Hörfähigkeit im Alter....
#1
Hallo, Ihr Lieben,

im Rahmen der Einmeßversuche meiner A77 habe ich mal den Gleitsinus bemüht, und war relativ überrascht, daß ich ab 13kHz nix mehr gehört habe.
Ich dachte bisher, ich sei ein Silberohr, aber so bin ich ja nichtmal ein Bleiohr...

Bin 53Lenze, ist das unnormal?
LG
Mike
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#2
Nee, ich fürchte das ist zeitgemäß; zumindest für viele. Mein Gehör ist noch schlechter, dabei habe ich die 50 noch nicht erreicht. 15 Jahre Arbeit in der Disco schlagen sich doch nieder.
PhonoMax schrieb schon vor Jahren: mit dem Gehör der heute 20jährigen hätte früher niemand eine Ausbildung zum Tonmeister absolvieren dürfen.

niels
Wer kein Spur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#3
Als einseitiger (noch) Cochlea Implantat Träger, möchte ich mich mal hier mit einreihen, denn nach gut 45 Jahren Motorenschlosser in einer LKW-Werkstatt der damal. DDR, wunderte ich mich am Telefon kaum und Klingeln so gut wie gar nicht gehört zu haben, dann zum Ohrenarzt und der meinte Sie hätten schon vor 30 Jahren herkommen sollen, dann könnte man noch was machen, nun aber sei es zu spät......und genau damit möchte ich appellieren, frühzeitig an einen Gehörschutz zu denken, denn das Ohr steckt zwar vieles weg, vergisst aber leider nichts, dann aber ist es meist zu spät.
Das Cochlea Implantat beseitigt zwar die Schwerhörigkeit, die zuerst nur den Hochtonbereich betrifft, der Klang aber ist stark beengt, d.h. der Bass beginnt erst bei ca. 300Hz und die Höhen enden dann bei ca. 6-8 Khz, zuvor hörte ich bis max. 2 Khz und das schon musste sehr laut sein.
Das zweite Implantat steht mir nun bevor, ich hoffe nur, das ich nicht wieder ca. 5 Jahre Anlernzeit benötige.
M.f.G.
justus



Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M[size=8]
3002L; Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601[/size] [size=8].
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#4
Ich bin 62 und höre noch recht gut. Ungefähr bis 13 kHz.
Was aber auch kaum was aussagt.

Ich höre ständig laut bis halblaut, so 75-90 dB. 95 wären hier (bei mir oben im Analogstudio) schon Lärm.

Und egal, was ich aufnehme, kann ich immer noch so gut mastern, dass es Rezensenten in ganz D ganz toll finden. Claus Müller von der AAA meint, ich sei einer der Besten...

Hier nachzulesen:
www.tapemusic.eu/reviews

Das Ohr ist sehr anpassungsfähig, wenn es altert.

Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter www.tapemusic.eu[url=www.tapemusic.eu][/url]
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#5
ja Mike,
genau so ist das...hilft aber auch z.B. bei den Cassetten...man benötigt kein Dolby mehr Big Grin 

@ Rainer:
die Frequenzen sind ja nunmal nicht alles...auch ich kann noch gute von schlechten Aufnahmen problemlos unterscheiden, verstehe aber teils nicht mehr, was im TV gesprochen wird...was nicht an den Inhalten liegt Wink 

so ist der Gang der Zeit, man braucht aber auch nicht mehr soviel Geld in die Hand nehmen, um gut zu hören, also der Optimierungs-Drang könnte gemindert werden, bestünde nicht weiter der "Wahn", besonders tolle, wertige oder sonstwie besondere Geräte haben zu wollen.
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#6
schlecht hören kann ich gut, aber gut sehen kann ich schlecht  Confused
Gruß Ulf
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#7
... und die Zähne sind auch MK III Big Grin
Viele Grüße
Eckhard

M15A; Revox A700, B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de
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#8
Mit dem Zweiten sieht man besser, mit den Dritten isst man besser ...
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#9
...was zu einem Teil der Pflege geschuldet ist, zum anderen der genetischen Veranlagung.
Mein Vater ist jetzt 92 und hat bis auf 4 Backenzähne noch alle anderen im Mund ! Brücken oder Teilprothesen- Fehlanzeige. Dabei hatte er während der Zeit seiner Berufstätigkeit nur normale Zahnpflege betrieben, ohne größere Aufwände. Zahnseide war für ihn damals ein Fremdwort und Prophylaxe wurde erst nach der Wende akut...

