Teac A3300: Sind diese Köpfe noch zu retten?
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(06.05.2021, 21:03)eudatux23 schrieb:
(06.05.2021, 20:01)KaBe100 schrieb: ... Klanglich höre ich bei Langspielband keinen Unterschied zwischen beiden Geschwindigkeiten, beide klingen wunderbar ...

Ich muss zugeben, dass mir das auch so geht, früher aber mal anders dachte:

In jungen Jahren haben wir bei ambitionierten Musikgruppen-Aufnahmen stets mit 38 cm/s auf ASC und Studer Studiostandard gearbeitet, weil das nach "Maximum was geht" klang - aber viel Band verschlang. Mit 19 cm/s haben wir gar nicht probiert.

Heute würde ich das Meiste zum "Mitschneiden" mit 19 cm/s aufnehmen, wenn kein Punch in etc. gebraucht wird, weil es wirklich keinen spürbaren Hörunterschied selbst auf guten HiFi-Systemen macht, da muss man wohl mit Messgeräten ran oder richtig jung sein, um das zu erkennen (Vorband praktisch Hinterband, wie bei 38 cm/s). Wenn man schneiden will oder im Studio mastert, dann ist das natürlich was Anderes.

(Ich hoffe, mir ist niemand böse, wenn meine 'Unfugquote' bei meinen Textpassagen bisweilen noch erhöht ist, es gibt meinen Wissenstand ungeschminkt wieder - und ich hoffe, dass das schrittweise durch Eure Anmerkungen und weiteres Lesen auf diesen vielen Seiten zügig abnimmt!).

Eine weitere alte Erfahrung zur Bandgeschwindigkeit : Klang-Korrelation: Ich hab mal vor Jahrzehnten in Frankreich hinter die Kulissen eines großen Pariser Museums gucken dürfen, denn da gab es viele Exponate, die mit excellentem Ton Raum für Raum zur Erklärung vertont wurden. Und was sorgte für den Ton damals: eine Armada von (WOW!) ca. 6 x ASC 6002S , die alle mit 4,75 cm/s (!) spielten. Und selbst diese Geschwindigkeit war klanglich noch ordentlich, wenngleich sie -später selbst mit der eigenen Bandmaschine getestet- gegen 19 cm/s schon spürbar abfiel. Gut das Museum wollte nicht viel zurückspulen und hatte extremen "Longplay". Heute glaube ich zu wissen, dass 38 cm/s keinen klanglichen Quantensprung mehr bei meiner ASC bringt, nur technische Vorzüge hat, wie eben das genauere Schneiden dank höherer Auflösung auf die Bandlänge bezogen. Aber die Magnetisierung durch die Schreibköpfe scheint, man möge mich aufgrund der hier vertretenen hohen Kompetenz korrigieren, mit dem Band dann nicht mehr recht "hinterher" zu kommen bzw. da keine Verbesserung mehr erzielen zu können. Und das gilt, zumindest theoretisch, vermutlich auch fürs Löschen.

Gruß Klaus
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RE: Teac A3300: Sind diese Köpfe noch zu retten? - von klaus783 - 06.05.2021, 22:14

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