Sind hier Pinball Freunde unterwegs ...
#1
hallo,

mehr zufällig bin ich vor einigen Wochen Besitzer eines Flipperautomaten geworden. Genau das Modell, das im Partykeller eines Schulfreundes stand, als ich 17 war, ist als Dachbodenfund aufgetaucht, und da konnte ich nicht nein sagen. Und jetzt steht er hier, eine Baustelle mehr, ein Bally Space Time von 1973:

   

Ulkigerweise gibt es bei uns im Ruhrgebiet eine sehr rührige Szene, die sich mit den Kisten beschäftigt. Momentan bin ich noch etwas überfordert von den Schrittschaltwerken - der Flipper hat fünf oder sechs davon, alle vom langen Aufenthalt auf dem Dachboden verklebt und angerostet, ich habe noch keine echte Strategie, wie ich die Kiste der Reihe nach in Betrieb setzen soll. Mit dem Schaltplan kann man ein Zimmer tapezieren, und die Funktionsbeschreibung gibt nicht übermäßig viel her. Es ist schon der absolute Wahnsinn, was die Leute früher in Handarbeit als Serienprodukt hergestellt haben - die Auflagen dieser Flipper waren immer mehrere tausend Exemplare, mit handgebundenen Kabelbäumen und handverlöteter Technik:

   

Vom Innenleben des Zählwerkskastens habe ich noch kein Foto gemacht, es sieht aber so ähnlich aus. Gibt es hier im Forum auch ein paar Leute, die sich für solche Maschinen interessieren ? Mein Ziel ist ja immer noch eine Jukebox aus den fünfzigern oder sechzigern, und die kann man nur noch bezahlen, wenn man ein Restaurierungsobjekt kauft.

Gruß Frank
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#2
Hallo, Frank,

in meinem Partykeller steht ein Flipper und auch eine Jukebox.

Letztere funktioniert tadellos, eine Rock Ola Capri II.

Der Flipper hat vor knapp einem Jahr gerochen und gequalmt, seit dem steht er still. Ein Gottlieb System 1, „Pinball Pool“. Der einzige, der den angeblich wieder flott bekommt, ist der „Flipperdoktor“ aus dem Bremer Umland, der mich seit November 2018 vertröstet.

Hier die beiden Schätzchen.


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Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter www.tapemusic.eu[url=www.tapemusic.eu][/url]
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#3
die elektronischen Flipper haben den Nachteil, dass man öfter ohne Spezialteile nicht weiterkommt, sind aber im Prinzip sehr viel einfacher zu reparieren, als die alten Rappelkisten. In Deinem Fall würde ich auf einen Defekt im Netzteil tippen. Wenn Du elektronisch einigermaßen begabt bist, gibt es hier Informationen, wo man die Pläne herbekommt:

https://www.ipdb.org/machine.cgi?id=1795

Leider hat Gottlieb ein Copyright auf die Pläne verhängt. Für Bally Geräte kan man die Pläne einfach runterladen.

Gruß Frank
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#4
Ja, das ist wohl eine der Spulen im Netzteil, und, nein, da gehe ich selbst nicht dran.
Ich hatte andere Flippertechniker hier im Ruhrgebiet angesprochen, beim Namen Gottlieb winkten sie ab... ;(

Schöne Grüße

Rainer

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#5
Wenn Du einen Schaltplan von dem Ding hast, könnte ich zumindest mal gucken. Du wohnst ja nicht so weit weg von mir.

Dank des 3D-Druck Hypes und China gibt es heutzutage preiswerte Industrienetzteile mit den gängigen Spannungen in allen Größen. Da würde ich das alte Netzteil nicht mehr instandsetzen, sondern einfach ein anderes einbauen.


Dein Flipper ist total niedlich - ich hatte viele Jahre einen Gottlieb Magnotron von 1974, Dein Modell stammt so aus der Übergangszeit zwischen Mechanik und Elektronik. Optisch sieht er noch wie ein alter aus, hat aber schon ein elektronisches Innenleben. Mit den Flippern heutiger Machart kann ich nichts mehr anfangen, die wirken irgendwie wie verzweifelte Versuche, das Videospiel-Erlebnis in die Flipperwelt zu übertragen.


Gruß Frank
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#6
Stimmt, im Kopfteil sind einige Platinen, für die Spannungversorgung, die Spiellogik, etc. Soll ich mal versuchen, an einen Schaltplan zu kommen? Etwas Bauchschmerzen hätte ich aber schon, anderes als Original einzubauen.


