Spannungsregler am Acoustic Research RD-06
#1
Ich habe in meinem Tapedeck Acoustic Research RD-06 ein leichtes "Knattern" über dem Ausgangssignal. Dieses kommt ansonsten vollkommen einwandfrei. Da es auf beiden Kanälen gleich ist habe ich die oder einen Spannungsregler im Verdacht.

Da sind ein JRC 79M12A 9001A und ein JRC 78M12A 9004B verbaut. Kann ich diese durch heutige L7912 und L7812 ersetzen? Soweit ich erkennen konnte haben die alten dreibeinigen Transitoren 0,5A und die heutigen 1,5A. Ich meine aber das ist die maximale Strombelastbarkeit?

Gibt leider nirgends einen Schaltplan von dem Tapedeck. Man wird den Fehler wahrscheinlich durch rumprobieren und angestrengtes nachdenken finden müssen. Elkos rund um die Spanungsregelungen habe ich schon erneuert. Daran kann es also nicht liegen.

VG
Martin
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#2
Wobei die Lage noch etwas umfangreicher ist.

Ganz unten im Bild sitzt ein D313 Transistor. Drüber ein 78M20A. Links drüber der schon genannte 79m12A bzw. rechts davon der 78M12A. für die letzten beiden hat das Geld für die Kühlung wohl nicht mehr gereicht weshalb ich eher einen der beiden für die Probleme verantwortlich mache.


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#3
Auweia wenn ich das schon wieder sehe, direkt neben den Elkos Bauteile die heiß werden...

Naja, machste nix dran. Aber bei den Spannungsreglern kannst du mal schauen, je nachdem wie viel Platz ist, kannst du dort Kühlbleche drauf setzen die geklemmt werden.

https://www.conrad.de/de/p/fischer-elekt...87950.html

Diesen habe ich für meine Spannungsregler an einer Digitaluhr genutzt und funktioniert soweit ganz gut. Ist zwar nicht der beste, aber besser als nichts.


Zu den Elektrischn Datan würde ich sagen, Datenblätter verlgeichen.

Wichtig ist hierbei, dass bei den neuen Reglern die Spannung gleich ist, der maximal zulässige Strom ebenfalls mindestens gleich, am besten höher ist und ganz wichtig, das PinOut des Bauteils. Es kann durchaus vorkommen, dass die Anschlüsse bei anderen Bauteilen, auch wenn sie optisch komplett identisch sind und das gleiche machen, verschieden sind. Hierbei ist auch zu beachten, dass teilweise Ausgangsspannung am Gehäuse liegt. Also immer darauf achten, dass das Kühlblech keinen Kontakt zu anderen Leitungen hat. Und sollte dies nicht vermeidbar sein muss kontrolliert werden, was am Gehäuse anliegt und ggf. ein Isolator zwischen Gehäuse und Kühlkörper gelegt werden.

ich habe die Datenblätter gerade einmal verglichen und elektrisch soweit sieht es gut aus, du solltest die 79M12A gegen heutige LM7912 einfach ersetzen können. Aber bitte die Anschlüsse kontrollieren, hierzu konnte ich in den Datenblättern zu dem 79M12A leider nichts konkretes finden.


Gruß
Martin
Ich bin der blaue Technik Fuchs :3
Am meisten arbeite ich mit Röhrentechnik und eigne mir hierbei derzeit die Welt der NF Technik an. Vor allem was den Bereich NF Verstärker angeht, baue ich auch viel.
Derzeitige Bandgeräte: Revox A77 MKIII im Koffer, Grundig TK8, Grundig TK19, Grundig TK830, Tesla B93, Uher Variocord SG520
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#4
Na mal sehen. Habe mir jetzt mal ein paar davon bestellt. Es sind noch zwei NE 5532 OP Amps drinnen. Die tue ich wahrscheinlich noch vorher Sockeln und tauschen. Danach die Spannungsregler. Hoffe jetzt einfach mal das die PIN kompatibel sind.

