Audio-Streaming, wie und mit was?
#1
Streamen ist zwar nicht neu für mich, aber es sind noch ein paar Fragen offen...
Im Tonbandkeller kann ich per PC und USB-C Soundkarte Musik über unseren Familienaccount von Spotify anhören und per Kabel ins Mischpult leiten. Die Qualität ist mit 320 kbit/s gut, der Unterschied im direkten Vergleich zu Platte oder CD aber noch hörbar. Aber immerhin - es funktioniert.

Nun krempeln wir gerade unser Wohnzimmer um und damit auch die HiFi-Anlage. Der REVOX-Tuner wird verkauft, da wir kein UKW mehr empfangen, eine Antenne montiere ich nicht mehr auf's Dach.
Es gibt in der Anlage dann noch einen CD-Player, einen Plattenspieler und die beiden Tonbandgeräte. Aber so ganz ohne Radio???
Unsere Kinder handhaben das natürlich per Handy und Sonos, aber das ist nicht das, was ich mir unter Musikhören im Wohnzimmer vorstelle.
Habt ihr Erfahrung mit Internetradio und Streaming-Diensten/Geräten in der HiFi-Anlage?

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#2
Na ja - wenn man so will schon, zumindest beim Internet-Radio. Meine ersten Erfahrungen hab' ich mit einem Desktop-PC mit Ubuntu und MPlayer (ohne Oberfläche, nur mit Shellscripten gesteuert) gemacht, irgendwann bin ich dann auf einen Rasperry Pi der ersten Generation umgestiegen (weiterhin mit MPlayer), und inzwischen hab' ich dieses Gerät.

Angeschlossen war die Quelle mal an eine "richtige" Anlage, meistens aber an meinen Mini-Verstärker von SMSL.

Erfahrungen:
  • Den Raspberry Pi als Zuspieler kann ich in Werksausstattung nicht empfehlen, der Klang des Soundchips ist sehr dünn, und bei meiner alten Ausführung brummte der Ausgang zudem (hörte man nur in Pausen zwischen den Liedern, aber es nervte trotzdem). Wenn man sich auf der Basis selber was aufbauen will, sollte man in so eine Erweiterung investieren. Ich habe selber keine Erfahrungen, aber dem Hörensagen nach klingt sie ziemlich gut.
  • Ebenfalls keine Erfahrungen vorweisen kann ich mit richtigen Benutzeroberflächen. Ich habe mit für jeden Sender ein Shellscript angelegt und diese über ssh von meinem Desktop-Rechner gestartet. Nicht gerade komfortabel. Eventuell ist Kodi eine Lösung. Es bleibt aber das Problem: Man braucht einen Bildschirm, Tastatur, Maus. Will man das? Mir ist Bedienung direkt am Gerät lieber.
  • Die letzte Überlegung mündete dann in der Anschaffung des Silvercrest-Radios, mit dem ich eigentlich zufrieden bin. Die Bedienung ist komfortabel (auch über Fernbedienung oder Smartphone möglich), man braucht keine Zusazgeräte. Der Klang am externen Verstärker ist OK, aber... (nächster Punkt)
  • Was mir aber auffiel, als ich das Radio an meiner "großen" Anlage angeschlossen hatte: Die schien einige klangliche Defizite aufzudecken, die mir an dem Mini-Verstärker nicht aufgefallen waren. Keine Ahnung, ob das am Gerät oder an den Radiostationen lag.

Eine HiFi-tauglichere Lösung wäre wahrscheinlich ein Audio-Streamer wie der Yamaha NP-S303, der auch Streaming-Dienste wie Spotify unterstützt. Damit habe ich aber keine Erfahrungen.

Zu bedenken bei den Fertiggeräten (egal ob von Silvercrest oder von einem "richtigen" HiFi-Hersteller): Man ist dem Support des Herstellers ausgeliefert. Wenn der irgendwann keine Updates mehr liefert, ist das Gerät unter Umständen zumindest teilweise nicht mehr nutzbar. Eine Anschaffung für's Leben ist das also wohl nicht.
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#3
Danke dir Timo! Da sich in diesem Bereich offensichtlich ständig etwas verändert, ist das auch für mich sicher keine Anschaffung für's Leben. Der Tipp zu Yamaha war schon mal gut, es soll ja ein Gerät sein, dass fern vom PC und auch nicht all zu kompliziert zu bedienen ist.
Falls ich die Beschreibung richtig gelesen habe, kann man damit Musik z. B. von Spotify streamen, die gespeicherten Songs vom Handy abspielen und per USB eine Festplatte mit z. B. der eigenen Musik-Bib. anschließen, und natürlich Internetradio hören, richtig?

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#4
Ich höre gerne und oft den Internetradio-Sender Popstop, wo unter anderem Frank Laufenberg (ehemals SWF3 und SWR1) moderiert.
Mitschneiden ist für mich oftmals Pflicht, erinnert es doch stark an die frühen Aufnahmesessions damals am Kofferradio und Cassettenrecorder.

Ich gehe tatsächlich direkt vom Handy oder Tablet mittels entsprechendem Adapterkabel direkt ins Tonbandgerät. Das funktioniert tadellos und ergibt eine für mich absolut ausreichende Aufnahmequalität.

Auf diese Weise ist mein Tonbandarchiv in den letzten Jahren stark gewachsen.

Gruß Thomas.
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#5
musicus,'index.php?page=Thread&postID=268640#post268640 schrieb:Falls ich die Beschreibung richtig gelesen habe, kann man damit Musik z. B. von Spotify streamen, die gespeicherten Songs vom Handy abspielen und per USB eine Festplatte mit z. B. der eigenen Musik-Bib. anschließen, und natürlich Internetradio hören, richtig?

Hallo Erhard,

so verstehe ich die Beschreibung auch. Aber wie schon geschrieben: Ich kenne das Gerät nicht.

Gruß,
Timo
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#6
Hallo!

Was man bei den Fertiggeräten bzw. streamingtauglichen HiFi-Bausteinen berücksichtigen sollte ist, dass wenn Streamingdienste wie Spotify genutzt werden sollen, ein Premium bzw. Bezahlaccount notwendig ist. Spotify lässt sich ja mit Werbung auch kostenlos nutzen. M.W. funktioniert das aber mit den Geräten, wie dem Yamaha (und wahrscheinlich auch anderen) nicht.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#7
Also PC-Zeugs hat bei mir im Wohnzimmer nix zu suchen. Das erinnert mich immer an Bürokram, demzufolge Arbeit, also bleibt das im Arbeitszimmer, wo es hingehört. Außerdem hat das Ding keine Soundkarte-also ohnehin sinnlos. Um sich aber vielleicht mal was runterzuladen, völlig ok. Dabei bleibts auch.

