Hallo,
mich hat nach Jahren der Abstinenz mal wieder das Tonbandfieber gepackt und ich habe bei ebay ein gut erhaltenes und unverbasteltes Sony TC-399 erstanden.
Folgendes Problem habe ich mit dem Gerät: Die schnellste Geschwindigkeit (19 cm/s) läuft nicht. Die Riemen habe ich komplett gewechselt. Ich vermute, dass das Gummi Reibrad zwischen Motor Pulley und Schwungrad nicht genug Grip hat. Der Gummi wirkt aber noch weich und biegsam. Mit 9,5 cm/s läuft alles wunderbar. Hat vielleicht jemand ein Idee? Oder hat jemand wohl möglich noch so ein Reibrad rumliegen?
Danke, Gruß in die Runde
Erstaulich .... genau das gleiche Problem hat meine 399 auch. Ich habe festgestellt, dass der Anpressdruck des Reibrades nicht groß genug ist. Ist ein rein mechanisches Problem, dem ich aber nicht weiter auf den Grund gegangen bin. Bei mir läuft sie halt nur auf 9,5 und gut ist.
Manni
3 Dreher und ca. 38 Tonbandgeräte an drei Anlagen ............
Das gleiche Problem kenne ich von der im Großen und Ganzen mechanisch gleichen TC-366. Da hat vergangene Woche geholfen, die Achse der Geschwindigkeitsumschaltung zu ölen, die das Reibrad verschiebt und zwar auch von der Rückseite her. Es ist also nicht das Reibrad.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Hallo, ich bin der Micha, alter Bastler (70) aus Zwickau. Nachdem ich mir in letzter Zeit wieder eine SONY-Anlage zusammengestellt habe und ein Kassettendeck KE-400 sowie einen CD-Player XE-530 erfolgreich instandbesetzt habe, konnte ich jetzt ein TC-399 ersteigern. Für 20 Euro plus 20 Versand, dachte ich, kann man nicht viel verlieren. Das Gehäuse hatte doch durch den Transport leichte Schäden erlitten, scheint aber nicht so tragisch. Das Gerät war innen ziemlich verdreckt, die Sicherung durch und auch manche Teile etwas verbogen. Bin nun dabei, die Mechanik nach und nach zu säubern und gangbar zu machen. Mit einem neuen Motorkondensator läuft zumindest der Motor und Licht brennt. Stromaufnahme (Netz) ca. 170 mA. Neue Riemen sind auch schon da. Habe festgestellt, daß sich das Mic-Poti durchdreht. Ersatz gibt es da wohl nicht mehr. Ob die anderen noch funktionieren möchte ich bezweifeln. Einzige Möglichkeit wäre wohl, neue Tandempotis einzubauen. Ich weiß nicht, ob der ganze Aufwand lohnt. Wie sieht es mit den Gummirollen aus? Andruckrollen gibt es ja noch für teuer Geld. Was ist mit den Reibrädern? Behandlung mit Rubber Reneu o.ä. soll wohl nicht so gut sein. Vielleicht hat jemand ein paar Tipps, was bei diesem Gerät zu beachten wäre.
Erstmal schöne Grüße, Micha
Ich habe ja ein neues Hobby: Nämlich auf die Rutschkupplung am rechten Wickelteller hinzuweisen. Der Filzbelag ist 50 Jahre und älter und hat gewiß einiges an Fluffigkeit eingebüßt. Mein Verdacht ist, dass dadurch der Bandzug zu hoch wird und daher das Zwischenrad stärker fordert, als vorgeshen.
Ich finde es etwas schade, dass bei vielen Maschinen geputzt und geschmiert wird und Federn nachgebogen und Oberflächen aufgerauht werden, aber die mechanischen Einstellungen/Bandzüge vernachlässigt werden.
niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
Hallo, zum Thema Rutschkupplung und so. -ich nehme an, daß diese Geräte der 300er Serie wohl für Senkrechtbetrieb konzipiert sind, daher die einstellbare Andruckfeder. Wenn man das Gerät legt, wirkt ja noch das Gewicht der Aufwickelspule dazu. Komisch finde ich da allerdings die Lagerung der Tonwelle, die nur vom oberen Lager gehalten wird.
das war nun doch ein Flop. Habe es zwar zum Laufen gebracht, neue Riemen, alles gesäubert und gefettet. Wie oben geschrieben, 19er Geschwindigkeit geht nicht, da fehlt der Andruck des Zwischenrades. Umspulen trotz neuer Riemen sehr langsam, Wiedergabe eines mitgelieferten Bandes mit 9,5 leise und dumpf. Sind wohl die Kondensatoren? Wird also wieder als Edelschrott verkauft.
Micha
Wenn der Bandzug (...Band/Kopf-Kontakt) nicht stimmt, darf man nicht erwarten, dass eine Wiedergabe (gleich welche Geschwindigkeit...) klar und deutlich ist. Des weiteren: neben Kondensatoren altern in Innern auch Trimmpotis. Ab einem bestimmten Alter/Abnutzungsgrad/Pflegezustand (= Lagerungsbedingungen) gibt es eben eine Reihe von Fehlerursachen. (...das ist bei eigentlich allen Geräten so). In den selteneren Fällen liegt es bei diesen Maschinchen an der Capstanrolle, deren Zustand sich im Übrigen noch recht einfach prüfen lässt.
Gruß
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
ich vermute auch, daß das alte Band hinüber ist, macht auch extremen Abrieb an den Bandführungen. Im Allgemeinen bin ich enttäuscht von SONY, alles ausgeklappert und wacklig. Das bringt nichts mehr
(27.05.2025, 07:55)micha-uhl schrieb: Im Allgemeinen bin ich enttäuscht von SONY, alles ausgeklappert und wacklig.
Dir ist schon klar, dass es sich um ein mehr als 40 Jahre altes gebrauchtes Gerät handelt?
Kein Hersteller dieser Welt ist davon ausgegangen, dass seine Geräte nach so einer Zeit noch in Betrieb sind.
Außerdem handelt es sich bei der TC399 um eine klassische Consumer-Maschine und keine Studiomaschine.
Wie damit in den letzten Jahrzehnten umgegangen wurde, weißt Du auch nicht.
Wenn man heute noch mit so alter gebrauchter Technik arbeiten möchte, muss man Abstriche und Arbeit in Kauf nehmen.
Dieses allgegenwärtige Gemecker über die Geräte, ihre Schwachstellen und Defekte kann ich einfach nicht nachvollziehen.