Wenns dann immer noch nicht weg ist bin ich mit meinem Latein eh am Ende. Da sind noch diverse Kleintransis drinnen. Die alle zu tauschen wäre ja ein Sisiphusarbeit....

VG  Martin
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#5
Welche Messungen hast du bisher durchgeführt? Huh

Klemm mal den Motor ab und schalte auf Play und höre ob die Störungen weg sind.
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#6
Wenn man glaubt, daß die Betriebsspannung für "knattern" im Audio-Signal verantwortlich ist, dann ist wäre die analytische Vorgehensweise, sich die Betriebsspannung mit einem Oszillographen oder äquivalenten PC-Meß-Programm anzusehen. Dann müßten dort nämlich entsprechende Impulse/Spannungsvariationen zu sehen sein. Sieht man die nicht, kann man den Verdacht "begraben", die Spannungsregler drinlassen und sich was neues ausdenken.
Die JVC Spannungsregler sind gegen allerlei Überlastung geschützt. "Knattern", z.B. in Form dauerhafter unregelmäßiger Spannungseinbrüche würde ich dort nur befürchten, wenn sie an einer Überlastungsgrenze (zb thermisch, strom-mäßig oder bzgl Eingangsspannung) betrieben werden.

Man kann auch mal testen, ob die Störung induktiv in den Wiedergabe-Kopf eingekoppelt wird. Dazu schließt man dessen Wicklung einfach vorübergehend kurz. Wenn das "Knattern" dann verschwindet, war es induziert.

MfG Kai
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#7
(01.09.2021, 16:51)ManiBo schrieb: Welche Messungen hast du bisher durchgeführt? Huh

Klemm mal den Motor ab und schalte auf Play und höre ob die Störungen weg sind.

Keine!

Das zweite kann ich mal probieren.

Die Spannungsregler werden aber wirklich sakrisch heiß. Kaine Ahnung wie lange das so ein Tarnsistor aushalten kann.  Der unter d313 mit dem Kühlkörper hat fast keine Temperatur. Der zweite 78M20A mit dem Kühlkörper wird immer noch ziemlich heiß. Die beiden ohne Kühlkörper kann man nicht mehr anfassen. Das ist wirklich eine Fehlkonstruktion. Sonst funktioniert jedoch alles einwandfrei an dem Tapedeck. Bis auf das leichte knattern, welches aber wenn die Musik auf dem Band lauter wird in den Hingtergrund tritt. Über Kopfhörer ist dann aber immer noch deutlich wahrnehmbar.

VG
Martin
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#8
(01.09.2021, 16:51)ManiBo schrieb: Klemm mal den Motor ab und schalte auf Play und höre ob die Störungen weg sind.

Wo ich das gemacht habe sah ich das die beiden Abschlusslizzen am Capstanmotor doch ziemlich angepazt waren. Viel zu viel Lötzinn drann. Da habe ich also erstmal die Lötpumpe eingesetzt und dann war noch nicht alles weg. Wie dem auch sei die schwarze Leitung abgezogen hat nichts gebracht weil das Laufwerk dann gar nicht geschaltet hat. Sauber wieder angelötet und das Problem scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Seltsam Seltsam.

Ich bleibe jetzt nochmal dran ob ich mir das einbilde aber ich glaube das knattern ist weg. Vielleicht war am Motor ein kleines Drätchen kurz geschlossen. Idea

VG
Martin
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#9
Vielleicht eine Litze Kontakt zum Gehäuse bekommen.
Sind ja üblicherweise beide isoliert ins Gehäuse geführt.
Besonders gerne repariere ich meine Philips, Braun und TEAC Geräte Big Grin
Keine Hilfe bei fehlender Rückmeldung
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#10
Danke auf jeden Fall für den Hinweis! Wäre ich so nicht drauf gekommen das es daran liegen könnte. Cool 

VG
Martin
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