Also, manchmal hat man einfach Glück, von der Natur her etwas besser ausgestattet worden zu sein. Trifft bestimmt auch in Einzelfällen auf das Gehör zu, wobei dort die Arbeitsumgebung ganz entscheidend dazu beiträgt, wie hier bereits erwähnt. Denn auf der anderen Seite ist mein Vater ohne seine beiden Hörgeräte inzwischen stocktaub. Kein Wunder, wenn man in der Jugend im Tonstudio das Spiel: "Wer hört die höchsten Frequenzen und wer kann den meisten Schalldruck aushalten" mit seinen Kollegen spielt... Angel

Grüße, Rainer
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#10
Tja ... neulich habe ich recht lange gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass ein Hochtöner hin war. Und dann, im Urlaub: "Ach wie schön die zirpen die Zikaden!" - "Welche Zikaden??"
Und: Wie schön, nach längerer Zeit mal wieder diese wunderbare Jazzaufnahme zu hören. Aber hat da nicht letztes mal noch einer ganz fein auf den Hi-Hats rumgetackert?

So gehts!

Auch dem Binse.
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#11
Ohne Hörgerät höre ich links gar nichts mehr. Rechts noch 70 %. Ist kein Stereo- Vergnügen mehr .....

Manni

.... ach  ja ... ein kräftiger Tinnitus kommt auch noch hinzu  Angry
meine Spielzeuge: Telefunken M 15, Philips N4520 und Pro12, Akai X330, ASC 5004, Revox A76,77,78,  Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, National RS790S, Teac X 10  und A4300SX, Tandberg3000x und 10 XD, Kenwood KW5066, Sony TC640A, Pioneer RT71,  Denon DP 30L, Teac TN300,  Saba 9241 T+A t160, Elac EL75 u.a.
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#12
Jedes Schlechte hat auch sein Gutes. Wie alrac schon anmerkte: man spart als Minderhörer Geld. Warum noch Geld für Boxen ausgeben, die bis 22 kHz gehen? Ich erinnere mich als ich vor zwei Jahren ebenfalls einen Gleitsinus testete und dann (als ich nichts mehr hörte) meine Frau vom ersten Stockwerk aus brüllte, ich solle das verdammte Pfeifen abstellen. Ich habe immer mal geträumt, einen Schlitzstrahler zu testen bzw. meine Boxen damit aufzurüsten. Die fangen in der Regel bei 6-8 kHz an. Da ich kaum noch die 13 kHz höre, wäre das jetzt Geld zum Fenster rausgeschmissen.

Bei meinen Großspulern bin ich auch sozusagen hellhörig geworden - und zwar beim Vergleich mit hochwertigen älteren Tapedecks aus den späten Achtzigern bzw. frühen Neunzigern. Mittelerweile glaube ich kaum noch an die generelle Überlegenheit meiner Großspuler. Wäre fast mal Zeit, die direkt gegeneinander antreten zu lassen.

