ist das was? Vorbespieltes Band
#1
Hallo,

https://www.omadrecords.com/reel-to-reel...half-track

ich will keine Werbung für die machen, und ob ich die Musik mag weiß ich auch nicht.

Meine Frage ist genereller: Macht es Sinn sich für diesen Preis so ein Band zu kaufen? Auch wenn des Geld "einfach da" wäre.

Viele Grüße,
chris
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#2
Für mich macht das, ohne Wertung der Musikrichtung, keinen Sinn. 
Nicht mal wenn mir die Kohle schon aus den Ohren kommen würde.
Für das gleiche Geld kann ich 10 neue Aufnahmen für mich erstellen.
Natürlich muss das jeder selber wissen.

Gruß

Tommy
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#3
stolzer preis.
selbst wenn es johnny winter wäre.
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#4
Das muss jeder für sich entscheiden. Wenn die Musik gefällt und man stets nach neuen Eindrücken in Spitzenqualität sucht, geben manche ja ein Vermögen für Bänder aus. Meine Preise sind durchweg günstiger, einige gutbetuchte Fans meinten mal: zu günstig.

Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter www.tapemusic.eu[url=www.tapemusic.eu][/url]
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#5
WAS genau erwartet man von einem solchen Band?
Viele Grüße
Jörg
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#6
(19.03.2021, 11:00)Baruse schrieb: WAS genau erwartet man von einem solchen Band?

Neue, bisher unbekannte Musik auf höchstem Niveau. Alles günstigstenfalls, würde ich sagen.
Wobei gerade "unbekannt" eher selten ist.

Schöne Grüße

Rainer

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#7
(19.03.2021, 11:20)cyrano de B. schrieb:
(19.03.2021, 11:00)Baruse schrieb: WAS genau erwartet man von einem solchen Band?

Neue, bisher unbekannte Musik auf höchstem Niveau. Alles günstigstenfalls, würde ich sagen.
Wobei gerade "unbekannt" eher selten ist.

Für neue unbekannte Musik würde ich im Leben nicht so viel Geld ausgeben.
Am Ende gefällt es mir gar nicht...

Das Medium Tonband wird, wie die LP auch, teilweise zum heiligen Gral hochstilisiert.
Da wird von "warmen, analogen" Klang schwadroniert, wobei nicht klar ist, was das eigentlich sein soll.
Ja Tonband ist für mich ein tolles Medium, welches ich auch sehr gern nutze.
Lege ich jedoch Wert auf höchste Qualität, so käme mir das Tonband eher nicht in den Sinn.
Viele Grüße
Jörg
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#8
Das sehen zum Beispiel die Rezensenten meiner Bänder (die Profis der AAA und die Fans aus halb Europa) ganz anders.
Hier einige davon: https://www.tapemusic.eu/reviews/

Ich habe erst gestern mein billiges "Sampler"-Band bei einem Kunden gehört, der nicht weit weg wohnt. Von einer Telefunken M15A auf eine Backes & Müller-Anlage mit BM 25-Boxen. Aber Hallo! Danach wusste ich erst, warum die Leute meine Aufnahmen so geil finden. Angel

Aber, wie gesagt, ist Geschmacksache, Gefühlssache und Liebhaberei sowieso.

Schöne Grüße

Rainer

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#9
ist halt Luxus, so wie auch Leute 5000 Euro für ne Chanel Handtasche im Ein Euro-Shop-Look oder eine Breitling Uhr ausgeben, in der am Ende doch nur ein Großserienwerk werkelt. Wem audiophile Vinyl-Platten und Bohrinseln nicht mehr exklusiv genug sind, der kauft sich für 30000 Euro eine Neubau-Bandmaschine, die nur abspielen kann, und lässt 350 Euro Bänder laufen, die suggerieren, dass man die Originalaufnahme aus dem Studio hört.

Ob Hans Christian Andersen die tiefe Weisheit erkannt hat, als er das Märchen "Des Kaisers neue Kleider" schrieb ?

Gruß Frank
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#10
Habe meine ursprünglichen Anmerkungen bezüglich Moby Grape gelöscht wegen Niels' Hinweis in Beitrag #18.

Unabhängig davon:
Ich würde nicht 350 $ für eine Tonband-Version ausgeben, sondern allenfalls 20 € für das digitale "Original".
Eine Überspielung auf Tonband kann prinzipiell nicht technisch besser sein als die digitale Quelle.
Sie kann höchstens subjektiv besser gefallen. Das läßt sich idR aber auch ohne Band erreichen.

