Episcop
#1
Es wird ein Episcop angeboten.
Dazu eine kleine Geschichte aus meiner Jugendzeit:

Ich ging damals in eine Schule für Sehbehinderte. Diese war an ein Internat gekoppelt. Ca. 100 Schüler waren dort untergebracht. Es gab einen Fernsehraum, dort stand ein RFT-Fernseher mit einer 47er Bildröhre. Etwas klein für so viele Kinder.
In dem gleichen Zimmer stand auch so ein Episcop. Manchmal las der diensthabende Betreuer etwas aus einem Buch vor. Die Bilder zu der Geschichte wurden dann mit dem Gerät an die Wand projiziert.
Meine Idee war es nun Episcop und Ferseher zu vereinen, um ein größeres Bild für den Fernseher zu haben.
Also, Fernseher auf den Rücken gelegt um das Episkop über dem Bildschirm zu platzieren.
Ob die Sache von Erfolg gewesen wäre?
Ich konnte es leider nicht ausprobieren.
Wurde vom Heimleiter erwischt. Statt eines Lobes für die Idee gab es vier Wochen Fernsehverbot.
Hätte ja sein können, dass es klappt.
Heute gibt es dafür Beamer.

Gruß Gerald
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#2
Hallo Gerald,

die Idee an sich ist ja nicht schlecht, aber vermutlich wäre das Bild etwas zu dunkel.
Das von mir angebotenen Episkop verfügt laut Internet über 2 Lampen á 1000 W.

In der Zeit, bevor Beamer "an jeder Ecke" zu bekommen waren, gab es einen Zusatz zu einem Overheadprojektor.
Es handelte sich um einen transparenten Flachbildschirm - etwa im Format A4 - der statt einer Folie aufgelegt wurde und damit sollte man den Projektor zu einem Beamer machen können.

Ich meine, bei einer Funkausstellung vor vielen Jahren einmal einen Versuch gesehen zu haben, aus einem kleinen Fernseher mit spiegelverkehrtem Bild und einer großen Linse einen Beamer zu bauen.
Kam aber nie in den Handel.

Naja, bin mal gespannt, ob sich jemand für das Episkop interessiert.

Gruß

Alfred
Meine Bandmaschinen u.a.: Studer A807, Telefunken M15A, Revox A77, B77, A700, Sony TC-788-4, Uher Royal de luxe, Uher Variocord, Grundig TK125, National RQ 300S...
Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.
http://www.sender-zitrone.de/
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#3
Naja, damals als Schulkind. Was wusste man schon von erforderlicher Leistung und so.
Im Gegenteil, die Lampen im Episcop hätte man sparen können. Die Bildröhre gab ja Licht. Hätte der Heimleiter den Versuch beenden lassen.
Man wäre wohl um eine Erfahrung reicher.
Oder es hätte Messegold gegeben. Smile
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#4
Moin aus Hamburg, hallo Gerald!

Pädagogisches Personal (und eigentlich auch alle Anderen) sollte Entwicklungen fördern und nicht behindern!

Mitfühlende Grüße von

Hannes
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen Smile
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#5
Die Geschichte ist ja mindestens 45 Jahre her. Der Heimleiter hatte wohl mehr Angst um den Fernseher als vor einer neuen Erkenntnis. Hätte er den Versuch zu Ende führen lassen, hätte man festgestellt, daß die Leuchtkraft der Bildröhre dafür nicht ausreichend ist.
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