21.04.2005, 17:50
Es gibt eine einfache Formel, um diejenige Wellenlänge zu finden, bei der der Kopiereffekt am stärksten auftritt:
lambda (k) = 2 * pi * Gesamtdicke (in µm)
Hat man diese Wellenlänge, kann man leicht ausrechnen, bei welcher Frequenz (!) der stärkste Kopiereffekt zu hören ist. Zu beachten ist weiter: je tiefer die bewusste Frequenz liegt, umso mehr gerät sie in Bereiche, in denen unser Gehör zunehmend weniger empfindlich (= feinfühlig) ist.
Der Kopiereffekt ist mithin von der Banddicke (Standard-, Lang-, Doppelspiel ....) abhängig.
Damit ist gemeinerweise der Kopiereffekt bei 38 cm/s und nahe 1 kHz am stärksten, in der Nähe der größten Empfindlichkeit unseres Gehörs.
Bei niedrigeren Bandgeschwindigkeiten verschiebt sich die "kritische Frequenz" nach unten. Folge: siehe oben. Deshalb spielte der Kopiereffekt beim Compact-Cassetten-System auch eine durchaus untergeordnete Rolle.
Weitere Folge: bei Studiobändern ist die Kopierdämpfung für 19 cm/s etwa um 2 dB besser als als bei 38 cm/s. Die ARD verlangte übrigens bei 38 cm/s wenigstens 55 dB Kopierdämpfung. Bei Amateurbändern war der Wert, soweit ich mich erinnere, nirgends spezifiziert.
Ja, und schließlich noch was: je nach Wickelsinn ist das Vor- oder das Nachecho ein paar dB stärker. Ahnt jetzt nicht jedermann, warum die ARD auf Aussen-Wickel bestand? Richtig, hier war das Vor-Echo schwächer als das Nach-Echo, und man war der Meinung, das entspräche denn doch noch eher den Verhältnissen in der Natur.
Noch ein Nachtrag: das Vorecho bei Schallplatten hat andere Gründe!
Friedrich
lambda (k) = 2 * pi * Gesamtdicke (in µm)
Hat man diese Wellenlänge, kann man leicht ausrechnen, bei welcher Frequenz (!) der stärkste Kopiereffekt zu hören ist. Zu beachten ist weiter: je tiefer die bewusste Frequenz liegt, umso mehr gerät sie in Bereiche, in denen unser Gehör zunehmend weniger empfindlich (= feinfühlig) ist.
Der Kopiereffekt ist mithin von der Banddicke (Standard-, Lang-, Doppelspiel ....) abhängig.
Damit ist gemeinerweise der Kopiereffekt bei 38 cm/s und nahe 1 kHz am stärksten, in der Nähe der größten Empfindlichkeit unseres Gehörs.
Bei niedrigeren Bandgeschwindigkeiten verschiebt sich die "kritische Frequenz" nach unten. Folge: siehe oben. Deshalb spielte der Kopiereffekt beim Compact-Cassetten-System auch eine durchaus untergeordnete Rolle.
Weitere Folge: bei Studiobändern ist die Kopierdämpfung für 19 cm/s etwa um 2 dB besser als als bei 38 cm/s. Die ARD verlangte übrigens bei 38 cm/s wenigstens 55 dB Kopierdämpfung. Bei Amateurbändern war der Wert, soweit ich mich erinnere, nirgends spezifiziert.
Ja, und schließlich noch was: je nach Wickelsinn ist das Vor- oder das Nachecho ein paar dB stärker. Ahnt jetzt nicht jedermann, warum die ARD auf Aussen-Wickel bestand? Richtig, hier war das Vor-Echo schwächer als das Nach-Echo, und man war der Meinung, das entspräche denn doch noch eher den Verhältnissen in der Natur.
Noch ein Nachtrag: das Vorecho bei Schallplatten hat andere Gründe!
Friedrich
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