MfG Kai
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#11
Das negative an der Sache ist ja das die teure Aufnahme mit jeder Wiedergabe nicht besser wird, ganz im Gegenteil.  Bei einer CD wird die Aufnahme immer so gut oder so schlecht bleiben wie bei der Herstellung.

aber ich Heart  meine Bandmaschinen Smile

in diese vor bespielten Bänder kann man investieren 



[Bild: 20201225_121000xyjd7.jpg]
Gruß Ulf
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#12
Ob nun die besagte Kapelle ins Hörschema passt oder nicht... ...der neuzeitliche Konsument ist von einem aus Niedriglohnländern gespeisten Massenmarkt, der vollautomatisch hergestellte und kommissionierte Tonträger ausspuckt wie der Geisyr das heisse Wasser (wenn denn überhaupt noch "Träger" und nicht gleich DownloadFile. ...) dermassen verwöhnt, dass er sich gar nicht vorstellen kann, wieviel Aufwand in einer solchen Mini-Auflage steckt. Ich wette, diese Bänder werden noch stückweise bespielt. Da verwundert der aufgerufene Kurs wenig. Mich jedenfalls nicht. Ob es einem das prinzipiell wert ist, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall liegen hierzulande angefertigte Kleinstserien solcher Bänder auf ähnlichem Preisniveau.
Der direkte Kosten/Nutzen Vergleich hinkt genauso wie der Vergleich Breitling vs Timex.
Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
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#13
(19.03.2021, 12:46)kaimex schrieb: Findet man heutzutage in CD-Grabbelkisten für 13...17 € oder weniger.

Was`n das für ne Grabbelkiste? Ich würd nicht mal mehr 2 € für ne CD, egal welche und von wem, bezahlen.

Die CD ist tot...aber sowas von tot.

Gruß

Tommy
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#14
(19.03.2021, 15:21)tommywoodstock schrieb: Die CD ist tot...aber sowas von tot.

Gruß

Tommy

Manchmal bekomme ich Musik, die ich mag, nur auf CD. Nach der Überspielung auf Band gefallen sie mir dann auch technisch. Big Grin

Schöne Grüße

Rainer

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#15
(19.03.2021, 15:28)cyrano de B. schrieb: Manchmal bekomme ich Musik, die ich mag, nur auf CD. Nach der Überspielung auf Band gefallen sie mir dann auch technisch. Big Grin

Nach der Überspielung gefallen die mir ausserdem sogar auch optisch.  Big Grin

Gruß

Tommy
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#16
Da werden Digitalmaster auf Band angeboten. Das mache ich schon seit längerem für mich selbst. Es gibt ganz tolle HighRes Files - z. B. von LINN - die nach der Übertragung auf ein Band mit 15 ips auf meiner Studiomaschine dann noch deutlich an "Klang" gewinnen. Die Files sind deutlich günstiger und das Bandmaterial auch und eigentlich ist jeder, der solche Bänder hoch qualitativ abspielen kann auch in der Lage diese selbst aufzunehmen. Ist die Maschine nicht gut in Schuss und eingemessen, dann "klingt" auch das beste MasterTape nicht. Und m. E. handelt es dich dabei sogar um echte Master Bänder, weil es sich um die 1. analoge Generation handelt, davor war alles weitgehend verlustfrei digital auf der DAW bis zum 2 Spur HighRes File.
Gerhard
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#17
(19.03.2021, 15:57)Sonicman schrieb: Da werden Digitalmaster auf Band angeboten. Das mache ich schon seit längerem für mich selbst. Es gibt ganz tolle HighRes Files - z. B. von LINN - die nach der Übertragung auf ein Band mit 15 ips auf meiner Studiomaschine dann noch deutlich an "Klang" gewinnen. Die Files sind deutlich günstiger und das Bandmaterial auch und eigentlich ist jeder, der solche Bänder hoch qualitativ abspielen kann auch in der Lage diese selbst aufzunehmen. Ist die Maschine nicht gut in Schuss und eingemessen, dann "klingt" auch das beste MasterTape nicht. Und m. E. handelt es dich dabei sogar um echte Master Bänder, weil es sich um die 1. analoge Generation handelt, davor war alles weitgehend verlustfrei digital auf der DAW bis zum 2 Spur HighRes File.
Gerhard

Hallo Gerhard

Kannst Du mal beschreiben was Du für Formate nutzt und welche Geräte Du dafür benutzt? 

Ich ziehe mir z.Zt. die Master Qualität von TIDAL aufs Band, habe aber nur ein ganz popeliges kleines Interface. Ich denke das geht wesentlich besser mit besserem Equipment.

Gruß

Tommy
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#18
Die Interpret ist Peter Lewis und nicht Moby Grape. ("Moby Grape's P. L.")

Ich habe ein Kammerorchester engagiert. Kostet 6000 € die Woche, aber mit dem Klang kann keine Aufzeichnung mithalten. Wink

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#19
Danke für den Hinweis.
Da habe ich mal wieder zu diagonal gelesen.

MfG Kai
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#20
(19.03.2021, 16:19)tommywoodstock schrieb: Kannst Du mal beschreiben was Du für Formate nutzt und welche Geräte Du dafür benutzt? 
...

