15.04.2005, 19:22
Als Gewohnheitstier bin ich immer sehr froh, wenn mir etwas neues, fremdes auf's Auge gedrückt wird. Ohne Einfluss von aussen landet man immer wieder in jenen Pfaden, die man im vorangegangenen Kreislaufen höchstselbst ausgetrampelt hat. Spartenradio fördert diese Entwicklung - man hört das, was man will und merkt nicht einmal, was einem entgeht. Anders ausgedrückt: Man stumpft ab!
Wildes Aneinanderreihen von Gegensätzen bringt's aber auch nicht - es ist der gelungene Wortbeitrag, der genial gesponnene rote Faden, der dafür sorgt, daß Konsumiertes als Wissen verankert bleibt. Schon alleine deswegen, weil in lebendiger Vortrag eines Moderators dafür sorgt, daß man sich auch nach Wochen noch im Plattenladen an einen Komponisten, einen Interpreten erinnern kann.
So habe ich, musikalisch zwischen dröhnenden Drums, sägenden Gitarren und nuschelnden Barden zu Hause, im Deutschlandradio einen Beitrag über einen Komponisten aus der alten Musik (glaube ich zumindest) names Ignaz Franz Biber gehört. Das Werk hiess "Die Rosenkranzsonaten" und fasziniert hat mich, wie dieser Komponist durch völlig andere Stimmungen der Geige völlig andere Stimmungen in der Musik erzeugte.
Für mich war die Geige ein Fixpunkt, so gebaut, so gestimmt, so gespielt. Ich sah es als Element der Rock- und Pop-Musik an, daß im lockeren Umgang mit diversen Stimmungen eines Instruments gewisse Effekte erzielt werden. Daß - wiedereinmal - "alles schon mal da war" und das, was man damit erreichte, war spannend zu lernen und sitzt im Gedächtnis.
Aber so eine Sendung zu machen, das dauert, das kostet Zeit und Geld, und vor allem: Es braucht einen Fachmann, der nicht nur etwas weiss sondern der sein Wissen auch mit Begeisterung weiter vermitteln kann, auch an die Ignoranten wie mich, die eigentlich etwas anderes hören wollten aber wegen schlechter Empfangslage nicht konnten.
Diese Art Rundfunk - darüber bin ich mir im Klaren - wird verschwinden. Es ist der Rundfunk der Idealisten, der Fachleute, derer, die zuletzt nach dem Profit fragen sondern zuerst nach dem Gewinn für die Hörer.
Fachleute und Idealisten gibt es, es fehlt daran, diese Arbeit bezahlen zu wollen und zu können, sich mit einer schwarzen Null zufrieden geben zu können statt auf Gewinne aus Werbeeinnahmen fixiert zu sein.
Wächst vielleicht im Internet etwas nach? Es gibt ja schon viele kleine Radiostationen, die quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit senden. Dafür braucht es wenig Geld für den Betrieb, Idealismus und Fachwissen laufen nicht ganz gegen die monetäre Wand.
Ist das Net eine Alternative für alternativen Rundfunk ohne "Äther"?
Wildes Aneinanderreihen von Gegensätzen bringt's aber auch nicht - es ist der gelungene Wortbeitrag, der genial gesponnene rote Faden, der dafür sorgt, daß Konsumiertes als Wissen verankert bleibt. Schon alleine deswegen, weil in lebendiger Vortrag eines Moderators dafür sorgt, daß man sich auch nach Wochen noch im Plattenladen an einen Komponisten, einen Interpreten erinnern kann.
So habe ich, musikalisch zwischen dröhnenden Drums, sägenden Gitarren und nuschelnden Barden zu Hause, im Deutschlandradio einen Beitrag über einen Komponisten aus der alten Musik (glaube ich zumindest) names Ignaz Franz Biber gehört. Das Werk hiess "Die Rosenkranzsonaten" und fasziniert hat mich, wie dieser Komponist durch völlig andere Stimmungen der Geige völlig andere Stimmungen in der Musik erzeugte.
Für mich war die Geige ein Fixpunkt, so gebaut, so gestimmt, so gespielt. Ich sah es als Element der Rock- und Pop-Musik an, daß im lockeren Umgang mit diversen Stimmungen eines Instruments gewisse Effekte erzielt werden. Daß - wiedereinmal - "alles schon mal da war" und das, was man damit erreichte, war spannend zu lernen und sitzt im Gedächtnis.
Aber so eine Sendung zu machen, das dauert, das kostet Zeit und Geld, und vor allem: Es braucht einen Fachmann, der nicht nur etwas weiss sondern der sein Wissen auch mit Begeisterung weiter vermitteln kann, auch an die Ignoranten wie mich, die eigentlich etwas anderes hören wollten aber wegen schlechter Empfangslage nicht konnten.
Diese Art Rundfunk - darüber bin ich mir im Klaren - wird verschwinden. Es ist der Rundfunk der Idealisten, der Fachleute, derer, die zuletzt nach dem Profit fragen sondern zuerst nach dem Gewinn für die Hörer.
Fachleute und Idealisten gibt es, es fehlt daran, diese Arbeit bezahlen zu wollen und zu können, sich mit einer schwarzen Null zufrieden geben zu können statt auf Gewinne aus Werbeeinnahmen fixiert zu sein.
Wächst vielleicht im Internet etwas nach? Es gibt ja schon viele kleine Radiostationen, die quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit senden. Dafür braucht es wenig Geld für den Betrieb, Idealismus und Fachwissen laufen nicht ganz gegen die monetäre Wand.
Ist das Net eine Alternative für alternativen Rundfunk ohne "Äther"?
Michael(F)