Gruß
Peter
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#13
Peter, das mußt Du gar nicht, dabei kommt nur das (objektiv) bereits bekannte heraus: (sehr) gute Decks stehen insbesondere bei uns Minder-Hörbefähigten den Bandgeräten in nichts nach. Wer anderes behauptet, hört entweder noch die oben genannten Zikaden (die ich nämlich auch nicht mehr höre) oder kann auch durch Klangschalen erhebliche Klangverbesserungen nachweisen ;-)

Ja, ich weiß, theoretisch kann ein 1/2-Spur-Gerät spätestens mit 38 cm mehr als selbst ein 215 oder Dragon...ist halt alles Theorie und nicht Praxis!
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#14
Es kommt auch auf den Schalldruck an, gerade bei höheren Frequenzen.
Da wird das Gehör im Alter schlichtweg noch unempfindlicher.
Wahrscheinlich muss ich deshalb den Höhenregler jetzt mehr aufreißen als vor 30 Jahren.

Gruß, Jan
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#15
Und ich dachte, ich bin einer der wenigen tauben Nüsse und diejenigen – die dieses Hobby betreiben, sind gehörmäßig gut drauf - wenn man so liest, wie manchmal über jedes Herz und Rauschunterdrückungssysteme debattiert wird.

Ich selber:

- 1976 erstes Knalltrauma beim Schießen Armee, Gehörschutz gab es nicht.

- 10 Jahre W50-Mischfuttersattelzug gefahren, der hatte einen sehr lautes Gebläse (Ausladetechnik). Erst durch Ebay bekam ich vor wenigen Jahren, ein Werbeprospekt dieses Fahrzeuges zu Gesicht (früher nie gesehen, geschweige denn eine BDA). Dort stand drin – Geräuschpegel 105db = Gehörschutz arbeitsschutztechnisch vorgeschrieben. Die Schweine, dass hat man uns damals verschwiegen / vorenthalten und gab es auch nicht! Und wir waren jung, da sieht man das alles sowieso nicht so eng.

- Silvester 89 / 90 – Alkohol und Westfeuerwerk passt auch nicht zusammen = Knalltrauma + Tinnitus bis heute (nervend).

- Durch eine Veränderung, habe ich auch noch eine linksseitige Belüftungsstörung im Ohr, wodurch zeitweise das Hörvermögen so schlecht ist, dass es mir sogar auffällig Angst macht. Wenn das so ständig bleiben würde, gar nicht auszudenken!

Ja, was bleibt da noch, bei ca. 8 kHz wütet der Tinnitus und darüber tot. Der Fernseher brüllt, sagt meine Frau, „Mülleimer ist voll / wegbringen“ höre ich nicht mehr und ich habe 2 Hörgeräte, die ich nicht trage.

Und trotz alledem war ich in der Personenbeförderung tätig, wo man alle 2 Jahre u.a. einen Hörtest absolvieren musste, zum Glück nicht an medizinischen Geräten! Irgendwie habe ich mich da immer erfolgreich durchgemogelt.

Ich bilde mir ein, ich höre noch so gut, dass es mich recht wenig behindert. Wenn man noch den Wind rauschen hört, oder Vögel, dann kann doch noch nicht alles vorbei sein und ich komme recht gut zurecht – denke ich mir zumindest, dass scheint aber nicht der Norm zu entsprechen, sagen so einige Andere. Allerdings mit den Hörgeräten ist es erschreckend, wie laut die Welt ist und unsere mechanische Wandpendeluhr, hört sich an, wie ein Hammerwerk = geht gar nicht.

Meine Boxen sind laut allgemeiner Meinung - höhenbetont, für mich bestens geeignet und ich bilde mir ein, sogar Gefallen an guten Klang zu haben und es vor allem, auch so einigermaßen zu hören!? Und wenn ich nicht an Tinnitus erinnert werde, kann ich ihn sehr gut ausblenden, da spielt mein Kopf mit. Zum Glück, sonst würde ich mich hinter einen Zug werfen. Was ich nicht mehr kann, sind Gaststätten, oder ähnliche Ansammlungen und Getöse, das nervt und ich bekomme nichts mehr mit. Aber, geht es nicht jeden so?