Hallo Tommy,
von LINN lade ich mir die Masterfiles als FLAC runter und spiele diese auf einen Fileserver (Buffalo Raid). Von dort gehen die Files per W-LAN über den Auralic Aries G1 streamer auf den Nagra Classic DAC und von dort über eine Funk MTX Monitor „Vorstufe“ auf die Nagra T- Audio. Das Ergebnis kann sich m. E. mit jedem käuflich erhältlichen Masterband messen.
Gerhard
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#21
Das kann sich nicht nur messen, es ist sicherlich identisch.
Die Erstellung von sog. Masterbändern ist ja nun wahrlich kein Hexenwerk.
Man benötigt eine perfekt eingemessene Maschine und muß mit den Besonderheiten der Analogtechnik vertraut sein.
Viele Grüße
Jörg
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#22
(19.03.2021, 14:48)PeZett schrieb: Ob nun die besagte Kapelle ins Hörschema passt oder nicht... ...der neuzeitliche Konsument ist von einem aus Niedriglohnländern gespeisten Massenmarkt, der vollautomatisch hergestellte und kommissionierte Tonträger ausspuckt wie der Geisyr das heisse Wasser (wenn denn überhaupt noch "Träger" und nicht gleich DownloadFile. ...) dermassen verwöhnt, dass er sich gar nicht vorstellen kann, wieviel Aufwand in einer solchen Mini-Auflage steckt. Ich wette, diese Bänder werden noch stückweise bespielt. Da verwundert der aufgerufene Kurs wenig. Mich jedenfalls nicht. Ob es einem das prinzipiell wert ist, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall liegen hierzulande angefertigte Kleinstserien solcher Bänder auf ähnlichem Preisniveau.
Der direkte Kosten/Nutzen Vergleich hinkt genauso wie der Vergleich Breitling vs Timex.
Gruß

das, was Du hier schreibst, ist eigentlich "Des Kaisers neue Kleider" in Reinkultur.

Der neuzeitliche Konsument ist natürlich total verblödet, überfüttert, und hat keine Ahnung. Und deshalb ist er wie das kleine Kind in dem o.g. Märchen, das offen ausspricht, was alle denken - dass der Kaiser einfach nur nackt ist. Nur Dilettanten können eine Sichtweise haben, dass es völlig unnötig ist, einen Wahnsinnsaufwand in etwas zu investieren, was man ohne qualitative Abstriche auch für einen kleinen Bruchteil der Arbeit und des Geldes hinbekommt. Und der wahre High Ender hält lieber die Klappe und räumt sein Konto leer, als offen zuzgeben, dass er nur einen nackten Kaiser sieht. Und am Ende muss er sich selber suggerieren, dass das das tollste der Welt ist, weil er es sonst vor sich selber nicht mehr rechtfertigen könnte.

Dilettantismus ist manchmal ganz praktisch - er hält einen auf dem Boden der Tatsachen fest.

Gruß Frank
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#23
(20.03.2021, 14:26)Baruse schrieb: Das kann sich nicht nur messen, es ist sicherlich identisch.
Die Erstellung von sog. Masterbändern ist ja nun wahrlich kein Hexenwerk.
Man benötigt eine perfekt eingemessene Maschine und muß mit den Besonderheiten der Analogtechnik vertraut sein.

Was die vielen angeht, die alte Aufnahmen fremder Labels zu Bändern „veredeln“, gebe ich dir recht. 

Wer, wie ich, nur eigene Aufnahmen auf Band anbietet, tut das der erstklassigen Qualität wegen. (Und stattet sie auch noch fein aus.) Wer genau diese Musik hören will (wie meine Kunden) bekommt sie ja nirgendwo anders.

Schöne Grüße

Rainer

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#24
bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Luxusprodukte, so lange man sie als eine Art Kunstform betrachtet. Was mir auf den Keks geht, sind die Leute aus der High End Szene, die wirklich die Meinung vertreten, nur mit audiophilen Platten auf einer tonnenschweren Bohrinsel könne man wirklich gut Musik hören, oder eben jetzt mit Masterbandkopien für 350 Euro auf Neuauflagen von Studio Abspielmaschinen für 35000 Euro. Diese Logik ist so, als ob ich ernsthaft behaupten würde, einen Manufaktur-Chronografen für 30000 Euro nur deshalb am Handgelenk zu tragen, weil er die Zeit präziser anzeigt als die Plastik Funkuhr für 19,95 .

Ob Deine Aufnahmen eine erstklassige Qualität haben, das hängt nicht von der Technologie ab, sondern von Deinem Geschick im Studio. Du könntest Deine Aufnahmen auch auf USB-Sticks verteilen, und ich wette mit Dir, wenn man die dann auf einem hochwertigen Medienplayer abspielen würde, wäre niemand in der Lage, im Blindtest reproduzierbar zu sagen, ob da grade das Tonband spielt oder der USB-Stick.

Ich fände es extrem erfrischend, wenn sich auch in der HiFi-Szene mal die Denke durchsetzen könnte, dass ein entscheidender Faktor von Luxus die Sinnfreiheit ist. Dann würde alles gleich doppelt so viel Spaß machen. Einen Rolls Royce fährt man doch auch nicht, weil er schneller, zuverlässiger oder was auch immer als ein VW Golf ist. Die Atmosphäre, die eine Bandmaschine im Raum verbreitet, ist doch ein entscheidender Teil des Vergnügens, und die hat wirklich überhaupt nichts mit dem Klang zu tun.

