06.02.2021, 17:37
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.02.2021, 08:48 von Ferrograph.)
Neuer Tag neues Glück.
Ich habe heute noch einmal komplett den Magneten und den Anker demontiert.
Dabei fiel mir auf, daß der Anker unten konisch geformt ist.
Auch die Bohrung in der Spule ist unten konisch gearbeitet.
Wahrscheinlich war unter dem Ankerkonus ursprünglich ein kleines elastisches Dämpfungsstück angebracht. Das sollte verhindern daß der Anker bei Anzug mit voller Wucht unten in der Bohrung aufschlägt.
Im Laufe der Jahre hat sich dieses Teil aufgelöst.
Das Resultat war daß der Anker ungebremst auf den Spulenboden aufschlägt.
Im Laufe der Jahre hatte sich dadurch am Konus ein Grat gebildet welcher sich nun ganz leicht im konischen Spulenboden verharkte.
Der Fehler, daß der Bremslüftmagnet aus dem Spulen nicht auslöste hatte dann auch noch zusätzlich einen hinterhältigen elektrischen Grund:
Das Netzteil des TG1000 ist ziemlich weich, d.h. hat einen strombegrenzenden Widerstand, eventuell in der verwendeten Graetzbrücke mit dem folgenden Ladeelko begründet.
In der Wiedergabefunktion werden über den gleichen Strompfad sowohl Andruck- und Bremslüftmagnet erregt.
Durch das weiche Netzteil verringert sich hier der maximale Anzugstrom und der Bremslüftmagnet schlägt nicht bis zum ungebremsten Anschlag durch sondern wird weicher in den Magneten gezogen. Dadurch verharkte sich der Anker nicht und bei Stop aus der Wiedergabe fielen die Bremsen ein.
Beim Spulen zieht nur der Bremslüftmagnet und kann dann den maximalen Anzugstrom für sich beanspruchen, mit dem Resultat daß der sich leicht verharkt…
Zur Fehlerbeseitigung habe ich nun den ganz feinen Grat am Anker entfernt und zusätzlich in den Spulenboden etwas Dämmfilz als Anschlag eingebracht.
Jetzt funktioniert alles so wie es soll.
Bei anderen TG1000 Modellen wurde dieser Fehler werksseitig verhindert, am Anker wurde ein Einzugsanschlag mittels Sprengring eingebaut.
Gruß, Jan
Ich habe heute noch einmal komplett den Magneten und den Anker demontiert.
Dabei fiel mir auf, daß der Anker unten konisch geformt ist.
Auch die Bohrung in der Spule ist unten konisch gearbeitet.
Wahrscheinlich war unter dem Ankerkonus ursprünglich ein kleines elastisches Dämpfungsstück angebracht. Das sollte verhindern daß der Anker bei Anzug mit voller Wucht unten in der Bohrung aufschlägt.
Im Laufe der Jahre hat sich dieses Teil aufgelöst.
Das Resultat war daß der Anker ungebremst auf den Spulenboden aufschlägt.
Im Laufe der Jahre hatte sich dadurch am Konus ein Grat gebildet welcher sich nun ganz leicht im konischen Spulenboden verharkte.
Der Fehler, daß der Bremslüftmagnet aus dem Spulen nicht auslöste hatte dann auch noch zusätzlich einen hinterhältigen elektrischen Grund:
Das Netzteil des TG1000 ist ziemlich weich, d.h. hat einen strombegrenzenden Widerstand, eventuell in der verwendeten Graetzbrücke mit dem folgenden Ladeelko begründet.
In der Wiedergabefunktion werden über den gleichen Strompfad sowohl Andruck- und Bremslüftmagnet erregt.
Durch das weiche Netzteil verringert sich hier der maximale Anzugstrom und der Bremslüftmagnet schlägt nicht bis zum ungebremsten Anschlag durch sondern wird weicher in den Magneten gezogen. Dadurch verharkte sich der Anker nicht und bei Stop aus der Wiedergabe fielen die Bremsen ein.
Beim Spulen zieht nur der Bremslüftmagnet und kann dann den maximalen Anzugstrom für sich beanspruchen, mit dem Resultat daß der sich leicht verharkt…
Zur Fehlerbeseitigung habe ich nun den ganz feinen Grat am Anker entfernt und zusätzlich in den Spulenboden etwas Dämmfilz als Anschlag eingebracht.
Jetzt funktioniert alles so wie es soll.
Bei anderen TG1000 Modellen wurde dieser Fehler werksseitig verhindert, am Anker wurde ein Einzugsanschlag mittels Sprengring eingebaut.
Gruß, Jan