Ich hatte mir nun neulich erst, bei einem Discounter ein DAB+ / Internetradio gekauft und damit verbunden ist ein Dienst von Napster. Da ich sonst keine weiteren Abos habe und auch nicht will, habe ich das mit übernommen, was manchmal recht praktisch ist, wenn ich mal schnell irgendwas suche. Klanglich, an der Anlage angeschlossen, ist das Ding gar nicht so verkehrt.

Aber halt auch nicht fehlerfrei. Ab und an gab es schon Pufferprobleme, was dann heißt, Aufnahme nochmal. Ne Zeit lang mochte gar nichts so richtig gehen und die Titel luden sich tot. Erst nach Erscheinen eines neuen Firmware-Updates, ging wieder alles.

Für unterwegs brauche ich eigentlich gar nichts, da ich an meinen Arbeitsorten, und auch zu Hause fast kaum stabiles Mobilfunknetz habe. Sowas funktioniert wohl nur in hippen Großstädten, und da wirst Du ohnehin überall mit plärrenden Smartphones oder Brüllwürfeln beschallt.

Fazit: Außer ich suche nach Neuerscheinungen oder irgendwas ausm Archiv, was verloren ging, nutze ich eigentlich nur die Internetradio-Funktion (z.B. Italodisko und sowas) für Mixtapes, und eben DAB+ für Sender, die ich per UKW bei uns nicht kriege.
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
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#8
Was haltet ihr denn von dieser kleinen Box?

https://teufel.de/teufel-streamer-105431...components

Teufel ist mir eigentlich nur durch die Lautsprecher ein Begriff. Hat jemand Erfahrung mit Teufel-Produkten? Wenn ich lese, was dieses kleine Kästchen kann, wird's mir ganz schwindlig... ;-))

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#9
Und noch ein Kandidat:

https://www.nubert.de/node-2i/p3454/?category=291

Eine kanadische Firma, verwandt mit NAD, scheint ebenso eine empfehlenswerte Aufrüstung der alten Anlage zu sein.
Vielleicht kennt jemand von euch das Teil?

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#10
Das Problem bei all diesen Fertiglösungen ist immer die Software.
Ich hatte NAD und Marantz hier, beide mit fürchterlicher Software.
Nun hat den Job ein Raspberry mit Hifiberry und Volumio übernommen.
Kein Vergleich zu den zusammengeschusterten Softwarelösungen der namhaften Hersteller.
Viele Grüße
Jörg
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#11
Wie machst Du das mit der Steuerung? Funktastatur und -maus? Und als Bildschirm ein normaler Monitor?
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#12
Die Steuerung funktioniert über eine normale Webseite im LAN
Sprich das ist auch mit Smartphone oder Tablet wunderbar zu steuern
Es gibt wohl auch Lösungen mit eigenem Touchbildschirm und schönem Gehäuse mit entsprechenden Tasten,
aber das brauch ich an der Stelle nicht.
Viele Grüße
Jörg
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#13
... aber eine Grundsatzentscheidung, die man vorab treffen sollte, ist, ob man nur ein Gerät für sich alleine an der Anlage betreiben will, oder ob man ein vernetztes System fürs ganze Haus haben will, das man auch mal als Berieselungsanlage einsetzen kann, und bei dem das Küchenradio auf die selben Datenquellen zugreifen soll wie die HiFi-Komponente.

Wenn man nur ein Gerät als Zuspieler für die Anlage braucht, ist - sorry Timo - die simpelste Lösung ein hochwertiges Smartphone, das man entweder über den Kopfhörerausgang oder das Zwischenschalten eines Bluetooth Audioadapters mit der analogen Anlage verbindet. Aufrufen kann man die Radiostationen seiner Wahl dann entweder, indem man die Webseiten der Stationen im Browser als Favoriten speichert, oder sich die Apps der Sender runterlädt. Dienste wie Spotify lassen sich auf die gleiche Weise nutzen. Radio-Apps wie Tune In verkomplizieren die Sache nur unnötig.

Und wenn es eine echte Multiroomlösung werden soll, würde ich mich zuerst mal mit dem Thema UPNP beschäftigen, und mir Systeme von Sonos und Co. genauer ansehen. Auf Raspi-Basis kann man sich ein Multiroom-System zwar auch selber bauen, nur wird das erstmal nicht wesentlich billiger, wenn man den Raspi so weit aufrüstet, dass er mit Sonso Komponenten mithalten kann, und dann habe ich bisher noch keine Selbstbaulösung gefunden, wo mehrere Player absolut synchron laufen können. Dies ist aber unbedingt nötig, wenn man ein Multiroomsystem auch als Party-Beschallung oder beim Hausputz benutzen möchte.

Gruß Frank
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#14
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=268858#post268858 schrieb:Wenn man nur ein Gerät als Zuspieler für die Anlage braucht, ist - sorry Timo - die simpelste Lösung ein hochwertiges Smartphone, das man entweder über den Kopfhörerausgang oder das Zwischenschalten eines Bluetooth Audioadapters mit der analogen Anlage verbindet.

Also, ganz entspannt: Ich mag zugegebenermaßen rein subjektiv keine Smartphones, und ich mag es vor allem nicht, wenn alle Geräte von der Taschenlampe bis zum Fotoapparat oder dem Radio durch diese Dinger ersetzt werden. Das liegt vielleicht teilweise dran, daß ich in technischen Belangen (trotz IT-Berufs, vielleicht auch gerade deswegen) etwas konservativ bin (ich hab' sogar noch 'ne Tonbandmaschine...), aber oft halte ich solche Lösungen einfach für unstimmig. Ein Smartphone passt für mich einfach nicht zu einer HiFi-Anlage. U.A. weil es akkubetrieben ist, weil es sich nicht in das Bedienkonzept einreiht. Zudem muss man wahrscheinlich wieder viel Geld anlegen, um ein Modell zu bekommen, dessen Kopfhörerausgang wirklich HiFi-tauglich ist, und ein 500-Euro-Gerät möchte ich draußen einfach nicht mit mehr herumtragen. Meine Meinung. Darfst Du gerne doof und altmodisch finden.

