05.06.2020, 11:25
Sprache ist im Großen und Ganzen soziale Übereinkunft, also entscheidet entweder die Mehrheit oder ein Experten-Gremium (z.B. Academie Francaise), was richtig ist. Die Duden-Redaktion liegt da irgendwo in der Mitte, die beobachtet die soziale Übereinkunft und sanktioniert die nach einer gewissen Etablierungsphase. Insofern bin ich absolut bei Holgi!
Genauso legitim ist es aber, bestimmte sprachliche Ausprägungen nicht zu mögen(!) und diese Abneigung auch zu kommunizieren. Aber da muss klar sein, dass das eine Geschmacksfrage ist. Eine solche Geschmacksfrage ist zum Beispiel, ob man in Ostösterreich seine vom Nachtmahl übergebliebenen Erdäpfel bis zum nächsten Tag im Eiskasten aufbewahrt, oder seine vom Abendessen übergebliebenen Kartoffeln im Kühlschrank. Beides völlig korrekt, letzteres tendenziell üblicher (vor allem Eiskasten ist ziemlich rar geworden), aber kann wunderschöne Glaubenskriege auslösen - eben weil es eine Geschmacksfrage ist. Und dass man über Geschmack nicht streiten kann, ist eine gefährliche Verkürzung - man kann sehr wohl, ganz ausgezeichnet und stundenlang sogar, es führt bloß zu keinem befriediegenden Ergebnis.
Genauso legitim ist es aber, bestimmte sprachliche Ausprägungen nicht zu mögen(!) und diese Abneigung auch zu kommunizieren. Aber da muss klar sein, dass das eine Geschmacksfrage ist. Eine solche Geschmacksfrage ist zum Beispiel, ob man in Ostösterreich seine vom Nachtmahl übergebliebenen Erdäpfel bis zum nächsten Tag im Eiskasten aufbewahrt, oder seine vom Abendessen übergebliebenen Kartoffeln im Kühlschrank. Beides völlig korrekt, letzteres tendenziell üblicher (vor allem Eiskasten ist ziemlich rar geworden), aber kann wunderschöne Glaubenskriege auslösen - eben weil es eine Geschmacksfrage ist. Und dass man über Geschmack nicht streiten kann, ist eine gefährliche Verkürzung - man kann sehr wohl, ganz ausgezeichnet und stundenlang sogar, es führt bloß zu keinem befriediegenden Ergebnis.
