Flac-Datei automatischen einzelne Tracks aufteilen
#1
Guten Morgen vom kleinen Dorf am Niederrhein,

zwar hatte damals das Captain Hollywood Projekt sein Tonstudio in unserem Kaff, aber das hilft mir 1800 Meter Luftlinie nicht weiter bei meinen Aufgaben/meinem Vorhaben. Und die sind, wie folgt:

Da meine Tonbandmaschinen nun einwandfrei laufen, habe ich angefangen meine Tonbänder via Mixer + Digitalwandler + Audacity zu digitalisieren = Pro Bandseite eine große Flac-Datei. 
Das würde ja helfen, wenn ich die Datei wieder 1:1 auf ein anderes, besseres Band spielen würde.
Favorisieren würde ich allerdings das automatische Aufteilen in einzelne Tracks. Die Titel und Interpreten bekomme ich mit meiner eigenen Gedächtnissoftware hubzam ja noch hin.

Passende Software für das Auftrennen von flac in tracks habe ich noch nicht gefunden. Für MP3 ist das kein Problem, aber dafür sind meine Ohren noch zu gut.

Vielleicht hat ja jemand von Euch das gleiche Problem mit den Flac-Dateien gehabt und gelöst; kann mir also einen Tip geben.

Nette Grüße und schon mal Danke
Hubert
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#2
moin moin,

einen " automaten " für flacs zum splitten kenne ich auch nicht, da bleibt die möglichkeit die datei in audacity zu laden und dann per hand zu schneiden.
man kann sich reinzoomen und findet so den passenden schnittpunkt.
dauert zwar länger, ist aber sauberer.
für ein automatisches schneiden bräuchtest du ein cuesheet, das hast du aber nicht wegen selbstdigitalisierung.

cu reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#3
Seid ihr sicher, daß mp3-Files wirklich auf codiertem Niveau gesplittet werden ?
Meine Vermutung wäre, daß decodiert wird, Pausen-Erkennung durchgeführt, geschnitten und neu zu mp3 codiert wird.
Grund: Das Erkennen des momentanen Pegels erfordert Decodierung. Den kann man den mp3-Daten nicht ansehen.
In dieser Interpretation wird das Schneiden sozusagen auf wav-File Niveau durchgeführt.
Das kann man natürlich genauso bei flac-Dateien machen.
Der allgemeine Ansatz wäre daher ein wav-Splitter, den es geben muss und den man zur Not auch selbst schreiben kann.
Dann kann man auch gleich die erste flac-Codierung weglassen und erst nach dem Splitten des wav-files durchführen.

MfG Kai
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#4
ein splitter der auf pegel reagiert kann dir aber das ganze file in sinnlosigkeiten zerhacken, es muss zb. nur eine kurze pause im titel sein und schon hast du " 2 " titel.

reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#5
Hallo

ich habe meine digitalisierten Bandaufnahmen zwar nicht in einzelne Files geteilt, benutze aber Embedded-CUE-Sheets in Foobar2k zum Abspielen. Letzendlich bleibt es aber ein händiges Feststellen der Startpunkte (Index) der einzelnen Stücke. Aus Gewohnheit nehme ich dazu EAC. Hat man Titel und die jeweilige Startzeit, kann man mit einem einfachen Text-Editor ein CUE-Sheet erstellen. Die Syntax ist recht simpel. Den CUE-Sheet-File kann man dann entweder zum automatischen Splitten in EAC oder Foobar verwenden oder wie gesagt als Embedded-CUE-Sheet zum Anfahren der einzelnen Titel.

Hier mal ein Beispiel:

PERFORMER "Various Artists"
TITLE ""
FILE "Z:\AUDIO\RECORDS-REE\REE-9-2701-13-01\Various-[Sampler-1000].wav" WAVE
    TRACK 01 AUDIO
        TITLE "There Is no Way Out of Here"
        PERFORMER "Gillmore, David"
        INDEX 01 00:00:00
    TRACK 02 AUDIO
        TITLE "Davys on the  Road Again"
        PERFORMER "Manfred Mans Earth Band"
        INDEX 01 04:54:30

Hier gibt es einen kostenlosen Editor und eine Beschreibung der Syntax  http://bitje.de/cued/Doc/main.pl?Lang=de

Grüsse

Frank

Uups. ich weiß ncht ob EAC .flac mit Cue-Sheets splitten kann, sonst müsste man in .wav umwandeln
A77 MKIV-2-Spur, B77 MKII-4-Spur
PR99 MKII, B710-MKII
AKAI-GX 265D
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#6
@Reginald:
Da hast du sicher recht. Man kann aber fälschlich aufgeteilte Tracks im nachhinein wieder zusammenfügen.