Was ich wirklich schick fände, wäre ein Gehäuse für den RPi + HiFi-Berry in 42 cm Breite mit integriertem Mini-Bildschirm und Fernbedienungsempfänger und SD-Karten- und USB-Slot an der Vorderseite, so daß man sich damit eine richtige HiFi-Komponente bauen könnte. Leider ist der Markt dafür wohl zu klein.
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#15
Baruse,'index.php?page=Thread&postID=268829#post268829 schrieb:Es gibt wohl auch Lösungen mit eigenem Touchbildschirm und schönem Gehäuse mit entsprechenden Tasten,
aber das brauch ich an der Stelle nicht.

Hast Du da mal einen Link? Ich find' zwar Gehäuse mit integriertem Touchscreeen, die aber scheinbar alle nicht kompatibel zum HiFiBerry sind.

Wobei ich Deine Lösung auch noch akzeptabel fände. Irgendein Rechner, mit dem ich die Wiedergabe steuern könnte, läuft hier eigentlich eh immer. Zur Not hab' ich auch noch ein altes Android-Tablet.
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#16
Moin,
ein Gehäuse mit Touchscreen und Hifiberry DAC und FLIRC FB besitze ich auch allerdings 42cm habe ich so noch nicht gesehen.
Ganz davon ab das der Touchscreen und die FB eigentlich überflüssig sind da man man bei KODI zb. über den Webbrowser mit Chorus2 alles bestens bedienen kann.
Fürs Iphone zb. gibts da auch eine super App für kleines Geld die auch genial einfach ist.

Volumio bietet über das Snapcast Plugin sogar Multiroom an und die Bedienung über den Browser ist auch einfach.

Gruß Klaus
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#17
Hallo!

timo,'index.php?page=Thread&postID=268863#post268863 schrieb:Zudem muss man wahrscheinlich wieder viel Geld anlegen, um ein Modell zu bekommen, dessen Kopfhörerausgang wirklich HiFi-tauglich ist, ...
Gerade bei hochpreisigen Modellen wird man überhaupt keinen Kopfhörerausgang mehr finden.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#18
... wie Du ja wahrscheinlich schon gemerkt hast, habe ich auch noch diverse Altgeräte in Betrieb, die mir großen Spaß machen. Es ging mir nur darum, die einfachste Lösung aufzuzeigen, und leider ist es wirklich so, dass das Smartphone im Multimediabereich das Schweizer Taschenmesser ist, und mittlerweile in allen Bereichen ein Qualitätsniveau erreicht hat, das wirklich nichts mehr mit einem Provisorium zu tun hat.

Was ich außerdem glaube, ist, dass sich ein Streaming Client vom Bedienkonzept niemals an eine konventionelle HiFi Anlage anpassen lassen wird - dafür sind die Gerätschaften einfach von der Funktionsweise zu verschieden. Bei einer konventionellen HiFi-Anlage brauchst Du z.B. nichts, um die Medien zu verwalten, weil die Verwaltung außerhalb der Abspielgeräte passiert, oder es wie beim UKW-Radio nur so wenig zu verwalten gibt, dass eine Reihe von Stationstasten ausreicht. Beim Streaming Client hast Du es zunächst mal mit verschiedenen Apps zu tun, mit denen Du entscheidest, ob Du Radio hören, lokal gespeicherte Musik spielen oder einen Streaming Dienst nutzen willst. Und dann hast Du es bei jeder Betriebsart mit Unmengen von Daten zu tun, aus denen Du Dir möglichst komfortabel und schnell das rausfischen können musst, was Du haben willst. So ein Funktionsumfang lässt sich nur handhaben, wenn Du eine "variable Frontplatte" in Form eines Displays hast - und dann sind wir wieder beim Smartphone oder meinetwegen beim Tablet oder auch beim Raspberry Pi - mit dem sehen die Streaming Clients auch nicht viel anders aus als ein Smartphone. Auch die meisten Internetradios oder Multiroom Clients haben am Gerät selber nur eine Minimalbedienung, dazu gibt es dann eine Smartphone App, mit der der volle Funktionsumfang steuerbar ist. Und die AV Receiver sehen zwar HiFi-mäßig aus, nutzen aber den Fernseher als erweiterte Bedienoberfläche.

Ich habe mir auch schon öfter Gedanken gemacht, wie man die vernetzte Welt mit einer konventionellen HiFi Anlage zusammenbringen kann, und lande immer wieder bei einem Konzept, wo irgendwo neben dem "Kistenstapel" ein Bildschirm steht. Was dabei rauskommt, wenn man es einfacher und altmodischer machen will, das kannst Du bei den ganzen einfacher gestrickten japanischen Autoradios bewundern, wo man ein Diplom braucht, um einen UKW-Sender zu speichern. Was ich schön finden würde, wäre, wenn es für Bastler verfügbare breite und niedrige Displays gäbe, mit denen man die Bildschirmfunktion in ein HiFi-Gerät, ein Autoradio mit DIN-Format o.ä. einpflanzen könnte. Bisher habe ich hier leider noch nichts brauchbares gefunden.

Gruß Frank





timo,'index.php?page=Thread&postID=268863#post268863 schrieb:
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=268858#post268858 schrieb:Wenn man nur ein Gerät als Zuspieler für die Anlage braucht, ist - sorry Timo - die simpelste Lösung ein hochwertiges Smartphone, das man entweder über den Kopfhörerausgang oder das Zwischenschalten eines Bluetooth Audioadapters mit der analogen Anlage verbindet.

Also, ganz entspannt: Ich mag zugegebenermaßen rein subjektiv keine Smartphones, und ich mag es vor allem nicht, wenn alle Geräte von der Taschenlampe bis zum Fotoapparat oder dem Radio durch diese Dinger ersetzt werden. Das liegt vielleicht teilweise dran, daß ich in technischen Belangen (trotz IT-Berufs, vielleicht auch gerade deswegen) etwas konservativ bin (ich hab' sogar noch 'ne Tonbandmaschine...), aber oft halte ich solche Lösungen einfach für unstimmig. Ein Smartphone passt für mich einfach nicht zu einer HiFi-Anlage. U.A. weil es akkubetrieben ist, weil es sich nicht in das Bedienkonzept einreiht. Zudem muss man wahrscheinlich wieder viel Geld anlegen, um ein Modell zu bekommen, dessen Kopfhörerausgang wirklich HiFi-tauglich ist, und ein 500-Euro-Gerät möchte ich draußen einfach nicht mit mehr herumtragen. Meine Meinung. Darfst Du gerne doof und altmodisch finden.

