Tonköpfe messen, überprüfen
#4
Warum so selbst-kritisch ? Alles hat seine Berechtigung und ist trotzdem aus Sicht des Universums belangslos.
Das kann man aber getrost draußen vor lassen.
Auf den Kommentar-Seiten einer sehr kritischen Physikerin war vor kurzem ein Essay zu lesen, indem sie ihren Lesern erklärte, daß es nach (ihrem) Verständnis von Physik und Mathematik keinen "freien Willen" gibt, sondern alles bereits zur Zeit des Urknalls vorher-bestimmt wurde. Selbst wenn sie Recht hätte, ist es trotzdem für Milliarden von Menschen und andere Lebewesen völlig belanglos. Sie glauben (oder bilden sich ein) jederzeit nach eigenem Gutdünken zu entscheiden, was als nächstes zu tun ist.

Nun zu deinem Versuch: Zur Beurteilung für den Frequenzgang mit Band fehlt in deiner Anordnung völlig der Bezug zu einer "Wellenlänge". Die gibt es hier nicht. Der Frequenzgang entsteht sicher durch andere Effekte, die zu ergründen wären. Relevant sind hier die komplexen Impedanzen von Empfangsspule und sowie Sende-Spule im Oszillator-Kreis.

Die komplexen Impedanzen könnte man mit einem Stereo-Audio-Interface und geeigneter Software messen (so wie man auch Lautsprecher ausmessen kann). Wenn man sicher sein will, daß der Sende-Kreis keine eigene Frequenz-Beschränkung einführt, muß der viel beitbandiger gestalltet sein. Das gelingt eher mit einer Luftspule als mit einer mit Ferrit-Kern, aber zu Lasten des Koppelfaktors.  Bei zwei gekoppelten Spulen-Anordnungen braucht man dann auch noch die Transfer-Impedanzen. Die können Frequenz-abhängig sein und sind nicht unabhängig bestimmbar. Insofern könnte das durchschaubarere Konzept sein, möglichst Frequenz-unabhängig ein Magnetfeld zu erzeugen, in das man den zu testenden Kopf einbringt.Vielleicht ginge das mit einem Draht, den man in Spalt-Richtung vor dem Kopf vorbei (oder einmal rum) führt und durch den man einen ausreichend hohen Strom "jagt". Das Feld um den Draht koppelt in den Spalt.
Wenn man das bis ?100? kHz breitbandig hinbekommt, bestehen gute Chancen, aus Messungen am Kopf vorwiegend Aussagen über dessen Eigenschaften zu bekommen.
Im Idelfall wird man aber als Maximum die Eigen-Resonanz des Kopfes mit Streu- & Kabel-Kapazität sehen (irgendwo zwischen 40 ... 100 kHz). Das hat dann aber garnix mit dem Frequenzgang bei einer bestimmten Bandgeschwindigkeit zu tun.
Quintessenz: Man bekommt eine Antwort, aber nicht unbedingt zu der Frage, die einen bewegte.
Ob das dann unter "Zeitverschwendung" einzuorden wäre, möchte ich nicht beurteilen. Man hat seinen Horizont etwas weiter hinausgeschoben. Das schadet nicht.

MfG Kai
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Tonköpfe messen, überprüfen - von pkm - 25.10.2020, 19:50
RE: Tonköpfe messen, überprüfen - von kaimex - 25.10.2020, 20:10
RE: Tonköpfe messen, überprüfen - von pkm - 26.10.2020, 12:44
RE: Tonköpfe messen, überprüfen - von kaimex - 26.10.2020, 13:45
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RE: Tonköpfe messen, überprüfen - von pkm - 28.10.2020, 17:24

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