Gruß Frank
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#25
(20.03.2021, 13:22)Sonicman schrieb: Hallo Tommy,
von LINN lade ich mir die Masterfiles als FLAC runter und spiele diese auf einen Fileserver (Buffalo Raid). Von dort gehen die Files per W-LAN über den Auralic Aries G1 streamer auf den Nagra Classic DAC und von dort über eine Funk MTX Monitor „Vorstufe“ auf die Nagra T- Audio. Das Ergebnis kann sich m. E. mit jedem käuflich erhältlichen Masterband messen.
Gerhard

Danke für die Infos Gerhard. 
Bis auf "Nagra T-Audio" und "Masterband" hättest Du es mir auch genauso gut auf lateinisch beschreiben können.  Smile
Ich hatte noch die wage Hoffnung auf eine Antwort wie z.B. diese hier:
"Zwischen meinem PC und meiner Nagra habe ich das Gerät XY.
Aber das geht ja ganz schön ans Eingemachte. Dazu kommt ja noch das man die ganze Hardware auch bedienen können muss.
Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig als einfach weiter meine Streams wie gehabt aufs Band zu brennen. 
Ich bin ja generell nicht unzufrieden, ich dachte nur so was ginge mit geringem Aufwand auch etwas besser.
Trotzdem, danke für deine Ausführungen.

Gruß

Tommy
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#26
Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich beim Musikhören denke: "Der Kontrabass ist aber gut aufgenommen, das Schlagzeug ist aber plastisch" und dann irgendwann bemerke, dass mir die Musik gar nicht gefällt. Vieles höre ich tatsächlich nur, weil es auf Tonband ist, aus purer Freude an den drehenden Spulen.
Mir stellt sich dei Frage: Wenn ich 350 € (oder sonstwas in dieser Preisklasse) für eine Aufnahme ausgebe, "muss" sie mir nicht anschließend gefallen? Wie viele Ebay Angebote haben folgenden Text: "Biete "Masterband" für 300 € (Neupreis 450€), einmal abgehört auf ..... . Toller Sound, aber Musik gefällt mir nicht. Keine Gewährleistung, keine Garantie." Gibt es potentielle Käufer die sagen, "Wow, 150 € gespart, das hole ich mir"?.

niels
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#27
Puh, der Menschen Geschmäcker sind vielfältig! Ich habe einen Kunden, der "mal eben" 4 Bänder bei Horch House bestellt hat, 398,-€ je Stück.
Alles Bandkopien alter Klassikaufnahmen (RCA und so was.) Ihm gefallen sie, andere zweifeln die Herkunft der Vorlagen an. Was soll's, wenn sie ihm gefallen.
Ich habe Kunden, die sich für 30,-€ eine Doppel-CD hätten kaufen können, haben aber 2 Bänder derselben Musik zu 396,-€ gekauft. Natürlich freut mich das. Ob ich das verstehe? Eher nicht, der ich ja gerne CDs aufs Band überspiele, um die Musik dann erst zu genießen. Kann aber scheinbar nicht jeder.

Schöne Grüße

Rainer

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#28
(22.03.2021, 10:35)nick_riviera schrieb: bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Luxusprodukte, so lange man sie als eine Art Kunstform betrachtet. Was mir auf den Keks geht, sind die Leute aus der High End Szene, die wirklich die Meinung vertreten, nur mit audiophilen Platten auf einer tonnenschweren Bohrinsel könne man wirklich gut Musik hören, oder eben jetzt mit Masterbandkopien für 350 Euro auf Neuauflagen von Studio Abspielmaschinen für 35000 Euro. Diese Logik ist so, als ob ich ernsthaft behaupten würde, einen Manufaktur-Chronografen für 30000 Euro nur deshalb am Handgelenk zu tragen, weil er die Zeit präziser anzeigt als die Plastik Funkuhr für 19,95 .

Ob Deine Aufnahmen eine erstklassige Qualität haben, das hängt nicht von der Technologie ab, sondern von Deinem Geschick im Studio. Du könntest Deine Aufnahmen auch auf USB-Sticks verteilen, und ich wette mit Dir, wenn man die dann auf einem hochwertigen Medienplayer abspielen würde, wäre niemand in der Lage, im Blindtest reproduzierbar zu sagen, ob da grade das Tonband spielt oder der USB-Stick.

Ich fände es extrem erfrischend, wenn sich auch in der HiFi-Szene mal die Denke durchsetzen könnte, dass ein entscheidender Faktor von Luxus die Sinnfreiheit ist. Dann würde alles gleich doppelt so viel Spaß machen. Einen Rolls Royce fährt man doch auch nicht, weil er schneller, zuverlässiger oder was auch immer als ein VW Golf ist. Die Atmosphäre, die eine Bandmaschine im Raum verbreitet, ist doch ein entscheidender Teil des Vergnügens, und die hat wirklich überhaupt nichts mit dem Klang zu tun.

Gruß Frank

Frank das ist perfekt beschrieben, dem kann man nichts hinzufügen!

