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#23
Zitat:KaBe100 postete
@ Norbert und alle anderen:

Ich hatte vor -zig Jahren einmal einen Tonkopf in der Hand, der war äusserlich nicht vom Original zu unterscheiden, er war aber auf dem Gerät (KB100, was sonst?) nicht zu gebrauchen. Manchmal begegnen einem Angaben in Ohm (oder Kiloohm?), wie hängt das zusammen?

Gruß Rainer
Für die verschiedenen KB100-Ausführungen gibt es auch verschiedene Köpfe. Allerdings gab es meines Wissens beim KB100 keine baugleichen Köpfe mit unterschiedlichen elektrischen Werten. Die vom Tonmeister her bekannten Köpfe des Typ BUBI wurden nur beim KB100 und KB100 I eingesetzt. Diese Köpfe wurden von Marcon & Großer, Erfurt, entwickelt und 1953/54 auch zum Patent angemeldet. Die Spaltbreite ist mit 5 +/- 1 my und die Induktivität mit 350 mH angegeben. Für den Einsatz in den KB100 kamen modifizierte Bubiköpfe mit einer Induktivität von ca. 900 mH +/- 20%! zum Einsatz. Auch die äußere Form unterschied sich von den ursprünglichen Exemplaren.

Die Standzeiten der Bubiköpfe konnten nicht befriedigen weshalb an einem Ersatz gearbeitet wurde. Die veralteten Ringkernköpfe schieden schon aus Platzgründen aus. Es kamen also nur moderne Kleinköpfe in Frage.
Also folgten dann die sattsam bekannten Kleinköpfe des Typ M01 welche vom FMWL selbst produziert wurden.
Später dann erfolgte deren Ablösung durch den Typ SH5E welcher von Goldpfeil Hartmannsdorf hergestellt wurde. Um das Kraut fett zu machen kam noch der Kopf M9095 (FWL?) zum Einsatz. Die drei letztgenannten Typen sind äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden - ist auch nicht weiter schlimm, sie sind untereinander austauschbar! Inwieweit die Parameter bei diesen drei Typen nun absolut identisch sind oder ob es geringfügige Differenzen gibt kann ich nicht sagen. Dazu müssten die Teile ausgemessen werden.

Es gibt weitere Köpfe der M90-Typenreihe welche elektrisch völlig inkompatibel zu den vorgenannten Typen sind. Exakte Bezeichnungen sind mir nicht mehr geläufig und ich kann auch nicht sagen für welche Geräte diese Typen ursprünglich vorgesehen waren.

Auch beim BG19 gibt es mindestens zwei Ausführungen des Ringkernkopfes welche sich nur durch die Induktivität unterscheiden. Als äußerliches Kennzeichen dienen die unterschiedlichen Ausführungen der Wicklungsanschlüsse.

Umgangssprachlich werden Köpfe für Transistoreingangsstufen als niederohmig bezeichnet, "Röhrenköppe" dagegen als hochohmig. Die Bubiköpfe sind Röhrenköpfe und es gibt sie mit verschiedenen Wicklungen da sie für unterschiedliche Röhren optimiert sind. Bei anderen Typenreihen ist es ähnlich.

Soviel soll erstmal genügen.

Bilder folgen demnächst.
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