Und: ich konnte einmal mit dem Fachmann aus dem Norden telefonieren, er meinte, das Netzteil zu reparieren (er hat meist aufbereitete, funktionierende Altteile für einen Austausch dabei) sei das eine, der Grund fürs durchbrennen müsse aber auch gefunden werden. Hmm...

Schöne Grüße

Rainer

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#7
versuch mal, an einen Schaltplan zu kommen, das kann auf jeden Fall helfen. Wie sieht es denn mit Deinen eigenen Elektronik-Fähigkeiten aus ? Netzteildefekte bei so alten Geräten müssen keine Ursachen haben, von den Elektronik Komponenten hat das Netzteil am meisten auszuhalten, und altert daher auch am schnellsten.


Gruß Frank
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#8
Hi Frank,

würden diese Zeichnungen weiterhelfen?
Lt. Aussagen in Foren sind die Grundlagen in allen System1 gleich.
http://www.pinrepair.com/sys1/index.htm#tools

Die Netzteil-Platine sollte o.k. sein, die ist schon mal ausgetauscht worden, der restliche Zustand ist gut bis sehr gut.

Schöne Grüße

Rainer

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#9
Das Netzteil selber ist scheinbar eine Kombination aus Schaltnetzteil und längsgeregeltem Netzteil. Ist der Flipper denn komplett tot ? Wenn ja, könnte es auch ein Netzentstörfillter o.ä. sein.


Gruß Frank
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#10
Nein, Frank,

er scheint ganz normal zu funktionieren, erst im Spiel merkt man, dass er nicht richtig zählt oder Targets nicht wieder hochstellt oder so was. Es hat auch nur aus dem „Bauch“ geraucht und gerochen, wo die Trafos sitzen.
Dazu habe ich noch nirgendwo was gefunden. Würden dir die Zeichnungen im Link was sagen?

Es könnte sein, dass sich bald hoher Besuch in dem Partykeller einfindet. Da wäre ich schon happy, wenn er wieder für Wettbewerbsrunden zur Verfügung stünde. Ich habe ihn seit 2003, seit dem war er nur zwei mal ausgefallen.

Schöne Grüße

Rainer

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#11
Hallo, Frank,

ich habe erst nach erneuter Inaugenscheinnahme meines Flipper‘s Innenleben diesen mit deinem vergleichen können: welch gewaltiger Unterschied! Dagegen ist mein Kabinett ja leer, bis auf die Trafos. Und unterm Spielfeld sieht‘s natürlich ähnlich aus. Viel Erfolg damit!

Schöne Grüße

Rainer

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#12
So, am großen Mac habe ich auch schöne Bilder, von einer Profi-Lichtbildnerin aus HH gemacht.
Läuft wieder alles so schön wie es aussieht.


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Schöne Grüße

Rainer

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#13
irgendwie werden da wieder Erinnerungen wach, tolle Fotos :thumbsup: . Sowas steigert die Motivation, meinen "Partykeller in der ersten Etage" endlich in Angriff zu nehmen.

Ein Tipp noch zum warm werdenden Elko - wenn Du den mit einem Amperemeter und einem kleinen Vorwiderstand von ein paar Ohm in Reihe schaltest, und ihn an eine Spannungsquelle anlegst, muss zuerst ein relativ hoher Strom fließen, so, als ob nur das Messgerät und der Widerstand existieren würden, und nach kurzer Zeit muss der Strom immer weiter runtergehen, und am Ende quasi null betragen. Als Vorab-Test kannst Du das auch einfach mit dem Ohmmeter machen, das ja auch eine kleine Spannungsquelle ist. Hier nur darauf achten, dass die Polarität stimmt, und der Elko vor dem Test entladen ist - je nach Kapazität und Spannung kann sonst Dein Multimeter zu leuchten anfangen. Das Messgerät muss dann zuerst null Ohm anzeigen, und dann muss der Wert relativ schnell in Richtung unendlich hochlaufen.

Wenn der Elko im Testbetrieb auch bei Nennspannung kalt bleibt, und nach dem Aufladen kein oder nur noch ein ganz kleiner Strom im uA Bereich oder kleiner fließt, musst Du in der Schaltung weitersuchen, weil der Verdacht besteht, dass der Elko Wechselspannung bekommt. Wenn man einen gepolten Elko an Wechselspannung legt, wird er warm, und kann sogar explodieren. Die Hauptursache für Wechselspannung an einem Elko ist nach meiner Erfahrung eine angeschossene Diode oder ein angeschossener Gleichrichter - auch das lässt sich messtechnisch ermitteln - in Sperrichtung muss die Diode einen unendlich hohen Widerstand haben. Ist das nicht der Fall, würde ich so ein Cent-Bauteil lieber einmal zu viel tauschen, als einen Folgefehler zu riskieren.