Sorry, für den Roman, aber das war schon die Kurzform und danke, wie Ihr Euch eröffnet und man auch mal mitbekommt, wie taub Ihr seid. Es ist für mich höchstinteressant, ich dachte, ich bin die einzigste taube Nuss (hier).
MfG Frank
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#16
Tja, damit aber kein Missverständnis aufkommt: ich liebe meine Großspuler und nehme auch nur mit diesen auf, nicht mit den Tapedecks (dafür habe ich aber mehrere Hundert Cassetten zum Abhören).

Noch eines ist mir aufgefallen. Höhere Töne als 12/13 kHz höre ich zwar nicht mehr so. Aber an meinem Haupthörplatz habe ich das Klangregelnetzwerk deaktiviert und - vermisse nichts.

Klares Hören allezeit
Gruß
Peter
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#17
(14.01.2021, 13:25)zuendi schrieb: ... Es ist für mich höchstinteressant, ich dachte, ich bin die einzigste taube Nuss (hier).

Quatsch! Hier wird es zumindest mal offen zugegeben! Ich möchte nicht wissen, wieviele der "Goldohren" an anderer Stelle wirklich noch so goldig hören, wie prahlend... Big Grin
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#18
ich musste im nov. 2019 zum medizinischen dienst meines rententrägers zur untersuchung weil meine teil-em rente befristet war.
dabei wurde auch ein hör-test gemacht.
zuerst musste ich in eine gedämmte kabine, das hat nicht funnktioniert, mir wurde nach wenigen sekunden schlecht.
dann hat ein anderes verfahren angewandt, da bekam ich eine sonde ins ohr und das ganze lief ohne mein zutun ab.
das ergebnis sah so aus rechts beginnt der hochtonabfall bei ca. 13,8khz links bei 14khz.
die medizinfrauen haben das 2x wiederholt, alldieweil es nicht typisch für so'ne alte kalkleiste wie mich.
das habe ich von meiner mutter geerbt.
meine frau sagt immer: du hörst das gras wachsen, so ein quatsch, ich höre die graswurzeln das wasser aufschlörfen wenns regnet.

reginald :o)
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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#19
... manche haben eben Glück, andere (ich z.B.) zwei Hörgeräte. Cry
Viele Grüße
Eckhard

M15A; Revox A700, B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de
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#20
(13.01.2021, 23:15)alrac schrieb: genau so ist das...hilft aber auch z.B. bei den Cassetten...man benötigt kein Dolby mehr Big Grin

Ich nenne das meinen "biologischen" Rauschfilter. Big Grin  Ich hatte mit 59 Jahren Probleme mit Tinnitus und war deswegen in der Tinnitus Ambulanz der Berliner Charite. Dort wurde mein Gehör komplett vermessen, ich habe einen Untersuchungsbericht mit den Frequenzgangkurven meiner Ohren wie bei einem Hifi-Verstärker. Bis 10kHz ziemlich linear, aber dann geht die Kurve runter. Empfindlichkeitsunterschied rechtes/linkes Ohr 3dB, das ist meines Wissens nach der kleinste Lautheitsunterschied, den das menschliche Gehör erkennen kann. Die Ärztin sagte mir, dass mein Gehör für mein Alter ausgezeichnet sei, eine organische Ursache für den Tinnitus konnte nicht gefunden werden.

MfG, Tobias
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
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#21
Interessant ist auch, dass das menschliche Gehirn physikalische Mängel des Hörvermögens ein Stück weit "kompensiert". D. h., wenn man aus früheren Zeiten weiß, wie es klingen muss (z. B. Hochtöne) werden diese im Hörempfinden in gewissem Umfang "dazugegeben/-gedacht". Ähnlich verhält es sich mit dem Tinnitus, der auch etwas in den Hintergrund gerät. Das ist natürlich nicht bei allen Menschen gleich ausgeprägt. Ich habe dazu vor längerer Zeit mal eine Studie gelesen.