Was ich wirklich schick fände, wäre ein Gehäuse für den RPi + HiFi-Berry in 42 cm Breite mit integriertem Mini-Bildschirm und Fernbedienungsempfänger und SD-Karten- und USB-Slot an der Vorderseite, so daß man sich damit eine richtige HiFi-Komponente bauen könnte. Leider ist der Markt dafür wohl zu klein.
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#19
Klaus60,'index.php?page=Thread&postID=268881#post268881 schrieb:Moin,
ein Gehäuse mit Touchscreen und Hifiberry DAC und FLIRC FB besitze ich auch allerdings 42cm habe ich so noch nicht gesehen.
Ganz davon ab das der Touchscreen und die FB eigentlich überflüssig sind da man man bei KODI zb. über den Webbrowser mit Chorus2 alles bestens bedienen kann.
Fürs Iphone zb. gibts da auch eine super App für kleines Geld die auch genial einfach ist.

Volumio bietet über das Snapcast Plugin sogar Multiroom an und die Bedienung über den Browser ist auch einfach.

Gruß Klaus

Hast du das schonmal ausprobiert, ich suche schon ewig eine Open Source Lösung, bei der die Synchronisation mehrerer Clients vernünftig funktioniert. Eigentlich habe ich meine alten Logitech Squeezeboxen nur noch deshalb in Betrieb, weil sie sich so schön als Berieselungsanlage zusammenschalten lassen.

Gruß Frank
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#20
Ist kein Problem das zu testen, dauert aber ein paar Tage. PI´s hätte ich genug aber das Problem ist halt wie immer der Zeitmangel :whistling:

Nach dem nächsten WE müsste ich dir dazu etwas sagen können.
LG Klaus
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#21
musicus,'index.php?page=Thread&postID=268622#post268622 schrieb:der Unterschied im direkten Vergleich zu Platte oder CD aber noch hörbar.
Das liegt wohl daran, dass es ein "Mastering" für Streaming-Dienste gibt und sich die Dateien für Spotify, Amazon und Apple unterscheiden - zueinander und erst recht zur CD. Die c't hatte mal einen Artikel dazu und hat das auch grafisch dargestellt. Das heißt für dich, dass jedes Streaming - mit Ausnahme der Hi-Res-Anbieter wahrscheinlich - wohl identifizierbar ist, wenn du es mit der CD gegentestest. Das solltest du wissen, bevor du viel Geld in die Hand nimmst.

Ich selbst nutze zurzeit Aldi life music (Napster) und im Auto und im Wohnzimmer zur Nebenbeiberieselung reicht mir das. Ansonsten hast du ja noch das alte Equipment, wenn es um's Genuss-Hören geht - mache ich auch so. Im Wohnzimmer höre ich auch über das Fire TV mit Amazon Music über die Anlage, die Steuerung geht bequem über den Fernseher und die Fire TV-Fernbedienung. Allerdings muss der Fernseher dann immer laufen... dafür werden mir auch die Songtexte angezeigt, sofern hinterlegt. Der Ton wird digital übertragen. Und im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer kann ich mein iPhone und meinen iPod per USB an die Anlage anstöpseln - auch da kann ich dann die Musik digital übertragen und mit der Fernbedienung herumschalten. Das klingt ganz gut und der Fernseher kann ausbleiben, wenn ich die Vorauswahl am iPhone treffe.

Hier der Link zum Artikel: https://www.heise.de/select/ct/2019/7/1553849339883056
Liebe Grüße
Thomas
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#22
...selbiges, nutze derzeit auch Aldi life music, das hat sich durch den Erwerb des Abspielgerätes so ergeben, das ist allerdings, abgesehen von Magenta-TV, das einzigste Abo, was ich habe.

Als ein Manko finde ich einfach noch, das dauert alles zu lange. Die Gerätschaften müssen immer erst hoch fahren, Daten laden, usw. Dann suchst Du was, und wieder laden, puffern usw.

Da habe ich schneller ein Band aus dem Archiv gesucht und aufgelegt. Nicht selten kam es vor, dass mitten in einer Aufnahme, z.B. von oben genanntem Streaming-Dienst mitten im Titel gepuffert wird, und die Aufnahme unbrauchbar wurde. Nicht immer sitze ich daneben....

Steuerung über den Fernseher-nee, mag ich nicht. Es ging mir schon immer auf den Geist, dass allein beim Abspielen einer Audio-CD über einen DVD-Player grundsätzlich dieses blöde Menü gebraucht wird, um überhaupt die Wiedergabe starten zu können, oder weiterzuschalten. Bei MP3-CD´s sogar noch schlimmer, weil man die Ordnerhierarchie benötigt, die dann auch noch anders ist, als zuvor am PC gebrannt.
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
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#23
Darwin,'index.php?page=Thread&postID=269020#post269020 schrieb:
musicus,'index.php?page=Thread&postID=268622#post268622 schrieb:der Unterschied im direkten Vergleich zu Platte oder CD aber noch hörbar.
Das liegt wohl daran, dass es ein "Mastering" für Streaming-Dienste gibt und sich die Dateien für Spotify, Amazon und Apple unterscheiden - zueinander und erst recht zur CD. Die c't hatte mal einen Artikel dazu und hat das auch grafisch dargestellt. Das heißt für dich, dass jedes Streaming - mit Ausnahme der Hi-Res-Anbieter wahrscheinlich - wohl identifizierbar ist, wenn du es mit der CD gegentestest. Das solltest du wissen, bevor du viel Geld in die Hand nimmst.

Ich selbst nutze zurzeit Aldi life music (Napster) und im Auto und im Wohnzimmer zur Nebenbeiberieselung reicht mir das. Ansonsten hast du ja noch das alte Equipment, wenn es um's Genuss-Hören geht - mache ich auch so. Im Wohnzimmer höre ich auch über das Fire TV mit Amazon Music über die Anlage, die Steuerung geht bequem über den Fernseher und die Fire TV-Fernbedienung. Allerdings muss der Fernseher dann immer laufen... dafür werden mir auch die Songtexte angezeigt, sofern hinterlegt. Der Ton wird digital übertragen. Und im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer kann ich mein iPhone und meinen iPod per USB an die Anlage anstöpseln - auch da kann ich dann die Musik digital übertragen und mit der Fernbedienung herumschalten. Das klingt ganz gut und der Fernseher kann ausbleiben, wenn ich die Vorauswahl am iPhone treffe.

