28.05.2005, 11:42
>Michael(F)
Zit:"...Drehen (von Hand) ist eine Kunst, die meisstens nur noch von Leuten beherrscht wird, die bereits auf dem Friedhol liegen ..."
Das hättest Du wohl gern
aber den Gefallen tu ich Dir noch nicht.
Prinzipiell und im Ernst:
Meine persönliche Meinung ist die, daß solche kritischen Teile möglichst bei Raumtemperatur bearbeitet werden sollen.
Ich wage keine Prognose darüber, wie sich die vulkanisierzone bei und nach einer Tiefsttemperaturbehandlung verhält, ja nichtmal der Gefriertruhe würde ich ein Speichenrad - das ja immerhin aus mindestens 3 Materialien zusammengesetzt ist die unterschiedlicher nicht sein können - anvertrauen!
Aus gleichem Grunde scheidet die Bearbeitung durch überdrehen auch aus - die Homogenität des Gummibelages kann man schließlich nur erhoffen aber nicht sicher voraussehen. Und damit ist kein konstanter Schnittdruck zu garantieren.
Selbst wenn der Drehzahn superscharf geschliffen ist, bei der geringen Zustellung kommt es mehr denn je zu starker Reibung am Stahl und damit zu erhöhter Erwärmung. Reine Wasserkühlung schafft bedingt Abhilfe. In "normalen" Drehbänken ist aber kein Wasser im Kühlmittelbehälter sondern bestenfalls sg. Seifenwasser, welches ein wasserlösliches Mineralölprodukt ist und damit ein natürlicher Todfeind des Gummibelages.
Darum kommt - nach meinen Erfahrungen - nur eine Bearbeitung mit einem offenporigen Schleifkörper, vorzugsweise mittels Supportschleifer, in Betracht.
Eine Gurke aus dem Baumarkt geht allerdings sicher nicht, da deren billige Spindellagerung den Anforderungen nicht gerecht werden kann.
Zum Einspannen des Rades gibt es drei Möglichkeiten: Entweder ein gutes konventionelles Planspiral-Dreibackenfutter mit weichen Backen oder ein Forkert-Futter und mühselig nach Uhr ausrichten. Die beste Variante ist aber die Aufnahme zwischen "Spitzen" bzw. mittels Spannzange in der Spindel.
Bei Spannung in einem Futter ist immer darauf zu achten, daß die Backen die Tonwelle nicht beschädigen!
Zit:"...Drehen (von Hand) ist eine Kunst, die meisstens nur noch von Leuten beherrscht wird, die bereits auf dem Friedhol liegen ..."
Das hättest Du wohl gern
aber den Gefallen tu ich Dir noch nicht.Prinzipiell und im Ernst:
Meine persönliche Meinung ist die, daß solche kritischen Teile möglichst bei Raumtemperatur bearbeitet werden sollen.
Ich wage keine Prognose darüber, wie sich die vulkanisierzone bei und nach einer Tiefsttemperaturbehandlung verhält, ja nichtmal der Gefriertruhe würde ich ein Speichenrad - das ja immerhin aus mindestens 3 Materialien zusammengesetzt ist die unterschiedlicher nicht sein können - anvertrauen!
Aus gleichem Grunde scheidet die Bearbeitung durch überdrehen auch aus - die Homogenität des Gummibelages kann man schließlich nur erhoffen aber nicht sicher voraussehen. Und damit ist kein konstanter Schnittdruck zu garantieren.
Selbst wenn der Drehzahn superscharf geschliffen ist, bei der geringen Zustellung kommt es mehr denn je zu starker Reibung am Stahl und damit zu erhöhter Erwärmung. Reine Wasserkühlung schafft bedingt Abhilfe. In "normalen" Drehbänken ist aber kein Wasser im Kühlmittelbehälter sondern bestenfalls sg. Seifenwasser, welches ein wasserlösliches Mineralölprodukt ist und damit ein natürlicher Todfeind des Gummibelages.
Darum kommt - nach meinen Erfahrungen - nur eine Bearbeitung mit einem offenporigen Schleifkörper, vorzugsweise mittels Supportschleifer, in Betracht.
Eine Gurke aus dem Baumarkt geht allerdings sicher nicht, da deren billige Spindellagerung den Anforderungen nicht gerecht werden kann.
Zum Einspannen des Rades gibt es drei Möglichkeiten: Entweder ein gutes konventionelles Planspiral-Dreibackenfutter mit weichen Backen oder ein Forkert-Futter und mühselig nach Uhr ausrichten. Die beste Variante ist aber die Aufnahme zwischen "Spitzen" bzw. mittels Spannzange in der Spindel.
Bei Spannung in einem Futter ist immer darauf zu achten, daß die Backen die Tonwelle nicht beschädigen!