Gruß Micha
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#22
(14.01.2021, 16:39)bitbrain2101 schrieb: Bis 10kHz ziemlich linear, aber dann geht die Kurve runter. Empfindlichkeitsunterschied rechtes/linkes Ohr 3dB, das ist meines Wissens nach der kleinste Lautheitsunterschied, den das menschliche Gehör erkennen kann.

Linear ist die Ohrkurve allerdings nicht, im Bereich der oberen Mitten/unteren Höhen ist das Ohr erheblich empfindlicher, was zudem noch von der Lautstärke abhängig ist. Bei kleinen Lautstärken werden die hohen und vor allem tiefen Frequenzen vom Ohr unterbewertet. Deshalb auch die "gehörrichtige" Lautstärkeregelung an den meisten Verstärkern und Radios, mittels derer die Bässe und Höhen bei niedriger Hörlautstärke angehoben werden!

Als geringster Lautstärkeunterschied, den man gerade noch wahrnimmt, gilt übrigens 1 dB. Das kann man auch leicht selbst testen, wenn man über einen entsprechenden Tongenerator oder eine App für diesen Zweck verfügt.

Ich kann zu diesem Thread gern noch meine Werte beisteuern:
Mit 40 habe ich noch 16 kHz gehört, mit 50 waren es 12-13, jetzt, mit 67, ist bei knapp 10 kHz Schluss.
Ausnahme ist leider mein Tinnitus, der mir seit 15 Jahren einen quarzgenauen 10,62 kHz-Sinus in die Ohren bläst.

Nach Gehör kann ich z.B. Tonköpfe mit dem üblichen 10 kHz-Signal nur noch bei erheblich erhöhtem Pegel einwippen, weil nicht nur die abnehmende Hörfähigkeit, sondern zusätzlich die Überlagerung durch den Tinnitus Probleme bereitet.
Wobei meine Frau und meine Töchter in weit entfernten Räumlichkeiten dann immer Zeter und Mordio zu schreien pflegen Confused .
Oder ich greife auf rosa Rauschen zurück, da gibt es keine Probleme...

LG Holgi
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#23
Finde ich interessant.
Wo bekomme ich so`n Gleitsinuston her?
Und wenn ich den abhöre, woher weiß ich bei welcher Frequenz mein Gehör aussteigt?
Ist das so wie früher auf den Hifi-Testschallplatten?
Da hat zwischendurch ein Sprecher angesagt wieviel Hz oder kHz gerade abgespielt wurden.

Eigentlich sollte mein Gehör auch völlig runter sein. Ich hab knapp 38 Jahre Bau, fast immer ohne Gehörschutz, hinter mir.
Dazu in jungen Jahren öfter ziemlich laute Musik. Das übliche halt.

Vom subjektiven Eindruck her fehlt mir an der Musik auch nichts. Ich dreh wohl überall etwas mehr Höhen rein

LG

Tommy
Zur Zeit spielen und spulen bei mir :

Tandberg TD20A SE
Tandberg TD20A Viertelspur
Teac 80-8 mit DX 8
Teac 3440 ( z.Zt. in Rep. )
Neu dabei : Pioneer RT 909 ( läuft zur Zeit noch nicht )
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#24
Tommy, für den Gleitsinus gibt es Testton- Apps (für umme). Guten Kopfhörer anschließen und testen, die Frequenz wird angezeigt.

Und subjektiv fehlt mir auch nichts, daher war ich ja so erstaunt über die "Hörschwäche"
Nen Tinnitus hatte ich auch mal, ist dank Infusionen und Akupunktur nicht mehr wahrnehmbar. Glück im Unglück.

LG
Mike
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#25
habe mal meine Ohren gemessen 

[Bild: yamahaeqmit15ascotchbs8jto.jpg]

Wink
Gruß Ulf
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#26
Bei welcher Bandgeschwindigkeit war das denn? Huh
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#27
Mit Verlaub, Ohr-Empfindlichkeitskurve sehen so aus:
http://www.sengpielaudio.com/ISO226LoudnessCurves.gif
Die kann man auch zu Hause mit einem Kopfhörer und einem geeigneten Programm ausmessen.