Hier der Link zum Artikel: https://www.heise.de/select/ct/2019/7/1553849339883056

das Problem gibt es nicht erst seit der Einführung der Streaming Dienste. Hör Dir eine CD-Erstauflage aus den achtziger Jahren an, und vergleiche sie mit einer aktuellen remasterten Variante, da fällt es teilweise schwer, zu glauben, dass beide aus der selben Quelle stammen. Und auch bei der guten alten Schallplatte hat es das gegeben, nicht umsonst war die Diskussion über Qualität der Pressungen auch früher schon ein Dauerthema. Und ohne jetzt jemanden etwas unterstellen zu wollen, aber ich bin mir mittlerweile sicher, dass das Mastering auch dafür benutzt wird, um die Medien am Markt zu positionieren. In den achtziger Jahren kurz vor Ende der Schallplatte gab es z.B. die schlechtesten Pressungen aller Zeiten, während die am besten klingenden CDs ebenfalls aus dieser Zeit stammen. Und heute ist es umgekehrt - die CD steht bei Neuauflagen klanglich oft schon hinter dem Streaming, und die Schallplatten werden so gemastert, dass sie sich in "Rotwein Athmosphäre" gut anhören.

Ich habe vor vielen Jahren mal das Experiment gemacht, eine gut klingende Schallplatte zuerst mit einem Audio CD-Recorder auf CD zu überspielen und davon dann ein mp3 für den IPod anzufertigen. Die hörbaren Unterschiede lagen in dem Bereich, den man auch hört, wenn man ein und die selbe CD auf zwei verschiedenen CD-Playern abspielt. Niemand war in der Lage, reproduzierbar rauszuhören, was von welchem Medium kommt. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Mastering die Klangunterschiede macht, und nicht die Technologie.

Gruß Frank
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#24
Frank, da stimme ich Dir vollkommen zu.
Es gibt wahnsinnig schlechte Pressungen (Vinyl) neu zu kaufen, völlig übersteuert, einfach grausam. Da gibt es dann (privat) gerippte CD´s aufs einschlägigen Downloadplattformen, die um Welten besser sind.

Inwiefern sich das Streaming-Angebot vom CD-Album unterscheidet, vermag ich nicht zu sagen, da ein direkter Vergleich nicht möglich ist. Wenn ich das Abo habe, kauf ich ja nicht noch die CD. Was ich allerdings bisher bei Aldi Life Music so hatte, war eigentlich ganz ok. Soll in der Regel auch meist auf Tape, dafür ist die Quelle in Ordnung.
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#25
... da ist die Klangqualität brauchbar gut, vor allem aber ist es der Musikdienst der das größte Angebot an Musik für einen alten Zausel wie mich hat.

Für mich ist so ein Musikdienst aber kein Ersatz dafür, mir Alben zu kaufen. Ich sehe das eher als Möglichkeit, den musikalischen Horizont zu erweitern, wenn ich Alben entdecke, die ich wirklich gerne mag, kaufe ich mir die oft auch noch, mittlerweile sogar wieder als Vinyl.

Ich finde halt einfach den Systemstreit völlig überflüssig. Zu meiner Musiktruhenzeit hatte ich sogar Schellackplatten aus den fünfzigern, aus denen echtes HiFi rauskam, ich denke, prinzipiell kann man mit jeder Technologie Musik auf hohem Niveau hören. Was am Ende den Klang macht, sind ganz andere Kriterien - man kann halt ein Küchenmesser dazu nutzen, leckere Gerichte zu kochen, man kann aber auch jemanden damit erstechen - in beiden Fällen ist das Küchenmesser völlig unschuldig.

Gruß Frank
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#26
...praktisch ist es ja auch.

ich nutze das auch, um mal eben einen Re-Record durchzuführen, wenn ich feststelle: Oh, na die Qualität der damaligen Aufnahme ist nun nicht das gelbe vom Ei, manchmal hört man ja ein Band auch erst wieder nach Jahren, und inzwischen habe ich ganz andere Technik. Damals vielleicht auf einem TK Automatik aufgenommen und für gut befunden, reicht mir das heute vielleicht nicht mehr.

Das Aldi Life Music-Portal nutze ich auch auch nur deswegen, weil ich halt mit dem erworbenen Gerät damit kompatibel bin. Hätte ich vielleicht einen Tuner (o.ä.) gefunden, bei dem ich freie Wahl hätte, hätte ich vielleicht auch was anderes gewählt. Aber warum Spotify bezahlen, wenn ich es mit dem Player nicht nutzen kann.... Und das Gerät bietete auf einen Schlag mehrere Vorteile: DAB+ (weil UKW bei uns oft schwach), Internetradio (wahnsinnige Auswahl, auch ohne Gequatsche), Abspielen von USB-Sticks und eben diesen Dienst. Zudem hat das Teil einen echten Line-Out, sodass sich das Ganze an die vorhandene Anlage anschließen lässt, der Eigenklang mit den winzigen Speakern ist recht dürftig, als Stand-Alone-Lösung. Sicher wäre mir sowas wie ein Tuner als Einzelkomponente lieber gewesen, habe ich aber in meiner Budget-Klasse nicht wirklich gefunden.
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#27
Kann in diesem Zusammenhang jemand mit Erfahrungen dienen, die sich auf größere Audio Streamer beziehen ?
Also wie würdet ihr sowas wie den Denon DNP 800 NE oder den Yamaha NP-S 303 einschätzen ?

Ich suche ein Gerät, welches sich in meine bestehende Wohnzimmeranlage einfügt und dabei ebenfalls wie ein Hifi- Baustein aussieht. Sowas wie Raspberry oder PC will ich nicht an meiner Anlage haben, gefällt mir halt nicht...

Grüße, Rainer
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#28
kurz zusammengefasst - die Dinger sind teuer, funktionell eingeschränkt, und wenn man Streaming wirklich ernsthaft betreiben will, kommt man um die Smartphone App eh nicht herum, weil die mickrige Bedienfront mit der Verwaltung größerer Medienmengen schnell überfordert ist, und die mitgelieferten altmodischen Fernbedienungen nicht wirklich Abhilfe schaffen.

Einen Raspi kann man in ein kleines Gehäuse packen und hinter die Anlage werfen, dann sieht man ihn gar nicht - und mit dem Smartphone bedienen kann man ihn auch, man hat sogar den Vorteil der freien Software-Auswahl, während man bei den Streamern von Denon und Co. auf die meist grottenschlechten Apps der Hersteller angewiesen ist, die außerdem in ein paar Jahren nicht mehr gepflegt werden.