Gruß Frank
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#14
Danke, Frank, ich bleibe dran!

Schöne Grüße

Rainer

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#15
Du hattest recht, Frank!
Dem Kondensator ist eine Diode vorgeschaltet, die einen Kurzschluss hatte. Er bekam also Wechselstrom.
Ich habe beides ausgewechselt, immerhin hat der Kondensator nach Stunden im Einsatz ja mal gerochen.

Danke noch mal!

Erster Test war unauffällig!

Besser bin ich beim äußeren Restaurieren. Die Spielfläche wurde nachgemalt. Die mehrfach gebrochenen Plastics nachgebaut (Bastlerglas ausgesägt, die alten Dekore eingescannt, an den Fehlstellen ergänzt und retuschiert, auf SK-Folie ausgedruckt und aufgeklebt) und gemäß einem Tippdes Flipperdoktors lose angeschraubt, damit sie nachgeben können, wenn die Kugel sie trifft. Seitdem ist auch nichts mehr gebrochen.

Dem ziemlich verhunzten Korpus beizukommen, war schwieriger: ich habe alle Seiten winkelgerecht fotografiert und vermessen. Im Grafikprogramm die exakten Maße als Kontur angelegt und die Fotos darein montiert. Nun alle Zeichnungselemente nachzeichnen und die allgemeine Optik nachempfinden. Hat etwas gedauert, bis ich gespritzten Eindruck mit den aufgelösten Konturen hinbekommen habe. Und das kleine Gesprenkel im gesamten Fond. Hat hingehauen. Die Mega-großen Dateien dann zu einem Digitaldrucker gebracht, der das auf 3M-SK-Folie gedruckt hat.

Dann „nur noch“ ausschneiden und aufkleben. Kann sich aber sehen lassen.

Wenn du dahin gehend mal Hilfe brauchst: bitte melden.


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Schöne Grüße

Rainer

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#16
ich wollte mich nochmal melden. Ende letzter Woche habe ich auf ZDF Info die Folge von "Das war dann mal weg" gesehen, wo der Partykeller behandelt wurde. In dieser Sendung durfte man Deinen Partykeller live erleben, war sehr schön, und hat mich wieder einmal traurig gemacht, dass unser riesiges Haus keinen Kellerraum bietet, der für sowas zu gebrauchen wäre.

Gruß Frank
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#17
Huhu Smile
Ich war und bin ein begeisterter Pinball Wizard.
Heute gibt s ja nicht mehr allzu viele Flipper, da ich aber gern Kreuzfahre, da sind immer 1-2 Flipper an Bord. Allerdings oft kaum spielbar, wenn man das Original kennt ;(
Aber Spaß macht s schon noch....

LG
Mike
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#18
was ist denn mit den Flippern auf Kreuzfahrtschiffen ? Sind die kaputt, oder kannst Du mit den neumodischen Flippern nichts mehr anfangen ?

Die Flipperautomaten werden technisch ganz grob in drei Epochen eingeteilt - einmal die elektromechanischen mit Relaistechnik und mechanischen Zählwerken, dann die sogenannten "Early Electronics", die schon elektronische Anzeigen und Mikroprozessorsteuerung hatten, aber ansonsten den elektromechanischen Geräten noch sehr ähnlich waren, und dann die, die im Zählwerkskasten keine einzelnen Anzeigen mehr haben, sondern ein Display, und die vom Spiel her wesentlich komplexer sind, um gegen die Videospiele noch konkurrieren zu können. Diese Epoche hat in den neunziger Jahren angefangen, und die Firma Stern baut derartige Geräte bis heute neu.

Ich persönlich kann mit den neuen Flippern nichts anfangen - sie sind zu kompliziert, und können trotzdem mit Videospielen nicht wirklich konkurrieren. Mein Herz hängt an den mechanischen Klapperkisten, und zum Teil noch an den frühen elektronischen Geräten. Simpler Aufbau, einzelne Zählwerke und Popart Design gehören für mich einfach zum Flipper dazu.

Gruß Frank
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#19
nick_riviera,'index.php?page=Thread&postID=260149#post260149 schrieb:Ich persönlich kann mit den neuen Flippern nichts anfangen - sie sind zu kompliziert, und können trotzdem mit Videospielen nicht wirklich konkurrieren. Mein Herz hängt an den mechanischen Klapperkisten, und zum Teil noch an den frühen elektronischen Geräten. Simpler Aufbau, einzelne Zählwerke und Popart Design gehören für mich einfach zum Flipper dazu.