MfG Kai
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#28
Ich glaube, Kai, da iben geht es nicht um Ohr-Empfindlichkeits-Kurven, sondern nur um einen Test, wie weit man im Alter noch hohe Frequenzen hören kann und in wie weit das stört. Oder auch nicht.

Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter www.tapemusic.eu[url=www.tapemusic.eu][/url]
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#29
Das geht mit einem Programm, das den Hörtest beim Ohrenarzt nachbildet, natürlich auch.
Es geht aber auch viel einfacher. Dazu nimmt man einen der (vielen) Tongeneratoren für (Windows) PCs, stellt bei 1kHz den gewünschten Pegel ein und läßt den  Generator danach immer höhere Frequenzen eigener Wahl erzeugen. Damit findet man die meist sehr scharfe Grenze schnell. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn diese Grenze bei Rentenbeginn (65 Jahre) zwischen 10 und 11 kHz liegt.
Ich habe übrigens in letzter Zeit einige Bänder aus der Zeit zwischen 1963 und 1968 digitalisiert, auf der sich von UKW aufgenommenen Musik befand. Zur Kontrolle gegen versumpfende Höhen bei schmutzenden Problembändern lasse ich dabei immer eine Spektrums-Analyse per FFT mitlaufen. Dabei zeigte sich, daß bei vielen Aufnahmen das Audio-Spektrum ziemlich steil von ca. 13 kHz bis 14 kHz zum Grundrauschen abfiel. Die vielfach genannten 15 kHz Bandbreite gab es damals noch nicht real.

Ich kann  mich noch erinnern, daß Verkäufer in den "HiFi-Studios" eines großen Elektro-Kaufhauses in Hamburg die Wertigkeit gewisser Lautsprecherboxen betonten mit dem Hinweis auf die Hochtöner, die bis 40 kHz oder noch höher gingen/gängen...
Ich glaube. so ca. mit 16 Jahren konnte ich noch die Zeilenfrequenz (15625 Hz) der damaligen Röhren-Fernseher sirren hören.
Das ist aber geraume Zeit her.
Insofern ist es zwar ärgerlich und diskriminierend, daß Vodafone die Audiobandbreite der Hörfunksendungen in seinem Kabelnetz auf 13,5 kHz beschneidet, aber die wissen wohl, daß da nur noch Rentner rein hören...

MfG Kai
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#30
Hm, wenn ich Eure aufrichtigen Beiträge hier lese, sollte ich froh sein, daß ich nur den "altersbedingten" Hörverlust habe.
Vielen Dank für Eure Offenheit. Ich verstand aber auch, daß "geschulte" Ohren im Zusammenhang mit dem Gehirn die Obertöne subjektiv generieren.
Das ist eine sehr schöne Erfindung der Natur, da man dann trotzdem noch die Instrumente unterscheiden kann.

LG
Mike
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#31
(14.01.2021, 22:37)kaimex schrieb: Die vielfach genannten 15 kHz Bandbreite gab es damals noch nicht real.

Hallo Kai,

ich bezweifle fast, dass es die Bandbreite später wirklich gab. Die Öffentlichen hatten immer grosse Angst, die Sender der Bundespost in irgendeiner Form zu übersteuern. Da wurde vorher der Pegel und der Frequenzgang so begrenzt, das da auf keinen Fall etwas derartiges passieren konnte.