Streaming und konventionelles HiFi liegen konzeptionell weiter auseinander, als Röhrenradio und HiFi-Komponentenanlage. Der Versuch, einen Streaming Client in das Bedienkorsett einer normalen HiFi-Komponente zu zwängen, kann nur gelingen, wenn man auf große Teile der Möglichkeiten verzichtet, die Streaming zu bieten hat. Streaming ist immer noch eine neue Technologie, bei der sich ständig was ändert - da ist man mit einer offenen Lösung wie dem Raspi eindeutig besser beraten als mit einer HiFi-Komponente mit festgezimmertem Funktionsumfang, die schon veraltet ist, wenn man sie nach Hause getragen hat.

Gruß Frank
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#29
Den Denon und den Yamaha kann man laut Beschreibung beide auch per Smartphone-App bedienen. Die Frage ist natürlich, was die Apps können.
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#30
Eine sehr dezente Lösung ist das Audioquest Dragonfly , ein USB DAC ,das sich durch mitgelieferten Adapter auch an Handy oder Tablett anschliessen
lässt. Es müsste dann ein Cinch Kabel zur Anlage griffbereit sein und die Musik läuft. Wer ernsthaft gute Aufnahmen machen will, muss aber einen Bezahlanbieter
nehmen, Spotify mp3 ist den Zeit aufwand nicht wert ,in der Bezahlversion kann man die Datenrate selbst wählen,das ist in der höchsten Auflösung
schon eine andere Hausnummer.
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#31
speakermaker,'index.php?page=Thread&postID=269130#post269130 schrieb:Wer ernsthaft gute Aufnahmen machen will, muss aber einen Bezahlanbieter
nehmen, Spotify mp3 ist den Zeit aufwand nicht wert

Ich wollte mal wissen was Spotify Free zumindest im Frequenzspektrum sagt:
Im Stream sind Frequenzen bis 17 Khz sichtbar.
Dann kommt der Cut.
Vielleicht habe ich das auch falsch ermittelt, Streamausgabe von Spotify Free in Linux direkt auf Eingangsinterface umgeleitet und dann in Arta das Spektrum bewertet.

   

Das sagt natürlich wenig darüber aus was und wie komprimiert wurde.
Trotzdem hört sich das Spotify Free Angebot zumindet für meine alten Ohren manierlich an.

Gruß, Jan
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#32
Es bleibt aber bei 320 kbit/sec ..
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#33
und Spotify Free....nervt die Werbung zwischen den Tracks. Ich sitze ja nicht immer daneben, wenn ich mir ne Playlist aufnehme...

Ist auch immer eine Frage des Budgets. Das Denon-Teil finde ich schon recht gut, aber knapp 400 Tacken kriege ich weder bei der Regierung, noch mit dem Haushaltsbudget vereint. Für die gelegentliche Nutzung, mal ein Album zu re-recorden, reicht mir die Discounter-Lösung für knapp 100 Euronen völlig aus. Man ist dabei zwar an die hauseigene Plattform gebunden, diese bot mir bisher aber ausreichende Auswahl. Exotische Sachen sind da freilich nicht vorhanden, dafür gibt es dann aber auch noch andere Lösungen, die man dann, nebenher zur Büroarbeit, auch am PC realisieren kann.... Und dann kauf ich mir bei exotischen Sachen dann doch lieber eher die Platte...
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
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#34
speakermaker,'index.php?page=Thread&postID=269149#post269149 schrieb:Es bleibt aber bei 320 kbit/sec ..
Ja und?
Viele Grüße
Jörg
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#35
ReFuchs,'index.php?page=Thread&postID=269202#post269202 schrieb:und Spotify Free....nervt die Werbung zwischen den Tracks. Ich sitze ja nicht immer daneben, wenn ich mir ne Playlist aufnehme...
Nimm doch den Player auf deren Webseite, da gibt's keine Werbung
Viele Grüße
Jörg
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#36
Das Dragon Fly ist schon recht hübsch, ist aber eher etwas für unterwegs um den Kopfhörer mit dem Handy zu verheiraten. Klar, Anlage anschließen kann man auch, aber dann liegt das Handy in Anlagennähe... Gefällt mir schon wieder nicht... Big Grin Und dann der Preis: Knapp 200,- für den "Red" und knapp 300,- für den Blue, also für ein Gerät von der Größe eines USB- Sticks... Ich glaube dafür bin ich zu "ewig gestrig", für solch einen Kurs darf die Hardware gerne ein bisschen größere Ausmaße haben. Aber danke für diesen Denk- Anstoß, denn irgendwas hat das Ding ja trotzdem...
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#37
GDR 22,'index.php?page=Thread&postID=269212#post269212 schrieb:Das Dragon Fly ist schon recht hübsch, ist aber eher etwas für unterwegs um den Kopfhörer mit dem Handy zu verheiraten. Klar, Anlage anschließen kann man auch, aber dann liegt das Handy in Anlagennähe... Gefällt mir schon wieder nicht... Big Grin Und dann der Preis: Knapp 200,- für den "Red" und knapp 300,- für den Blue, also für ein Gerät von der Größe eines USB- Sticks... Ich glaube dafür bin ich zu "ewig gestrig", für solch einen Kurs darf die Hardware gerne ein bisschen größere Ausmaße haben. Aber danke für diesen Denk- Anstoß, denn irgendwas hat das Ding ja trotzdem...
Wie gesagt, da favorisiere ich dann schon eher oben benanntes Denon-Gerät. Vielleicht tut sich sowas mal gebraucht auf. Vernetzen von PC und so soll ja nicht gemacht werden, sondern eben eher eine Möglichkeit, auf Internet-Radio, Streaming-Dienst und USB-Medien zugreifen zu können, und das ganze noch im zusammenhang mit etwas "HiFi-Ästhetik", also einem Gerät, was sich in eine HiFi-Anlage mit Bandmaschinen, Tapedecks, Plattenspieler und Röhrenverstärker auch optisch integriert.
Das Medion-Dingens ist zwar auch eher ein kleiner Würfel, sieht so aber eigentlich ganz gut aus...
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
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#38
Hallo Zusammen,wir nutzen auch Spotify in der Familie. Zu den technischen Aspekten:
Soweit mir bekannt ist, verwendet Spotify OggVorbis als Codec. In der freien Version bis max. 160 kbit/s (Qualität = "hoch" hier maximal einstellbar). In der Bezahlversion dann bis max. 320 kbit/s (Qualität = "sehr hoch", muss explizit eingestellt werden).
Die freien Streams sind zudem in der Basisbreite etwas aufgezogen, was im Klangeindruck schon deutlich auffällt. Zumindest bei Stücken die man gut kennt fällt das sofort auf. Manche alte Aufnahmen die schon mit Stereo expierimentiert haben (z.B. Yello) zerreist es förmlich :evil: Das habe ich aber bei Qualität "sehr hoch" noch nicht fest gestellt.



