Gab es Tonbandgeräte mit Drehrichtung von rechts nach links?
#12
vielleicht haltet Ihr mich jetzt für ein wenig beschränkt, aber das check ich irgendwie nicht.

Die Bänder sollen Halbspur mono aufgenommen sein. Hier gibt es zwei Möglichkeiten - entweder, die beiden Spuren wurden mit einem Halbspur Mono-Tonbandgerät durch Umdrehen nacheinander bespielt, dann würde es entweder immer vorwärts oder immer rückwärts laufen, je nachdem, ob die Spurlagen von Aufnahme- und Abspielgerät übereinstimmen. Die Farbe des Vorlaufbandes würde hier keine Rolle spielen. Oder das Band wurde mit einem Halbspur stereo Gerät bespielt, und die beiden Mono-Spuren wurden nacheinander in die selbe Richtung aufgenommen. In dem Fall würde die Musik in eine Richtung vorwärts und in die andere Richtung rückwärts laufen, aber man könnte durch Umschalten der Spur zwischen den beiden Aufnahmen hin und her wählen. In eine Richtung würden beide Spuren dann vorwärts zu hören sein, und in die andere Richtung beide rückwärts.

Eine Möglichkeit gäbe es noch, und das wäre, dass der Vorbesitzer die Bänder versehentlich mit der Beschichtung nach aussen gewickelt hat. Dann würden sie auch verkehrt rum laufen, allerdings mit deutlichem Lautstärken- und Klangverlust.

Halbspuraufnahmen mit Viertelspurgeräten abzuspielen ist problemlos möglich, Kuddelmuddel gibt es nur, wenn man es andersrum versucht. Vielleicht beschreibst Du nochmal ganz genau, was das Problem ist.

Die Grundig Tonbandgeräte, die man in beide Richtungen laufen lassen konnte, z.B. das TK9, haben übrigens die Spuren mit der Laufrichtung automatisch umgeschaltet, ein rückwärts aufnehmen war eigentlich nicht möglich. Ich weiß jetzt nur nicht aus dem Kopf, ob die frühen "Reverse" Geräte von Grundig noch die deutsche Spurlage hatten.

Gruß Frank
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RE: Gab es Tonbandgeräte mit Drehrichtung von rechts nach links? - von nick_riviera - 29.12.2020, 22:18

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