24.09.2021, 07:38
Hallo Martin/BlueFox:
Ja, das ist etwas bescheiden. Grundig setzte eher auf größeren Störabstand. Für das Tk 19 wurde die Dynamik (also Störabstand bewertet) mit 50dB angegeben, da lagen die Konkurrenten eher bei 45 dB (das ist der 1,8-fache Rauschpegel!).
Nee, das hast du falsch in Erinnerung. Das (Grundig sagte "das" Tonbandgerät) TK 830 war angegeben mit oberer Grenze 10 kHz bei 9,5 (-3dB) und 16kHz bei 19. Mehr ging auch nicht: Das 830 war das letzte Modell mit dem alten roten Tonkopf 7489-001. Den hatten schon die Reporter 500. Da war bei 9,5 bei 10 kHz Schluss. Und das auch nur mit einem stark höhenanhebenden LC-Glied im Entzerrer. Das gilt für alle Grundig-Tonbandgeräte bis 1957.
Das TK 19 war ein relativ preisgünstiges Konsumergerät, das aber innerhalb seiner Klasse (1 Geschwindigkeit, Mono, 15er Spule) aber durchaus solide konstruiert war und einen guten Kopf hatte. "Gespart ohne Ende" war da garnichts. Es kostete 1962 knapp 400 DM, das entspricht nebenbei bemerkt von der Kaufkraft heute etwa 1500 bis 2000 Euro. Durch riesige Stückzahlen der Serie TK 14/19/23/27 konnte Grundig günstige Preise machen.
Das TK 830 war 1957 ein sehr teures Konsumergerät mit großer Ausstattung. Die machte es so teuer (965 DM). Mit "Studiobereich" hatte es weder in punkto Handhabung noch Tonqualität zu tun. Der Aufand im Verstärker ist nicht nennenswert größer als in einem Standardmodell. Vergleich das mal mit dem etwa zeitgleichen wirklichen halbprofessionellen Telefunken M23 bzw. 24. Noch dazu hatte es wie oben gesagt die arg veralteten roten Köpfe. Im Störabstand ist es dem Tk 19 unterlegen!
VG Stefan
Zitat:Grundig wirbt mit Geräten in den 60er jahren mit 12kHz bei 9,5cm und da hatten andere deutlich höhere Werte.
Ja, das ist etwas bescheiden. Grundig setzte eher auf größeren Störabstand. Für das Tk 19 wurde die Dynamik (also Störabstand bewertet) mit 50dB angegeben, da lagen die Konkurrenten eher bei 45 dB (das ist der 1,8-fache Rauschpegel!).
Zitat:die TK830 hat zum beispiel bei 9,5cm/s einen wert von 15kHz bei 19 sogar 18kHz
Nee, das hast du falsch in Erinnerung. Das (Grundig sagte "das" Tonbandgerät) TK 830 war angegeben mit oberer Grenze 10 kHz bei 9,5 (-3dB) und 16kHz bei 19. Mehr ging auch nicht: Das 830 war das letzte Modell mit dem alten roten Tonkopf 7489-001. Den hatten schon die Reporter 500. Da war bei 9,5 bei 10 kHz Schluss. Und das auch nur mit einem stark höhenanhebenden LC-Glied im Entzerrer. Das gilt für alle Grundig-Tonbandgeräte bis 1957.
Zitat:Natürlich darf man hier auch nicht außer Acht lassen, dass das TK19 ein sehr günstiges Konsumergerä war und das 830 schon an den Studiobereich grenzte, daduch wurde beim TK19 natürlich gespart ohne Ende.
Das TK 19 war ein relativ preisgünstiges Konsumergerät, das aber innerhalb seiner Klasse (1 Geschwindigkeit, Mono, 15er Spule) aber durchaus solide konstruiert war und einen guten Kopf hatte. "Gespart ohne Ende" war da garnichts. Es kostete 1962 knapp 400 DM, das entspricht nebenbei bemerkt von der Kaufkraft heute etwa 1500 bis 2000 Euro. Durch riesige Stückzahlen der Serie TK 14/19/23/27 konnte Grundig günstige Preise machen.
Das TK 830 war 1957 ein sehr teures Konsumergerät mit großer Ausstattung. Die machte es so teuer (965 DM). Mit "Studiobereich" hatte es weder in punkto Handhabung noch Tonqualität zu tun. Der Aufand im Verstärker ist nicht nennenswert größer als in einem Standardmodell. Vergleich das mal mit dem etwa zeitgleichen wirklichen halbprofessionellen Telefunken M23 bzw. 24. Noch dazu hatte es wie oben gesagt die arg veralteten roten Köpfe. Im Störabstand ist es dem Tk 19 unterlegen!
VG Stefan