Ich möchte mein eigenes Geschreibsel von vorhin teilweise widerrufen:
Richtig ist, daß man mp3 blockweise decodieren muß, um Pegel zu erkennen.
Nicht richtig ist, daß nach Schnitt neu codiert werden muß.
Man kann wie mp3DirectCut bei der "Normalisierung" vorgehen und nach Erkennen eines Blocks als vermutliche Track-Grenze dort auf mp3-Block-Niveau schneiden. Das enthält natürlich ein kleines Risiko, wenn die Grenze/Pause kürzer ist als ein mp3-Block zeitlich (~1/75 s) oder mittendrin beginnt oder endet. Außerdem können die Daten eines mp3-Blocks tatsächlich sich einige Blöcke weiter vorn in anderen Blöcken befinden. Dann führt ein Schnitt uU zu hörbaren Artefakten.

Quintessenz bleibt aber, daß man decodieren muß, um aufgrund eines Pegel-Kriteriums schneiden zu können. Dann kann man das auch auf wav-Niveau tun und hinterher die Daten-Kompression anwenden.

MfG Kai
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#7
Hallo,

ich würde das tatsächlich direkt in Audacity erledigen, wenn Du das sowieso schon zum Digitalisieren verwendet hast:

An den Schnittstellen zwischen zwei Files eine Textmarke setzen - und dann mit "Mehrere Dateien exportieren..." alle in einem Rutsch speichern, jeweils an den Marken getrennt. Dabei kann man auch die Namen der Textmarken als Dateinamen verwenden lassen. Das finde ich viel bequemer als jedesmal einen Bereich zu markieren und zu exportieren.

Auch beim Mastern von CDs (ja, das kommt noch vor) benutze ich die Audacity-Textmarken, exportiere sie in eine Datei und konvertiere diese mit einem Skript ins passende .toc-Format für cdrdao. Bei Interesse poste ich gerne auch den Code. Den Ton exportiere ich in diesem Fall in einer einzelnen, langen Datei.

Und nicht zuletzt - Audacity kann auch mit dem "Silence Finder..." aus dem Menu "Analyse" diese Textmarken halbautomatisch vorbereiten:

   

Mit diesen Einstellungen habe ich im abgebildeten Beispiel diese Textmarken erhalten:

   

In diesem Fall geht es fast schneller, die Marken von Hand zu setzen - aber bei mehreren Stunden Aufnahme kann das schon helfen, wenn man noch etwas nachputzt.

Viele Grüße
Andreas
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#8
Ich nehme die Gelegenheit mal wahr, auf ein Ärgernis im Zusammenhang mit Track-Split-Marken hinzuweisen:
Ich höre viel Internet-Radio mit meiner bevorzugten Musik-Art.
Darunter sind viele Live-Aufnahmen aus Konzert-Mitschnitten.
Die Internet-Radios spielen ihren Musik-Vorrat mittels "Randomizer" ab, damit nicht immer die gleichen Stücke hintereinander kommen. Folglich werden aus einem Live-Konzert auch meist nur einzelne Tracks gespielt.
Da wird also zB eine tolle Aufnahme gespielt, dann kommt begeisterter Beifall, der Künstler bedankt sich, plaudert eventuell ein bischen und kündigt dann das nächste Stück an, das er nun spielen wird. Dann schaltet das Programm auf das nächste Stück in der Playlist um, meist von einem andern Künstler, ohne jeden Zusammenhang mit der gerade noch gehörten Ankündigung.
Das kommt daher, daß auf den Original-Datenträgern (zB CDs) nur Track-Marken für die Anfänge der einzelnen Stücke vorhanden sind, um sie zum einzelnen Anhören anspringen zu können. Das Abspielen des Restes nach Ende eines Stückes ("meinswegen" inkl. Beifall) macht jedoch in einem randomisierten Internet-Radio-Programm keinen Sinn, sondern irritiert nur.
Für solche Zwecke werden zusätzliche End-Marken benötigt.

MfG Kai
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#9
Hallo Kai,

auf der CD kannst Du ein ähnliches Verhalten mit einer Pre-gap erreichen, wo der Index 1 nicht am Anfang des Tracks beginnt, sondern erst dahinter. Beim Anspringen des Tracks beginnt ein Player bei Index 1, beim kontinuierlichen Abspielen schon beim Index 0. Dort kannst Du das Gelaber unterbringen...