MfG, Tobias
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
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#32
(14.01.2021, 20:25)hannoholgi schrieb: Bei welcher Bandgeschwindigkeit war das denn? Huh

das ist mit 19 aufgenommen (die Tiefen Freq. wurden mit nem EQ angehoben) das Band ist nicht das beste, als nächstes habe ich mit einem EQ am Eingang den Höhenabfall ausgeglichen
Gruß Ulf
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#33
@Tobias:
Ich habe viele Aufnahmen aus späterer Zeit, auf denen dann ein sehr viel steileres Ende des Audiospektrums bei 15 kHz zu sehen ist, das sich nur mit sehr aufwendigen analogen Tiefpass-Filtern oder eben digitalen Filtern herstellen läßt.
Der Übersteuerungsschutz der UKW-Sender wurde nicht durch die Grenze des Audio-Spektrums sondern durch dynamische Pegelbegrenzung im Hochtonbereich realisiert, maW mit einem Pegelbegrenzer nach der Pre-Emphasis. Das hatte zum Beispiel zur Folge, daß bei einem Solo von Miles Davis mit gestopfter/gepresster hochton-reicher Trompete die Musik recht leise wurde.

@Mike:
Ein äquivalenter aber umgekehrter Effekt ist für den Bass-Bereich wissenschaftlich belegt. Das Gehirn fügt zu Oberwellen eines garnicht abgestrahlten Bass-Tones den Grundton hinzu. Auf Basis dieses Effektes hat es sogar Patentschriften gegeben, mit kleinen Lautsprechern und relativ wenig Leistung (zB aus Kofferradios) tiefe Basstöne scheinbar hörbar zu machen. Dazu wurden dann absichtlich Verzerrungen/Obertöne erzeugt, die zur Ergänzung des Grundtons im Gehirn führen.

Wenn  man also als wohlmeinender Restaurateur so ein Gerät in die Finger bekommt und den hohen Klirrfaktor im Bassbereich merkt, sollte man sich gut überlegen, ob man das "Problem" beseitigt oder so läßt.

MfG Kai
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#34
(14.01.2021, 23:00)bitbrain2101 schrieb:
(14.01.2021, 22:37)kaimex schrieb: Die vielfach genannten 15 kHz Bandbreite gab es damals noch nicht real.

Hallo Kai,

ich bezweifle fast, dass es die Bandbreite später wirklich gab. Die Öffentlichen hatten immer grosse Angst, die Sender der Bundespost in irgendeiner Form zu übersteuern. Da wurde vorher der Pegel und der Frequenzgang so begrenzt, das da auf keinen Fall etwas derartiges passieren konnte.

MfG, Tobias

Im "Westen" hatten/haben die ÖR der Länder eigene UKW-Sendeanlagen für den Hörfunk.

Ich habe mal eine alte UKW-Aufnahme (DAT) aus dem Kabelanschluß aus den 90er Jahren eingelesen. Die 15 kHz werden erreicht.

   


Viele Grüße

96k
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#35
(14.01.2021, 23:18)kaimex schrieb: @Tobias:
Ich habe viele Aufnahmen aus späterer Zeit, auf denen dann ein sehr viel steileres Ende des Audiospektrums bei 15 kHz zu sehen ist, das sich nur mit sehr aufwendigen analogen Tiefpass-Filtern oder eben digitalen Filtern herstellen läßt.
Der Übersteuerungsschutz der UKW-Sender wurde nicht durch die Grenze des Audio-Spektrums sondern durch dynamische Pegelbegrenzung im Hochtonbereich realisiert, maW mit einem Pegelbegrenzer nach der Pre-Emphasis. Das hatte zum Beispiel zur Folge, daß bei einem Solo von Miles Davis mit gestopfter/gepresster hochton-reicher Trompete die Musik recht leise wurde.

@Mike:
Ein äquivalenter aber umgekehrter Effekt ist für den Bass-Bereich wissenschaftlich belegt. Das Gehirn fügt zu Oberwellen eines garnicht abgestrahlten Bass-Tones den Grundton hinzu. Auf Basis dieses Effektes hat es sogar Patentschriften gegeben, mit kleinen Lautsprechern und relativ wenig Leistung (zB aus Kofferradios) tiefe Basstöne scheinbar hörbar zu machen. Dazu wurden dann absichtlich Verzerrungen/Obertöne erzeugt, die zur Ergänzung des Grundtons im Gehirn führen.