By the way:
Ich hatte kürzlich Kontakt mit einem "Masterband Sammler", der mir mal 3 Bänder bekannter Aufnahmen aus dem Rock-Genre kopiert hat.
Es trat ein, was eintreten mußte: das Zeug hat klanglich überhaupt keine Chance gegen die Kauf-CD.
Was ja auch logisch ist, denn man weiß ja nie wer, mit welchem Equipment von welcher Quelle kopiert hat und wie oft das schon geschehen ist.
Nur weil jemand sagt, das sei eine Masterbandkopie, muß es ja noch lange nicht stimmen.
Viele Grüße
Jörg
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#29
(22.03.2021, 16:22)Baruse schrieb: Gruß Frank

Frank das ist perfekt beschrieben, dem kann man nichts hinzufügen!

By the way:
Ich hatte kürzlich Kontakt mit einem "Masterband Sammler", der mir mal 3 Bänder bekannter Aufnahmen aus dem Rock-Genre kopiert hat.
Es trat ein, was eintreten mußte: das Zeug hat klanglich überhaupt keine Chance gegen die Kauf-CD.
Was ja auch logisch ist, denn man weiß ja nie wer, mit welchem Equipment von welcher Quelle kopiert hat und wie oft das schon geschehen ist.
Nur weil jemand sagt, das sei eine Masterbandkopie, muß es ja noch lange nicht stimmen.

Das hatten wir kürzlich im AAA-Forum auch diskutiert. Ich mache die Bandkopien von digitalen Daten mit 44,1/16, 48/16, 48/24, 96/24 und 192/24 oder vom analogen Masterband. Je nach Ursprung der Aufnahme. Und schreibe das auch sehr genau auf: auf die Rückseite des Bandkartons und auf den Beileger, der alle Banddaten aufführt. Alles andere halte ich für Augenwischerei. Und egal, von welcher Vorlage ich die Kopie ziehe, gibt's von den Rezensenten Einsen. Im April-Heft der "analog" gleich zwei weitere, eine von 44,1/16 kopiert, eine von 48/24. Diese dann sogar "1+++" für eine 35 Jahre alte Orgelaufnahme. Big Grin

Schöne Grüße

Rainer

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#30
Rainer daß deine Aufnahmen perfekt sind würde ich nie in Abrede stellen!
Bitte nicht falsch verstehen, das war nie meine Intension.
Mich stört nur dieser Hype mit den "Masterbandkopien" aus dubiosen Quellen.
Viele Grüße
Jörg
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#31
(22.03.2021, 16:42)Baruse schrieb: Rainer daß deine Aufnahmen perfekt sind würde ich nie in Abrede stellen!
Bitte nicht falsch verstehen, das war nie meine Intension.
Mich stört nur dieser Hype mit den "Masterbandkopien" aus dubiosen Quellen.

Darüber habe ich mit Claus Müller gesprochen, einem der "Analog"-Rezensenten; er kennt da auch so manchen Scharlatan.
ich auch einen, mit großem Namen eigentlich, wo ich die Arbeitsweise und Quellenlage für dubios halte.

Wen es interessiert, übrigens: hier treffen sich fast alle weltweit Bandverrückten:
Reel-Reel.com
Von John Calladine in Kanada privat gesammelt...

Schöne Grüße

Rainer

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#32
Gruß Ulf
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#33
Interessante Einblicke. Er hat, denke ich, schon recht...
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#34
Was mir bei diesen Masterbandkopien auffällt.... zumindest ich kenne nicht einen der angebotenen Künstler.  Bin Baujahr 86.

Würde es solche Bänder von sagen wir Pink Floyd, Michael Jackson etc.  Geben wäre ich sogar bereit mal testeshalber so ein Band zu erwerben. 

Aber 400 Euro für etwas wo ich noch nicht mal weiss ob es mir gefällt?
Meine TOP - Wickler:
Akai GX 747
Sojuz 111
Revox A 77 1/4 Spur und HS
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#35
Du bist dann so alt wie mein Sohn. Was der so alles gehört hat...und liebt!
Das allermeiste davon wurde nur digital produziert und originale „Masterbänder“ gab es davon eh' nicht.

Die Kopien echter alter Masterbänder von, was weiß ich, meinetwegen Dire Straits und Luciano Pavarotti kosten u.a. deshalb so viel Geld, weil die Tantiemen entsprechend hoch sind. Wenn die Ausstattung auch noch hochwertig ist, nun, die kostet auch.

Meine Musiker kennt kaum einer, sind dennoch erstklassig. Da ich denen aber nicht soo viel abtreten muss, sind meine Bänder preiswerter. Ohne billiger zu sein.

Schöne Grüße

Rainer

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#36
Besteht denn die Möglichkeit solche Masterbänder von "bekannten" Künstlern zu erwerben?
Wahrscheinlich aus Gründen von Abgabegebühren eher nicht?
Meine TOP - Wickler:
Akai GX 747
Sojuz 111
Revox A 77 1/4 Spur und HS
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#37
Schau mal hier:
https://www.recordingthemasters.com/music-on-tapes/

Dort sind die Firmen vertreten, die mit den französischen Bändern arbeiten.
Darunter sind viele, die alte Pop- oder Klassikgrößen kopieren.
Wegen der hohen Tantiemen nie billig...