Details stehen auf der manpage von cdrdao, man braucht eine Zeile "START" mit Zeitangabe im toc-File. Ausprobiert habe ich es aber noch nicht. Meine Lieblingsmusik besteht meist aus zusammenhängenden Werken oder Titeln, die eine ganze Plattenseite dauern - wo sich Randomisieren irgendwie nicht anbietet.

Sorry - ziemlich off topic... Kai hat angefangen Wink

Viele Grüße
Andreas
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#10
Kreativität ist undiszipliniert...
aber so off-topic finde ich das gar nicht.

Ich glaube nicht, daß Internet-Radios danach gehen, "ob sich randomisieren anbietet".
Es wird gemacht, damit man nicht so schnell merkt, wie begrenzt der Musik-Vorrat ist.

Es gibt bestimmt irgendwelche Sites, wo auch die "geilsten" Opern-Arien randomisiert abgespielt werden...

MfG Kai
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#11
Hallo Zusammen,

ja vielen Dank für die vielen Informationen. Ich habe mal eine Flac-Datei (80er Jahre Britpop) wieder in WAVE "zurückverwandelt" und mittels Audacity und dem eingebauten Silencefinder in einzelne Stücke geteilt. Das ging ganz gut, bisschen Ausprobieren mit Dezibel. Eine Aufnahme von Moody Blues (In search of the lost chord)war dagegen der blanke Horror; 25 Pausen

Also: Von Analog auf Digital erfordert jede Menge manuelle Arbeit. MP3 lassen sich mit einem anderen Programm gut teilen, aber MP3 ist eher was fürs Auto.

Ich hätte wahrscheinlich schon die Tracks im Audacityprojekt vor dem umformen in Flac auslesen lassen müssen. Das Programm als solches ist klasse, dazu noch kostenlos.

Für ein besseres Programm im Bezug auf das Teilen von Flacs bin ich durchaus bereit Geld zu zahlen, es geht ja nicht um Aufnahmen aus dem Mutantenstadl. Ich habe leider die Cubase CD von Steinberg mitsamt Code entsorgt, sonst hätte ich es mal ausprobiert, ob mir diese Software bei meinen Aufgaben hilft.

Auch wenn ich in der Coronazeit mangels normaler Anzahl an echten Sozialkontakten mehr Zeit als früher übrig habe: Es ist schön, die alten Bänder nochmal zu hören, aber das Suchen nach Pausen ist einfach unkomfortabel. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang daran, dass ich 1990 mal ein Blaupunkt Bremen SQR 49 (oder so) hatte, welches Titel für Titel vorspulen konnte und das hat ka auch nur nach Pausen gesucht, ganz analog.

Ich probiere derweil nochmal etwas rum, auf irgendeinem Mac ist noch Garage Band, vielleicht kann das ja was.

Aber Danke für Eure Tipps und vielleicht habt Ihr ja noch mehr für mich.

Liebe Grüße
Hubert
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#12
Hallo Hubert,
"Das ging ganz gut, bisschen Ausprobieren mit Dezibel. Eine Aufnahme von Moody Blues (In search of the lost chord)war dagegen der blanke Horror; 25 Pausen"
Du mußt für die jeweilige Musik-Art die günstigste Kombination von "Dezibel"= Schwelle und (Mindest-)Dauer der Pause ausprobieren. Mehr hat der alte Blaupunkt sicher auch nicht als Kriterien verwendet.
Dabei spielt es eine große Rolle, wie sehr die Musik-Aufnahme dynamik-komprimiert ist und wieviel Nebengeräusch in den Pausen noch vorhanden ist.
Ich habe es eben mal auf einen Konzert-Mitschnitt von gestern abend (DLF: Kai Strauss Blues Allstars auf dem Lahnstein-Festival) ausprobiert. Die Schwelle mußte in die Gegend von um 14 dB, die Pause war mit 1 s zu kurz und bei über 2 s schon zu lang. Da fehlten sicher noch Trennungen und andererseits waren an mehreren Stellen statt einer gleich mehrere Marken gesetzt. Das erfordert dann Nacharbeit. Man muß bei sowas immer aufpassen, daß man sich Teile der Musik nicht öfter anhören muß, als "genehm" ist.

