? Wäre das dann die Schuld des freundlichen Helfers?

Ich will dir mit der Fragerei nicht auf die Nerven gehen. Ich hatte nur von Anfang an das Gefühl das das was du schreibst nicht das ist was du willst.

Nix für Ungut!

VG
Martin
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#12
"Ich schrieb ja auch an keiner Stelle das ich von der Werkstatt verlange das die mir aus dem Gerät ein Mega High-End-Super-Multi-Trullti Teil basteln sollen. Ich schrieb doch nur das die die verfaulten Riemen austauschen und das Tapedeck wieder auf Werksvorgaben zurückdrehen sollen."

Wenn man etwas macht dann macht es es richtig. Hier schreibt niemand von einem Mega High-End-Super-Multi-Trullti Tuning. Fakt ist nun mal dass viele Geräte schon mit lausigen Azimut verkauft wurden. Da ist meist Verbesserdungspotential.

Ich bin hier raus. Andi ich werde dir auch keine weiteren Ratschläge und/oder Tipps geben. Du weißt ja was du machst und wie es sein soll.

Eigentlich brauchst du auch dieses Board nicht, Grund siehe den vorherigen Satz.
Ich habe dir 2 Texte geschickt dass mit deinem Tape etwas im argen ist. Von wegen schlechtes Bandmaterial und Dolbs S taugt nichts. Vom KH will ich erst gar nicht anfangen. Übrigens, dein Pio hat einen sehr essentiellen KH Verstärker. Das ist und kan keine Reverenz sein. Club Musik, ist das dieses Synthylastige Geschramel dass sich heutzutage manche jungen Leute zu Designerdrogen reinziehen und ekstatische Bewegungen zu aufführen? Sorry, das ist doch keine Referenz.

Auch nix für Ungut. Aber das musste ich mal loswerden.
Viele Grüße
Michael
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#13
(14.10.2021, 09:37)leserpost schrieb:
(14.10.2021, 09:25)SpaceAndi schrieb: Ich schrieb doch nur das die die verfaulten Riemen austauschen und das Tapedeck wieder auf Werksvorgaben zurückdrehen sollen. Mehr nicht.

Und was machst du wenn das jemand macht und - was sehr wahrscheinlich ist - das Teil trotzdem keine so guten Aufnahmen wie dein anderes Tapedeck macht? Wäre das dann die Schuld des freundlichen Helfers?

Ich will dir mit der Fragerei nicht auf die Nerven gehen. Ich hatte nur von Anfang an das Gefühl das das was du schreibst nicht das ist was du willst.

Nix für Ungut!

VG
Martin

Nein nein so war das nicht gemeint. Sorry wenn das falsch rübergekommen ist und ich dich vielleicht auch schon falsch verstanden habe. Ich meinte eher das ich von alten Aufnahmen her noch weiß was das Yamaha Deck kann und es klang tatsächlich erst wie ein Eimer nachdem es in einer Dorf Hinterhofwerkstatt "eingemessen" wurde. Seitdem stimmte gar nichts mehr. Und außerdem dachte ich ja nur, das wenn das Deck eh schon aufgeschraubt auf dem Tisch steht und jemand das Zeug dazu hat, er das Deck bezüglich der Einstellungen mal durchchecken könnte. Wenn das Teil danach immer noch klingt wie ein Blumentopf kann der Reparateur natürlich nichts dafür. Der kriegt natürlich trotzdem sein Geld (ich will definitiv nix geschenkt und investierte Mühe und Zeit gehört bezahlt!) und ich habe dann halt Pech gehabt. Aber dann habe ich wenigstens die Gewissheit das ein Andenken an meinen Vater in bestmöglichem Zustand betriebsbereit im Regal steht und nicht irgendwo vergammelt. Das ist ja auch schon was wert...

Zur Aufklärung noch wegen dem Azimut: das der Azimut nicht verstellt sein kann war nur eine Vermutung meinerseits da ja Fremdaufnahmen auf dem Yamaha Deck einwandfrei klangen und nur Eigenaufnahmen, halt auf dem selben Deck abgespielt, ziemliche Grütze waren. 

P.S.: Keine Sorge. Du gehst mir mit deiner Fragerei nicht auf die Nerven. Ganz im Gegenteil. Dafür ist ein Forum ja da. Es ist ja gut möglich das sich der Fragesteller, wie in meinem Fall, einfach nur doof ausgedrückt hat und bevor man dann einen auf zickigen wilden Max macht und es böses Blut gibt fragt man besser nach.
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#14
(15.10.2021, 10:09)SpaceAndi schrieb: ...Aber dann habe ich wenigstens die Gewissheit das ein Andenken an meinen Vater in bestmöglichem Zustand betriebsbereit im Regal steht und nicht irgendwo vergammelt. Das ist ja auch schon was wert...

schön, wenn es nicht zum Streit wegen sowas kommt!
Aber schon der Satz ist wiederum fragwürdig. Wenn Du das Deck reparieren lässt und es dann betriebsbereit wegstellst, was glaubst Du denn, wie lange es dann wieder betriebsbereit ist??? Die Decks stehen sich doch eher kaputt, als dass sie im Betrieb Schaden nehmen.