Schöne Grüße

Rainer

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#38
Vielen Dank für den Hinweis. 
Habe mir das jetzt alles wirklich durchgeguckt. Es bleibt dabei: Zu 80 - 85 % sind mir die Interpreten nicht bekannt.
Die Musikrichtungen sind meist Jazz, Blues,  classic.
Rock/Pop ist kaum vertreten.
Meine TOP - Wickler:
Akai GX 747
Sojuz 111
Revox A 77 1/4 Spur und HS
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#39
Gut, sorry, hatte ich anders vermutet.

Dann schaue bitte hier mal rein: ein Privatier in Kanada sammelt alles nur Zeigbare... Ein paar von meinen sind auch drin.
Ob du bei erfolgreicher Suche sehen kannst, von wem das zu beziehen ist, weiß ich im Moment nicht, sollte aber Sinn der Sache sein.

https://reel-reel.com

Schöne Grüße

Rainer

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#40
In dem Zusammenhang habe ich dann doch `mal eine Frage an die Experten hier.
Thema " Masterbandkopie "

Wie wäre in dem Zusammenhang folgendes zu bewerten:

WDR Mitschnitt (vermutlich PCM) einer Rockpalast Nacht, - The Who (z.B.)
Erschienen auf DVD, also vermutlich vom Originalmaterial des WDR erstellt.
Nehme ich nun die Tonspur, meine gut eingemessene Studer A810 oder meine PR99, ebenfalls perfekt
eingemessen auf LPR 35 und nehme nun eben diese Tonspur auf
habe ich dann nicht auch die " Kopie eines Originals " ? - zumindest kommt da eine wirklich
gut Qualität heraus.
Früher war alles besser, auch die Zukunft

Meine Recorder: Studer A810, ReVox PR 99 MK III, B77 MK II High Speed, B77 MK II 2Spur, A77 MK IV,
ASC 6002 SE, 6002 ST, 2x 6002 S, 6004 S, Braun TG 1000 US, TG 1000
Mini Spuler (MC): ReVox B215, 2x Braun C1, Braun C3, Braun C4
(und einiges Andere das zu nennen nicht lohnt)

Gruß
Ralf
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#41
Hallo Ralf,
wenn Du das ganze von DVD über einen Masteringprozessor laufen lässt, oder einen Tube Vitalizer, um damit vielleicht die Bühne etwas zu verbreitern, die Höhen anzuheben oder die Bässe zu verstärken, dann machst Du damit ein Remastering. Und wenn Du das Ergebnis dann auf Band gibst, hast Du sogar ein echtes Masterband der 1. Generation. Letztendlich machen die Labels beim Remastering auch nichts anderes. Was aber Deine Frage anlangt: natürlich hast Du immer eine 1. Generation Analogkopie des Originals, wenn Du von einem verlustfreien Digitalformat des Originals kopierst.
Gerhard
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#42
(06.04.2021, 16:56)R@lly schrieb: WDR Mitschnitt (vermutlich PCM) einer Rockpalast Nacht, - The Who (z.B.)

"The Who" traten 1972 im Rockpalast auf.

Unter "Magnetaufzeichnung/MAZ" findet man in der Wikipedia PCM-Ton erst ab ca. 1986 erwähnt.
Davor ist gelegentlich von "AFM-Ton" die Rede.

Bei zumindest einigen Rock-Palast Veröffentlichungen scheinen Teile zu fehlen, die vor Beginn der Fernseh-Übertragung bereits im Radio gesendet wurden.

Ob die CD/DVD auf einer Fernseh-Aufzeichnung beruht, kann man eventuell dem Audio-Spektrum ansehen.

MfG Kai
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#43
(06.04.2021, 16:56)R@lly schrieb: In dem Zusammenhang habe ich dann doch `mal eine Frage an die Experten hier.
Thema " Masterbandkopie "

Wie wäre in dem Zusammenhang folgendes zu bewerten:
...

Ohne den Anspruch, ein Experte zu sein, zu erheben, hier meine Antwort:

der Reiz des "Masterbands" erscheint mir darin zu liegen, quasi genau das Ergebnis vorliegen zu haben, dass die Künstler und an der Aufnahme beteiligte Personen im Studio gehört haben. Das identische Material auf dem gleichen Medium. Damit bleiben nur noch Hörraum und das Wiedergabe-Equipment als Variablen. Es geht also darum, möglichst nah an das Erlebnis heranzukommen, dass der Künstler/Mastering-Engineer beim Abhören im Studio hatte, in der Annahme, dass eben dies der beabsichtigte Sound der Aufnahme ist.

Die Liveaufnahme des Auftritts im Rahmen des Rockpalast würde ich anders bewerten. Für die Musiker stand hier die Livedarbietung im Vordergrund. Der Mitschnitt bildet ja aber nie den erlebten Liveauftritt ab, sondern ist in sich wieder ein kreativer Prozess (hier eben des Mixers). Da das Ganze dann noch später für eine Veröffentlichtung auf DVD vorgesehen wurde, lässt vermuten, dass weitere Eingriffe in das Audiomaterial vorgenommen wurden, ob mit oder ohne Kenntnis der Künstler wissen wir nicht.

