22.02.2020, 01:03
Hallo,
die xx741 OPs gehören wohl noch zur ca. 2.ten Generation aller OPs aus dem vorigen Jahrhundert. Da gab es schon in den 70er Jahren von Seiten der Chip-Industrie Empfehlungen für bessere Nachfolger-Modelle, darunter zum Beispiel die mittlerweile auch längst überholten/veralteten JFET-Ops der Serien LF35x ( 351, 355, 356, 357) von NatSemi, danach die LF44x und andere. Inzwischen gibt es viele andere noch bessere OPs. Da der 741 und fast alle anderen OPs Standard-Pin-Out haben sind sie alle (mehr oder weniger) Austausch-kompatibel. Man muß nur bei den Pins für die Offset-Spannungen aufpassen (idR Pins 1 & 5), je nachdem, ob intern vorhanden oder nicht.
Ich mag da auch keine Ersatztypen nennen, weil es Hersteller-abhängige Bezeichnungen gab (zB bei TI TL08x Serie) und es mittlerweile da sehr viele Kandidaten gäbe. Außerdem gibt es auch bezüglich der Verbesserungen unterschiedliche Spezialisierungen und Präferenzen, je nachdem ob es sich um die "Audio-Performance" oder zB die Gleichspannungs-Präzision handelt. Da kann man dann auch unterschiedlich viele € pro OP investieren, um seine Ideale zu erreichen.
Dual-OPs im 14-Pin Gehäuse wurden irgendwann ziemlich unüblich. Die gab es schließlich sogar im 8-Pin Gehäuse, dann aber natürlich unter Verzicht auf Pins für spezielle Frequenzgang-Kompensation, wie sie der TBA231 noch hat. Die sind aber bei vielen modernen Breitband-OPs auch ohne Nachteil für Audio-Anwendungen verzichtbar, weil bei denen solche Klimmzüge garnicht mehr erforderlich sind, um gleichwertige Daten zu erreichen.
Insofern kann man auch den TBA231 ohne Not durch moderne OPs ersetzen, wenn man sich einen Adapter für moderne Dual-OPs oder zwei einzelne OPs bastelt. Ein bischen aufpassen muß man allenfals bezüglich Rauscharmut, je nachdem, ob der TBA231 als erster Verstärker direkt am Wiedergabekopf angeschlossen war, oder noch ein rauscharmer Transistor (oder 2) davor saß.
Die Hersteller-Landschaft hat sich ja seit dem vorigen Jahrhundert durch Übernahmen bzw Zusammenschluß mit früheren Wettbewerbern sehr geändert. Insofern guckt man bei der Suche nach aktuellen Chips am besten bei den heutigen Herstellern oder Distributoren zB unter "Audio-OpAmps" und ähnlichen Bezeichnungen nach Kandidaten für Ersatzbestückungen.
Natürlich findet man auch in Analog-Foren "Geheim-Tips" der Audio-Freaks auf der Suche nach dem Besten.
Wer nicht solche extremen Ansprüche hat, kann viele Chips der letzten Jahrzehnte einsetzen und die meisten werden besser sein als die alten 741er.
MfG Kai
die xx741 OPs gehören wohl noch zur ca. 2.ten Generation aller OPs aus dem vorigen Jahrhundert. Da gab es schon in den 70er Jahren von Seiten der Chip-Industrie Empfehlungen für bessere Nachfolger-Modelle, darunter zum Beispiel die mittlerweile auch längst überholten/veralteten JFET-Ops der Serien LF35x ( 351, 355, 356, 357) von NatSemi, danach die LF44x und andere. Inzwischen gibt es viele andere noch bessere OPs. Da der 741 und fast alle anderen OPs Standard-Pin-Out haben sind sie alle (mehr oder weniger) Austausch-kompatibel. Man muß nur bei den Pins für die Offset-Spannungen aufpassen (idR Pins 1 & 5), je nachdem, ob intern vorhanden oder nicht.
Ich mag da auch keine Ersatztypen nennen, weil es Hersteller-abhängige Bezeichnungen gab (zB bei TI TL08x Serie) und es mittlerweile da sehr viele Kandidaten gäbe. Außerdem gibt es auch bezüglich der Verbesserungen unterschiedliche Spezialisierungen und Präferenzen, je nachdem ob es sich um die "Audio-Performance" oder zB die Gleichspannungs-Präzision handelt. Da kann man dann auch unterschiedlich viele € pro OP investieren, um seine Ideale zu erreichen.
Dual-OPs im 14-Pin Gehäuse wurden irgendwann ziemlich unüblich. Die gab es schließlich sogar im 8-Pin Gehäuse, dann aber natürlich unter Verzicht auf Pins für spezielle Frequenzgang-Kompensation, wie sie der TBA231 noch hat. Die sind aber bei vielen modernen Breitband-OPs auch ohne Nachteil für Audio-Anwendungen verzichtbar, weil bei denen solche Klimmzüge garnicht mehr erforderlich sind, um gleichwertige Daten zu erreichen.
Insofern kann man auch den TBA231 ohne Not durch moderne OPs ersetzen, wenn man sich einen Adapter für moderne Dual-OPs oder zwei einzelne OPs bastelt. Ein bischen aufpassen muß man allenfals bezüglich Rauscharmut, je nachdem, ob der TBA231 als erster Verstärker direkt am Wiedergabekopf angeschlossen war, oder noch ein rauscharmer Transistor (oder 2) davor saß.
Die Hersteller-Landschaft hat sich ja seit dem vorigen Jahrhundert durch Übernahmen bzw Zusammenschluß mit früheren Wettbewerbern sehr geändert. Insofern guckt man bei der Suche nach aktuellen Chips am besten bei den heutigen Herstellern oder Distributoren zB unter "Audio-OpAmps" und ähnlichen Bezeichnungen nach Kandidaten für Ersatzbestückungen.
Natürlich findet man auch in Analog-Foren "Geheim-Tips" der Audio-Freaks auf der Suche nach dem Besten.
Wer nicht solche extremen Ansprüche hat, kann viele Chips der letzten Jahrzehnte einsetzen und die meisten werden besser sein als die alten 741er.
MfG Kai