Gruß Frank

Geht mir genauso, mein "Pinball Pool" gehört ja zur zweiten Gruppe, und nicht nur ich habe immer wieder Spaß damit. Vor kurzem war ein lange nicht gesehener Bekannter da, wir hatten neben dem eigentlichen Thema vor etwa 15 Jahren auch immer Pinball dabei.
Er besuchte mich mit einem Kollegen, und wie sich rausstellte, waren das Vollprofis. Im ersten Spiel an dieser ihm unbekannten Maschine holte er 680.000 Punkte. Ich bin froh, mal auf 500.000 zu kommen, einmal in 16 Jahren waren es 840.000.
Die beiden kommen heute abend schon wieder, die haben richtig Spaß an dem Gerät.
Und bringen Bier mit, sollen also gern gewinnen. Big Grin

Schöne Grüße

Rainer

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#20
Nö, Frank, die sind einfach nicht gut gewartet, stehen zu steil oder zu flach, Tilt ist zu empfindlich...
Ich kann mit allen Flippern Flippern, aber der Spaß kommt dann etwas zu kurz....

Hm, Rainer, Bier könnte ich auch mitbringen Smile

LG
Mike
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#21
Ich habe meiner Frau zum Geburtstag ein Tischfußballspiel gekauft und wir matchen jetzt fast jeden Tag ;-) Aber wenn sie diesen Beitrag jetzt sehen würde, wäre sie hin und weg. Flipper, Fußball und Billard - da lässt sie das Meiste für stehen... ;-))
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)
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#22
ich bin hoffnungsfroh, den Bally Space Time von 1972 im Laufe des Sommers zumindest spielfertig zu haben. Wem es bis Lünen nahe Dortmund nicht zu weit ist, der ist dann herzlich willkommen.

Der Space Time hat ein besonderes Feature, den "Tunnel". Das Gerät ist thematisch an die Fernsehserie Time Tunnel angelehnt, zentral vor den beiden Flippern liegt eine runde Glasscheibe, unter der der "Time Tunnel" dreidimensional nachgebildet ist. Die Lauflichter in diesem Tunnel Feature werden von einem eigenen Motor-Schaltwerk gesteuert. Alleine das Ding zu restaurieren ist ein Job für ein Wochenende. Zur Zeit sitze ich an den Zählwerksmechaniken, um die Kiste überhaupt mal dazu zu bekommen, zu resetten und ins Spiel zu gehen.

Eigentlich muss man mehrere Flipper restaurieren, alleine das Wissen und die Hilfsmittel, die man sich anschafft, sind zu schade, um nach einem Flipper in die Ecke zu fliegen.Aber wenn ich das meiner Frau sagen würde, würde ich wahrscheinlich das erste Mal in unserer Ehe geschlagen werden.

Gruß Frank
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#23
Ich drohe dann schonmal Besuch an Big Grin
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#24
Ich habe meinen Partykeller vor ein paar Jahren praktisch aufgelöst, da er kaum noch benutzt wurde. Beide Flipper habe ich verkauft, was mir heute sehr leid tut.

Dort stand ein "Evel Knievel" von Bally aus 1977 und ein "Firepower" von Williams aus 1980. Letzterer ist ein sehr viel Spaß machender Multiball-Flipper.
Mittlerweile überlege ich eine Neuanschaffung und eine Reaktivierung des Partykellers. Platz ist bei mir nicht das Thema.

Ich suche mal nach Bildern vom "War-" und mache welche vom "Ist"-Zustand Rolleyes
Gruß
Michael
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#25
Die Flipper scheinen seit ein paar Jahren den selben Weg zu gehen, den seit den neunziger Jahren die Jukeboxen gehen. Als mir in den neunzigern eine gute AMI Continental für 3000 DM angeboten wurde, habe ich sie stehengelassen, weil mir das zu teuer war. Heute weiß ich, dass ich damals einen Kredit dafür hätte aufnehmen müssen, weil es keine Geldanlage mit ähnlicher Verzinsung gegeben hat, vom Spaßfaktor ganz abgesehen.

Bei Flippern hat man elektromechanische Restaurierungsobjekte noch vor drei Jahren für nen hunni mitnehmen können, heute ist schon unter 500 Euro nichts mehr zu finden, wo sich der Aufbau noch lohnt. Ich hoffe, dass die Flipperei nicht das nächste nostalgische Hobby ist, wo einem Normalverdiener durch die Preise der Spaß verdorben wird.

