Uher tönende Erinnerungen Hannover Messe 1960
#1
Hallo zusammen,

eventuell für manche hier interessant ist dieses Band von 1960, das am Uher-Stand auf der Hannover-Messe 1960 aufgenommen wurde, sogar ein liebevoll gemachtes Uher-Logo ist auf der Spule:

Ist ganz interessant, dort mal herein zu hören und ein paar Eindrücke zu bekommen, habe es vorhin digitalisiert
Revox: Modell 36 (A36), F36, A77, A77 High Speed, B77
Uher: Royal de Luxe, Variocord 263, Report 4400 Stereo IC, Report 4400 Stereo, Report 4200 Stereo IC, Report 4200 Stereo, Report 4000-L
Grundig: TK23L, TK145, TS320, TK8

Saba: TG-564
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#2
Ich finde den Inhalt außerordentlich interessant und amüsant.

Da erfährt man doch das Japan schon 1960 auf dem optischen Gebiet der größte Konkurrent der (west)deutschen Industrie war.
Tja und ein paar Jahre später steht Nikkor oder Takumar auf vielen hier in Deutschland verkauften Kameraobjektiven dauf.
Bei Radios und Tonbandgeräten ist die Rede noch von Grundig, Telefunken und Co, da waren die Japaner noch nicht präsent.

Ansonsten staune ich über die gute Tonqualität der 60 Jahre alten Aufnahme, vielen Dank für den Beitrag.

Gruß, Jan
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#3
Kennt Ihr die Bandaufnahme hier?

Gruß, Anselm
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#4
Ich fand’s auch grad total spannend. Was für eine lockere Sprache aber auch. Oft wirken so alte Aufnahmen ja total realitätsfremd (völlig altbackene Wortwahl und Rhetorik), den Eindruck hab ich hier aber gar nicht. So wie die Herren miteinander reden, könnte das genau so gut vor einer Stunde aufgenommen sein. Ich bin ebenfalls über die gute Qualität beeindruckt.

LG Tobi
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#5
Ein schönes Zeitdokument. Ich hatte einige Jahre später auch zwei solche kleinen 8 cm-Werbebänder auf der Messe ergattert. Auf einem habe ich das Telefunken TD 30 automatic getestet, ein Mikrofon für die M300-Reihe, dass eine eingebaute Pegelautomatik besaß, und woher das andere stammte, weiß ich nicht mehr. "Natürlich" habe ich nach kurzer Zeit beide Bänder gelöscht und anderen Zwecken zugeführt.  Angry

Aber der Mensch auf dem verlinkten Video hat recht: man musste sich auf dem Messegelände in der Tat konkrete Ziele suchen, sonst wurde man von der Vielfalt der Stände erschlagen und außer müden Füßen brachte man nicht viel Erwähnenswertes nach Hause!
Bei mir und meinem Freund Helmut waren das immer die Hallen mit der Unterhaltungselektronik und die Optikhalle, dort vor allem die Stände der DDR-Hersteller wie Pentacon oder Zeiss Jena. Wir hatten nämlich beide eine Praktica in Benutzung...

Obligatorisch war auch immer ein Besuch beim Messestudio des NDR, der von dort aus seit 1967 während der Messe ein lockeres Programm sendete. Man konnte dem Moderator und dem Tontechniker durch die (meist offenen) Fenster über die Schulter sehen! Das war natürlich besonders interessant. Anfang der 1970er sind wir sogar mal von Giselher Schaar interviewt worden, der wissen wollte, was uns als Abiturienten denn besonders interessiert. Ich weiß noch, dass dabei auch die seinerzeit noch junge Taschenrechnertechnik erwähnt wurde. Ein wissenschaftlicher Rechner von HP mit rotem LED-Display kostete damals um die 250,- DM!

Ja, das sind so Erinnerungen....

LG
Holgi
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#6
Hallo Holger!

OT ein>

Zitat: "Ein wissenschaftlicher Rechner von HP mit rotem LED-Display kostete damals um die 250,- DM!"

Fehlt da nicht eine "0"?

Ich weiß, daß 1972 ein HP35 deutlich mehr als 2000DM kostete. Selbst ein Texas Instr. Rechner, der nur
die Grundrecharten und Wurzel-/Quadratrechnen konnte, kostete stolze 700DM.
Unser Prof. für theoretische Elektrotechnik hat uns den HP35 vorgeführt. Wir standen andächtig darum
herum.
Bei uns waren noch Rechenschieber (Aristo log) und Logarithmus-Tabellenbuch angesagt. Erst 2 Jahre
später konnte ich mir den HP25 leisten (kostete etwa 600DM, so ich erinnere).

<OT aus

Gruß
Wolfgang
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#7
Zu den Preisen von den Anfängen,

noch etwas früher zahlte ein Freund von mir, der damals als Flugingenieur in einem Lufthansa-Atlantikflieger Dienst tat, für einen Taschenrechner mit kleinen roten "Drahtlampen (mit Segmenten)", der ausschließlich die Grundrechenarten !!! konnte, die stolze Summe von 3 500 DM. Das Teil war von der Fläche her nicht größer, als ein Smartphone aber ca. 3-4 cm hoch. 
Mein Freund konnte den kleinen Rechner so gut gebrauchen, daß er den Preis akzeptieren konnte. Es war für ihn ein Werkzeug und mit den Steuervorteilen dann auch nicht ganz so teuer.

Mit den besten Grüßen

Manfred
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#8
Wahrscheinlich habt ihr recht mit den Taschenrechnerpreisen. Ist eben schon sehr lange her...  Rolleyes
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#9
HP 35 ?

Ich habe sogar so einen noch in meinem privaten "Taschenrechner-Museum" liegen!
Und? Ja, er funktioniert tatsächlich noch! Erworben habe ich ihn allerdings auf einem Flohmarkt vor ca. 15 Jahren nach zähen Verhandlungen für ca. 5 Euro.

Gruß Bernd

Bestand: HP 35 - HP 31E - HP 45 - HP 97 - HP 41C - HP 11C - HP 28S - HP10B - HP 200LX - HP 48SX

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#10
Hallo"

OT-Nachtrag:

Der erwähnte Texas Instruments Taschenrechner ist der SR-10.

Nach meinem HP-25 muß ich erst fahnden. Er liegt leider nicht
dort, wo ich ihn vermutete. Schlamperei!

Gruß
Wolfgang
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#11
Ich habe zwar kein privates Taschenrechnermuseum, aber ich nutze noch sehr oft einen Casio SL-770 "Film Card", den ich beim Einzug in unsere jetzige Wohnung bei Karstadt gekauft habe. Das war 1986. Der kleine Rechner, der außer den Grundrechenarten auch Wurzel- und Prozentrechnung beherrscht, ist genauso groß wie eine Kreditkarte (86 × 54 mm) und 2 mm dick. Er wird nur durch vier Solarzellen mit Strom versorgt (kein Pufferakku) und funktioniert noch wie am ersten Tag.
Das Licht im Hintergrund des Zimmers reicht für den Betrieb vollkommen aus. Selbst die Folientasten ohne Knackpunkt zeigen keinerlei Ermüdungserscheinungen.
Ob damals die Qualität solcher Geräte doch noch besser war?...

   

Eigentlich ging es hier um ein Werbetonband von der Hannover-Messe. Schlimm, immer dieses Abgleiten ins OT! Confused Wink
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