Ich glaube, Du überlegst lieber nochmals, was wirklich Dein Ziel ist. Zum schön ansehen muß da nichts repariert werden. Wie die Vorredner schon sagten, das Deck war durchaus mal teuer, durch die AR-Funktion möglicherweise aber klanglich nicht das Highlight, denn das war i.d.R. bei allen AR-Decks der Schwachpunkt. Wenn Du es reparieren lassen willst, dann solltest Du es hinterher aber eben auch regelmäßig nutzen. Wenn Du das so planst, kannst Du sicher hier nach Support fragen, oder Werkstätten a la Ehmler oder TGE nutzen. Die haben derzeit aber alle Hände voll zu tun, das Deck bist Du also recht sicher 6 Monate los...

Feld- Wald- und Wiesen-Werkstätten würde ich meiden. Oft nehmen die zwar Decks und Tonbandgeräte an, scheitern dann aber, da der Techniker vor Ort sowas nie oder lange nicht gesehen hat. Die wissen dann auch nicht, wo sie vielleicht noch notwendige Ersatzteile beschaffen können, vorhalten tun sie das nämlich schon lange nicht mehr.
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#15
Jetzt hast du mich zum nachdenken gebracht... Also nutzen würde ich das Gerät wirklich nur selten mal. Dafür habe ich noch zu viele andere Decks hier rumstehen. Mal schauen was ich mache. Wenn die Werkstätten momentan eh so überfüllt sind habe ich ja auch noch Bedenkzeit. Ist halt blöd wenn man selbst nicht weiß was man will. Sad Verkaufen kriege ich nicht übers Herz und das Gerät defekt vor sich hin stauben zu lassen ist auch irgendwie blöd.
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#16
Na, ja! So an die 200 bis 400 Öcken muss man für die Revision einer solchen Möhre schon mal abdrücken. Diese Art von Tape-Decks waren schon damals nicht unbedingt der Brüller: Keine Hinterbandkontrolle und mit der motorisierten Klappe gab es immer wieder Probleme. Dazu kommt die Wendekopftechnik, die in den seltensten Fällen den Azimuth exakt einstellt.
Mit 1-2 Stunden Arbeit ist es da nicht getan. Schon die Beseitung der Riemenpest erfordert (zumeist) eine komplette Zerlegung und Reinigung des Laufwerkes. Dazu kommmt dann noch die komplette Justierung des Bandpfades samt Einmessung.
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.
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#17
Ich denke man sollte Reversedeck zunächst als das nehmen für was sie gedacht waren. Wenn es gute Aufnahmen anderer Decks gut abspielt ist das doch schon mal was! Gut aufnehmen konnten die wenigsten Reversedecks. Never change a running System! Die rumschrauberein macht es nicht wirklich immer besser! Ich habe ein Kenwood X-1001 Reverse welches auch brauchbare Aufnahmen liefert. Brauchbar meint brauchbar aber auch nicht top.

VG
Martin
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#18
@leserpost hat es getippselt. Das waren damals halt Wald- und Wiesendecks für den Otto Normalverbraucher. Ob der TO diese Kohle (noch) investieren will muss er schlussendlich selbst entscheiden.
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.
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#19
Lacht mich nicht aus aber das ist gar keine so leichte Entscheidung da an dem Deck halt Erinnerungen hängen. Wäre das einfach nur ein weiteres Kassettendeck aus meiner Sammlung hätte ich es mal bei eBay reingesetzt. Vielleicht hätte sich ein Bastler darüber gefreut. Aber momentan ziehe ich mich da noch wie Kaugummi... Undecided Vielleicht werde ich es mal hier im Forum anbieten um es sozusagen in gute Hände abzugeben. Aber ich denke hier werden eher andere Decks gesucht als so eins.
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#20
Andi, ich kann Dich völlig verstehen. Es mag bessere Decks geben, aber an dem Stück hängen Erinnerungen. Und mal ehrlich, damals wären die meisten von uns hoch erfreut gewesen, so ein Gerät benutzen zu dürfen. Holzklasse ist es ja nun wirklich nicht.

Meine Meinung: Suche Dir jemanden, der es instandsetzen kann und vor allem vorher einen Preis nennt. Dann kannst Du immernoch entscheiden, ob es Dir das Geld wert ist oder nicht. Selbst wenn die Reparatur 300 oder 400 Euro kosten sollte: Bekommst Du für das gleiche Geld ein anderes Gerät, das einwandfrei funktioniert und Dir genauso viel Freude macht? Eben.

Es muß nicht immer alles perfekt sein. Wenn Du noch andere Decks hast, mit denen Du lieber aufnimmst, dann kann das Yamaha doch immerhin einen Ehrenplatz als gutes Abspielgerät bekommen, zum Beispiel in einem Zimmer, dem noch ein Cassettengerät fehlt...

Viele Grüße,
Martin
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