Mal ne ganz ketzerische Frage, die mir gerade in den Sinn kommt - unser Haus mit rund 130qm Grundfläche ist nur zur Hälfte unterkellert. Ist es wohl möglich, den Keller zu vergrößern, ohne die Statik des Hauses zu zerstören ?

Gruß Frank
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#26
Ich hatte den KISS-Flipper mal komplett, aber leider nie voll betriebsfähig.
Es war nie der Platz bzw. die Zeit da, das Ding mal zu überholen.
Nach dem dritten Umzug war ichs leid, Spieltisch und elektronikmechanisches Innenleben wurde
verkauft, aber das ultimative Schmuckstück behielt ich natürlich:
[Bild: 38582852xv.jpg]
Innendrin blinkt jetzt eine Weihnachtslichterkette. Big Grin
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#27
das haben leider alle so gemacht, und damit den Bestand radikal dezimiert. Besonders schade ist es, wenn es Geräte getroffen hat, die noch reparabel oder gar funktionsfähig waren.

Das mit den Flippergläsern kann ich noch irgendwie nachvollziehen, weil das zu einer Zeit passiert ist, wo die Kisten keinen großen Liebhaberwert hatten. Was ich aber völlig absurd finde, ist die neue Mode, im Jahr 2020 einen aufbaufähigen Alt-Flipper zu schlachten, um sich einen "Virtual Pinball" zu bauen. Das ist nicht nur aus Nostalgiesicht eine Schande, sondern auch noch furchtbar dumm - für einen Virtual Pinball braucht man nur den Holzkasten, die Beine, ein paar Knöpfe und evtl. ein paar Metallschienen und eine Glasscheibe. Das alles kann man für den Bruchteil der Kosten eines Restaurierungsobjektes selber zimmern bzw. neu kaufen. Die meisten dieser Projekte scheitern dann, weil die Leute genauso dumm an die Realisierung gehen, und dann werden die zerfledderten Gehäuseteile bei Ebay angeboten. Sowas tut mir als Nostalgiker immer richtig weh.

Gruß Frank

Ach ja - man kann die Flipperscheiben auch einscannen und auf Folie drucken lassen - das kostet nicht viel, reicht für Dekozwecke völlig aus, und der Flipper darf seine Scheibe behalten. Nur mal so als Anregung, falls noch jemand auf die Idee kommt, sich ein Flipperglas an die Wand hängen zu wollen Rolleyes .
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#28
Pinball Fans ? HIER.

Sehr schöne Fotos Smile

Wenn Du Hilfe bei deinem Flipper suchst, frag einfach mal hier freundlich nach : https://www.electric-friends.de/
Dort bin ich des Öfteren bei ihren offenen Sonntagen. Herrlich, was dort auf die (Pinball)Beine gestellt wurde.
Ich selber habe einen V-Pin gebaut, da die Software und die elektronischen Feedback Gimmicks wirklich gut geworden sind.

Einen echten Pinball kann das System zwar natürlich nicht ersetzen, dafür habe ich alle meine Lieblingsflipper per Knopfdruck zur Verfügung.
Eingebaut wurden Schütze, Shaker, Getriebemotoren, Gehäuseschallwandler, LEDs, Gebläse und so weiter ....

Schönen Gruß
Vince
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#29
hallo Vince,

danke für den Link, ich hoffe, dass wir bald mal wieder sowas als Ausflugsziel ansteuern können, langsam bekomme ich den Stubenkoller.

Gegen V-Pins habe ich überhaupt nichts, das ist falsch rübergekommen. Mir geht es nur quer runter, wenn man für so einen V-Pin ein historisches Gerät zerstört. Die Holzkiste für einen Flipper zu bauen und zu lackieren sollte für einen geübten Heimwerker kein Problem sein, man hat da sogar noch den Vorteil, dass man das Cabinet genau an das Display anpassen kann. Die übrigen Mechanikteile wie Plunger oder Beine gibt es alle für kleines Geld neu oder gebraucht zu kaufen, und die Scheibe im Zählwerkskasten kann man sich selber gestalten und dann auf Folie drucken lassen.

Mein Bally Space Time braucht leider doch etwas mehr Zuwendung als gedacht. Der hat wohl lange auf dem Dachboden gestanden, man muss wirklich jedes elektromechanische Teil zerlegen, entrosten/gängig machen und wieder zusammenbauen. Helfen kann mir da niemand, das ist einfach tage- bis wochenlanger Fummelkram, der abgearbeitet werden muss. Momentan habe ich ein wenig den Mut verloren, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben ;-) . Der eine reicht mir dann aber auch, noch so eine Restaurierung werde ich mir nicht antun.

Gruß Frank
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