07.11.2018, 17:17
Lektrolurch,'index.php?page=Thread&postID=227252#post227252 schrieb:Daran ist also überhaupt nichts "anstössiges", aka Sound-un-puristisches
Wenn man dann Raum und Lautsprecher mitrein nimmt, hat man schon drei Faktoren, die beim Hören im heimischen Umffeld von der Abmischsituation im Sudio abweichen.
Das oftmals von sogenannten Audiophilen genannte Argument, man möchte die Musik so hören wie Künstler und Studiotechniker das "erschaffen" haben und Klangregelr daher als unpuristischen Frevel ablehen ist daher recht abwegig.
Dieser "Originalsound" fand nämlich nur bei bei der letzten Bearbeitung im Studio statt.
Und auch nur:
Mit der damals verwendeten Lautstärke.
Den damals verwendeten Lautsprechern
Der damals verwendeten Abhörsituation (Meist wohl in ziemlich bedämpften Räumen plus Nahfeld Abhörung, also fast ohne "Raum")
Wenn aber die Aufnahme auf einem TypII Band mit TypI Entzerrung und dem Höhenregler auf Anschlag abgespielt wird, dürfte sich eine Überhöheung bei 10kHz von gut 14db einstellen.
Das wird mit gängigen HiFi tauglichen Lautsprechern selbst in einem Raum mit Teppich auch an Wänden und Decke noch "leicht" höhenbetont klingen.
Aber wenns gefällt ist das auch OK. Ist aber auch Gewöhnungssache, wenn ich nur 10 Minuten mit Treble am Anschlag höre und danach wieder auf Mitte zurückdrehe klingts auch fürchterlich dumpf.
Im Teeniealter wars bei mir und im Umfeld genauso. Loudness rein und Höhen auf Anschlag war standard. Ein paar Kollegen hatten noch schicke Equalizer, da wurde standesgemäß nur eine Kurvenform eingestellt, das berühmte DisothekenV
Für mich käme ein Verstärker ohne Klangregelung auch nicht in Frage, obwohl ich bei gehobener Zimmerlautstärke gerne auf Direct höre.
Ich benutzte einen Yamaha AX870 mit regelbarer Loudness, was bei diesen Yamaha Verstärkern nichts anderes als eine Mittenabsenkung ist.
Die wird sowohl bei leisem Hören zur gehörichtigen Anpassung genutzt wie auch bei sehr lautem Hören, da sit es dann weniger die mangelnde Empfindlichkeit der Ohren für Bass und Höhen sondern wohl starke Raumreflexionen, die die die Miten und unteren Höhen unangenehm agressiv klingen lassen.
Aber irgendwelche Ambitionen genau das Original zu treffen habe ich dabei nicht, es muss mir gefallen. Jeder Mensch hört anders, nicht nur im Kopf (Gehirn) dürfte wohl kein Mensch Klang genau wie ein Zweiter empfinden, selbst die Ohrmuscheln sind, wie man leicht feststellen kann, bei jedem Menschen anders geformt.
Einfach mal bei Musikhören Segelohren oder ganz platt anliegende formen... das gibt gerade im Hochtonbereich Unterschiede, die locker einem Dreh von +-6db am Klangregler entsprechen.
Aber nochmal zur Entzerrung von TypII Bändern, wenn die Aufnahme auf der richtigen Entzerrung abgespielt, einen wesentlichen Teil der Höhen gegenüber dem Original verschluckt, ist die Aufnahme nicht in Ordnung oder das Gerät defekt oder nicht passend zum Band eingestellt.
Oli