Lange Rede kurzer Sinn: von einem "Masterband" würde ich bei der Liveaufnahme nicht sprechen. ABER: das Ergebnis aus dem Vorgehen, so wie du es beschreibst, wird ganz bestimmt sehr gut klingen und viel Spaß machen. Ich benutze meine Bandmaschine ganz ähnlich und erstelle mir Bänder von HD-Streams von Liveauftritten, sodass ich diese später ohne Rechner über die Anlage hören kann. Auch auf RTM LPR-35. Klingt auch mit meiner kleinen Akai toll.
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#44
(06.04.2021, 09:34)cyrano de B. schrieb: https://reel-reel.com

Hier ist mir natürlich viel mehr bekannt.  Allerdings handelt es sich hier um vorbespielte , gebrauchte Bänder soweit ich das beurteilen kann. Soweit ich der englischen Sprache mächtig bin sind die Bänder auch nicht immer vorrätig... preise sind auch keine angegeben. Und Herkunft? 

Im Thread geht es doch eigentlich um mastertape Kopien und nicht um vorbespielte Bänder allgemein , oder?
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#45
Ach, ehrlich, weiß ich nicht, wo die Bänder herkommen. Die, die ich so mal hier, mal dort sah, schienen „echte“ Masterbandkopien zu sein. Wobei ja die Definition Raum für eigene Interpretation gibt...

Da fällt mir ein, machte nicht „Eternal Arts“ derartige Pop-Kopien und bot sie auf ebay an?

Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter www.tapemusic.eu[url=www.tapemusic.eu][/url]
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#46
R@lly schrieb in [40]:

Zitat:In dem Zusammenhang habe ich dann doch `mal eine Frage an die Experten hier.
Thema " Masterbandkopie "

Wie wäre in dem Zusammenhang folgendes zu bewerten:

WDR Mitschnitt (vermutlich PCM) einer Rockpalast Nacht, - The Who (z.B.)
Erschienen auf DVD, also vermutlich vom Originalmaterial des WDR erstellt.
Nehme ich nun die Tonspur, meine gut eingemessene Studer A810 oder meine PR99, ebenfalls perfekt
eingemessen auf LPR 35 und nehme nun eben diese Tonspur auf
habe ich dann nicht auch die " Kopie eines Originals " ? - zumindest kommt da eine wirklich
gut Qualität heraus.
Hallo Ralf,

ich hatte Ende der 1990er das "Glück" mir die Rockpalst Aufnahmen der Fernseh Allianz ansehen zu können, das waren alles Kassetten im Betacam SP Format. Betacam SP ist erst 1986 auf den Markt gekommen, Betacam 1982.
Darunter waren auch die legendären Rockpalast Nächte, so auch The Who von der 8.Rockpalast Nacht 28.-29.3.1981. Diese Aufnahme muß also auf einem anderen Format statt gefunden haben, evtl. Bosch BCN oder Sony U-matic, wobei das Bild des U-matic Systems schlechter als das des BCN Systems ist. Da ist schon die erste Umkopierung erfolgt, mit eventuellen Eingriffen und schon ist es nicht mehr Original.
Zu den Kassetten hatte ich nebenbei eine Liste mit bekommen wer die Rechte für die Aufnahmen hat, das waren vorwiegend die Interpreten selber, kaum was war frei, einiges ungeklärt.
Da waren auch Aufnahmen dabei die damals bei der Live Fernsehübertragung nicht über den Sender gegangen sind, wie z.B. die ersten Songs vom Rory Gallagher Konzert, bzw. Songs die nachträglich von den Interpreten für weitere Sendungen gesperrt wurden.
Wenn man in den jeweiligen Nächten nicht das Konzert mitgeschnitten hat, wie will man dann noch wissen was "Original" ist?
Viele Grüße
Volkmar

Nachtrag: Material mit nur Ton ist mir nicht über den Weg gelaufen, nur Bild und Ton in fast immer sauberer Qualität, der Zeit entsprechend. Ausnahme ist z.B. Police in der Markthalle Hamburg vom 11.01.80
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#47
Ich besitze einige Livemittschnitte der Rockpalst Nächte, inkl. des schon legendären:
" German Televison proudly presents...." :-)
Leider "nur" in UKW Radioqualität, damals mit einer ReVox A77 2Spur in 19,05 cm/s mitgeschnitten.
leider nicht "The Who " dafür aber einiges Andere, wie z.B. " The Kinks ".
Leider ist aber wohl UKW Radioqualität eben nicht ganz so dolle, dennoch klingen CDs die ich daraus
für Freunde erstellte erstaunlich gut.
Früher war alles besser, auch die Zukunft

Meine Recorder: Studer A810, ReVox PR 99 MK III, B77 MK II High Speed, B77 MK II 2Spur, A77 MK IV,
ASC 6002 SE, 6002 ST, 2x 6002 S, 6004 S, Braun TG 1000 US, TG 1000
Mini Spuler (MC): ReVox B215, 2x Braun C1, Braun C3, Braun C4
(und einiges Andere das zu nennen nicht lohnt)

Gruß
Ralf
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#48
(25.03.2021, 11:32)sensor schrieb:

Hallo Ulf,

bei seinem Beitrag über die Abtastrate (https://youtu.be/dsLIVU4UFwA) rollen sich mir die Fußnägel.
Da ist von Treppenstufen die Rede, die ersten Digitalaufnahmen sollen auf VHS gemacht worden sein und die 48 kHz gibt es seit DAT.
Hust!

