06.02.2021, 09:40
Moinsen,
in diesem Zusammenhang habe ich vor einiger Zeit einen Fernsehbeitrag gesehen. Dort ging es um solche Retouren, die - wie Timo schon schrieb- erst auf Funktion überprüft werden müssen (...was bei einem Messgerät ungleich aufwändiger ist, als bei einem Haartrockner. Das sollte man nicht vergessen.). Wenn deren Wert unter einem gewissen Betrag liegt (...dieser wurde allerdings nicht erwähnt) wandern sie direkt hier in der BRD auf dem Müllplatz. Gezeigt wurden LKWs, die voll beladen mit neuen Kaffeemaschinen, Kleingeräten und so weiter diese an einer Müllhalde abkippten. Ich denke nicht, dass das "die Chinesen" bezahlen, sondern dass diese Vorgehensweise in die hiesigen Verkaufserlöse mit eingepreist wird, solange das noch im überschaubaren Rahmen bleibt. Bei einem Einkaufspreis von vielleicht gerade mal 20-30 Euro für ein solches Messgerät (mehr durfte es in China ab Werksrampe nicht kosten, wenn es zuzüglich Transport und Distribution für 130,- angeboten wird...) ist diese Form der "Rückabwicklung" von vornherein mit eingepreist.
Geräte, bei denen der Prüfaufwand noch in einem gesunden Verhältnis zum Verkaufserlös steht, drehen ja auch bekanntermaßen als "B-Ware" noch mal eine Runde durch die Verkaufsplattformen. Aber das wird sich eben bei dem Messgerät nicht lohnen. Der Distributor wird das vernichtete, oder in diesem Fall verschenkte, Gerät möglicherweise auch noch von den Steuern absetzen können (unseren bundesrepublikanischen Steuergesetzen sei Dank...)
Aber solange der "Bundesmichel" seine AAA+ Elektrogeräte auf politisches Geheiß hin kauft, um "die Umwelt zu schonen", ist die Seele ja beruhigt. (Entschuldigt an dieser Stelle diese Bemerkung, die ja nichts mit dem hier beschriebenen Vorfall zu tun hat, schließlich ist das Messgerät ja wenigstens nicht verschrottet worden. Aber der weitere Zusammenhang mit der grundsätzlichen Verfahrensweise, die zu solchen "ökologischen Meisterleistungen" führt, ist ja durchaus gegeben. Wobei man zugeben muss: Geräte zurück an ihren Ursprungsort zu transportieren, ist bei einer Produktion auf der anderen Seite des Globus ebenso schwachsinnig. Vielleicht wäre es intelligenter, solche Geräte an Repaircafes zu spenden, die diese Dinge dann nach vollzogener Prüfung/Instandsetzung für einen Kostenbeitrag an Bedürftige weiter geben. Aber dem stehen dann unsere Produkthaftungsgesetze im Wege. Und spätestens hier schliesst sich dann der Kreis. Zu viele Gesetzte und Bestimmungen, die sich gegenseitig irgendwann im Wege stehen und am sinnvollen Handeln hindern. Sorry noch mal für den Exkurs...)
Gruß
in diesem Zusammenhang habe ich vor einiger Zeit einen Fernsehbeitrag gesehen. Dort ging es um solche Retouren, die - wie Timo schon schrieb- erst auf Funktion überprüft werden müssen (...was bei einem Messgerät ungleich aufwändiger ist, als bei einem Haartrockner. Das sollte man nicht vergessen.). Wenn deren Wert unter einem gewissen Betrag liegt (...dieser wurde allerdings nicht erwähnt) wandern sie direkt hier in der BRD auf dem Müllplatz. Gezeigt wurden LKWs, die voll beladen mit neuen Kaffeemaschinen, Kleingeräten und so weiter diese an einer Müllhalde abkippten. Ich denke nicht, dass das "die Chinesen" bezahlen, sondern dass diese Vorgehensweise in die hiesigen Verkaufserlöse mit eingepreist wird, solange das noch im überschaubaren Rahmen bleibt. Bei einem Einkaufspreis von vielleicht gerade mal 20-30 Euro für ein solches Messgerät (mehr durfte es in China ab Werksrampe nicht kosten, wenn es zuzüglich Transport und Distribution für 130,- angeboten wird...) ist diese Form der "Rückabwicklung" von vornherein mit eingepreist.
Geräte, bei denen der Prüfaufwand noch in einem gesunden Verhältnis zum Verkaufserlös steht, drehen ja auch bekanntermaßen als "B-Ware" noch mal eine Runde durch die Verkaufsplattformen. Aber das wird sich eben bei dem Messgerät nicht lohnen. Der Distributor wird das vernichtete, oder in diesem Fall verschenkte, Gerät möglicherweise auch noch von den Steuern absetzen können (unseren bundesrepublikanischen Steuergesetzen sei Dank...)
Aber solange der "Bundesmichel" seine AAA+ Elektrogeräte auf politisches Geheiß hin kauft, um "die Umwelt zu schonen", ist die Seele ja beruhigt. (Entschuldigt an dieser Stelle diese Bemerkung, die ja nichts mit dem hier beschriebenen Vorfall zu tun hat, schließlich ist das Messgerät ja wenigstens nicht verschrottet worden. Aber der weitere Zusammenhang mit der grundsätzlichen Verfahrensweise, die zu solchen "ökologischen Meisterleistungen" führt, ist ja durchaus gegeben. Wobei man zugeben muss: Geräte zurück an ihren Ursprungsort zu transportieren, ist bei einer Produktion auf der anderen Seite des Globus ebenso schwachsinnig. Vielleicht wäre es intelligenter, solche Geräte an Repaircafes zu spenden, die diese Dinge dann nach vollzogener Prüfung/Instandsetzung für einen Kostenbeitrag an Bedürftige weiter geben. Aber dem stehen dann unsere Produkthaftungsgesetze im Wege. Und spätestens hier schliesst sich dann der Kreis. Zu viele Gesetzte und Bestimmungen, die sich gegenseitig irgendwann im Wege stehen und am sinnvollen Handeln hindern. Sorry noch mal für den Exkurs...)
Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)