Wenn  man also als wohlmeinender Restaurateur so ein Gerät in die Finger bekommt und den hohen Klirrfaktor im Bassbereich merkt, sollte man sich gut überlegen, ob man das "Problem" beseitigt oder so läßt.

MfG Kai

um die tiefen Töne hörbar zu machen  haben wir das Bauradio in die Raumecke gestellt
Gruß Ulf
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#36
Hallo zusammen,
allen, die sich vielleicht doch grämen, nicht mehr so gut hören zu können, sei gesagt: in der Musik passiert ab einer gewissen Frequenz gar nicht mehr soviel. Und das kann ja jeder gerne nachrechnen:

Der Kammerton a' hat 440 Hz, das ist klar.
Damit hat a'' 880 Hz... das a'''' (viergestrichenes a) hat dann 3520 Hz. Das ist fast der höchste Ton des Klaviers - das endet nämlich schon drei Töne später. Und die höchsten Töne des Klaviers sind... echt hoch. Die klingen dann auch schon nicht mehr schön.

Jetzt hat ja jeder Ton einen Grundton und das sind die Frequenzen, die ich gerade genannt habe. Darüber gibt's Obertöne - die sorgen neben der "Hüllkurve", wie man das beim Synthesizer nennen würde, für den "Klang", so dass man bei dem gleichen Ton eine Geige von einer Flöte unterscheiden kann. Wenn nämlich beide Instrumente den gleichen Ton spielen, sind die Obertöne unterschiedlich stark ausgeprägt und das sorgt dafür, dass wir die Instrumente auch unterscheiden bzw. überhaupt als solche erkennen können.

Der erste Oberton über dem Grundton hat das Verhältnis 2:1 - er ist doppelt so hoch. Auf unser a'''' bezogen sind das 7040 Hz.
Der zweite Oberton hat das Verhältnis 3:1 ... also 10560 Hz.
Der vierte Oberton... 14080 Hz - da wären wir also alle spätesten raus, aber bis zum 3. Oberton wären wir noch dabei und das bei eine ohnehin schon scheußlich hohen Ton auf dem Klavier.

In diesem Diagramm sieht man ein Crash-Becken vom Schlagzeug (gelb):

   

Im Angebot sind noch die Bass-Drum (blau), Tom (grün), Snare (rot). Wer sich einlesen will - hier steht die ganze Datei.

Aaaaalso: Wer die hohen Töne nicht mehr hört, verpasst was, aber nicht viel. Und hey: mich stört Bandrauschen auch schon länger nicht mehr so wie früher  Tongue
Liebe Grüße
Thomas
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#37
(14.01.2021, 23:29)sensor schrieb: um die tiefen Töne hörbar zu machen  haben wir das Bauradio in die Raumecke gestellt

Das ist ein bekannter raum-akustischer Effekt, der die "echte" Bass-Abstrahlung lokal anhebt:
Nennt man den Pegel (Schall-Leistung), den eine isotrop (ungerichtet) abstrahlende Quelle erzeugt 0 dB, dann ist der Pegel, den die Quelle in einem Halbraum (also vor einer unendlichen Wand) erzeugt ~ doppelt so groß (+3 dB), in einem Viertel-Raum (vor einer Ecke aus 2 Wänden) 4-mal (+6 dB) so groß, vor einer Raumecke mit drei Wänden ~ 9 dB höher.
Boxen, die für kräftige Bass-Wiedergabe im Freien entworfen wurden, sind also nicht unbedingt geeignet, sie im Wohnzimmer in einer Ecke aufzustellen..

MfG Kai
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#38
Mir schwirrt der Kopp, jetzt verstehe ich, warum sich meine Micro-JVC-Flöten, so geil anhören = alles Einbildung, alles Kopfsache! Cool Big Grin
MfG Frank
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#39
Ich habe jetzt ein Hörgerät von Fielmann...
Echt, wieviel hat es denn gekostet ?

9 Uhr 15
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