MfG Kai
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#13
Hallo

hier mal ein Screenshot vom EAC-Tool:

[Bild: 3BwAAAADw7B+sYg5wMv87PwAAAABJRU5ErkJggg==]

Gegenüber Audacity finde ich hier die zum Teilen notwendigen Funktionen übersichtlicher angeordnet um sofort im Zugriff. Brauche ca. 20min für ein Lifekonzert mit 90 min Länge um die Übergänge zu finden, dann nochmal 10 min um das CUE-File zu erstellen.
Ja es ist viel Arbeit, denn dann muß man ja auch noch die anderen Tags nachtragen.
Als ich meine 50 Bänder digitalisiert habe, habe ich mir Excel-Tabellen erstellt und ein VBA-Programm, was zunächst das Cue-File erstellt, und dann einen Batch-Datei mit der Kommandozeile für flac.exe zum Umwandeln mit Embedded CUE-Sheet und dann die Kommandozeile für tag.exe, um die restlichen Tags einzutragen sowie das Coverbild. Damit konnte ich dann quasi den ganzen Bestand an wav's in einem Rutsch in flac wandeln und taggen.
Da kannte ich aber die Möglichkeiten von Foobar noch nicht so genau, Ich glaube, da ist man schneller, wenn man den Prog.-Aufwand hinzurechnet.

Grüsse

Frank

PS: EAC ist kostenlos, eigentlich ein RIP-Tool
A77 MKIV-2-Spur, B77 MKII-4-Spur
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#14
Hallo Hubert,

(16.01.2021, 13:52)hubert schrieb: Ich habe mal eine Flac-Datei (80er Jahre Britpop) wieder in WAVE "zurückverwandelt" und mittels Audacity und dem eingebauten Silencefinder in einzelne Stücke geteilt.

hm, Audacity kann doch flac lesen - warum musst Du es dann zuerst umwandeln?

(16.01.2021, 13:52)hubert schrieb: Ich hätte wahrscheinlich schon die Tracks im Audacityprojekt vor dem umformen in Flac auslesen lassen müssen.

Hattest Du ursprünglich mehr als eine lange Audiodatei, z.B. mehrere kurze Dateien? Dann ist es natürlich extrem sinnvoll, diese Information nicht zu verwerfen, sondern z.B. als Textmarken zu exportieren.

Falls nicht - es macht überhaupt keinen Unterschied, wie oft Du in flac speicherst und wieder liest - denn flac ist ja verlustfrei, anders als mp3. Bei letzterem addieren sich die Verluste durch De- und Encoding, wenn man irgendwo anders als an den Blockgrenzen schneidet - deswegen gibt es ja spezialisierte Tools dafür. Bei Verlustfreien Formaten gibt es diese Schwierigkeiten nicht - also ganz egal ob flac oder wav.

(16.01.2021, 13:52)hubert schrieb: ein besseres Programm im Bezug auf das Teilen von Flacs

Im Kontext meines letzten Satzes wird mir gerade unklar, wo das Problem für Dich ist: Scheinbar verlustfreies Teilen an Blockgrenzen? Das Problem existiert nur bei Formaten wie mp3. Oder das Suchen der Richtigen Zeitpunkte zum Teilen? Dann habe ich bisher auch keine bessere Antwort...

Viele Grüße
Andreas
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#15
Hallo Andreas,

vielleicht mache ich ja etwas falsch, bzw. sehe es nicht. Audacity kann Flac lesen, ich kann auch eine Flac-Datei einlesen, jedoch sehe ich keine grafische Darstellung der Musik (und ohne die kann ich die Vorschläge des Programms, Stille zu finden, nicht sehen und nacharbeiten.
Wenn ich die in Audacity wieder in WAV verwandele, dann sehe ich die Grafik. Vielleicht mache ich ja hier was falsch.

MP3 kommt für mich nur im Auto in Frage. MP3 kann man ja auch durch MP3 directcut perfekt automatisch in einzelne Tracks teilen. 

Hilft nix: Ich setze wieder den Xenyx-Mixer und das Steinberg UR22MKII an das Akai und nehme via Audacity auf dem Windows Lappy auf.
Dann versuche ich die Tracks zu trennen bevor ich nach Flac wandele.