Positiv ist mir aber aufgefallen das die Lautheit und Dynamik nicht zusätzlich angepasst bzw. komprimiert wird, sondern sich wohl recht ehrlich an die dahinterliegenden Alben hält. Das sind oft aber remasterte Alben, die hier schon start variieren können. Die Album Ausgaben werden (zumindest mit Erscheinungsjahr) angezeigt. Ich selbst habe von einigen Alben schlechtere CD Ausgaben als ich auf Spotify streamen kann. Ich meine, man sucht hier scheinbar nicht grundsätzlich die schlechtesten Ausgaben aus. Von daher gehe ich immer positiv an die Sache herangehen.
Auch die Spotify Vorschläge gefallen mir, die Treffgenauigkeit ist manchmal verblüffend - man lernt interessante (eben auch "alte") Neuigkeiten kennen :thumbsup:


Was ich auch gemacht habe ist ein Vergleich zu vermeintlich gleichen CD Alben die ich selbst besitze (gleiches Erscheinungsjahr wie bei Spotify gelistet). An den Beispielen Brothers in Arms (Dire Straits) und Night Music (Joe Jackson) habe ich beide mit Audacity digital aufgenommen. Also jeweils die Spotify Streams und die CD's. Die habe ich dann digital synchronisiert, also Sample-genau auf Deckung gebracht und dann die Differenz gebildet. Also ja selbst bei der 320 Kbit/s / CD Differenz bleibt ein "Musikschatten" bei weniger als -60db übrig an dem man das Stück sogar noch erkennen kann. Bei den 160 Kbit/s ist es etwas mehr - aber hier erkennt man vor allem die aufgezogene Basisbreite dann ganz klar.


Dann gutes Streamen
Frank


P.S. Das gibt nur meine Erfahrung wieder, die kann bei Jedem ggf. anders ausfallen.
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#39
Hallo Frank, das klingt ja alles schon sehr interessant.

das wäre mir aber alles zu zeitintensiv und zu kompliziert, zumal ich nicht einmal einen PC mit Soundkarte habe, sondern nur einen ollen Server, wirklich nur für die Steuer und die Dienstplanung.

In erster Linie, erwähnte ich ja schon, geht es mir ja darum, fehlendes zu ergänzen oder noch schlechteres irgendwie re-zu-recorden. Dafür eignet sich das schon ganz gut. Da ich nun auch keine audiophilen Ansprüche habe und auch mal billigere TypI-Bänder verwende, reicht das insoweit. Das Material, was ich suche, stammt ohnehin meist aus alten Analog-Aufnahmen (z.B. alte Rave-Satellite Sendungen aus den 90ern)...

Schlimm sind dagegen echt Internet-Sender, die zwar absolut geile Mucke spielen (z.B. skandinavischen Pagan-Metal) aber dann nur in 64kb/s streamen. Das macht dann wirklich keinen Spaß.
A77 2- und 4-Spur, G36, RFT SK 3930, RFT CAW-WI, SP 3930 und REMA 2072 + B2725 konstant
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#40
HiFi-Frank,'index.php?page=Thread&postID=269218#post269218 schrieb:Bei den 160 Kbit/s ist es etwas mehr - aber hier erkennt man vor allem die aufgezogene Basisbreite dann ganz klar.

Hallo Frank,
danke für die Erklärungen.
Nur für mich: wie erkennt man die aufgezogene Basisbreite in der von dir beschriebenen Differenzbildung?
Wie kann man das aus dem größeren Differenzpegel ableiten?

Zum Kodierungsverfahren Ogg Vorbis und dessen Qualität im Vergleich zum menschlichen Hörvermögen steht bei Wikipedia:
"Hörtests ergaben transparente Ergebnisse ab 150 bis 170 kbit/s (Vorbis-Qualitätsstufe 5)"

oder in einer anderen Sprache:
"High bitrates (greater than 128 kbit/s): most people do not hear significant differences. However, trained listeners can often hear significant differences between codecs at identical bitrates, and aoTuV Vorbis performed better than LC-AAC, MP3, and MPC."

Positiv ist auf jeden Fall das Spotify auch in der Free Version wahrscheinlich keine eigenständigen Egalisierungen am Content vornimmt.

Grüße Jan
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#41
Zitat: das wäre mir aber alles zu zeitintensiv und zu kompliziert, zumal ich nicht einmal einen PC mit Soundkarte habe, sondern nur einen ollen Server, wirklich nur für die Steuer und die Dienstplanung.
@ReFuchs: Da bin ich ganz bei Dir. Man benötigt schon eine etwas audiophile Ambitionen oder einen guten Köpfhörer das die 160 Kbit/s auffallen. Und das mit der Basisbreite stört ggf. auch nicht. Hängt von der Anlage, Aufstellung und natürlich von der (eigenen) Raumakustik ab. Und eben auch davon, ob das bei der Mischung nicht schon hoch beansprucht bzw. künstlich hochgezogen war. Ich kann mir vorstellen das Spotify das macht um der Mehrheit der Nutzer, vornehmlich beim mobilen Streaming mit In-Ears, auch etwas einzuschmeicheln. Es bringt ja künstliche Raumverbreiterung und man will ja Kunden gewinnen und nicht verlieren. Das ist sicher auch der Grund warum das in Qualität = "sehr hoch" dann auch weggelassen wird. Macht ja alles extra Aufwand...


