Tonköpfe von Kassettenrecordern
#3
Hallo Kai,

das Problem ist, daß insbesondere bei einer bestimmten Aufnahme die Aufnahmespur in Richtung Bandmitte abgedriftet ist. Wenn ich also das Band jetzt abhöre, dann wird der randnahe Bereich mit erfaßt und wiedergegeben, und rauscht halt.
Ich habe vor ein paar Jahren einmal einen Versuch mit einer Akai 210D gemacht, die Aufnahme zu retten. Das ist eine Auto-Reverse Maschine, bei der der Kombikopf im Reverse-Betrieb verschoben wird. Wenn man aber im normalen Betrieb den Tonkopf etwas nach unten drückt kommt man in die Gegenspur hinein, was auch nicht glücklich ist. Deshalb habe ich an die oben geschilderte etwas fragwürdige Lösung gedacht, wobei allerdings oberstes Ziel ist, das Ganze rückbaufähig zu gestalten. Ich möchte dafür eigentlich kein Gerät opfern.

Nun, vielleicht sollte ich das Band einfach wegwerfen. Aber es hat jetzt 8 Umzüge hinter sich und noch immer den Weg in den Müll nicht gefunden.
Du kannst Dir vielleicht vorstellen, mit welchen Glücksgefühlen ich in den 60-iger Jahren das Philips nach Hause getragen habe. Zum Erwerb hatte ich mein gesamtes Erspartes einsetzen müssen. Jahrelang war ich an dem Gerät vorbei gegangen, bis ich den Kaufpreis zusammen hatte. 
Und dann hat nach kurzer Zeit das Teil nicht mehr so getan wie es sollte, eben wie oben beschrieben. Anfangs dachte ich, es läge an einem zu großem Bandzug der aufwickelnden Spule , der auch wirklich zu hoch war. Also habe ich das Teil aufgeschraubt, die Spulenteller zerlegt und festgestellt, daß die Rutschkupplungen verharzt waren und damit nicht richtig funktionierten. Danach habe ich die gereinigt und wieder eingebaut, aber leider blieb der Fehler. Ich habe dann festgestellt, daß dieses Blech wackelte und versucht, ohne am Tonkopf zu manipulieren (das hätte ja die Einstellung zerstört und apparative Möglichkeiten als auch technische Kenntnisse, den Tonkopf wieder zu justieren, waren nicht vorhanden) doch Aufnahmen machen zu können. Das Blech war, wie beschrieben, ursprünglich mittels 2-Nasen am Tonkopf befestigt, von denen eine abgebrochen war. An Ort und Stelle wurde es durch die Abschirmung gehalten. Nach Abbruch einer dieser Nasen hat dieses Blech und damit die Spurlage gewackelt wie ein
Kuhschwanz. Ich habe mich mangels technischer, apparativer und finanzieller Möglichkeiten damit beholfen, schmale Pappstreifen zwischen Abschirmung und Blech zu platzieren, so daß es zwischen Abschirmung und Tonkopf eingeklemmt war. Und das geschah primär nach Augenmaß und war damit schon nicht sehr genau. Bei laufendem Band und nach Gehör war die Stelle nicht zugänglich, weil von vorne eben auch die andruckfilzbewehrte Abschirmung im Wege war. Diese Prozedur mußte relativ häufig durchlaufen werden, die richtige Stellung wurde nur kurz gehalten.

Und jetzt wollte ich nochmaligen Versuch starten mittels eines TK 248. Natürlich gibt es da viele Probleme: zum einen soll das Ganze rückbaufähig sein, zum andern sollet, wenn ich einen Kassettengerätekopf hätte, dieser so eingebaut werden können, daß er möglichst einfach in 3 Ebenen justierbar wäre. Wie und ob mir das gelingt ist offen. Im schlimmsten Fall habe ich hinterher ein TK248 und bin, was die Aufnahme betrifft, so weit wie vorher. 

Es gehr mir übrigens im Wesentlichen um eine ungeschnittene Aufnahme das BR über Jimi Hendrix, die entweder 1972 oder 1973 an Ostern oder Pfingsten ausgestrahlt wurde, und um Sendungen des Club 16, die in den Sommermonaten, wenn die etatmäßigen Moderatoren in Urlaub waren, von Künstlern moderiert wurden, was teilweise sehr interessante Dinge erbrachte....

Was ist das Motto eines unserer Mitglieder: "Versuch macht kluch"

In der Hoffnung, daß mir die Autokorrektur nicht zuviel Blödsinn in meinen Text korrigiert hat:

Viele Grüße

Frank
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RE: Tonköpfe von Kassettenrecordern - von Frank Stegmeier - 18.04.2021, 15:33

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