Schönen Nachmittag noch
Hubert
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#16
Hallo Hubert,

(16.01.2021, 17:25)hubert schrieb: vielleicht mache ich ja etwas falsch, bzw. sehe es nicht. Audacity kann Flac lesen, ich kann auch eine Flac-Datei einlesen, jedoch sehe ich keine grafische Darstellung der Musik (und ohne die kann ich die Vorschläge des Programms, Stille zu finden, nicht sehen und nacharbeiten.
Wenn ich die in Audacity wieder in WAV verwandele, dann sehe ich die Grafik. Vielleicht mache ich ja hier was falsch.

ich glaube, da machst nicht Du was falsch - sondern irgendwas in Deiner Audacity-Installation funktioniert nicht, wie es soll. Nach dem Importieren sollte der Ton nicht anders aussehen als nach dem Öffnen irgendeiner anderen Datei, z.B. wav.

Vielleicht hilft ja ein Update, oder eine Neuinstallation? Kommt aufs System an (Linux, Mac, Windows, ...).

Viele Grüße
Andreas
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#17
Ich habe noch nicht erlebt, daß Audacity die Hüllkurve eines geladene Files nicht angezeigt hat.
Bei Audacity wird übrigens zwischen Öffnen und Importieren eines Files unterschieden.
Wenn man mehr als einen File in die gleiche Instanz von Audacity laden will, muß das über Import erfolgen. Andernfalls wird eine weitere Instanz von Audacity gestartet und dorthinein der zweite File geladen.

Zitat:
"MP3 kann man ja auch durch MP3 directcut perfekt automatisch in einzelne Tracks teilen. "
Das geht prinzipiell nicht generell perfekt. Man kann aber Glück haben, daß es geht.
Das liegt daran, daß mp3 mit einem "Bitreservoir" arbeitet, daß bis zu 512 Byte lang sein kann. und sich über frühere Blöcke erstreckt. Nach einem Schnitt kann es daher passieren, daß die Daten eines Blocks ganz oder teilweise weggeschnitten wurden. Wenn das bei mittlerer bis hoher Lautstärke passiert, gibt es hörbare Störgeräusche, weil der Decoder etwas aus unvollständigen Daten zusammenbastelt. Wenn man großes Pech hat, könnte es sogar zu Exceptions kommen.
Bei aac bzw m4a oder opus gibt es dieses Problem nicht.

MfG Kai
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#18
Tach zusammen,

ich glaube, ich habe den "Fehler" gefunden.

Das letzte Audacity Projekt habe ich auf einen USB-Stick gespeichert.
Dann meinen alten Rechner angeschmissen und auf der Audacity Seite die neuste Version 2.4.2 heruntergeladen und installiert.
Neues Verzeichnis zur Dateiablage erstellt und das Projekt hineinkopiert.
Beim Öffnen erhalte ich die Meldung, das die Datei mit der Version 2.6 (?!) erstellt wäre und nach dem bearbeiten und speichern nicht mehr mit 1.2. bearbeitet werden könne. Huch!
Egal, ich öffne also in 2.4.2 und kann alles mit Hilfe von Stille finden trennen. Speichern einzelner Tracks geht auch.
Nächster Versuch: ein großes Flac vom Stick. Auch das kann eingelesen werden. Grafisch ist jetzt zwar neben dem klassischen Blau der Spuren jede Menge an roter Streifen vorhanden, aber egal. Vorher am anderen Rechner war ja nichts zu sehen. Und auch hier funzt das Aufteilen. Abspeichern tut zwar wieder als WAV, aber das kann ich ja wieder in Flac setzen.

Was soll ich sagen: Verwirrt vom, aber zu 80% zufrieden mit dem Ergebnis.

Und wenn 2.6 die Zukunft sein soll, hätte ich lieber die aktuelle 2.4.2

Angenehmen Nachmittag
Heinz
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#19
du kannst aber beim speichern das format wählen.
die roten linien deuten auf evtl. übersteuerung hin.

cu reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#20
Audacity unterscheidet nicht nur zwischen "Öffnen" und "Importieren"
sondern auch zwischen "Speichern" und "Exportieren".
Mit "Speichern" ist meist das "Projekt" gemeint.
Wenn man den Audio-File speichern oder gar in einem anderen Format speichern will, muß man "Exportieren" wählen.

Audacity hat eine Option, Übersteuerungen zu markieren. Die kann aktiviert oder deaktiviert sein.
Wenn sie aktiviert ist, wird jedes Sample mit |Wert|>1 (Full scale, bzw 32767 im 16 Bit PCM/wav-File) mit einem roten vertikalen Strich markiert.

Unterschiedliche Audacity Versionen sind auf einem Rechner nicht koexistenz-fähig. Die kommen sich gegenseitig in die Quere und höchstens eine funktioniert richtig.

MfG Kai
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