Auch zu Kinomischungen und der Verwendung des Center-Kanals hat er in einem anderen Beitrag (https://youtu.be/kn_QuApy_Ig) lustige Ansichten und sein "Wissen" beginnt erst mit dem Digitalton im Kino.
Bei 2:18 habe ich dann aufgehört und die Zeit gespart.

Danke trotzdem für den Link zum ersten Video, das fand ich ok und unterhaltsam.


Viele Grüße

96k
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#49
Ich finde das teilweise auch fraglich. Hab gestern lustigerweise auch ein Video von ihm gesehen. Ist halt das typische Voodoogeschwurbel. Das mit VHS stimmt aber. Sicherlich ist häufig auch U-Matic oder ein anderes professionelles System verwendet worden, die Prozessoren waren aber unabhängig vom Videoformat, das ging mit allen Videoformaten. Das mit den Treppenstufen und dem Anti Alaising war anfangs auch ein Problem. Ob man das gehört hat, weiß ich nicht, messbar war es auf jeden Fall, da muss man nur mal Tests von CD Playern bis Mitte der 80er lesen. Ich hab mir das Video nicht angeguckt, weiß also nicht, was genau der da erzählt aber:

Bereits in den 70er Jahren gab es erste sogenannte PCM Prozessoren, die die Bildspur eines Videorecorders nutzten um den Digitalton aufzuzeichnen. Zu der Zeit wurden erste Klassikaufnahmen so gemacht, allerdings lief immer auch ein analoges Backup mit, weil die Geräte wohl sehr anfällig waren und man während der Aufnahme nicht sicher gehen konnte, dass Alles gut läuft.

1981 gab es von Technics sogar einen Digitalen Audio Recorder, der VHS Bänder verwendete. Sony brachte mit dem SL C9 Betarecorder auch einen zusätzlichen PCM Prozessor für den Konsumermarkt raus, weil Sony das für seine Betamax Recorder vorgesehen hatte, hatten die hinten einen Schalter, wo sich der Dropoutkompensator für das Bild ausschalten lies um die Fehlerrate des Digitaltons zu minimieren, die Prozessoren funktionieren aber auch mit VHS und Video 2000 und Recordern anderer Hersteller.

Auch das mit der Abtastrate stimmt. 48 kHz für zuhause kam erst mit DAT. Und DAT ist ja von der Funktionsweise her auch nichts Anderes, als ein Videorecorder, nur Alles ein bisschen kleiner und DAT kam ja auch erst 1987. Wie soll denn deiner Ansicht nach vorher digital gemastert worden sein?

Es gab ja auch ADAT. Damit konnte man mehrere Spuren auf SVHS Cassetten aufnehmen (ich glaube 8) und in vielen Studios war das längere Zeit Standard, man konnte mehrere ADAT Recorder synchronisieren und so auch die Anzahl der Spuren ohne Verluste erhöhen.

Gab dann auch Digitale Studio Maschinen für 24 Kanäle oder so mit stehenden Köpfen, ich glaub das hieß DASH oder so, aber soweit ich weiß, war das erst nach den Versuchen mit Video. Bevor ich hier aber auch unsinniges Halbwissen verbreite höre ich mal lieber auf, das mit den Videoprozessoren ist jedenfalls richtig! Und auch, dass die anfangs keine 48 kHz erreichten, ist sogar möglich, dass die erst „nur“ 12 oder 14 Bit schafften.

Also so 100%ig bin ich jetzt auch nicht begeistert von dem, was der da erzählt, aber es gibt da schon auch Leute, die groberen Unfug verbreiten. Finds immer wieder erstaunlich, dass Leute, die das offenbar gelernt haben verschwurbelter sind, als man selbst und das, was sie da erzählen, offenbar auch glauben.

LG Tobi
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#50
Ich konnte in mehreren Videos dem Herrn auch jeweils nur kurz folgen.

Ich habe die ersten, nun ja, professionellen Aufnahmen auf VHS gemacht, mit einem Blaupunkt HiFi-Video-Gerät, ab 1986.
Danach auf DAT (89). VHS-HiFi war nicht schlechter als DAT und sogar analog, nur größer, schwerer und vom Handling unterirdisch.

In zwei, drei Wochen erscheint eine Rezension, in der der Hörer meint, "näher an High End" sei er nie gewesen. Das Band wurde von so einer VHS-HiFi- Aufnahme gemacht, die zuvor auf 48 kHz/24 Bit digitalisiert wurde.
Just gestern habe ich versucht, das "noch besser" neu zu mastern: von der VHS-Cassette über Telcom C4 in die Revox PR99. Gelingt phantastisch!

Schöne Grüße

Rainer

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