Zitat: Nur für mich: wie erkennt man die aufgezogene Basisbreite in der von dir beschriebenen Differenzbildung?
@Ferrograph: Die Differenzbildungsfunktion im Audacity zieht die gesampelten Beträge zu jedem Abtastzeitpunkt voneinander ab. Am besten belässt man die Daten dabei im Audacity internen 32-Bit Format. Übrig bleibt der Unterschied, falls es einen gibt. Dieser Rest ist nach der Umkonvertierung (z.B. in Flac oder MP3 o.ä) und DA-Umsetzung Plus Filterung (z.B. durch die Soundkarte) die hörbare Differenz. Bei gleicher Basisbreite gibt es eigentlich keine Ausreißer in diesem Differenzsignal, es bleiben an Akkordgrenzen oder bei Instrumenten-/Gesang Einsatz immer nur kleine "Geräuschfahnen" übrig, die im Pegel vielleicht zwischen -60db und -70db, ggf. noch etwas tiefer liegen. Diese sind zwischen Links und rechts auch sehr gleich verteilt, kaum Unterschiede zu sehen.
Basisbreitenänderungen fallen dann durch plötzliche, deutlich größere Differenzen, meist in einem der beiden Kanäle auf. Da bäumen sich deutliche Spitzen aus dem übrigen, flachen Brei. Bei Tönen die deutlich links oder rechts positioniert sind, ist das am besten zu sehen.
Aber vor allem hört man recht deutlich das links und rechts weiter auseinander scheinen, alles klingt breiter als die gewohnte Lautsprecherbühne das abspielt.

Beste Grüße
Frank
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#42
O.k. jetzt hab ich`s verstanden.
Basisbreitenveränderung erkennbar durch:
HiFi-Frank,'index.php?page=Thread&postID=269236#post269236 schrieb:größere Differenzen, meist in einem der beiden Kanäle
Danke nochmals Frank.

Gruß, Jan
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#43
Das mit der Basisbreite bei Spotify Free hab ich mal getestet. Das klingt jetzt nicht unangenehm, wenn man das so auf Tape bannt. Ich finde, das hat was....
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#44
timo,'index.php?page=Thread&postID=269109#post269109 schrieb:Den Denon und den Yamaha kann man laut Beschreibung beide auch per Smartphone-App bedienen. Die Frage ist natürlich, was die Apps können.

das schrob ich ja auch in meinem Posting vor Deinem. Smartphone Apps gehören mittlerweile fast überall dazu, auch die meisten AV-Receiver lassen sich heute per Smartphone App bedienen, um eben den begrenzten Funktionsumfang einer Frontplatte und eines kleinen Monocrom-Displays auszugleichen. Trotzdem merkt man den Geräten üblicherweise an, dass sie von Leuten entwickelt wurden, die in klassischer Unterhaltungselektronik denken. Die Apps, die zu solchen Geräten dazugehören, bekommen fast immer übelste Benotungen. Was ich dann für noch wichtiger halte, ist, dass die Geräte "proprietär" sind. Streaming entwickelt sich bei den Angeboten und auch bei den Technologien noch sehr dynamisch, ein Standard ist in weiter Ferne. Da macht es Sinn, einen Streaming Client zu haben, den man per Software immer wieder anpassen kann, was bei Denon und Co. sicher nicht der Fall sein wird.

Wenn ich mir das alles hier so durchlese, fällt mir eins besonders ins Auge, was mir schon früher in Kreisen von HiFi-Jüngern aufgefallen ist. Man hört nicht um des Hörens willen, sondern hört mit Messgeräten. Ganz ehrlich, wenn es mir um die Messdaten ginge und nur um die Messdaten, dann würde ich mit Streaming gar nicht erst anfangen. Ich würde dann aber auch kein UKW mehr hören oder Bänder, die mit 9,5cm/sek in Viertelspur aufgezeichnet wurden. Wenn ich Maßstäbe eines Gourmet-Tempels an ein Schnitzel-Restaurant anlege, kann das Schnitzel-Restaurant nur verlieren, und ich werde niemals erfahren, dass es Situationen gibt, in denen es mehr Spaß macht, in einem Schnitzel-Restaurant zu essen als in einem Gourmet-Tempel. Um es nochmal zu sagen - es ist NICHT oberstes Ziel von Streaming, den Klang weiter zu optimieren. Vielmehr geht es darum, große Mengen an Medien in brauchbarer Qualität auf Knopfdruck verfügbar zu machen, und das Ganze nicht nur zuhause vor dem audiophilen Hausaltar, sondern überall. Wenn mich das nicht interessieren würde, würde ich es lassen.

Das Schöne ist ja, dass man beides parallel machen kann - Musikhören als Ritual pflegen und Musik beim Hausputz hören, im Auto, oder einfach mal was durchhören, was man noch nicht kannte. Für ersteres würde ich dann aber kein Streaming benutzen, für alles andere ist Streaming optimal und eine echte Bereicherung.

Gruß Frank
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#45
Mittlerweile habe ich mich entschieden - es ist der Bluesound NODE 2i geworden. Nachdem die HiFi-Profis in Mainz mir nur mit wachsweichem Geschwätz richtig teure Geräte empfohlen haben, wurde ich bei HiFi-Regler sehr gut beraten und habe einen Top-Preis bekommen.
Danke für eure Tipps, wenn das Gerät an der Anlage hängt, schreibe ich hier ein paar Erfahrungen... Wink
Damit ist es auch sicher, dass ich meinen REVOX B260 Tuner abgebe - wenn jemand Interesse hat, gerne per PM.

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#46
Kurzer Zwischenbericht zum Streamen:
Der NODE 2i ließ sich rasch integrieren. Die Software läuft auf Handy und PC, letzteres war leicht zu installieren, beim Smartphone musste ich die App zweimal draufziehen, bis es geklappt hat. 
Die Bedienung ist schlüssig und komfortabel und bei PC und Handy gleich. Einen eingesteckten Stick hat das Gerät sehr schnell indiziert, Spotify läuft per PC in der höchsten Qualitätsstufe, mit dem Handy nur auf "automatisch". Laut Audacity werden immerhin Frequenzen bis knapp über 17kHz erreicht.
Die wichtigsten HiRes-Anbieter sind integriert, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Über den USB-Stick abgespielte Titel (wav) klingen wie gewohnt sehr gut. Analoge und digitale Ein-/Ausgänge sind vorhanden und da der NODE nicht nur Bluetooth empfangen sondern auch senden kann, könnte man auch angeschlossene Geräte per Kopfhörer kabellos abhören. Eine 3,5" Klinkenbuchse gibt es zusätzlich.
Internetradio steht in Hülle und Fülle zur Verfügung, die Favoritenliste erleichtert die Bedienung.
Das Gerät ist relativ klein und chic, also das Richtige für's Wohnzimmer, wenn es denn endlich fertig renoviert ist ;-) .

Und so schaut's aus:

   

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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